Zum bequemeren Laden wollte ich meine Wallbox hier in der Firma installieren lassen. Da ich mir das originale Gerät von Tesla gekauft, das aus unerfindlichem Grund mit 22 kW spezifiziert ist, obwohl man die Autos ohnehin nur mit 11 kW laden kann, muss sie zwingend von einem Elektro-Fachbetrieb angebaut werden. Zwingend deshalb, da der Netzbetreiber den Betrieb genehmigen muss, ohne eine Anmeldung vom Meisterbetrieb braucht man da erst gar nicht etwas zu versuchen.
Beim Termin hier vor Ort kam wieder ein Thema auf den Tisch, das auch schon vor zwei Jahren bei den Überlegungen zur Solaranlage eine Rolle spielte: Die Wallbox, montiert an der alten Technik hier bei uns mit dem Messwandler, würde so mit ziemlicher Sicherheit keine Absegnung vom Netzbetreiber bekommen. Es fehlen die Möglichkeiten zur Fernsteuerung der Box, so wird das vermutlich alles nichts.
Also werde ich wohl in den sauren Apfel beißen und die gesamte Technik hier neu machen lassen. Dann haben wir auch schon die vorbereitete Infrastruktur für eine Solaranlage, falls die doch noch kommen wird und wir uns hier in der Hausgemeinschaft darüber nicht weiter uneinig sind. Und ob mit Solaranlage und Wallbox oder ohne diese Technik – dann ist hier alles neu und nicht mehr mehrere Jahrzehnte alt. Das hat ja unter Umständen durchaus Vorteile, falls ich den Laden hier eventuell möglicherweise vielleicht mal irgendwann nicht mehr selber betreiben und an jemanden anders vermieten möchte.
Bei uns passiert das eigentlich kaum. Manche Kunden fragen, wenn sie "größere Mengen" kaufen, ob sie es günstiger bekommen können, aber das ist selten. Wobei die Definition von "größere Mengen" in den Augen mancher Betrachter eben auch schon mehr als zwei Stück sind.
Hatte den Cartoon irgendwann mal im www entdeckt. So funktioniert es bei uns natürlich nicht, dass Preise unmittelbar kalkuliert haben, hat man doch eher bei Posten oder großen/teuren Einzelprodukten. Ich fand das Bild dennoch blogbar.
In der nächsten Woche machen ein paar Edeka-Mitarbeiter aus der IT eine Rundreise durch die Märkte und wollen sich dort jeweils mit dem Schwerpunkt "Digitalisierung im Einzelhandel" den Stand in den Märkten ansehen. "EASY Shopper", elektronische Etiketten, SB-Kassen, EH-Tablets, Funksysteme etc.
Obwohl ich ja Technikfreak bin, sieht es in der Hinsicht bei uns etwas altertümlich aus. Aber die "EASY Shopper" sind bei uns aus Platzgründen schlecht unterzubringen, SB-Kassen kann ich persönlich nicht ausstehen und selbst mit einem guten Angebot für elektronische Etiketten (ESL) vor ein paar Wochen scheue ich diese mittlere fünfstellige Investition. (Außerdem wird damit auch nicht alles einfacher. Die Zuordnung zu Artikeln muss gepflegt werden und aus einem anderen Edeka-Markt, den wir privat häufiger aufsuchen, wissen wir, dass die Dinger (dort zumindest) häufiger abfallen und auf dem Boden hin und her getreten werden.
Falls mit Funksystem das Thema Sprechfunk für interne Kommunikation gemeint ist, das klappt aufgrund der Marktgröße auch ganz ohne Technik und notfalls einfach mit den DECT-Mobilteilen, die wir bei uns tragen.
Der LKW für die Abholung unseres Einwegcontainers war ungeplant heute schon hier. Wir waren nicht darauf eingestellt, denn eigentlich sollte die Abholung erst am Dienstag stattfinden. Besonders viel Platz war auch nicht rund um unsere Einfahrt, nur eine Parklücke zwischen zwei Autos hätte dem LKW eventuell reichen können, um genug Platz zum Rangieren zu haben, um in unsere Einfahrt zu kommen.
Während der LKW die 50 Meter Rückwärts hier im Schneckentempo in die Seitenstraße rangierte, kam ein Kleinwagen an und parkte in genau diese Lücke ein. Mein vorsichtiges Klopfen am Fenster, als der Fahrer zum Einparken ansetzte, ignorierte dieser.
Nachdem er eingeparkt hatte und aussteigen wollte, sprach ich ihn an und bat ihn darum, in eine ein paar Meter weiter gelegene Parklücke auf der anderen Straßenseite umzuparken. "Ich hab keine Zeit!", sprach er und lief weg.
Danke für nichts, du Arsch. Damit war die Chance, hier in die Einfahrt zu kommen, komplett erledigt und der Lastwagen fuhr wieder davon. Kostet ja auch alles kein Geld.
Bei den Produkten auf dem "Go Fitnesse"-Aufsteller hatte eine Kollegin in der Zutatenliste der Protein-Waffeln einen etwas skurrilen Eintrag gefunden: Weiße Masse.
Bleibt die Frage ob "Weiße Masse" eine offizielle Bezeichnung im Lebensmittelrecht ist, die so da in der Zutatenliste stehen darf (darf ganz offenbar) oder ob solche eigenen Bezeichnungen erlaubt sind, wenn die korrekte Aufschlüsselung dahinter zu finden ist. Weiß da jemand mehr?
Andererseits … Weiße Masse, graue Schmiere, schwarze Materie – alles so monochrome Substanzen, mit denen keiner so genau in Kontakt kommen möchte.
Ein Mann nahm sich mehrere große Tafeln Milka-Schokolade aus dem Regal und ging damit in den Chips-Gang. Dort riss er die Warensicherungsetiketten von der Schokolade, ließ diese achtlos auf den Boden fallen und steckte sich die Tafeln schließlich in seine Umhängetasche.
Dass er auf eines der abgerissenen Etiketten getreten war, so dass dieses an seinem Schuh kleben blieb, sorgte leider nicht dafür, dass er beim Verlassen des Ladens doch noch überraschenderweise den Alarm der Warensicherungsanlage auslöste.
Aufgefallen war der Diebstahl mehrere Stunden später, da die Ansammlung von herrenlosen Warensicherungsetiketten auf dem Fußboden einen schon misstrauisch werden ließ …
Diesen Strichcode voller Blumen hat Blogleser Henning auf einem Blumenstrauß bei Aldi entdeckt. Mit der angedeuteten Schicht Erde sieht es so aus, als wenn der Strichcode ein Blumenkasten oder -Kübel wäre.
Seit ein paar Tagen haben wir die Trockenfrüchte von Frudist im Sortiment. Derzeit "nur" auf einem Aufsteller und ohne feste Platzierung, aber mal gucken, was daraus wird.
Kennengelernt hatten wir die Produkte vor ein paar Wochen auf einer kleinen Messe. Getrocknete Früchte, gerade auch Erdbeeren, sind nicht zuletzt durch KoRo in letzter Zeit immer wieder angesagt. Aber diesmal hatte sogar ich einen "Wow"-Moment. Ganze Früchte, die sogar in getrocknetem Zustand hinsichtlich Farbe und Textur wie frische Erdbeeren aussahen. Hammer. Frudist hat mit einem selber entwickeltem Verfahren ein einzigartiges Ergebnis geschaffen. Wir waren so begeistert, dass wir die Artikel unbedingt mal bestellen mussten. Selbst wenn sich die Erdbeeren (und Himbeeren, Äpfel und Birnen) hier nicht zum Renner entwickeln sollten, wollte ich diese Chance nicht ungenutzt lassen.
Die Gläser waren mit eigentlich gar nicht primär für den Verkauf gedacht, aber so sieht man zumindest mal die Ware. Wenn das nicht überzeugt, dann weiß ich auch nicht weiter …
Läden mit eigener Blumenabteilung oder einem vorgelagerten Blumenladen werden über die "kleine" Auswahl lachen, für uns war die Anzahl an Schnittblumen, die ich vor dem Valentinstag bestellt hatte, schon außergewöhnlich groß. Die Kollegen lachten schon über mich: "Da brauchen wir zu Montag wohl keine zu bestellen, da können wir die ganzen Reste reduzieren."
Hah! Denkste! Von dem ganzen Blühgemüse war sage und schreibe ein Strauß übriggeblieben. Und das vermutlich auch nur, weil der in einem der Eimer stand, die wir hier aus Platzgründen auf der Fensterbank untergebracht hatten, wo sie etwas untergegangen und daher von der breiten Masse nicht beachtet worden waren. Wir hatten ihn zwar abends noch in den Blumenwagen vor der Kasse gestellt, aber da wollte ihn dann auch niemand mehr haben.
Eine ältere Frau mit Rollator wollte oder vermutlich eher konnte sich nicht oder nur mühsam bücken und hat daher einen Becher körnigen Frischkäse, den sie aus dem Kühlregal genommen hatte, in den Korb ihrer fahrbaren Gehhilfe werfen wollen.
Körperliche Gebrechen kann man niemandem vorwerfen, aber wenn sie den Käse erst genommen, dann halbwegs gezielt und dann erst fallengelassen hätte, wäre ich weniger erbost gewesen. Stattdessen hat sie, wie man in dem animierten Schnipsel sehen kann, den Becher genommen und in einer schwungvollen Handbewegung in den Korb geworfen.
Wobei nun der Ausdruck "in den Korb geworfen" nicht ganz passt. Der Becher flog dran vorbei, prallte auf dem Fußboden auf und blieb aufgeplatzt vor dem Kühlregal liegen. Dort ließ die Frau ihn auch, sagte auch nicht netterweise bei einem Mitarbeiter Bescheid, nahm sich einen anderen Becher und ging weiter. Stunden später entdeckte ich den demolierten Plastikpott halb ausgelaufen auf dem Boden …
Nicht (nur) deswegen, auch wegen anderer Merkwürdigkeiten hätte die Frau eigentlich längst ein Lokalverbot bei uns haben müssen. Sie hat sich auch schon einmal eine Banane genommen und diese im Laden gegessen (macht man nicht, aber okay) und hat die Schale dann hinter die Ware ins Keksregal geworden (macht man wirklich nicht, daher nicht okay). "Ich war habe keine Banane gegessen", versuchte sie sich damals herauszureden, aber das hatten wir da mit mehreren Kolleginnen und Kollegen gesehen. Sie darf trotzdem noch bei uns einkaufen, aber mögen tut sie niemand so richtig. Verstehe ich gar nicht.
Vielen Dank an Honza, der diesen Strichcode in Form einer Reisschüssel (inkl. Reis und Stäbchen) auf einer Packung Langkornreis von Globus entdeckt hat.
Seit ein paar Tagen haben wir Porridge auch als Riegel in zwei unterschiedlichen Sorten im Angebot. Bestellt hatte diese Produkte meiner Meinung nach niemand mutwillig, also haben wir sie mutmaßlich durch eine zentralseitige Zuteilung bekommen.
Immerhin hat nicht eine Kollegin oder ein Kollege dieses Produkt begeistert angestrahlt, die Reaktion glich eher einem kollektiven Augenverdrehen. Das Modeprodukt Porridge wird ja nun immer wieder als vergoldete Haferflocken verspottet. Ob man die jetzt wirklich als Riegel gebraucht hat? Aber lassen wir die Kunden entscheiden. Laufen sie ab oder werden wir sie ununterbrochen nachbestellen? Ich werden vielleicht berichten, falls "Easy Going Porridge" nicht sang- und klanglos und von mir unbeachtet hier wieder verschwinden wird.
"Ihr arbeitet hier zusammen?" Gemeint waren Ines und ich. "Schlägt man sich da nicht gegenseitig die Köpfe ein? Ich könnte das nicht …"
Sowas in der Art haben wir schon etliche Mal zu hören bekommen.
Aber wir sehen das ganz anders: Es ist ein Privileg, mit demjenigen zusammenarbeiten zu können, den man im Leben am meisten mag.
Wir sind ein Team und leben nicht nur miteinander, sondern können auch prima miteinander arbeiten. Und wenn wir mal unterschiedlicher Meinung sind, haben wir bislang immer einen Kompromiss gefunden, mit dem beide einverstanden sind.