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Aggro-Alpia-Dieb

Am Vormittag hatte ein Kollege vor ein paar Tagen beim Verräumen der Ware eine leere Papierverpackung mitsamt Alufolie einer Alpia-Schokolade zusammengeknüllt im Brotregal entdeckt. Die Verpackung war auf der Videoaufzeichnung leider nicht zu sehen, aber zum Glück der kleine Aufsteller, auf dem wir derzeit Alpia-Schokolade anbieten.

Die Sorten unterscheiden sich auffällig durch farblich unterschiedlich gestaltete Verpackungen und so machte ich mir die Mühe, die Videoaufzeichnung nach dem "da verschwindet jetzt eine dieser Tafeln" durchzusehen. Die vergangenen drei Tage zu sondieren war auch kein großer Zeitaufwand, da man ja in Sprüngen von mehreren Stunden die Veränderungen sehen und dann ggf. weiter eingrenzen kann. Tatsächlich war es drei Tage zuvor, so lange hatte sich das zerknüllte Schokoladenpapier im Brotregal getarnt, als ein und als Gelegenheitskunde bekannter Mann die Tafel auspackte und ohne Verpackung in eine Tasche seiner Cargohose gleiten ließ.

(Ich fand die Vorstellungen, die Hosentasche von innen mit Schokolade vollzuschmieren genauso abstoßend wie der Gedanke daran, dass die Schokolade sich irgendwie in den dortigen Hinterlassenschaften wälzen könnte. Für frisch gewaschen hätte ich das Kleidungsstück eher nicht gehalten.)

Wir beschlossen, die Augen offen zu halten.

Am Nachmittag des Tages entdeckte der Kollege wieder eine leere Alpia-Verpackung. Diesmal bei den Getränken, diese lag nicht seit Tagen dort herum, sondern war erst wenige Stunden zuvor dort hingeworfen worden – von dem selben dubiosen Typen, der auch Tage zuvor die andere Tafel eingesackt hatte.

Leider war er diesmal auch schon wieder verschwunden – aber er wusste ja nicht, dass wir wussten, was er getan hatte. Und da er sich bestimmt sicher fühlte, würde er wiederkommen. Das tat er noch am selben Abend und kassierte die Verdienten beiden Anzeigen mitsamt Hausverbot.

Eigentlich wollte der Kollege noch die Polizei hinzuziehen, da der Mann keinen richtigen Ausweis, sondern nur einen kopierten Zettel dabei hatte, aber das fand dieser gar nicht gut und hat sich mehr oder weniger gewaltsam den Weg aus dem Laden gebahnt und dabei noch einen Kollegen halb umgerannt.

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1. Mai, keiner da?

NATÜRLICH haben auch gestern, wie an fast allen anderen Feiertagen auch, etliche Leute hier anzurufen versucht. Meistens Handynummern. Ich stelle mir immer vor, dass die Leute vor der Tür stehen und sich wundern, warum diese verschlossen ist. Was der Holländer um 12:47 Uhr wollte, vermag ich aber nicht zu sagen.


Videoüberwachungsschild am Zaun

Das Schild hat übrigens auch inzwischen den Weg zu uns und mit kurzer Verweildauer hier im Büro auch an unseren Zaun gefunden.

Die (fertig ausgearbeiteten) Löcher waren natürlich in keiner Ausrichtung mit dem Raster der Stäbe unseres Zaunes kompatibel, aber wird so schon halten …


"Frische Sachen sollte man hier niemals kaufen."

Vor ein paar Tagen trudelte diese "Rezension" bei Google hier ein.

"Gemüse und Obst sind ständig verschimmelt." Das ist ein Satz, der sitzt. Kurz, klar, kompromisslos. Und vor allem: Absolut und ohne jeglichen Intepretationsspielraum.

Stellt euch mal vor, das würde stimmen: Ein Supermarkt, in dem grundsätzlich alles verschimmelt. Tomaten mit Flaum, Erdbeeren mit Streichelpelz, Bananen, die direkt hinten am Müllcontainer angeliefert werden müssten. Ein Ort, an dem die Kühlkette eher als lose Empfehlung verstanden wird und bei dem die Lebensmittelüberwachung und die Qualitätssicherungs-Mitarbeiter der Edeka Hausverbot haben.

Und jetzt stellt euch noch etwas vor: Jeden Tag kommt hier viele Menschen rein. Kaufen Obst, kaufen Gemüse – und kommen wieder. Leben am Limit, würde ich sagen. ;-)

Die Realität ist leider weniger spektakulär. Frischeprodukte anzubieten ist ein täglicher Kampf gegen die Zeit, kombiniert mit der Tatsache, dass Naturprodukte nun mal nicht dauerhaft perfekt bleiben und leider auch schon oft genug mit Fehlern, auch Schimmelstellen, angeliefert werden. Solche Artikel sieht man nicht immer sofort, denn eigentlich möchte man die Ware ja so wenig wie möglich anfassen und wenn sich eine Platzierung in den originalen Kisten und Kartons anbietet, dann guckt man sich nicht jeden Apfel und jede Gurke von allen Seiten an. Ja, es gibt leider diese Ausreißer. Und ja, es rutscht auch mal etwas durch. Auch bei uns, davor ist nämlich niemand gefeit. Und bei der täglichen Arbeit um eine erfolgreiche Firma mit glücklichen Kunden ärgert mich / uns sowas vermutlich mehr als den Kunden, der nun dummerweise genau dieses eine Teil erwischt hat.

Aber dass ständig alles verschimmelt ist schon harter Tobak. Das Wort "ständig" verwandelt eine bedauerliche Ausnahme in ein mutmaßliches Dauerproblem und eine schlechte subjektive Erfahrung in eine angebliche generelle Wahrheit.

Obst und Gemüse, Frischeprodukte allgemein, können immer mal nicht in Ordnung sein. Das ist nicht schön, kann aber passieren. Wir arbeiten mehrmals täglich daran, solche Artikel auszusortieren, meistens funktioniert es, manche unappetitlichen Stellen tarnen sich jedoch leider hartnäckig. Wenn ihr als Kunden dann (egal ob bei uns oder in irgendeinem anderen Markt) doch mal ein Produkt erwischt, das nicht in Ordnung ist: Dafür gibt es uns. Ansprechbar. Vor Ort. Ganz ohne anonyme Rezension in diesem Internet. Und zumindest bei mir tauschen wir dann vollkommen diskussionsfrei das gammelige Gemüse gegen frisches oder geben euch das Geld zurück.

Google-Rezensionen mit so vielen Sternen wie unser Sonnensystem!

Der Eiknäuel-Dieb

Der eine oder andere hat vermutlich schon beim Lesen des Titels einen Knoten (aus Geschenkband) im Kopf: "Was zum Donnerdrummel ist ein Eiknäuel?!" Nun: Ein Eiknäuel ist ganz unspektakulär ein eiförmig aufgewickeltes Geschenkband, das üblicherweise zum Verpacken und Dekorieren genutzt wird. Es ist in verschiedenen Farben erhältlich und lässt sich leicht mit einer Schere kräuseln, um Schleifen zu verzieren. Das hat doch wohl jeder von euch schon mal gemacht, oder? Eben.

Dieser junge Mann wollte wohl auch mal wieder ein Geschenk verpacken, scheiterte aber den 1,49 € für das Dreierpack. Also riss er kurzerhand das Etikett ab, warum auch immer so viele Ladendiebe das tun, und steckte sich die Packung in die Jackentasche.

Pech für ihn, dass wir ihn dabei beobachtet hatten …


Neugierige Tuxedo-Katze vor dem Laden

Vor ein paar Tagen tauchte hier plötzlich eine Tuxedo-Katze (Aber nicht "Tux", hier zum Beispiel zu sehen, der zwar ähnlich aussieht aber weniger Weiß im Fell der Hinterbeine hat) im Laden auf:



Sie lungerte nicht nur auf dem Gehweg hier vor dem Gebäude herum, sondern kam auch gleich mehrmals hier in den Laden gelaufen. Ich scherzte noch mit der anwesenden Kollegin: "Wenn sie Hunger hat, gib ihr doch eine Dose Sheba. Aber dann muss sie wieder raus." Und so geschah es.

Wirklich zufällig, weil ich eine ganz andere Sache nachgucken wollte, entdeckte ich diese Szene am späten Abend des selben Tages in der Videoaufzeichnung. Als schon alles dunkel war und gar keine Mitarbeiter mehr da waren, tauchte die schwarz-und-ein-bisschen-weiße Katze wieder vor der Tür auf und guckte ein paar Augenblicke lang durch die Scheibe direkt in den Laden. Vielleicht hoffnungsvoll beim Gedanken, dass es hier noch mehr Futter gibt. :-)


Fail: Polizeianruf durch LD

Während wir im Lager mit einem Ladendieb ohne Ausweis auf die Polizei warteten, wurde der junge Mann zusehends unruhiger. Schließlich "drohte" er uns damit, selber die Polizei anzurufen. Ich zuckte mit den Schultern: "Mach doch, vielleicht kommen die dann etwas schneller und wir müssen nicht so lange warten."

Er zückte sein Handy und rief tatsächlich den Notruf an. Dort erfuhr er zunächst, dass es nicht schneller gehen kann. Um unseren Vorgang wird sich gekümmert, sobald ein Wagen frei ist. Der LD versuchte spontan noch, den Spieß umzudrehen und erzählte dem Mann in der Notrufzentrale, dass er hier ungerechtfertigt festgehalten werden würde. Er hätte bei seinem Einkauf lediglich vergessen, einen Artikel aus der Tasche auszupacken. Das könne schließlich mal passieren und sei ja kein Diebstahl.

Netterweise telefonierte er mit eingeschaltetem Lautsprecher, wie es heutzutage üblich ist. Das Konzept, sich ein Telefon an die Wange zu drücken, ist immer mehr jungen Leuten offenbar nicht mehr bekannt. So konnten wir alle mithören und mussten sehr darüber schmunzeln, wie ihn der Mitarbeiter der Polizei kurzerhand abbügelte: "Ja, wenn Sie das nicht aus der Tasche gepackt haben und so aus dem Laden gehen wollten, nennt man das Diebstahl."

Hihi. :-P

Clan Campbell

In der vorletzten Woche hatte ein Vertreter eine große und zwei kleine Flaschen Whiskey (Blended Scotch) der Marke "Clan Campbell" bei uns zurückgelassen. "Ist gelistet, könnt ihr bestellen", was ich auch tat. Einen Platz in der Vitrine hatte ich an der richtigen Stelle frei (direkt neben Johny Walker, auch ein Blended Scotch) und mit 12,99 € pro Flasche ist der Clan Campbell auch eher im unteren Preissegment verortet.

Eine der kleinen Flaschen hatte ich mit nach Hause genommen und selber mal verkostet. Bei Amazon und auf anderen Plattformen wird der Whisky im Grunde überall mit deutlich über vier Sternen bewertet – ich fand schon den Geruch unangenehm und habe nach dem Probieren den Rest vom Glas im Ausguss versenkt. Uuuah, aber die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. Dafür gibt es bestimmt auch Leute, die einen Glenmorangie oder (ich geb's ja zu) einen Jameson (aber nur zum Mixen) unlecker finden. :-)

Ich wollte die Bestellung zuerst noch stoppen, aber nun haben wir ihn doch hier stehen. Vielleicht freut sich ja der eine oder andere Kunde darüber. Kennt ihr den Clan Campbell und habt eine Meinung dazu?


Ein Display Citronella-Kerzen

Seit ein paar Tagen haben wir ein Display mit den unterschiedlichsten Kerzen mit Citronella-Duft (Zitronengras)

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass die Artikel nicht laufen, aber da kann ich auf keine Erfahrungswerte zurückblicken. Giftfreier Schutz vor Mücken sollte aber doch eigentlich im Trend sein …


Wer hat das warum so konstruiert?!

Ich saß mit geöffneter Tür bei mir im Büro und erledigte meine Arbeiten. Plötzlich fing es in einer der Toilettenräume laut und heftig an zu plätschern. Ich dachte mir zunächst gar nichts dabei und beachtete das Geräusch nicht weiter. Insgesamt waren wir mit einem halben Dutzend Mitarbeitern hier und vielleicht brauchte jemand gerade einen Eimer Wasser, um etwas aufzuwischen und hat dabei den Wasserhahn bis zum Anschlag aufgedreht. Unmöglich ist das ja schließlich nicht.

Etwa eine Minute später guckte ein Kollege etwas panisch durch meine Tür. "Hier steht alles unter Wasser, was ist denn da los? Kannst du mal gucken?"

Ich sprang auf und guckte. Erkenntnis: Der Fußboden in der Herrentoilette stand unter Wasser und durch die Tür lief das Wasser von dort aus in den Flur zwischen meiner Bürotür und den Toiletten, der inzwischen ebenfalls halb geflutet war.
Wo das Wasser herkam, erschloss sich mir im ersten Moment überhaupt nicht. Es lief nicht aus dem neu installierten Wasserhahn am Waschbecken und auch nicht aus dem Eckventil an der Wand. Das Wasser kam irgendwie unmittelbar und von vorne nicht klar erkennbar unter dem Waschbecken heraus. WTF?!

Nachdem ich das Eckventil zugedreht hatte, kümmerten eine Kollegin und ich uns erstmal darum, alles wieder trockenzulegen. Das hat eine Weile gedauert. Aus einer voll geöffneten Wasserleitung ströme in einer Minuten durchaus mehrere zehn Liter Wasser.

Anschließend begutachtete ich das Waschbecken und die Armatur und guckte dabei vermutlich recht dümmlich aus der Wäsche. Die Niederdruckarmaturen haben drei Anschlussschläuche. Nummer eins vom Eckventil in die Armatur für die Wasserzufuhr. Nummer zwei und drei gehen zum und kommen vom Untertischgerät und versorgen die Armatur mit warmem/heißem Wasser.

Schlauch Nummer eins hing mit einem Ende in der Luft – und zwar mit dem Ende, das eigentlich in der Armatur stecken sollte. Die Verbindung mit dem Eckventil war fest und dicht. Wie kann sich der Schlauch aus der Armatur gelöst haben? Ich ging schnell im Geiste alle Möglichkeiten durch und kam zu dem Schluss, dass ich das vermutlich selber gemacht habe. Beim Festschrauben des Schlauches auf dem Eckventil muss er sich so weit verdreht haben, dass sich das Gewinde in der Armatur gelöst hatte. Verflixt, das war mir ja noch nie passiert und eigentlich verdrehe ich so einen Schlauch auch nicht so sehr, aber eine andere Möglichkeit sah ich in dem Moment nicht.

Also habe ich die Armatur zunächst einmal wieder vollständig ausgebaut, um den Anschlussschlauch wieder fest einschrauben zu können. Auf ein Gewinde hat man bei Vigour zumindest bei diesen Armaturen vorsichtshalber verzichtet. Kraftschlüssige Verbindungen sind sowieso überbewertet. So hat man die Enden der Anschlussschläuche nur als glatte Zylinder mit eingelassener Gummidichtung gestaltet. Kurz vorm Übergang zum flexiblen Schlauch hat der Zylinder einen dickeren Ring. Auf diesen Ring drückt der Kopf einer Schraube, die zentral zwischen den Anschlussschläuchen eingeschraubt wird und alle drei Ringe auf diese Weise fixieren soll.
Bei dem Schlauch für die Frischwasserzufuhr hat diese Konstruktion offenbar nicht gehalten. Entweder saß die Schraube nicht richtig oder der Wulst war da irgendwie dran vorbeigeflutscht, ich weiß es nicht. Mein Vertrauen in diese Konstruktion ist gerade arg geschrumpft. Es kann doch nicht sein, dass man das Risiko einer Überschwemmung eines Hauses, die sehr schnell zu sehr hohen Sachschäden führen kann, auf ein Stückchen Rand des Kopfes einer kleinen Kreuzschraube überträgt.

Welcher Ingenieur denkt sich sowas aus? Und warum?? Und warum macht man da nicht ein Schraubwinde an die Schläuche wie anderswo auch??? Ich habe ganz viele Fragen! Auf dem unteren Bild seht ihr den Anschlussschlauch der Armatur aus unserer Backstube, da war es schon die gleiche Konstruktion und dort hat sie jahrelang gehalten. Zu funktionieren scheint das System ja, aber nach dem Erlebnis mag man ja kaum noch ruhigen Gewissens in den Feierabend gehen und die Waschbecken sich selbst überlassen …




Kater Wolke

Eigentlich bin ich sehr eigen, wenn es um ungefragt an unsere Tür geklebte Aushänge geht. Die Plakate im unteren Bereich haben ein Eigenleben entwickelt und ich bin da auch hinsichtlich der Fülle und Auswahl der beworbenen Veranstaltungen recht entspannt. Solange kein breites, scheibenzukleisterndes Klebeband, sondern einfach nur Tesafilm benutzt wird, soll doch jeder seinen Kram da aufhängen. Alle anderen Scheiben sind tabu, also die Seitenscheiben und vor allem auch der obere Bereich.

Nun vermisst jemand hier aus dem Umfeld seinen Kater und hat den Tasso-Aushang hier an die Tür geklebt. Mitten an eine der oberen Scheiben. Mit breitem Klebeband. Der Monk in mir möchte den Aushang sofort entfernen (und woanders hinkleben), der Tierliebhaber versteht die Verzweiflung von Wolkes Dosenöffnern und würde wohl selber jede Chance nutzen wollen, maximale Reichweite für so ein Gesuch bekommen zu können.

Während ich diese Zeilen schreibe, schnappte sich Ines den Tesafilm-Abroller und hat als Kompromiss den Aushang oben an der Scheibe belassen, aber das dicke Klebeband entfernt und den Zettel mit Klebefilm neu festgepappt, das auf der Scheibe weniger Rückstände hinterlässt.


Man kann fast besser verzichten!

Ines und ich sprachen über Saisonartikel, vor allem die Pleite bei den Ostersüßwaren in diesem Jahr, die andere deutlich schlimmer als uns getroffen hatte. Spätestens im Herbst werden wir die Artikel für nächstes Jahr bestellen müssen und unsere Überlegung ging in die Richtung, dass es drei wesentliche Artikelgruppen gibt:

1. Die (mehr oder weniger) hochwertigen Markenprodukte, angefangen bei den Klassikern wie Milka bis hin zu Marken wie Lindt, Niederegger, Reber etc.

2. Eigenmarken oder günstige Zweitmarken wie Zentis oder Riegelein.

3. Saisonartikel von bekannten Marken wie Oreo, Mars, KitKat, Smarties, etc.

Fangen wir hinten an: Diese Produkte hatten wir in der Vergangenheit immer mal ausprobiert, aber zu Weihnachten wie zu Ostern kamen wir immer zum selben Ergebnis, nämlich dass diese bei uns nicht oder zumindest nur sehr schlecht laufen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen bestellen wir davon inzwischen im Grunde gar nichts mehr und wenn, dann höchstens nur in einzelnen Kartons und nicht als ganze Aufsteller.

Eigenmarken sind natürlich eine günstige Möglichkeit, Saisonartikel anzubieten. Wenn ich mir angucke, in was für Massen diese Artikel in anderen Märkten und gerade bei den Discountern angeboten werden, staune ich immer wieder. Bei uns tun sie sich relativ schwer. Es gibt vereinzelte Produkte, die gut laufen, aber andere stehen wie Blei herum. Wir hatten in dieser Saison zum Beispiel neue Osterhasen unserer Edeka-Eigenmarke, die im Grunde samt und sonders auf dem Restetisch gelandet waren. Unser Discount-Marzipan, vor allem -Kartoffeln, liefen auch eher nur sehr verhalten, während andere Produkte (auch von gut&günstig) sich richtig gut verkauften, Gebäck vor allem.

Die Entwicklung bei den großen Marken hat jeder selber beobachten können. Die Ware steht teilweise jetzt noch in den Läden, selbst zu Supersonderpreisen verkauft sie sich nicht. Man bekommt mitunter schon das Gefühl, dass die Kunden die Produkte regelrecht boykottieren – und auf der Basis sollen wir in ein paar Wochen die Bestellung für die Weihnachtssüßwaren zaubern. Das kann ja was werden!

(Eigentlich gibt es noch einen vierten Punkt. Nur eine einzige Marke, aber mit einer ziemlichen Relevant: Ferrero. Das sind nicht gerade günstige Produkte, aber Ferrero schafft es (bis auf die Rezepturänderung bei Nutella vor ein paar Jahren) nicht negativ aufzufallen und die Qualität gleichbleibend zu halten. Die Artikel laufen daher auch fast immer, wenngleich sich die "festlichen Aufmachungen" der Pralinen-Klassiker bei uns auch eher nur sehr schleppend verkauf(t)en und daher von uns nicht mehr bestellt werden.)

Noch mal zurück zum Titel dieses Beitrags: Das war gestern Abend mein Gedanke beim Gespräch mit Ines. Ich hatte gesagt: "Man kann schon fast besser darauf verzichten als sich mit diesen Produkten im nächsten Jahr wieder zu belasten."
Wir hatten dieses Jahr schon wenig Ostersüßwaren im Vergleich mit den vergangenen Jahren und ich denke, nächstes Jahr wird das noch einmal ein gutes Stück übersichtlicher werden bei uns …

Nervöser MediaMarkt

Ich hatte Anfang April im Onlineshop von MediaMarkt einen Artikel bestellt, der mit mehreren Wochen Vorlauf nur lieferbar war. Schließlich bekam ich am 21.4. folgende E-Mail:

Hallo Bjoern Harste,
dein Paket befindet sich in den Startlöchern.
Du hast in unserem Onlineshop am 06.04.2026 die Bestellung (Bestellnummer: xxx) getätigt. Deine gewählte Zahlungsart ist Vorkasse.

Bitte überweise den Betrag in Höhe von 949,00 Euro innerhalb von 14 Tagen auf folgendes Konto: […]
Sehr schön, ich freute mich und wollte die Überweisung im Laufe der Woche von der Firma aus absenden.

Am 24.4. kam eine weitere E-Mail von MediaMarkt:

Hallo Bjoern Harste,
es tut uns leid. Deine Bestellung muss storniert werden.

Leider haben wir keine vollständige Zahlung von dir erhalten. Daher müssen wir deine Bestellung (Bestellnummer: xxx) stornieren.

Die folgenden Artikel werden storniert: […]
Offenbar versteht man bei MediaMarkt unter einem 14-tägigen Zahlungsziel ein eher dynamisches Konzept – also quasi eines, das rückwirkend beginnt und im Zweifel nur mit entsprechender Zeitreise zuverlässig eingehalten werden kann.

Aber gut, dann eben nicht und so habe das Stückchen Technik dann auf dem kurzen Dienstweg direkt beim Hersteller geordert …