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Überfordert mit Zählbrett

Wisst ihr, was ein Zählbrett ist? Nein? Ich zitiere mal aus der Wikipedia: Ein Münzbrett […] ist ein offener Kasten (»Brett«), in welchem Geldmünzen verschiedener Nennwerte und Größen sortiert werden können, wodurch Zählen und Berechnen des Gesamtwertes der Münzen vereinfacht werden.

Dass mein intuitives Verstehen technischer und logischer Zusammenhänge meist recht schnell greift, ist Fluch und Segen zugleich. Es erleichtert mein Leben ungemein, sorgt aber auch unbeabsichtigt wie unbewusst immer wieder dafür, dass ich anderen, die nicht über diese Gabe verfügen, zu verständnislos begegne.

Wie weit ein Zählbrett durch seine reine Konstruktion und Beschriftung selbsterklärend ist, weiß ich nicht. Ich kann damit umgehen und bislang war mir noch niemand begegnet, der es ebenfalls nicht geschafft hat. Spätestens der Hinweis, dass dort Kleingeld einsortiert werden kann, sorgt für die geistige Starthilfe um hinter die Funktion eines Zählbrettes zu kommen.

Tzja …

Und dann war da diese eine Kundin in etwa meinem Alter, die angefragt hatte, ob sie bei uns Kleingeld wechseln dürfe. Sie hielt ein Plastiktütchen in der Hand, dessen Inhalt eine etwa zehn bis 15 cm durchmessende Kugel bildete. "Das müssten Sie aber bitte selber in ein Zählbrett einsortieren, sonst können wir das nicht annehmen", erklärte mein Mitarbeiter ihr. Sie nickte und bekam ein leeres Zählbrett mit auf den Weg. Eine unserer Tiefkühltruhen durfte sie als Arbeitsfläche nutzen und nach einer Weile, es war wohl fast eine halbe Stunde, kam sie wieder zum Lager und wollte ihren Schatz eintauschen.

Man kann nicht viel falsch machen, wenn man Münzen in ein Zählbrett einsortiert. Zu kleine Münzen in die großen Fächer sortieren und Lücken in den Einsätzen durch vergessene Münzen lassen dürften die einzigen nennenswerten Fehlerquellen sein. Die Kundin kombinierte beides großzügig, so dass ich zeitweise schon überlegte, ob sie die Funktion des Zählbrettes gar nicht verstanden und stattdessen ihr Sammelsurium einfach nur bestmöglich in die Einsätze hineingelegt hat. Kaum zu glaube, aber wahr …

Fan-Shirts in Kindergrößen

Mit der letzten Hauptlieferung hatten wir noch mehr Exemplare der Fan-Shirts bekommen, diesmal eine ganze Kiste voll in Kindergrößen. Mit dem Restbestand vom ersten Aktionstag haben wir also eine stattliche Menge dieser Shirts hier liegen.

Ich habe keine Ahnung, ob bei uns im Speziellen mal wieder alles anders als in anderen Edeka-Märkten ist, oder ob die Aktion generell ein Flop war. Auf jeden Fall weiß ich, dass die Ausgabe der Shirts streng reglementiert ist und auch weiterhin keine Staffelung (1 Shirt ab 50 Euro Einkauf, 2 Shirts ab 100 €, 3 ab 150 € usw.) erlaubt ist. Verkaufen (z.B. zum Sonderpreis über den Restetisch) dürfen wir sie auch nicht (was evtl. markenrechtliche Gründe mit dem DFB hat) – und so sehe ich uns schon mit dutzenden dieser T-Shirts, die wir irgendwie verwerten müssen. Einfach an Kunden verschenken hat auch nichts, das wäre ein Schlag in die Fresse für die, die beispielsweise extra viel bei uns gekauft haben, um so ein Fanshirt zu bekommen.

Vielleicht kommt ja noch intern ein Verwendungshinweis, ich bin gespannt … (Oder vielleicht werden wir sie ja auch alle morgen im Laufe des Tages los, so genau weiß das ja niemand.)


Dutzendfach alte Leuchtstoffröhren

Im Laufe der Jahre haben wir viele, viele alte Leuchtstoffröhren hier angehäuft. Zwischendurch habe ich immer mal wieder welche zur Schadstoffsammelstelle gebracht, aber alleine fünf Kartons mit jeweils 25 Röhren lagen hier noch im Kriechkeller neben dem Eingang. Ich weiß daher nicht einmal, ob die überhaupt von mir sind oder ob das sogar noch ein Überbleibsel aus den Zeiten vor mir hier ist, also von Kaiser's oder Tengelmann. Dazu kommen noch ein paar Dutzend Röhren, die hier überall und vor allem auch im Keller herumstehen, die definitiv von mir sind. Es sind insgesamt bestimmt knapp 200 Röhren.

Momentan bin ich dabei, alle auszupacken, die Röhren müssen nämlich ohne Verpackung an der Sammelstelle abgegeben werden, und den gesamten Bestand an alten Leuchtstoffröhren ordentlich zusammenzutragen und sicher und vernünftig zwischenzulagern.

Ein langweiliger und dreckiger Job, aber irgendjemand muss ihn ja machen …


Das Problem stand offenbar vor der Kasse

Ich hatte mir von einem anderen Edeka-Markt hier in Bremen die Google-Rezensionen angesehen und war über eine Bewertung gestolpert, die nur einen Stern hatte und mit folgendem Satz anfing: "Habe die SB-Kasse genutzt und erst zuhause gesehen, dass ein Artikel gleich dreimal berechnet wurde. […]"

Ja, so habe ich auch geguckt.

Herbe Butter?

In einer WhatsApp-Gruppe eines Sportvereins, mit dem wir zu tun haben, hat eine Mutter ihre Tochter wegen einer Verletzung abgemeldet:



Warum sie das englische Wort "Cut" eingestreut hat, statt einfach "Schnitt" zu schreiben, erschließt sich mir nicht. Gut, das sind vier Buchstaben weniger! Mit der gesparten Lebenszeit hätte sie die Bibliothek von Alexandria ins Klingonische übersetzen oder sämtliche Sandkörner der Sahara nach Größen und Gesteinsarten sortieren – alternativ einen mehrstündigen TED-Talk über nachhaltiges Buchstabeneinsparen in Kurznachrichten vorbereiten können. Ja, es gibt viele Anglizismen in unserer Sprache, so wie es viele Begriffe aus unserer Sprache in anderen Ländern gibt. Manche sind seit vielen Jahrzehnten im Einsatz, andere kommen aus modegründen oder auch aufgrund fehlender Alternativen dazu. Aber Cut statt Schnitt? Why? WARUM?

Passend dazu die Beschreibung vom aktuellen Deutschlandburger von McDonald's:

Ein fluffiges Bun in schwarz, rot, gold trifft auf ein saftiges Beef Patty mit 100% Rindfleisch aus Deutschland und knusprigen Bacon. Dazu zartschmelzender Cheese mit Cheddar im perfekten Zusammenspiel mit Tomaten, Zwiebeln und knackigem Salat. Vollendet wird die Geschmacksoffensive, von einer perfekt positionierten Steak Bull Sauce und der legendären Sauce im Kräuterbutter Style. Jeder Biss ein Volltreffer.
An "Bun" statt Hamburgerbrötchen hat man sich schon längst gewöhnt und dass diese flachen Fleischscheiben eher ein "Patty" als eine Frikadelle sind – okay. Bei "Cheese" statt Käse war ich aber augenverdrehend raus und der "Kräuterbutter Style" hat mir endgültig den Rest gegeben.

Das liegt allerdings daran, dass "herb butter" die meisten wiederum nicht verstanden hätten und man diesen Begriff nicht einstreuen konnte, ohne irritierte Gesichter zu hinterlassen. :-P

Die erste Spende für die Tierheime

Meine Anfrage an zwei Tierheime wurde jeweils positiv beantwortet. Also hatte ich in den letzten Tagen mal ein paar Kisten aus der Halle geholt und die Sachen nach drei Kriterien sortiert:

1. Kann man noch zu verkaufen versuchen, z. B. auch hier im Laden.

2. Müll, weil defekt oder verschimmelt.

3. Spende, ab in einen der Kartons.

Zwei Kartons hat das Tierheim hier in Bremen in der Hemmstraße bekommen, die anderen beiden Kisten gingen an den Tierschutzverein Delmenhorst, der für den Tierschutzhof (aka Tierheim) auch immer Unterstützung gebrauchen kann.

Ich habe nicht mitgerechnet, aber der Inhalt der vier Kartons dürfte einen Verkaufspreis von einer kleinen vierstelligen Gesamtsumme haben. Vereinzelte Stücke lagen ursprünglich bei mehreren zehn Euro – was auch kein Wunder ist, schließlich sind das alles Markenprodukte und teilweise aus echtem Leder gefertigt.

An Halsbändern und Leinen war das der Löwenanteil. Wir haben aber noch mehr Artikel in der Halle stehen, die werde ich demnächst mal aussortieren und wenn es sich lohnt, daraus noch einmal eine Spendenlieferung zusammenstellen …


"Ist doch mehr als ich wollte …"

Schon immer hatten wir Einkaufskörbe auch mitten im Laden stehen, da uns schon sehr früh aufgefallen war, dass es eben immer und immer wieder Kunden gibt, die ohne Korb oder Einkaufswagen losziehen und sich dann doch mehr und mehr Artikel einpacken, bis es irgendwann unhandlich wird.

Die Idee dazu, dieses Angebot derart zu beschriften, hatte ich vor Jahren mal als Bild aus einem anderen Edeka-Markt bekommen. So lange lag das Projekt hier auf Halde, aber nun habe ich es endlich mal umgesetzt. :-)


Ein halber Kracher

Bei mir im Büro steht seit Jahren eine Dose mit den "Krachern" von Maoam, die ich immer wieder mal mit Ware aus dem Regal oder auch mit Sondersorten auffülle.

In all den Jahren hatte ich noch nie einen kaputten Kracher dabei, aber in einer Tüte mit der Fußball-WM-Edition lag ein halbes Kaubonbon. Die andere Hälfte fehlte.

Pech für alle Fußballfreaks: Das war nämlich das diesjährige Orakel für die deutsche Mannschaft. Die bringt diesmal nur die halbe Leistung und fliegt daher im Halbfinale raus. Oder vielleicht auch schon in der ersten gespielten Halbzeit des ganzen Turniers. Also macht euch vorsichtshalber nur noch die halbe Hoffnung, dann fällt die Enttäuschung am Ende auch nur halb so groß aus. Mir als bekennender Fußballapathiker ist das sowieso alles komplett egal. :-P


SPAR-Markt in Kristiansund / Norwegen

Diesen SPAR-Markt in Kristiansund gibt es auch nach zehn Jahren noch und er sieht auch noch genauso aus, wie man auf diesem Foto von Leserin Ruth gut erkennen kann. Vielen Dank für die Zusendung des Fotos. :-)

Dieses Lädchen gibt es übrigens auch bei Google Street View zu begucken.

PS: Das bunte Kreuz über dem Eingang ist übrigens das Zeichen von "Norsk Tipping", einer staatlichen Lottogesellschaft in Norwegen. Mehr dazu gibt es in der Wikipedia nachzulesen.

Für die große Ansicht auf das Bild klicken!

Vital.Veg.Kn.Berry Wh.Ch.400g

Ich verstehe dieses Problem absolut. Regaletiketten haben eine mehr oder weniger feste Größe und können aus technischen Gründen einfach nicht größer sein. Die Schriftgröße ist auch nicht beliebig zu verkleinern, selbst der aktuelle Ist-Zustand ist schon teilweise schwer zu entziffern – aber es muss immer mehr an Informationen auf den kleinen Schnipseln untergebracht werden.

Beim Etikettenstecken hatte ich mal wieder so einen WTF-Moment. "Vital.Veg.Kn.Berry Wh.Ch.400g", was soll das denn schon wieder sein. Vitalis habe ich zweifelsfrei identifizieren können, der Rest ließ durchaus Spielraum für Interpretationen.

Letztendlich war es das Vitalis Veganes Müsli Knusper Berry White Chunks. Ist doch wohl nicht so schwer. :-P




SB-Waage, Ebay?

Ich habe auch noch unsere alte SB-Gemüsewaage in der Halle stehen. Das Ding war mal teuer, ist eine richtig gute von Mettler-Toledo und hat in dem Dreivierteljahr von unserer Eröffnung bis zur Umstellung auf Scannerkassen mit Check-Out-Waagen immer brav ihren Job gemacht.

Keine Ahnung, ob es dafür noch einen Abnehmer gibt. Ist eben schon ein sehr spezieller Anwendungsfall. Ich würde sie auch längst mal bei Ebay reingestellt haben, wenn ich den Papierkram noch wiederfinden würde. Wir hatten lange Zeit einen dicken braunen Umschlag herumfliegen, wo das Handbuch und ganz viele Einleger für das Tastenfeld drin waren. Ich hoffe, dass ich den nicht irgendwann mal als "kann weg, braucht man nie wieder" entsorgt habe, Das wäre schade.


Eli-Bild und 5 Euro

Vielen Dank an Blogleser Markus, der mir in den letzten Tagen nebst einem kleinen Poster eines ebenfalls kleinen Elefanten auch fünf Euro in Bargeld als Spende für die Elis geschickt hat. Von mir gibt es verdoppelnderweise auch fünf Euro dazu, macht insgesamt 10 € für den REA e.V. / David Sheldrick Wildlife Trust. :-)


Lustige Strichcodes – 810

Dieser "Hot Chip Challenge"-Kartoffelchip-Strichcode ist passenderweise mit einer Peperoni hinterlegt. Gefunden von … tataaa … Honza. Danke für die Zusendung. :-)

Dass es die Dinger immer noch kaufen gibt und offenbar auch gekauft werden, ist irgendwie unfassbar. 10 Euro (!) für einen Kartoffelchip, der eben nur abartig scharf gewürzt ist. Füllmenge einer solchen Packung: 2,5 Gramm. Das macht also mal eben einen Kilopreis von 4000 Euro. Okay, man bekommt die Schachtel und die Story und die Handschuhe – aber knackig ist der Preis schon.


Der heilige Testballon

Der Vertreter von Holy war wieder bei uns. Ich bin nach wie vor unentschlossen und neige eher zu einem Nein. Andererseits verkaufen die beiden Rewe-Märkte hier im Umfeld die Produkte ziemlich gut und nach einigem Hin und Her haben wir uns darauf geeinigt, dass wir einfach mal eine Einheit der Starter-Sets mit dem Shaker hier ins Regal stellen.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten:

1. Die Artikel laufen, dann nehme ich mal das gemischte Display.

2. Die Artikel laufen nicht, dann fragt er nie wieder.

Okay, faktisch gibt es bei uns noch eine dritte Variante:

3. Sie laufen, aber ohne den Gegenwert hier in der Kasse zu lassen. Dann wird es das Display auch nicht geben. Dem haben wir jedoch mit versteckt angebrachten Warensicherungen vorgebeugt.

Die Testsorte, die wir vor Monaten zu Hause hatten, war nun überhaupt nichts für mich. Aber wenn die Produkte wirklich so gut laufen, wie angekündigt, müsste dass eigentlich klappen. Eine Kollegin, die den leeren Karton in der Papppresse entdeckt hatte, hat jedenfalls ganz euphorisch gefragt, ob wir Holy jetzt auch hätten. Also die Begeisterung ist wohl im Allgemeinen vorhanden …

Naja, mal gucken, wie sich das entwickelt. ;-)