Meine erste durchnummerierte Rechnung habe ich gerade geschrieben.
Seit einiger Zeit müssen alle Rechungen mit fortlaufenden Rechnungsnummern (numerisch oder alphanumerisch) versehen sein. Bei gerade mal ca. 15-20 Rechnungen pro Jahr (immerhin bezahlen alle Kunden direkt an der Kasse) schon beinahe schwierig zu organisieren...
Aber da liegt sie vor mir, die 1 - gerichtet an das Kindertagesheim in der Nachbarschaft.
Nachtrag:
Meine erste Überlegung war, einen Stempel mit Zählwerk für die Rechnungsnummern zu kaufen. Wer sowas nicht zwingend haben muß, verkneift sich die Ausgabe von rund 50 Euro.
Ich sollte mich heute dringend mal dazu motivieren, die Preisschilder für die Osterwaren zu drucken. Das ist ein recht zeitaufwändiger Job, den ich aus genau dem Grund schon seit zwei Tagen vor mir herschiebe - immerhin rede ich hier von ein paar Dutzend Schildern im A4-Format.
Aber ich muß es tun. Erstens kauft ohne Preis niemand was und abgesehen davon gibt es sowas wie eine Preisauszeichnungspflicht.
Ich habe mich gerade breitschlagen lassen, an einem Anzeigensammelsurium für zwei Schaukästen des örtlichen Sportvereins mitzumachen.
Normalerweise bin ich mit solchen Dingen eher zurückhaltend, was wahrscheinlich vor allem daran liegt, das ich auf diese Art der Werbung persönlich gar nicht anspringe.
Post von unserem Steuerberater: Die Überweisungsträger mit den Krankenkassenbeiträgen sind da.
Ich frage mich nur, wie ich das Geld bis zum 15 Februar auf die Konten der Krankenversicherungen bekommen soll. Das kostet insgesamt bestimmt 100 Euro Strafzinsen, aber das Geld werde ich mir vom Steuerberater wiederholen.
Anruf einer Werbeagentur, ob ich sie meine Handzettelverteilung übernehmen lassen möchte. Ich würde ja gerne...
Aber... isch 'abe gar keine 'andzettel.
Ab heute verlosen wir fünf Wochen lang stündlich eine Kleinigkeit. Wir lassen an der Kasse eine "Eieruhr" laufen und immer, wenn es klingelt, darf der Kunde, der gerade an der Kasse steht (oder entsprechend mehr Kunden, falls gleichzeitig mehr Kassen besetzt sind) ein Los ziehen. Ist das Los keine Niete, darf er sich ein Teil aussuchen. Sind zwar alle Lose Gewinne, aber ein bißchen Show muß ja dabei sein.
Mal abwarten, wie viele Leute sich ungerecht behandelt fühlen werden. ("Ich habe Sie vorgelassen, eigentlich ist das mein Los...")
Heute habe ich meine erste Bestellung an unseren neuen Fleischlieferanten gefaxt. Ostfriesen Elite klingt zwar nicht so spannend wie Premium, aber dafür handelt sich es dabei um einen (relativ) kleinen Handwerksbetrieb und nicht eine aufgeblähte, arrogante Fleisch-Aktiengesellschaft.
Ich kann zwar auch nur abwarten und hoffen, daß Ware und Zusammenarbeit gut ausfallen werden - aber bis jetzt bin ich da ganz optimistisch...
"Handy-Flasher" sind kleine Empfänger, die durch aufblitzende LEDs Funkaktivitäten eines Handys signalisieren. Diese Teile werden auch gerne über alle möglichen Kinder- und Jugendzeitschriften gestreut.
Ich konnte es mir nicht verkneifen, so ein Teil (wieder) mal zu zerlegen. Worauf ich eher zufällig gestoßen bin: Zumindest dieses Modell reagiert auch auf die Funksignale unserer schnurlosen DECT-Telefone hier im Markt.
Also habe ich das Teil kurzerhand zwischen unsere Stationen gestellt. Wenn nun irgendjemand spricht, blinkt's bei mir im Büro. Hehe.
Mein Büro ist klein. Mein Büro ist wirklich klein. Eine Grundfläche von ziemlich genau 2x2m ist nicht viel. Da drin stehen 1 Tresor, 2 PCs mit kompletter Peripherie (u.a. 2 Drucker), die gesamte sonstige Markttechnik (Video/Radio/Alarm/Telefonie) und sämtliche Papiere. Nicht toll, aber ich konnte mir das nunmal nicht aussuchen, denn das Gebäude steht in der Form seit Jahrzehnten.
Bei einem Neubau von 2003, in dem ein Kollege seinen Markt betreibt, ist das Büro noch kleiner. Das kleine Treppchen befindet sich innerhalb der Büromauern. Den Architekten sollte man mit seinen eigenen Bauplänen erschlagen.
Post von Aktion Deutschland Hilft: Endlich ist auch meine Spendenquittung hier aufgeschlagen. Überwiesen habe ich das Geld am 1.1.05, aber deswegen werde ich dem Bündnis der Hilfsorganisationen ganz gewiß keinen Vorwurf machen. Man sollte sich freuen, daß sie so viel zu tun hatten.
Der erste Vorschlag einer Mitarbeiterin für eine mögliche Aktion an unserem fünfjährigen Jubiläum ist eingetroffen: Ich soll einen Portrait-, bzw. Karikaturzeichner engagieren, der den ganzen Tag Kunden zeichnet.
Die Idee gefällt mir. Dann hängen sich die Leute IHR Bild ins Zimmer und müssen dabei immer an MICH denken.
Manchmal habe ich das Gefühl, unsere Warensicherungsanlage hat einzig und allein den Zweck, in anderen Geschäften vergessene Sicherungsetiketten aufzuspüren. Dafür habe ich extra den sogenannten "Handchecker". Das Teil sieht aus wie 'ne Polizeikelle und man kann damit gezielt die Kleidung oder Taschen abtasten.
Der Kunde, der eben diese unangehme Prozedur über sich ergehen lassen mußte, hatte einen Pullover gekauft ("...den habe ich schon lange."), der mit einer Quellensicherung (d.h. vom Hersteller eingearbeitete Sicherungsetiketten) ausgestattet war.
Zum Glück hat der Typ Verständnis für die Sucherei gehabt und es war gerade nicht so voll an der Kasse. Dadurch war es nicht so sonderlich unangenehm.
Ermittlungsverfahren gehen Frau A.
Tatvorwurf: § 242 StGB
Ich erinnere mich. Frau A. wollte am 23.12.04 eine Flasche Korn mitgehen lassen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
gegen die Beschuldigte ist wegen anderer Straftaten bereits ein Verfahren anhängig. Neben der in jener Sache zu erwartenden Strafe fällt die Strafe, zu der die Verfolgung der von Ihnen angezeigten Tat führen kann, nicht beträchtlich ins Gewicht, zumal im Falle einer weiteren Verurteilung eine nicht oder nur unwesentlich höhere Gesamtstrafe zu bilden wäre.
In einem solchen Falle sieht das Gesetz die Möglichkeit vor, von der Erhebung der öffentlichen Klage abzusehen. Davon habe ich Gebrauch gemacht (§ 154 Abs. 1 StPO).