…die benötigte Menge Nebelfluid aus einem ausgesprochen unhandlichen 25-Liter-Kanister abzufüllen, ist nicht wirklich einfach. Also: Vorsichtig ansaugen und laufen lassen.
Momentan sieht's hier im Laden etwas leerer aus als sonst. Die Ben&Jerry's-Eistruhe steht nicht mehr dort, wo man sie in den letzten Jahren gefunden hat:
Was aber nicht heißt, dass man die Ware nun dort nicht mehr findet. Wir haben das B&J-Eis mit in die Häagen-Dazs-Truhe gestopft:
Und wo ist nun die Eistruhe? Ganz einfach: Die steht hier jetzt im Lager. Dort haben wir nämlich die Reste aus dem Tiefkühlhaus untergebracht, die nicht mehr in die Kühlmöbel im Laden passten. Man muss sich ja nur zu helfen wissen.
Einer der Warenwirtschafts-PCs in meinem Zweitmarkt ist auch internetfähig. Installiert ist dort erfreulicherweise auch der Firefox, wenn auch nicht in der aktuellsten Version. Leider können wir selber dort keine Einstellungen und Installationen vornehmen. Meine Mitarbeiterin hat also gestern bei der Hotline angerufen und um eine Aktualisierunt des Browsers gebeten.
"Nein, das machen wir nicht", lautete die Antwort. Und: "Wir arbeiten mit der Version ebenfalls, die ist ausreichend aktuell!" Gespräch beendet, kein neuer Firefox.
Aber vielleicht muss man seine Ansprüche auch einfach nur herunterschrauben. Aktuell ist zwar die Version 7.01, aber solange die auf dem Computer installierte Version noch startet, scheint offenbar kein Handlungsbedarf zu bestehen. Ich habe gerade einfach mal in meiner Rolle als Geschäftsinhaber selber eine Mail an die entsprechende Stelle geschrieben und das Update verlangt.
Vielleicht wissen wir alle die alte Version 2.003 auch einfach nur nicht richtig zu schätzen.
Ist denn heute schon Halloween? Natürlich wird der Laden wieder in blauem Licht erscheinen, aber das ist noch über eine Woche hin und was ist DAS da auf dem Monitor?!?
Das Rätsels Lösung war nicht ganz so spektakulär: Der (nicht festgeschraubte) VGA-Stecker war aus dem Monitor gerutscht und so fehlten wohl die Farbkanäle rot und grün. Tzz.
Hätte Johanna Controletti in meinem Kühlraum den mit Eis zugesetzten Verdampfer moniert, hätte ich es ja noch verstehen können. Wenngleich ihr sogar das, wenn die Temperatur stimmt, vollkommen egal sein dürfte.
Wie auch immer – für die Arbeiten an der Decke soll der Raum leer und warm sein und so nutzen wir die Chance und tauen einmal alles ordentlich ab. Lohnt sich jedenfalls:
Na, gut: In einem der beiden ominösen Kartons befand sich eine spezielle Nebelmaschine. Sie ist im Grunde eine klassische Verdampfer-Nebelmaschine, arbeitet also mit normalem Nebelfluid, hat aber eine spezielle Kammer, die mit Eis/Trockeneis gefüllt wird und durch die der Nebel geleitet und dabei abgekühlt wird. Dadurch entsteht ein auf dem Boden entlangwabernder Bodennebel.
Dieser kommt zwar optisch an den klassischen Trockeneis-Bodennebel nicht heran, ist aber eine gute (und deutlich günstigere) Alternative, da sich keine Wassertröpfchen auf dem Boden absetzen, der sich auf diese Weise nach einer Weile in eine Rutschbahn verwandeln würde. Anmerkung für die Skeptiker: Da wird hier auch nicht mit Billig-Nebelfluid arbeiten, gibt es übrigens auch keine Ölschicht.
Inzwischen ist mal wieder etwas Zeit ins Land gegangen, aber langsam möchte ich bezüglich meiner Obst&Gemüse-Abteilung doch mal "Butter bei die Fische" machen, wie man ja so schon auf Norddeutsch sagt. Die letzten Zeichnungen für ein mögliches Gemüseregal waren noch nicht ausreichend optimiert. Oben wäre kaum noch ein Kunde herangekommen.
Es bleibt leider nur ein Kompromiss: Einerseits soll man möglichst viel Ware sehen, andererseits müssen die Kunden natürlich überall herankommen können.
Hier der letzte Stand. Die unterste Ebene wird noch ein paar Zentimeter höher werden. Davon habe ich mir jetzt ein 1,20m breites Element bestellt und ich bin sehr gespannt, ob mir das so zusagt. Wird wohl etwa drei Wochen dauern, also bitte ich noch um etwas Geduld.
Man hat ja auch sonst nichts zu tun, warum also nicht mal wieder das Annahmewerk im Leergutautomaten tauschen. Inzwischen ist das ja ein Eingriff, der in knapp zehn Minuten ganz routiniert abgehandelt ist.
Für unsere alten Kassen gibt es keine neuen Ersatzteile. Wenn mal ein Element getauscht werden muss, meistens die Drucker, bekomme ich grundsätzlich aufbereitete Altgeräte im Tausch gegen die fehlerhaften Teile.
Etwas sparsam habe ich geguckt, als mir nun aus einem alten Drucker, den ich frisch zugeschickt bekommen habe, plötzlich ein Pfennigstück entgegenklimperte, als ich ihn schräg hielt.
Romy hat nun einen neuen Drucker im Büro stehen. Der alte Lexmark E330 hat nach über sechs Jahren Büroeinsatz das Zeitliche gesegnet. Das große Problem beim Neukauf war, dass der neue Drucker zwingend noch einen Parallel-Anschluss haben musste. Nach stundenlanger Suche sind wir tatsächlich (und ausgesprochen überraschend) beim Elektronikverramscher Saturn auf den HP2035 gestoßen. Mal gucken, wieviele zehntausend Seiten der jetzt durchhält.
Inzwischen haben wir eine Lösung für das Tiefkühlhaus gefunden: Wir werden ganz einfach dünne Alubleche an die Decke schrauben und die Kanten sauber abdichten. Das ist günstig, schnell gemacht, abwaschbar und muss dann ausreichen.
Eine Fremdfirma hat von mir einen Dauerauftrag für Testkäufe, in denen die allgemeine Qualität hier im Laden (z.B. Sauberkeit, Freundlichkeit, Sortiment etc.) überprüft wird.
Manchmal bekommen wir die volle Punktzahl, meistens werden zumindest irgendwelche Kleinigkeiten kritisiert. Das kann immer mal vorkommen und ist mitunter auch von vielen Faktoren abhängig.
Im letzten Testkaufbericht wurde kritisiert, dass während der Öffnungszeiten mit der lauten Wischmaschine durch den Laden gefahren wurdem was natürlich sehr störend war.
Das ist dann einer der Kritikpunkte, die ich zwar zur Kenntnis nehme aber nicht ändern werde. Öffnungszeiten von 6 bis 24 Uhr – soll ich da mitten in der Nach herkommen, damit irgendjemand den Laden wischen kann, ohne dass jemand belästigt wird? Eben.
Von der Kontrolleurin der Lebensmittelüberwachung wurde ich dazu verdonnert, die Decke in meinem Tiefkühlraum, in dem keine offenen Lebensmittel gelagert werden, abwaschbar zu machen – und dazu gehört, dass ich eine vor vielen Jahren (vor meinem Einzug hier in die Geschäftsräume) mit Mörtel aufgefüllte Stelle an der Decke beseitige.
Ihr habt richtig gelesen, ich rede hier von einem Tiefkühlraum für verpackte Lebensmittel!
In meinen Augen ist das eine rein willkürliche Anweisung, die von ihr unter dem Vorwand "nur ihre Pflicht" zu tun auferlegt wurde. Vollkommener Unsinn, die graue Stelle an der Decke tut niemandem weh – aber letztendlich sitzt sie am längeren Hebel und so werde ich mich der Gewalt beugen…
Der Paketfahrer stöhnte etwas, als er die beiden schweren und vor allem unhandlichen Kartons (jeweils ca 50x50x100cm) hier ins Lager schleppte.
Jetzt stehen sie erstmal in einer Ecke hinter dem Leergutautomaten. Noch brauchen wir den Inhalt ja nicht. Genau genommen, brauchen wir den Inhalt in einem Supermarkt im Grunde niemals. Aber an Halloween, da werden wir damit unser Teufelswerk hier im Laden unterstützen. Wartet's ab. Ich scheue ja keine Kosten und Mühen, wenn es um den Spaß geht.