Fahrer einer Spedition kam rein: "Ich hab' hier Regalteile von Wanzl für euch. Wer nimmt das an? Ist eine Palette."
Häh?! Wie, eine Palette Regalteile??? Ich hab nichts bestellt, nicht mal aus Versehen. Eine Mischung aus Panik und Verwirrung machte sich breit. Auf dem Weg nach vorne kam mir am Eingang die rettende Idee: Könnte das unsere neue Schranke sein? Soll ja immerhin morgen montiert werden.
In diesem Beitrag zum Bürofenster hatte ich vor ein paar Monaten geschrieben, dass dort ein Brandschutzfenster eingebaut werden soll. So weit, so gut. Das alte, schlichte Fenster ausbauen, Fensterbank weg, die Mauer hochziehen und dabei das besagte Brandschutzfenster einbauen. Alles kein Problem.
Theoretisch.
In der Praxis wird es problematisch, da die Alarmzentrale nämlich im Weg hängt. Der auf dem Foto rot markierte Bereich soll hochgemauert werden. Ist natürlich nicht so optimal, die Anlage einzumauern, zumal man auch ab und zu mal für Wartungszwecke da rankommen muss. Brandschutz geht vor und so werde ich wohl die Anlage an einen neuen Platz setzen lassen. Morgen kommt ein Techniker der Fachfirma, die unsere Alarmanlage wartet und guckt sich das mal an…
"2-3 Wochen" sollte es dauern, bis die neue Schranke am Eingang geliefert wird. Das ist mittlerweile vier Wochen her. Übermorgen soll es aber endlich so weit sein…
Summa summarum würde ich mittlerweile fast sagen, dass wir es hier tatsächlich auch mal mit der inzwischen in so vielen Läden gängigen offenen Bauweise probieren könnten. Die Ladendiebe, die wir bemerkt haben, wollten nämlich allesamt auf dem gewohnten Weg an der Kasse den Laden verlassen. Und wer vorne raus will, kann auch einen der vielen Momente abwarten, bei denen die Schranke aufschwenkt.
Nachdem die Festplatte in unserem großen Videorekorder der Überwachungsanlage tatsächlich mehrere Jahre durchgehalten hat, was bei den kontinuierlichen Schreib-/Lesevorgängen eine beachtliche Leistung ist, hat sie nun aber doch den Geist aufgegeben. 500GB-IDE-Platten bekommt man mittlerweile zum Glück recht günstig hinterhergeworfen und so habe ich mir einfach mal zwei neue bestellt, davon eine auf Vorrat für den kleinen Austausch zwischendurch.
Seit gestern habe ich wieder etwas mehr Platz bei mir im Büro hier im Markt. Der große Drucker steht nun erst mal (vom Untergestell getrennt) im Bürotrakt in der Halle. Dort werde ich ihn demnächst mal ordentlich zusammenbauen, reinigen und betriebsbereit machen – und mich dann darum bemühen, dass er einen neuen Besitzer findet. Ich brauche ihn wohl nicht mehr und nur für ab und zu mal mal schöne Poster in Fotoqualität drucken brauche ich ihn hier auch nicht aufzubewahren und betriebsbereit zu halten…
Zwei Vereinfachungen gibt es dieses Jahr im Herbst hier im Markt:
Die Nussboxen gibt es in diesem Jahr nicht, zumindest ist das nicht geplant. Stattdessen werden wir zwei Displays mit abgepackter Ware aufstellen. Mal wieder sind die Idioten dafür verantwortlich, dass etwas Gutes verschwindet. Man kann die Uhr danach stellen, dass mit dem Aufkommen der losen Nüsse wieder überall im Laden die Schalen zwischen der Ware und in den Regalen liegen. Nicht nur vereinzelt, sondern teilweise gleich im Maßstab "handvoll". Mal eine (EINE!) Nuss zu probieren, ist ja in Ordnung – aber die Schalen überall hinzuwerfen ist einfach asozial. Ist ja nicht so, dass es hier keine Mülleimer gäbe…
Beim diesjährigen Freimarktsumzug wird die Donutmaschine eingepackt bleiben. Das Teil ist zwar spaßig, aber der Aufwand für den Aufbau vor und die Reinigung nach dem Umzug ist einfach extrem groß. So gibt es diesmal fertige Donuts und auch Berliner (TK-Ware, aber sehr lecker!) und weil immer wieder Leute nach einem Kontrast zu dem süßen Gebäck fragen, wird es bei uns am nächsten Samstag neben den Donuts und Berlinern auch aufgebackene Pizza-Snacks in zwei Sorten geben.
Einer unserer "Elefantenfüße", der rollbaren Hocker hier im Laden, stammte noch aus "Tengelmann"-Zeiten und gehörte zur Ladenausstattung, die ich im Mai 2000 mit vielen anderen Dingen hier bei Anmietung des Ladens gekauft hatte.
Der grüne Hocker ist nun ein Fall für den Metallschrott. Hat uns hier immerhin noch über 16 Jahre treue Dienste geleistet:
In den nächsten Tagen werden wir die Elektroarbeiten hier im Markt fortsetzen. Nachdem die neue Unterverteilung nun schon seit rund sieben Wochen gelangweilt im Keller abhängt, soll sie endlich was zu tun bekommen.
Eine kleine Einzelbaustelle ist unser Kassenbüro. Die Elektroinstallation ist überhaupt nicht so, wie ich sie gerne hätte. Die Beleuchtung hängt mit einem Stück der Ladenbeleuchtung zusammen und die Steckdosen sind durchgängig über einen einzigen Leitungsschutzschalter gesichert. Wenn dann zwei PCs, die beiden Videorekorder, drei Monitore, Radio, Verstärker und etliche kleine Geräte (Telefon, Router, etc.) nach einem Stromausfall wieder gestartet werden sollen, geht das bislang nur einzeln nacheinander.
Damit ist bald Schluss. Die Beleuchtung soll einen eigenen Schalter bekommen und hinter dem Schreibtisch sollen ausreichend Steckdosen, auf drei Phasen verteilt, in einem Brüstungskanal installiert werden.
In diesem Zusammenhang wird es ein bisschen Infrastruktur im Kriechkeller geben. Dort werde ich nämlich Kabelbahnen installieren lassen, auf denen wir sämtliche Leitungen zur neuen Unterverteilung führen werden.
So sieht es übrigens aus, wenn Profis einen Laden planen.
Zu Hause am Esstisch zusammengescribbelt. Kommt mit den High-Tech-Plänen aus CAD-Systemen nicht mit aber ist mit hundertprozentiger Sicherheit praxisnah und nicht "am Schreibtisch" entstanden. Eigentlich ist das auch nicht als "Plan" gedacht, mit dem Dritten etwas vermittelt werden soll, sondern eher meine Ausarbeitung, ob das mit den Maßen alles so passt, wie ich mir das vorgestellt habe.
In einer Ecke hier im Lager hatten wir alte Regalteile gelagert. Zwei Meterstücke standen aufgebaut in der Ecke, alle anderen Einzelteile lagen darauf gestapelt. Teilweise alte Sachen, teilweise unbenutzte Neuware. Die Materialien lagen dort, weil man sowas ja "immer mal gebrauchen" kann. Tatsächlich war da wohl über zehn Jahre niemand mehr ernsthaft dran und da ich hier mit der Renovierung sowieso komplett neue Regal(system)e verwenden werde, hatte sich das ohnehin erledigt.
Vor einer Weile sprach mich ein Freund an, ob ich eine Idee hätte, wo er für grobe Lagerzwecke günstig alte Regale bekommen könnte. Hatte ich.
Die größte Inspiration hatten wir gestern im ersten Laden bekommen, einem EDEKA-Markt im Raum Rotenburg/Wümme, der etwa doppelt so groß ist wie mein Markt hier in der Neustadt. Die Getränkeabteilung ist wie ein langgezogenes U aufgebaut, entsprechend auch nur an einer Seite geöffnet. An den Wänden standen höhere Regale, die drei Gondeln in der Mitte waren gerade noch überschaubar.
Da wir hier sehr viele Getränke im Sortiment haben (und auch verkaufen), würde ich die Abteilung am liebsten 1:1 kopieren. Woher ich die drei Meter mehr Platz nehmen soll, die ich dafür bräuchte, weiß ich noch nicht – aber da wird sich schon eine Lösung finden.
Interessanteste Änderung dürfte für uns wirklich sein, dass ich den Durchgang zum "Außengang" vor dem Regal mit Tiernahrung schließen werde. Wir halten das allerdings für nicht weiter problematisch, der sich daraus ergebende Vorteil liegt klar auf der Hand: Wir können mehr Regalfläche schaffen, die wir dringend benötigen.
Nicht für uns geeignet, aber durchaus an dieser Stelle erwähnenswert finde ich dieses Spirituosenregal. Ungewöhnlich war die Vitrine, die auf einem Fachboden aber in voller Länge das Regal durchzog. Bietet aber durchaus den Vorteil, dass man die Ware innerhalb der Vitrine etwas besser thematisch sortieren kann.
Darum ging es mir gerade aber gar nicht, sondern um die obersten beiden Fachböden. Sie sind ohne Hocker oder Leiter nämlich nicht erreichbar. Da stehen allerdings auch im Grunde ausschließlich Artikel jenseits der 40 Euro drauf. Sicherlich keine Produkte, für die man halbstündlich auf die Leiter steigen muss – die aber eine exklusive Sortimentserweiterung darstellen.
Die Säulen der Regale sind übrigens knapp 3m lang und müssen bei solchen Konstruktionen zwingend an der Wand befestigt sein. Also keine Angst, dass da etwas umfallen könnte:
Ein kleinerer Markt vom ehemaligen SPAR-Kollegen Niemerszein mit interessanter Beleuchtung in der Getränkeabteilung. Aus der Entfernung sah das zwar schon sehr cool aus, aber unmittelbar in der Abteilung empfanden wir das Licht durchaus als unangenehm. Hatte mir sowas in der Art für meinen Laden hier in der Gastfeldstraße auch schon überlegt, aber werde das wohl verwerfen.
Selber Markt. Mit den engen Gängen ist das Leben nicht immer leicht, ich kenne das Problem ja hier von meiner eigenen Fläche, und so wurde ein Schokoladenregal kurzerhand in 10cm Tiefe selbst konstruiert. Sowas finde ich cool. Ich bin ein Freund von pragmatischen Lösungen:
Bei der gestrigen "Shopseeingtour" haben wir mehrere (überwiegend kleinere) Supermärkte im Raum Lüneburger Heide / Hamburg besichtigt. Das war insgesamt sehr inspirierend, vor allem unsere Getränkeabteilung wird demnächst das lange ersehnte Update bekommen. Dazu aber später mehr.
Hier erst mal die beiden Leergutautomaten eines größeren Edeka-Marktes in Hamburg. Keine Inspiration für uns, aber ich musste doch schmunzeln, dass sie die beiden Automaten hinter massiven Türen aufgestellt haben, die während der Ladenöffnungszeit einfach offen stehen: