Den Energydrink "Relentless" habe ich nicht nur seit inzwischen etlichen Monaten im Sortiment, sondern mittlerweile auch in den beiden Sorten mit Fruchtsaft-Anteil in der grünen bzw. roten Dose.
Den Aufdruck mit der Fliege finde ich störend. Die sieht nämlich wirklich täuschend echt aus:
Im Markt in Findorff haben sich mehrere Mütter beschwert, weil dort ihren Kindern Energydrinks verkauft worden sind. Enstscheidung der Marktleitung: Rote Bullen und ähnliche Produkte gibt es dort nur noch ab 14 Jahren.
Ich weiß noch nicht so recht, was ich davon halten soll… Natürlich sind das keine Getränke, die Kinder literweise konsumieren sollten – andererseits gibt es keine Verkaufsbeschränkungen für solche Produkte und so gesehen könnten meiner persönlichen Meinung nach auch Grundschüler, je nach Taschengeldvorrat, diese Getränke so oft kaufen, wie sie wollen. Der darin enthaltene Zucker ist vermutlich deutlich ungesünder als das zugesetzte Koffein, das z.B. auch beides in ordinärer Cola enthalten ist und bei der keiner auf die Idee käme, sie an Kinder nicht zu veräußern.
In der letzten Linksammlung hatte ich einige Hinweise auf den Honig, der Pollen von genmanipuliertem Mais enthielt, gebracht.
Wenn ich das im Kollegen- und Bekanntenkreis erzählt habe, setzte ich die Geschichte noch weiter fort: Wenn der Imker vor Gericht gewinnt, könnte es sein, dass über kurz oder lang viele bis alle Honigsorten zunächst aus den Regalen verschwinden könnten. Theoretisch könnten inzwischen überall derartige Pollen enthalten sein und somit würde die Deklaration verkehrt sein. Mitunter wurde ich über diesen scheinbar verrückten Gedanken belächelt.
Und nun? Habe ich gerade die erste Honigsorte via Rückruf aus dem Regal genommen. So sieht das nämlich aus.
Inzwischen haben wir übrigens die im Juli schon angekündigten Würsten (Wiener und Bockwurst) aus Straußenfleisch hier im Laden stehen.
Zwei Dinge sind mir auf den Etiketten übrigens besonders positiv aufgefallen: Zum einen steht dort der Text "Besuchen Sie unsere Straußenfarm in Plessa", der zur Besichtigung des Hofes in Plessa einlädt. Das ist in einer Zeit voller Skandale, gerade auch bei der (Massen-)Tierhaltung, sicherlich die ehrlichste Werbung, die man als Wurstproduzent machen kann.
Artikel der gleichen Marke und Produktkategorie sind bei uns im Warenwirtschaftssystem zu sogenannten Preisgruppen zusammengefasst. Diese Gruppen können klein sein und nur aus drei Artikeln bestehen oder auch weit über 150 Artikel beinhalten, wie es zum Beispiel bei den Maggi Fix-Produkten der Fall ist. Im Laufe der Jahre habe ich hier viele Dutzend dieser Gruppen angelegt. Noch ein paar Beispiele gefällig? Milka-Schokolade, Ritter-Sport-Schokolade, Viala-Wein, Birkel-Nudeln, Philadelphia-Frischkäse, Beck's-Kisten und viele, viele mehr. Die Liste lässt sich im Grunde beliebig fortsetzen.
Der Vorteil dieser Preisgruppen ist, dass man bei einer Preisänderung nur einen einzigen beliebigen der beinhalteten Artikel anzufassen braucht und der Verkaufspreis bei allen anderen Artikeln in dieser Gruppe wird automatisch mit geändert. Das spart natürlich sehr (sehr!) viel Arbeit, gerade auch in Hinsicht auf die wöchentlichen Werbe-Angebote.
Und warum schreibe ich das gerade alles?
Nur deshalb, weil ein Artikel hier im Kassenbüro auf dem Schreibtisch stand, an den jemand einen kleinen Notizzettel geklebt hatte: "Artikel ist nicht auf Angebotspreis!"
Stimmt, der war tatsächlich nicht in einer Preisgruppe.
Wir können bald verschiedene Sorten Wurst und Aufschnitt von einem Hersteller bekommen, die ausdrücklich gluten- und laktosefrei sind. Eine Kollegin saß gerade neben mir im Büro, als ich die Artikel in unseren Bestellunterlagen entdeckte. Ich schüttelte den Kopf:
Gluten- und Laktosefreie Wurst. So ein Blödsinn.
Das kannst du so nicht sagen. Es gibt immer mehr Leute, die weder das eine noch das andere vertragen. Für die ist das dann eine gute Alternative.
Ja, aber..? WURST!!! Ohne Getreide und ohne Milch. Das gehört da eigentlich schon per se nicht rein. Schlimm genug, dass man bei solchen Produkten überhaupt ausdrücklich damit werben kann oder muss, dass sie "laktosefrei" oder "glutenfrei" sind!
"So schöner Lavendel", dachten wir tagelang beim Blick auf den Blumenwagen. Dann erst fiel uns auf, dass unser Blumenlieferant uns Plastikpflanzen untergemogelt hat…
Die erste (uns insgesamt auch größte) Lieferung an Herbst- bzw. Weihnachtsware ist inzwischen komplett im Laden untergebracht und mit Preisen versehen. Nun kauft, Leute. Kauft. Bei dem Sommer hätte man ja eigentlich auch schon zwei bis drei Monate früher damit anfangen können.
Heute frisch geliefert: Karton-, paletten- und bergeweise Weihnachtssüßwaren – ähm, Verzeihung – Herbstgebäck natürlich. Dieser Euphemismus muss erlaubt sein.
Seit es das (noch relativ junge) "Haake Beck 12" (Das offizielle Werder-Fanbier) gibt, verkaufen wir es hier auch im Laden. Fast ausschließlich in den praktischen Pappträgern mit acht Flaschen Inhalt.
Beim Verräumen der Ware war einem meiner Mitarbeiter schon ein Paket aufgerisse und alle Flaschen polterten auf den Boden. Sowas kann passieren und ich dachte mir nichts weiter dabei.
Am selben Abend noch berichtete mir mein Kassierer, dass ein Kunde gerade bei ihm so ein Paket gekauft hatte und draußen auf der Straße plötzlich alle Flaschen rausgefallen und bis auf zwei zerbrochen waren. Der Kunde bekam einen neuen Träger und wir sahen uns die restlichen hier im Laden mal genauer an: Bei beinahe sämtlichen Packungen war die Verklebung mangelhaft.
Was tun? Einfach so im Laden stehen lassen würde mit hundertprozentiger Sicherheit zu weiteren "Abstürzen" führen. Dann kam mir zunächst die Idee, alle Pakete auszupacken und die Flaschen in leere Rahmen zu stellen und das "12" dann hier in den nächsten Tagen erstmal nur lose anzubieten. War aber auch nicht gut, da die Achterpacks nunmal am bequemsten sind und sich hier entsprechend gut verkaufen.
Naja, nun haben wir eine Rolle Klebeband geopfert und alle Träger damit gesichert.
Warum steht eigentlich auf so vielen Produkten "mit wertvollen Vitaminen" drauf? Um zu kennzeichnen, dass dort keine wertlosen Vitamine reingemischt wurden?
Momentan sieht das Zotter-Regal hier im Laden noch etwas trist aus. Während der Sommerpause haben sich viele Sorten endgültig abverkauft, bzw. wurden von uns mit knappem MHD rausgenommen.
Nun werde ich das Regal einmal gründlich säubern, vor allem auch die schwarzen Antirutschmatten und dann kann eigentlich auch schon die neue Ware kommen…
Vor ein paar Wochen berichtete ich erstmalig über einen Artikel, den wir ganz neu im Sortiment haben: "I can't believe it's not butter" heißt das Produkt. Der, glaube ich zumindest, Originalbecher wurde für den deutschen Markt mit einem Einwickler versehen, auf dem sich die relevanten Informationen auf Deutsch befinden:
Über kurios gestaltete Strichcodes bin ich schon häufiger gestoßen, aber ich konnte mir beim besten Willen nicht erklären, was das, dieses weiße Gebilde mit diesen beiden Fortsätzen, darstellen sollte:
Wenn man die Banderole allerings abzieht und sich die Originalverpackung von "I can't believe it's not butter" ansieht, wird man schlauer: In Kombination mit diesen beiden annähernd quadratischen, goldgelben Dingern, kann man die Silhouette um den Strichcode als Toaster erkennen. Achsooo…
Die Obrigkeit in Brüssel hat sich vor ein paar Jahren schon eine neue Regelung ausgedacht: Ab Herbst 2011 sollen nur noch Zigaretten mit sogenannter "verminderte Zündneigung" verkauft werden. Zu einem noch nicht näher bestimmten Zeitpunkt wird aus dieser Regelung mit Sicherheit noch eine für alle Hersteller verbindliche Verordnung werden.
Ich bin noch nicht nicht sganz icher, wie ich die Regelung finden soll. Ja, mehr Sicherheit, falls man als Raucher versehentlich mit einer Kippe einschläft oder sie unbemerkt vom Aschenbecher rutscht – aber andererseits ist es doch auch irgendwie ein weiteres Bekenntnis dafür, dass die Menschen insgesamt immer dümmer werden und immer weiter bevormundet werden müssen.