Gespräch mit einem Mitarbeiter eines Lieferanten, bei dem ich Wurst reklamiert habe:
Am liebsten würde ich mir den Bestand im Lager gar nicht ansehen. Ich darf zur Zeit kein Fleisch essen und da bekommt man nur unnütz Appetit.
Zur Zeit kein Fleisch? Wie kommt's?
Wir fahren demnächst in den Urlaub und meine Frau möchte mit mir ein ganz bestimmtes Kloster besuchen. Dort kommt man nur hinein, wenn man vorher ein paar Wochen kein Fleisch gegessen hat. Das kann zwar auch keiner überprüfen aber wir halten uns natürlich daran.
Am Samstag hat einer der Kommentatoren so einen Link über einen Artikel in der Zeitschrift Wienerin veröffentlich. In dem Artikel ist neben dem BILDblog auch der Shopblogger als Leseempfehlung erwähnt. :biggrin:
Heute habe ich da einfach mal angerufen und mit einer sehr netten Frau (Wienerin?) gesprochen und sie gebeten, mir bitte mal ein Exemplar zukommen zu lassen.
Daß Versicherungen ein hart umkämpfter Markt sind, ist bekannt.
Aber daß ein Leitender Repräsentant der Hamburg Mannheimer meine Kassiererin an der Kasse während des Kassiervorgangs (und hinter ihm wartenden Kunden) anspricht und ihr eine Lebensversicherung aufschwatzen will, oder sich zumindest danach erkundigt, ob sie daran generell Interesse hätte, finde ich stumpfweg DREIST.
Wenn ich Zigaretten nachfülle und gerade das ganze Geraffel ausgebreitet habe, wird's an der Kasse voll. Nicht immer, aber sehr, sehr regelmäßig. Weiß der Geier, warum...
Heute früh habe ich einer Kundin eine 15-Euro-D1-Guthabenkarte verkauft.
Gerade eben wollte eine andere Kundin auch eine davon haben. Beim Griff in meine Telefonkartenbox hatte ich plötzlich den Streifen mit 30-Euro-Karten in der Hand. "30 Euro? Wieso 30 Euro?!?"
Tzja... Ich hatte wirklich nach längerer Zeit wieder die "großen" Karten bestellt, denn ab und zu fragen doch schon Kunden danach.
Meine schlimmsten Befürchtungen bestätigten sich beim nachzählen: Ich muß der Kunden heute morgen wirklich eine 30er-Karte für 15 Euro verkauft haben.
Anruf eines Callcenters: Wir hätten uns an einem Gewinnspiel beteiligt und darüber wollte sie mit uns reden.
Ahja. Hehe. Den Spieß drehe ich doch einfach mal um.
Ob Teilzeit oder Vollzeit wollte sie mir nicht beantworten und dann war das Gespräch auch schon zuende. Aber irgendwann komme ich ganz durch. Bestimmt.
Es freut mich, wenn ich sehe, wie viele verschiedene Kunden wir haben. Ausländer und Deutsche, erfolgreiche Akademiker und sozial Schwache, Studenten und Hilfsarbeiter, Alte und Kinder - gerade hier in der Neustadt ist das Publikum unglaublich bunt gemischt.
Umso erfreulicher ist es, wenn sie bei mir einkaufen und ihr teilweise mühsam Erspartes in ein paar hochwertige Lebensmittel investieren. Es lohnt sich, zu jedem Kundentyp zuvorkommend zu sein und nicht jemanden anhand seines Aussehens als "schlecht" zu bezeichnen. Wer durch meine Tür tritt, möchte i.d.R. sein Geld loswerden und ist damit generell ein guter Kunde. Basta.
Ausnahmen sind natürlich meine lieben Freunde, die immer wieder vergessen, daß das hier zwar wie das Schlaraffenland aussieht, aber bei näherer Betrachtung überall Preisschilder dran sind. Aber solche Leute gibt's nicht nur unter Drogen-Junkies.
Ja, ich habe ein Türkisch-Deutsch-Wörterbuch hier im Büro.
Ursprünglich hatte ich mir das zugelegt, um mit meinem türkischen Sortiment besser klarzukommen. Inzwischen hat es schon so manch hilflosem Kunden geholfen.