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Eine Flasche in roter Tasche

Während seines Einkaufs konnte sich ein Mann zwischendurch zunächst nicht entscheiden, ob er eine oder zwei Flaschen Alkohol benötigt. Er nahm zwar erst zwei Flaschen aus dem Regal, stelle eine jedoch wieder zurück.

Die in der Tasche verbliebene fand letztendlich nicht den Weg mit den Waren aus dem Einkaufskorb auf das Kassenband – und wurde dem angehenden Ladendieb schließ durch die angebrachte Warensicherung (aka "Flaschenzippel") zum Verhängnis.

Der Mann versuchte zwar, sich herauszureden, war dabei aber friedlich. Schließlich folgten die obligatorische Anzeige und der Hinweis, dass er ab sofort eine neue Einkaufsstätte aufsuchen muss.


Ausgepackte Gepa-Schokolade

Eine junge Frau hatte sich Schokolade von Gepa eingesteckt und wollte damit den Laden verlassen, ohne diese zu bezahlen. An der Kasse lösten die an der Ware angebrachten Sicherungsetiketten zwar den Alarm der Warensicherungsanlage aus, aber dass sie etwas bei sich trug, das nicht ihr gehörte, wollte die Frau nicht zugeben. Stattdessen stand sie schulterzuckend herum und öffnete die verschiedensten Taschen und den Rucksack und gab sich kooperativ und tat so, als wüsste sie überhaupt nicht, was los sei.

Da die Anlage a) nicht grundlos auslöst und die Dame b) auch nicht besonders vertrauenerweckend wirkte, baten die Kolleginnen und Kollegen sie, ihnen ins Lager zu folgen. Dort müsste sie dann warten, bis die Polizei da ist, denn diese würden dann noch einmal gründlich nachsehen.

Es tauchten dann ganz überraschend, freiwillig und bevor die Polizei informiert wurde, fünf Tafeln Schokolade auf, die sie sich vor dem Regal hockend unauffällig in den Bund ihrer Hose gefriemelt hatte …


8 x Wodka im Rucksack

Ein Mann hat sich insgesamt acht Flaschen Wodka in seinen Rucksack gesteckt und ist dann nicht im Bereich der Kasse, sondern durch die Schranke am Eingang aus dem Laden geflüchtet.

Die Antenne der Warensicherungsanlage alarmte unserer Waren und den verlorengegangenen Sicherungsetiketten noch traurig hinterher, doch der Mann war in der Dunkelheit der Neustadt verschwunden …


Toffifee (und M&M's) in die Hose

Ein Mann hat sich zunächst eine Tüte M&M's vorne in die Hose und anschließend noch eine Packung Toffifee hinten in den Hosenbund geschoben.

Mit knapp fünf Euro Warenwert eigentlich nur ein kleiner Diebstahl im Vergleich zu dem, was man sich sonst so gefallen lassen muss – aber die Vielzahl der Diebstähle, die täglichen Vorkommnisse, die machen auch diese Diebstähle zum großen Problem …


Übern Zaun auf den Hof – und gleich noch mal!

Gestern Morgen und in der vergangenen Nacht gab es ein paar merkwürdige Vorkommnisse hier auf dem Hof. Ich war gerade in der Firma angekommen, saß bei mir im Büro und trank eine Erfrischung, als durch die Außenwand ein Geräusch ertönte, das ich kannte. Das Geländer zum Obergeschoss des Moscheegebäudes und auch unser großer Zaun sind hier an der Wand befestigt. Die Metallteile sind nicht akustisch abgekoppelt, so dass man härte Berührungen hier im Gebäude hören kann.

Es rumpelte jedoch so laut, dass ich neugierig geworden einen Blick aus meinem Fenster warf. Genau davor stand hier auf dem Hof ein hagerer, heruntergekommener Mann. Ich weiß gar nicht mehr, was ich gesagt hatte. "Kann ich irgendwie helfen?" oder vielleicht auch ein "Was soll das werden?", irgendwie hatte ich ihn jedenfalls angesprochen.

"Ich wollte mir das da nur mal angucken", antwortete er ziemlich schlagfertig und zeigte in Richtung unseres Hofes. Ob er nun auf den Müllcontainer, die gelben Säcke, den großen Container oder einen großen Sack mit nicht entwerteten aber nur schwerlich vom Leergutautomaten erfassbaren Gebinden gezeigt hat, konnte ich in dem Moment nicht erkennen. "WAS angucken?", fragte ich entnervt zurück, woraufhin der Mann ziemlich direkt zugab, dass er gucken wollte, ob da bei dem Leergut was für ihn dabei wäre.

Ich wurde sauer: "Alter! Über einen zwei Meter hohen Zaun mit einem abgeschlossenen Tor darin zu klettern, um dann auf einem Privatgrundstück mögliches Diebesgut abzuchecken ist schon reichlich dreist!" Da er nicht so schnell flüchten konnte, sprintete ich mit einem Kollegen nach draußen und wir forderten den Typen auf, mit uns in den Laden zu gehen. Dort haben wir die Polizei geholt und ihm eine Anzeige wegen des begangenen Hausfriedensbruchs verpasst. Dass da irgendwas passiert, bezweifle ich, aber dennoch versuche ich, zumindest jede mir gegebene Chance zu nutzen, gegen solche Leute vorzugehen.
Sein Gesicht sagte mir nichts, aber als sein Name fiel, klingelte es wieder. Es ist noch kein Jahr her, dass er hier Gepa-Schokolade im hohen zweistelligen Wert klauen wollte. Dafür hatte er damals ohnehin schon ein Hausverbot bekommen, aber dann noch mal auf diese Weise hier einzudringen, toppte alles.

Da er sein Fahrrad hier auf der Moschee-Seite unseres Zaunes stehen gelassen hatte, durfte er es in Absprache mit der Polizei nach seiner Entlassung noch abholen. Er kam nach ein paar Augenblicken über die Seitenstraße hier auf den Hof geschlendert und hat dann doch tatsächlich erst mal noch einen Abstecher unter den Unterstand der Moschee gemacht und die dort abgestellten Sachen abgecheckt. Kann man nicht einfach mal die Finger von fremden Sachen lassen? Das habe ich ihm sogar so gesagt, aber außer noch ein paar nachträglichen Beleidigungen kam nichts mehr.

Als ich heute früh hier auf den Hof kam, guckte ich etwas sparsam. Der Sack mit dem Leergut (der übrigens nicht in der Nähe des Zauns, sondern am anderen Ende unseres Grundstücks direkt unter der Rampe vom Notausgang lag) war nicht mehr da. Stattdessen lag er jetzt aufgerissen zwischen den oben erwähnten Sachen unter dem Unterstand der Moschee. Ob von den demolierten Flaschen welche fehlten, kann ich nicht sagen, aber die Ausbeute wäre keine sehr spannende gewesen. Das sind halt alles Gebinde gewesen, die unser Automat aus welchen Gründen auch immer nicht annehmen wollte.

Eine Sache vorweg: Der Sack kommt in den Keller und wird eingeschlossen.

Ob dafür nun der Typ von gestern verantwortlich ist, ob das ein reiner Zufall war (was ich definitiv nicht glaube) oder ob das jemand anders war, der aber in Kontakt zu dem Typen von gestern steht, kann ich nicht sagen. Noch nicht. Die Moschee hat nämlich eine Kamera hier auf dem Hof, die deren Grundstück nicht nur im Blick hat, sondern die Videobilder ebenfalls aufzeichnet. Da werden wir später noch einen Blick in die Aufzeichnung werfen. Ich bin mal gespannt, was wir da zu sehen bekommen werden.

Aber auch ich werde dahingehend aufrüsten. Unser Rekorder hat noch etliche Kapazitäten frei und somit werde ich (mindestens) eine wetterfeste IP-Kamera ebenfalls hier installieren. Ich werde berichten.

Über einen zwei Meter hohen Zaun zu klettern, um dann von einem hell erleuchteten Privatgrundstück relativ wertlose Dinge zu erbeuten – ist das eigentlich pure Verzweiflung oder einfach nur bodenlose Dämlichkeit?

MiHiGr mit KnuMa

Ein Kollege berichtete, dass wir "vermutlich eben beklaut" worden sind. Ganz sicher war er nicht, aber es sei ein ganz sicher nicht deutschstämmiger und dabei ziemlich heruntergekommen wirkender Mann einfach so aus dem Laden gegangen.

Die Videoaufzeichnung bestätigte seine Vermutung: Der Mann hatte sich ein paar Teile auf dem Weg durch den Laden aus den Regalen genommen und in seiner Jacke verschwinden lassen. Ein paar Artikel aus dem Bake-Off-Regal, eine kleine Flasche Mineralwasser, eine Fischkonserve.

Da bekommt man ja schon fast Mitleid, weil vermutlich einfach nur der Magen des Mannes geknurrt hat. Ich will den Diebstahl nicht gutheißen, aber wenigstens ist davon auszugehen, dass der die Sachen nicht bei den einschlägigen Läden (nämlich diverse und mir teilweise bekannte Quickshops) hier im Stadtteil zu Geld machen wird …

Weinklau vor Ladenöffnung

Ein Mann wollte offenbar Leergut abgeben und betrat den Laden durch die am Morgen für einen unserer Lieferanten offenstehende Eingangstür. Der Markt war noch dunkel, bis auf das Nachtlicht, da es ein paar Minuten vor unserer eigentlichen Öffnungszeit war.

Nach ein paar Metern entdeckte der Mann die auf einem kleinen Regal stehenden Weinflaschen, änderte spontan seine Pläne und nahm sich eine der Flaschen und verließ den Laden mit der Weinflasche und dem mitgebrachten Leergut wieder.

Ein Kollege hatte den Dieb im Rausgehen noch von hinten gesehen, aber überhaupt keinen Diebstahl vermutet. Er dachte wohl wegen der klappernden Flaschen, dass der Mann Leergut abgeben wollte und dann bemerkte, dass der Laden noch dunkel ist. (So weit stimmte das ja auch …)

Sachschaden: 5,49 € Verkaufswert – "Geht ja noch …"


Gepa-Kaffee in Tasche in Tasche

Eine Frau hatte in ihrer Umhängetasche eingekauft. An der Kasse löste schließlich ein Fairtrade-Kaffee der Marke Gepa den Alarm der Warensicherungsanlage aus, woraufhin die Frau diesen Kaffee und zwei Milka-Osterhasen aus ihrer Tasche zog – alles zusammen im Gesamtwert von knapp 15 Euro. Sie berief sich darauf, die drei Teile nur beim Auspacken vergessen zu haben.

Das hätte man ja vielleicht noch irgendwie durchgehen lassen können, wenn die Videoaufzeichnung nicht eine ganz andere Sprache gesprochen hätte: Zwischendurch zog die Frau nämlich noch einen Stoffbeutel aus ihrer Umhängetasche und wickelte Kaffee und Osterhasen noch einmal darin ein und legte den Stoffbeutel dann in die andere Tasche zurück.

Selbst ohne diese Einwickelaktion hätte sie von mir eine Anzeige wegen des Diebstahls des löslichen Kaffees und der beiden Schokoladenhoppler bekommen, aber das hier ist ein sowas von knallhart geplant gewesener Ladendiebstahl, so viele Ausreden kann es gar nicht geben …


Zwei Tafeln Rocher-Schokolade in die Jacke

Aufgefallen war die Frau meiner Mitarbeiterin schon beim Betreten unseres Ladens, so dass sie direkt ins Büro lief und den Weg der Frau auf dem Monitor der Videoanlage verfolgte.

Diese Vorgehensweise stellte sich als absolut korrekt heraus, denn nur wenige Augenblicke später ließ die Frau unauffällig, aber nicht unauffällig genug, zwei Tafeln der "Rocher"-Schokolade von Ferrero in ihrer Jacke verschwinden.

Der Rest war dann an der Kasse schnell abgehandelt. Die Ware wurde der Frau wieder abgenommen, ein lebenslanges Hausverbot wurde erteilt, ihre Personalien wurden aufgenommen und die Anzeige wird folgen …


5 Packungen Jacob's Kaffee

Ein Mann betrat unseren Laden und steuerte ziemlich zielstrebig auf das Kaffeeregal zu. Dort nahm er sich zunächst zwei Packungen Jacob's Krönung, nahm diese mit um die Ecke zum Müsliregal und stopfte sich dort die beiden Packungen unter die Jacke. Anschließend ging er zurück, holte sich zwei weitere Kaffeepakete und ließ diese in einem anderem Gang, vor Brotaufstrich und Knäckebrot, in seiner Jacke verschwinden.
Danach nahm er auch noch das letzte Paket "Krönung" aus dem Regal, welches wieder vor den Müsliriegeln den Weg in die Jacke des Ladendiebs fand. Der Dieb nutzte die unruhige Situation an der Kasse, um mitsamt seiner Beute zu entkommen. Der Kaffee löste zwar noch den Alarm der Warensicherungsanlage aus, aber der Mann rannte los und konnte so erfolgreich flüchten.

Wir vermuten, dass er unter der Jacke einen zunächst leeren Rucksack trug, den man an der Seite öffnen konnte. Dass sein Rücken mit jedem weiteren Kaffeepaket buckeliger wurde, untermauert diese Theorie. Wenigstens sah er hinterher aus wie Quasimodo von Victor Hugo.


Der Wodka-Umfüller

Wenn man denkt, man hat schon alles gesehen, kommt irgendjemand, der dir wieder neue Perspektiven aufs Leben aufzeigt. Zum Beispiel dieser feine Herr, der zur Umgehung der Warensicherungsanlage den Wodka aus der Flasche direkt in eine in einem Turnbeutel mitgebrachte Trinkflasche umgefüllt hat.

Das hatte er im Laufe des Vormittags sogar zweimal gemacht. Ein Kollege hatten beim Packen der Spirituosen die beiden noch gesicherten, aber aber geleerten Flaschen entdeckt, den Rest offenbarte der Blick in die Videoaufzeichnung.




Das Blättchen-Pärchen

Während meine Mitarbeiterin an der Kasse mit einer anderen Tätigkeit abgelenkt war, trat ein relativ runtergerocktes Pärchen an das Regal mit den Zigarettenpapieren und packte sich in kürzester Zeit gleich vier Kartons davon ein. Am Anfang des Videos lässt er einen Karton mit den langen OCB-Blättchen unter seiner Jacke verschwinden, während sie, was man maximal nur erahnen kann, einen weiteren Karton in ihre Handtasche gleiten lässt.

Dann verschwindet der Mann kurz aus dem Bild, die Frau nimmt weitere zwei Kartons aus dem Regal und überreicht sie ihrem Begleiter, der auch diese in seiner Jacke verschwinden ließ. Der Vorgang blieb leider unbemerkt und die Frau bezahlte ihre beiden Brötchen und beide Täter verschwanden mitsamt ihrer Beute im kleinen dreistelligen (!) Wert.

Seit diesem Vorfall stehen die Blättchen bei uns konsequent unter Verschluss / im Kassentisch und sind nicht mehr für Kunden frei zugänglich.



Ja, es waren vier noch fast volle Kartons:


Wollte noch bezahlen!

Ein Ladendieb, den wir an der Ausgangstür aufgehalten haben, tat vollkommen überrascht. Wie wir ihn nur des Diebstahls verdächtigen könnten, denn schließlich wollte er die fraglichen Artikel noch bezahlen.

Nur wann und wo, das blieb unbeantwortet.

Die total liebe Klau-Stammkundin

Eine junge Frau war nach eigener Aussage erst relativ frisch nach Bremen gezogen. Aber sie würde hier total gerne einkaufen, da unser Laden so schön wäre und die Mitarbeiter immer so nett sind. Das bekräftigte sie damit, indem sie immer das Gespräch (Smalltalk und noch etwas darüber hinaus) mit meinen Mitarbeitern suchte und vor allem auch immer Süßigkeiten ("Nervennahrung") an die Kassiererinnen und Kassierer verteilte.
Dass sie uns beklaut, hatten wir gar nicht auf dem Schirm. Auch ich habe nie Verdacht geschöpft – und dann hatte ich mir wegen eines anderen Ladendiebs einen Bereich unserer Videoaufzeichnung im Schnelldurchlauf angesehen. Plötzlich tauchte die neu hinzugezogene Kundin blitzschnell im Bild auf, breitete in Windeseile einige Waren und ihre Tasche auf der Ware eines Aufstellers aus, räumte im Zeitraffertempo alles irgendwie hin und her und rein und raus und war so schnell wieder aus dem Bild verschwunden, wie sie gekommen war.

"WAS WAR DAS DENN?"

Ich sah mir diese Sequenz später noch einmal genauer an, wobei sich herausstellte, dass sie tatsächlich die eingesteckten Dinge hatte unbezahlt mitgehen lassen.
Da die Frau im Grunde täglich kam und die Aufzeichnung drei Tage zurückreicht, guckten wir uns auch noch ihre vorhergehenden Besuche bei uns an. Sie war nicht nur eine Stammkundin, sondern auch noch eine Stammdiebin.
Um den Erfolg richtig zelebrieren zu können, griffen wir sie bei ihrem nächsten "Einkauf" nicht einfach ab, Beweismaterial hätten wir genügend gehabt, sondern ließen sie in Ruhe alles einpacken, Einkauf wie Einklauf, und fingen sie schließlich am Ausgang ab, nachdem sie noch Bonbons ans Kassenpersonal verteilt hatte. So schnell kommt man zu einem Hausverbot und in diesem Fall sogar gleich mehreren Anzeigen wegen mehrerer Ladendiebstähle …