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Die abgerissenen Milka-Sicherungsetiketten

Ein Mann nahm sich mehrere große Tafeln Milka-Schokolade aus dem Regal und ging damit in den Chips-Gang. Dort riss er die Warensicherungsetiketten von der Schokolade, ließ diese achtlos auf den Boden fallen und steckte sich die Tafeln schließlich in seine Umhängetasche.

Dass er auf eines der abgerissenen Etiketten getreten war, so dass dieses an seinem Schuh kleben blieb, sorgte leider nicht dafür, dass er beim Verlassen des Ladens doch noch überraschenderweise den Alarm der Warensicherungsanlage auslöste.

Aufgefallen war der Diebstahl mehrere Stunden später, da die Ansammlung von herrenlosen Warensicherungsetiketten auf dem Fußboden einen schon misstrauisch werden ließ …


Ausgekippter Rucksack

Vor dem Regal mit Knäckebrot stand ein Einkaufswagen voller Ware, etliche Pakete Butter, Lachs und Käse lagen darin. Aber Warum? Da half der Blick in die Videoaufzeichnung weiter, der Besuch des Mannes bei uns war auch nur wenige Minuten vor dem Auffinden des leeren Wagens erfolgt.

Vermutung: Entweder hat ein Mann mit einem extrem ungewöhnlichen Einkaufszettel gemerkt hat, dass er sein Geld zu Hause vergessen hat oder, das ist geringfügig wahrscheinlicher, dieser Herr wollte das Zeug schlicht und einfach klauen.

Zumindest hat er sich das alles immer heimlich in seinen Rucksack gestopft, aber dann rannten ihm wohl viele aufmerksame Mitarbeiter auf der Fläche herum, so dass er schließlich entschied, die Tat abzubrechen.

Spätestens beim Gang durch die Kasse hätten die an einem Teil dieser Ware angebrachten Sicherungsetiketten den Alarm der Warensicherungsanlage ausgelöst …


Von Kunde zu Kunde

Ein regelmäßiger Stammkunde bezahlte seinen Einkauf und hatte dabei sein kleines, schwarzes Portemonnaie auf den Rand unseres Kassentisches gelegt. Weil man sich kennt, schnackte er auch mit meiner Mitarbeiterin, war dann kurz abgelenkt und hat die Geldbörse dort vergessen, wo er sie abgelegt hatte.

Der Kunde unmittelbar hinter ihm, den wir maximal als Gelegenheitskunden kennen, erkannte und nutzte seine Chance, sich das schwarze Etui anzueignen. Er hätte natürlich dem anderen Kunden, der ja noch da war und am Packtisch seinen Einkauf verstaute, Bescheid sagen können. Oder zumindest der Kassiererin – aber, nein, er beschloss, das Portemonnaie heimlich an sich zu nehmen und es schließlich in seiner linken Jackentasche verschwinden zu lassen. Ist rechtlich wohl kein Diebstahl aber mindestens eine Unterschlagung und rein menschlich betrachtet so oder so nicht nett.

Jegliche Ausreden, dass er die Geldbörse unbeabsichtigt und aus Versehen eingesteckt hat, würde ich übrigens nicht durchgehen lassen. Falls das von euch jemand anders sieht, dürft ihr das gerne in den Kommentaren begründen …


Zwei Kartons Milka im ToiPa-Gang

Ein Mann hat sich zwei volle Kartons Milka-Schokolade aus dem Regal genommen, hat diese anschließend in den Gang mit Hygienepapieren und Haushaltsartikeln getragen und hat sich die beiden Kartons dort in seinen Rucksack gesteckt.

Nach seinem kleinen Alibi-Einkauf eines Getränke lösten die gesicherten Schokoladentafeln zwar den Alarm der Warensicherungsanlage aus, jedoch rannte der Mann los, bevor mein Mitarbeiter an der Kasse reagieren konnte. Schade, zumal der Warenwert bei einem oberen zweistelligen Betrag lag …


Kaffee-und-Brötchen-Dieb

Dieser junge Mann hatte sich zunächst eine Tüte mit zwei frischen Brötchen unter die Jacke gestopft, ein noch durchaus hinnehmbarer Schaden, dann aber von einer Sorte Kaffee-Tassenportionen den kompletten Regalbestand in seinem Rucksack verschwinden lassen. Das war dann schon ein schmerzhafter Diebstahl.

Aufgefallen ist uns die Tat wie so oft, da eine Kollegin wusste, dass das Regal am Tag zuvor noch gut gefüllt war …


In der nächsten Stunde

Wegen eines Ladendiebs ohne Papiere rief ich die Polizei an und bat um Unterstützung. So weit war alles klar, nur die Verabschiedung durch den Beamten war etwas irritierend: "Wir versuchen, in der nächsten Stunde da zu sein."

Weil gerade Packtag war und wir eigentlich gar keine Zeit hatten, um eine Stunde herumzustehen und auf die Cops zu warten, gab es eine Planänderung. Ich rief wieder an und sagte den Einsatz ab. Da unser Dieb ganz am unteren Ende angekommen war, hatte er ohnehin nicht viel zu befürchten.

Er gab zu, obdachlos und Alkoholiker zu sein, war aber kooperativ und überhaupt nicht aggressiv und hat (und das wirkte wirklich sogar ehrlich auf mich) für seine Tat um Entschuldigung gebeten. Für die Abschreckung wollte ich trotzdem seine Daten aufnehmen. Als ich mit Stift und Klemmbrett aus dem Büro kam, bat er darum, dass ich ihm die Schreibutensilien gebe. In einer erstaunlich schönen Schrift notierte er daraufhin brav alle seine persönlichen Daten und auf Wunsch auch die Stelle, wo er postalisch zu erreichen ist. Das Hausverbot bekam er zwar von uns, aber den Aufwand für die Anzeige erspare ich allen Beteiligten …

Einstecken beim Rausgehen

Während meine Kassiererin kurz im Umfeld der Kasse aufgeräumt und in genau diesem Moment die Einkaufswagen zusammenschob, kam ein junger Mann mit ein paar Produkten in der Hand zur Kasse.

Da er bis zum Erreichen des Kassentischs die Sachen offen getragen hat, war er wohl ursprünglich darauf eingestellt gewesen, diese zu bezahlen. Die Klauentscheidung muss bei ihm sehr spontan im letzten Moment gefallen sein und so steckte er sich, während er an der Kasse vorbeiging, die Waren in einem Sekundenbruchteil unter die Jacke und verließ unser Geschäft.

Hat man so auch noch nicht gesehen …


7 Flaschen Alkohol in der Umhängetasche

Ein Mann steckte sich sieben Flaschen unterschiedlicher Spirituosen in seine Umhängetasche und konnte leider unerkannt den Laden verlassen.

Die Warensicherungsetiketten (Flaschenzippel) an den Flaschen lösten zwar den Alarm aus, als er rausging, jedoch war der Mann leider schneller in der Dunkelheit verschwunden, als irgendein Mitarbeiter von uns die Verfolgung aufnehmen konnte.


Geklaute Mini-Lichterkette

Beim Abräumen und Verpacken der Weihnachts-Non-Food-Ware fiel uns auch dieser kleine Karton in die Hände, in der sich einst eine Lichterkette für wenige Euro befunden hat.

Der Karton? Lieblos aufgerissen. Die Lichterkette? Gierig eingesteckt.


Kennt ihn aus der Schule

Eine Kollegin berichtete mir, dass sie mit ihrem Ehemann bei einem unserer Mitbewerber einkaufen war (tztztz :-P) und dass sie dort einen Mann gesehen haben, der bei uns vor einer Weile geklaut hatte, aber dabei leider entkommen konnte.

"Den kenne ich noch von der Schule", stellte ihr Gatte fest und hatte den Vornamen des Täters gleich parat. "Ich gucke mal, ob ich den kompletten Namen und die Adresse rausfinde, die gebe ich euch dann!"

Ich bin gespannt und würde mich freuen. Der Typ hatte bei uns hier immerhin Ware in einem mittleren zweistelligen Wert mitgehen lassen.

Zwei Flaschen Wein im Hosenbund

Direkt nach der Inventur gleich schon die nächsten Inventurergebnisse verschlechtern … Dieser Herr hat sich zwei Flaschen Wein in den Hosenbund gestopft. Ja, "gestopft" beschreibt es sehr passend, denn passen wollten die Flaschen so gar nicht.

Dennoch war er mit seiner Beute erfolgreich entkommen. Wir hatten das nämlich erst hinterher entdeckt, da uns der Typ, der einfach so aus dem Laden ging, irgendwie sonderbar vorgekommen war.


Flucht mit einem Korb voller Ware

Die vier Pakete Jacobs-Kaffee, die dieser nette Herr mit Basecap auf dem Kopf und Schnupftuch vor dem Gesicht (Verpixelung hätte ich mir eigentlich sparen können) neben anderen Produkten hier herausgetragen hat, lösten erfolgreich den Alarm der Warensicherungsanlage aus.
Bis die Schrecksekunde bei allen anwesenden Mitarbeitern überwunden war, hatte der Mann schon auf seinem unmittelbar vor der Tür bereitgestellten Fahrrad die Flucht ergriffen.

Entwendet hat der Dieb übrigens ein recht ungewöhnliches Sammelsurium an Produkten. Neben den eingangs erwähnten vier Pfund Kaffee hatte er eine 10er-Schachtel Kinder-Milchschnitte, mehrere Packungen Feingebäck / Küchlein von Milka, eine Flasche Duschgel, eine kleine Packung Waschmittel und ein paar Äpfel mit dabei. Ach, ja, klar – den Korb hat er natürlich auch mitgehen lassen …

Also alles wie immer hier bei uns.


IN DEN ARSCH BEISSEN!!!

Ein Mann, den wir als Intensiv-Ladendieb bereits kannten, da er hier schon (mindestens) einen mittleren dreistelligen Schaden verursacht hatte, betrat den Laden und schlich zunächst ein paar Minuten durch die Gänge. Dabei fiel er niemandem auf, auch mir nicht.

Schließlich entschied er sich dazu, zu versuchen, unsere Leergutkasse aufzubrechen, um sich an den Millionen Euro darin zu bereichern. Ob das geplant oder eine spontane Entscheidung war, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall war er nicht erfolgreich und selbst wenn er es gewesen wäre, hätte er in eine gänzlich leere Geldlade geguckt. Wir drucken mit dem Gerät schließlich nur interne Belege zur Verrechnung an der Kasse und zahlen kein Geld aus.

Irgendwann zog er einen Cutter aus der Tasche und fummelte damit in dem Schlitz der Kassenschublade herum. Da ihm der Klingenrest wohl nicht reichte, ging er in einen etwas verborgeneren Bereich (nicht für die Videoaufzeichnung) in der Getränkeabteilung und baute sein Messer um. Mit einer neuen Klinge versuchte er erneut sein Glück bei der Leergutkasse. (Die zehn Tafeln Zotter-Schokolade, die dort standen, hätten ihm eine lohnendere Beute verschafft …)

Während er dort gerade am Fummeln war, kam ich aus der Backstube. Im ersten Sekundenbruchteil hatte ich ihn von hinten wegen der schwarzen Jacke für eine Kollegin gehalten, die dort wie so oft mit einem Handauszeichner irgendeinen Artikel mit einem Preisschild beklebte. Dann fiel mir auf, dass das nicht die Kollegin war, sondern da jemand gewaltsam an der Kasse herummanipulierte.

Jetzt kommt der Moment, in dem ich mich immer wieder ohrfeigen könnte: Ich kann zwar komplexe Projekte vollständig aus dem Gedächtnis koordinieren, aber mein Erinnerungsvermögen für Gesichter ist für den Allerwertesten. So verwechselte ich den Mann adrenalingeladen im ersten Augenblick mit einem anderen Typen, der hier längst Hausverbot hat, dessen Personalien uns aber bekannt sind. Weil ich wenig Zeit hatte, schob ich den Kerl wortwörtlich und ziemlich rüde aus dem Laden und drohte ihm an, sich hier nicht wieder blicken zu lassen.

Es dauerte keine fünf Minuten, bis mir die Erkenntnis kam, dass das der Dieb ist, der hier schon häufiger volle Taschen mit Käse und Schokolade aus dem Laden getragen hat. ICH HÄTTE IHN GEHABT!!! AHHHH!

War vielleicht aber auch gar keine so schlechte Entscheidung, die unmittelbare Konfrontation mit ihm zu vermeiden. Ich war ihm zwar körperlich haushoch überlegen, aber falls der sein Messer gezückt hätte, wäre das unter Umständen ungesund ausgegangen.

Das Videomaterial ist auf jeden Fall vollumfänglich gesichert und wird mit einem Strafantrag gegen Unbekannt den Weg zur Polizei finden. Der Typ ist auf jeden Fall nicht nur ein Gelegenheitsdieb und das Mitführen des Messer und der Versuch, eine Kasse aufzubrechen, werden vielleicht sogar in Bremen anders gewertet als ein Ladendiebstahl. lol.


Wurst-und Bierdieb

Ein Mann ließ vor dem Kühlregal zunächst zwei Packungen Krustenbratenaufschnitt und danach noch eine Dose Bier in seiner Jacke verschwinden. Anschließend verließ er den Laden, ohne diese Artikel zu bezahlen.

Aufgefallen ist der Diebstahl wie so oft, weil meinen Mitarbeitern an der Kasse aufgefallen war, dass ein "komischer Typ" einfach so rausgegangen war …

Man staunt immer wieder, mit welcher Leichtfertigkeit Leute Dinge einfach einstecken. Zumindest wirkt es auf mich oft leichtfertig, so als wäre es das Normalste auf der Welt und kein Akt zwischen Straftat und Dududu. Aber vielleicht ist auch einfach nur die letztgenannte, ähhm, "Konsequenz" das große Problem hier.


Nesquick-Dieb

Wir wunderten uns darüber, dass im Kaffee-/Kakao-Regal der Platz von den Nesquick-Nachfüllbeuteln komplett leer war. Ein Blick in die Videoaufzeichnung verschaffte Klarheit: Das Getränkepulver war mal wieder zum Objekt der Begierde eines Ladendiebs geworden …

Oder wie man so schön sagt: In Bremen "Links der Weser" nichts Neues.