Jetzt mit neuer Erkenntnis: Wenn die Kollegen am Vorabend die Rolle ganz verbraucht haben, geht am nächsten Morgen überraschenderweise und völlig unerwartet gar nichts mehr. Ach, was.
Der Briefkopf war vollständig und entsprach dem gewohnten Stil.
Name, Straße, Ort, Telefon und die Telefonnummer, in zwei Reihen nebeneinander angeordnet, keine Anschrift, kein Betreff. Darunter der folgende Text:
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielleicht benötigen Sie ab und zu jemanden zum Kartons auspacken oder Ware auszeichnen.
Mit freundlichem Gruß
K. Musterfrau
Ich habe schon verstanden, was die Frau genau wollte - aber etwas mehr Mühe hätte man sich schon machen können. Ein lieblos beschriebener A5-Zettel ist da nicht so sehr optimal.
Vor einigen Wochen hat sich bei mir eine junge Frau aus Kasachstan beworben. Ihre bisherige berufliche Tätigkeit beschreibt sie mit Kassiererin in kommunalen Freizeitbetrieb.
Wir haben gerade eine SMS auf unser Festnetztelefon erhalten: "Ich habe verschlafen und komme später." Eigenartig, die Handynummer kennen wir nicht. Und eigentllich vermissen wir heute Morgen noch niemanden. Da heute Packtag ist, werden hier heute im Laufe des Vormittages noch einige Mitarbeiter eintrudeln. Sollte das einer der Ferienaushilfen sein? Lassen wir uns überraschen...
Anruf einer Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit: Die besagte Arbeitsbescheinigung brauche ich nicht nachzureichen, da die Mitarbeiterin ja auch weiterhin bei mir angestellt ist. Die Androhung des Bußgeldes ist damit natürlich genauso hinfällig.
Ich soll für eine Mitarbeiterin eine Arbeitsbescheinigung ausfüllen. Die Agentur für Arbeit braucht diese Bescheinigung und droht mir inzwischen sogar mit einem Bußgeldverfahren.
Leider habe ich kein Formular hier liegen, das ich ausfüllen könnte. Vermutlich ist es versehentlich im Altpapier gelandet, wahrscheinlich dann deshalb, weil nicht einmal ein Name auf dem Vordruck stand. Gestern habe ich bei der AfA angerufen um mich zu erkundigen, welche Bescheinigung sie denn genau haben möchten. Meine Bitte, mir die Unterlagen erneut zu schicken oder praktischerweise einfach zuzufaxen, wurde mit der Begründung, daß das nicht möglich sei, abgelehnt. Ich darf mir den Vordruck aber gerne persönlich abholen. Aber, und das war beruhigend, ein Steuerberater hat sowas heutzutage auf dem PC liegen und braucht es nur auszudrucken.
So habe ich bei meinem Steuerbüro angerufen, aber auch dort wußte man nicht genau, was die Agentur für Arbeit denn überhaupt haben möchte. Die betroffene Mitarbeiterin ist seit über einem halben Jahr bei mir fest angestellt und wird es auch weiterhin sein.
Ein Anruf beim Arbeitsamt seitens des Steuerberaters sorgte für Aufklärung noch mehr Mißmut: Es dürfe gegenüber dritten keine Auskunft darüber gegeben werden. "Datenschutz" nennt sich das ganze dann, auch wenn es sich dabei bloß um die rein sachliche Information handelt, welches Formular denn nun ausgefüllt werden muß, um den Arbeitgeber vor einem Bußgeldverfahren zu bewahren. Da bleibt nur eins... :wall:
Es kann sehr unangenehm sein, eine Hand zwischen einen fahrenden Rollbehälter und ein stehendes Regal zu bekommen. Wenn der Handrücken gequetscht wurde, hilft oft auch Kühlen nicht mehr viel weiter, um die Schmerzen zu lindern.
Ich habe die betroffene Kollegin vorsorglich zum Arzt geschickt, aber ich hoffe, daß sie morgen wieder arbeiten kann. Sie meinte jedenfalls, daß es nicht "so schlimm" sei. Ich wünsche es ihr, denn mir ist durchaus bekannt, wie schmerzhaft sowas sein kann.
Mir scheint, da brauchen ein paar Mitarbeiter einen Auffrischungskurs in Sachen Lagerhaltung...
Auf dem Foto wirkt das leider gar nicht mehr so sehr chaotisch.
Liebe KollegInnen: Bei Bonrollen jeder Art sind die letzten Meter farbig gekennzeichnet, damit man den Drucker rechtzeitig neu bestücken kann und nicht plötzlich dasteht und die Rolle hektisch wechseln muß, während die Schlange lang und länger wird.
Eine Aushilfe (15 Stunden/Woche) ist seit Monaten nicht mehr zur Arbeit gekommen. Mein letzter Wissensstand: Sie ist sehr krank und war deswegen sehr oft im Krankenhaus. Seltsam nur, daß sie sich nie zurückgemeldet hat. Zu Hause war sie angeblich nie und per Handy ebenfalls nicht zu erreichen.
Nun habe ich sie endlich mal ans Telefon bekommen. Sie wird gar nicht mehr kommen, weil ich sie angeblich verarscht hätte. Na, gut - wenn sie das so sieht. Ich jedenfalls nicht:
Sie sollte ein mehrwöchiges Praktikum bei mir absolvieren. Die wöchentlichen 15 Stunden hätte sie weiterhin bezahlt bekommen und dafür hätte ich ihr ein Vollzeitpraktikum bescheinigt. Nun war sie aber den gesamten Zeitraum über angeblich krank und hat insgesamt bloß ein paar Stunden zwischendurch gearbeitet, weswegen ich mich geweigert habe, ihr die Bescheinigung für das "Praktikum" auszustellen. Ich hatte sie allerdings vor Ablauf der ersten Woche angerufen und vorgewarnt, daß ich ihr das Praktikum nicht bescheinigen würde, wenn sie nur sporadisch stundenweise kommt und damit die Vereinbarungen nicht einhält. Seitdem tauchte sie nicht mehr auf und war auch telefonisch nicht mehr erreichbar. Ihren regelmäßigen Lohn hat sie trotzdem weiterhin bekommen. (Weil ich damit rechnete, daß sie die Stunden nacharbeitet, wie es vorher vereinbart war. Ihr Zeitkonto war nämlich bereits durch eine Prüfungsphase zwei Monate im Rückstand.) Sie bekam aber eben wie angekündigt nicht den gewünschten Schrieb. Sie hätte ja die Möglichkeit gehabt, ihre Krankheit auch der Schule gegenüber zu dokumentieren und man hätte über eine entsprechende Bescheinigung reden können. Ich versuche immer, gegenüber meinen Mitarbeitern entgegenkommend und fair zu sein - aber ein bißchen Arbeit könnte man schon für seine berufliche Zukunft investieren. Dafür hatte sie aber offensichtlich gar kein Verständnis...
(Eintrag bearbeitet und ergänzt, war versehentlich unfertig schon online)
Das Geschwisterpaar, das für mich Lieferungen wegbringt, verkündete eben einstimmig, daß sie keine Lieferungen mehr zu Frau K. bringen wollen. Angeblich zu weit - ich bin mir allerdings ziemlich sicher, daß die beiden einfach nur keine Lust haben, zwei Kisten Mineralwasser, zwei Kartons H-Milch und die restlichen Kleinigkeiten erst einen guten km weit weg und dann noch drei Stockwerke hoch zu schleppen.
Aber die einfachen Botengänge, bei denen nur ein paar Kleinigkeiten zu einem Kunden in der Nebenstraße gebracht werden sollen, die wollen sie noch machen.
Na, dann eben gar nicht mehr. Es gibt genug Schüler, die sich 100-150€ pro Monat nebenbei verdienen wollen.
Nachtrag: Nachdem wir die Parole alles oder nichts ausgegeben haben, haben sie sich bequemt, Frau K. doch noch zu beliefern. Das Ersatzteam stand ja schon in den Startlöchern.
Übrigens: Wir haben für unsere Boten ein Fahrrad mit Anhängerkupplung und einen großen Anhänger, den man an dieser Anhängerkupplung befestigen kann.
Nicht nur Rechtsanwälte wundern sich über ihr Reinigungspersonal:
Warum benutzt meine Putzfrau einen kleinen, alten Zimmerbesen für den Laden und das Lager, obwohl ich vor ein paar Wochen extra einen guten und vor allem großen (1m breit) Besen besorgt habe?!?