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Injobber: Der zweite Tag

Tzja, heute wäre ein sehr nützlicher Tag für unsere lieben Injobber gewesen. Freitag ist nämlich Packtag und die beiden hätten einem knappen Dutzend Mitarbeiter über die Schultern gucken können. Nichts wäre besser gewesen, als sich dermaßen intensiv direkt mit der Ware zu beschäftigen und die Fachleute vor Ort nach den Namen der Dinge zu fragen.

Aber wer nicht kommt, kann nichts lernen.
Dabei hatten wir nach dem Fiasko von Dienstag und Mittwoch sogar extra am Kalender den nächsten Arbeitstag mit den beiden ausgemacht. Sogar eine Uhrzeit war mit den beiden vereinbart. Gerade mal zwei Stunden, von 13 bis 15 Uhr sollten sie anwesend sein...

Injobber: Der erste Tag

Seufz. Die beiden haben kein Wort von dem verstanden, was wir ihnen gesagt haben. Nach einer Führung durch den Laden (Erklärung mit Händen und Füßen) sollten sich N. und Viktor erstmal grob mit dem Sortiment beschäftigen (wo sind die Kekse?) und heute noch keine Kunden ansprechen, da es sinnlos wäre, ohne z.B. das Wort Kekse überhaupt zu kennen. Hat nix genutzt. Sie haben den Leuten einen Zettel vor die Nase gehalten mit folgendem Text:

"Darf ich Ihnen behilflich sein? ...
Dies ist eine Aktion im Rahmen von Injobs (1€ Jobs)
Mir soll damit die Gelegenheit gegeben werden, die deutsche Sprache anzuwenden und etwas über die Produkte im Einzelhandel zu lernen, um damit meine Aussichten auf einen Job im Einzelhandel zu verbessern. ...
Danke für Ihre Unterstützung!"

Das kann ja noch heiter werden.

Injobben

"Unsere" beiden Injobber sind gerade hier aufgetaucht.

Mal sehen, wie sie sich machen werden. Beide kommen frisch aus Kasachstan und verstehen ungefähr... nix. :-|

Einkaufshilfen im Einzelhandel

Das BWU, Bildungswerk der Wirtschaft im Unterwesergebiet e.V., will "Injobbern" (Injobs = 1-Euro-Jobs) die Möglichkeit geben, ihren Umgang mit Menschen, bzw. das Zugehen auf Menschen, zu verbessern und ihre Kenntnisse über den Einzelhandel zu erweitern.
Um dies im Rahmen von Injobs zu erreichen, sollen die Injobber älteren, kranken oder behinderten Menschen beim Einkaufen behilflich sein: z.B. beim Kauf von Waren in Bück- und Reckzonen, Unterstützung beim Auffinden von Sortimenten und Waren bei Augenproblemen, Hilfestellung beim Finden freier Parkplätze, Hilfe beim Schieben des Einkaufswagens, Waren an der Kasse verstauen, Tragen schwerer oder sperriger Gegenstände etc. "Einkaufshilfen im Einzelhandel" vollständig lesen

Pausenregelungen

Immer wieder die selbe Situation:
Alle Mitarbeiter rennen gleichzeitig zur Pause, keiner kümmert sich vorher darum, daß noch jemand eine weitere Kasse bekommt und dann gibt es regelmäßig lange Gesichter, weil jemand schnell mit dem halben Brötchen im Mund zum Mitkassieren nach vorne rennen muß.

Merke: Vorherige Kommunikation schont den Magen. ;-)

Blumig

Es ist frustrierend, Texte doppelt verfassen zu müssen. Darum gibt es nun nur noch die Kurzfassung.

Am Samstag haben wir zwei große Blumenampeln (Stückpreis 9,99€) für 1,98€ verkauft, weil die Kassiererin der Kundin den Preis einfach geglaubt hat und leider auch nicht so weit mitgedacht hat, daß einer dieser großen Töpfe wohl nicht unter einem Euro kosten kann.
Da die Kundin die beiden Pflanzen nicht gleich mitnehmen konnte, bat sie darum diese im Lager bis zum Nachmittag unterbringen zu dürfen.
Dort habe ich später die beiden Hängeampeln entdeckt und bin zum Glück dahintergekommen, daß sie für 99 Cent pro Stück "verkauft" wurden und habe angeordnet, daß sie nicht rausgegeben werden dürfen. Ich war nicht bereit, 18 Euro zu verschenken. Entweder hätte die Frau ihre 1,98€ wiederbekommen oder sie hätte die Differenz nachgezahlt, wozu sie höchstwahrscheinlich nicht bereit gewesen wäre.
Leider hat diese Kundin die Planzen dann doch abgeholt. Sie hatte einem beschäftigten Mitarbeiter nur gesagt, daß sie "die zurückgestellten Pflanzen" haben möchte. Er hat ihr diese dann, nichts Böses ahnend, ausgehändigt.
Der dritte Mitarbeiter hat diese Kundin dann einfach so rausgehen lassen. Er hätte seiner Sorgfaltspflicht nachkommen müssen und die Frau nicht einfach mit der Ware rausgehen lassen dürfen. Die Aussage "Die sind bezahlt!" ist schließlich kein Beweis dafür, daß das wirklich so ist.

Die Kundin dürfte sich über das "Schnäppchen" gefreut haben... ich jedenfalls hatte eine üble Laune und habe mir das Schreiben des Textes für den nächsten Tag vorgenommen. So, da ist er.

Frust

Ich kann es generell nicht ab, wenn sich Leute an fremdem Eigentum vergreifen.

Genauso wenig kann ich ab, wenn Mitarbeiter ungefragt meine Sachen auffressen. Und das vor allem dann, wenn es sich dabei um das letzte Stück seiner Art handelt, welches ich sogar für jemanden aus meinem privaten Bekanntenkreis als Geschenk gedacht hatte. :-(

Empfänger nicht zu ermitteln

Da möchte man einem ehemaligen Mitarbeiter eine noch hier herumliegende Gehaltsabrechnung zukommen lassen und dann bekommt man den Brief zurück mit dem Vermerk, daß der Empfänger an der angegebenen Adresse nicht zu ermitteln sei.
Statt, daß ich Unterlagen zu meiner Entlastung loswerde, habe ich nun auch noch 55 Cent Porto vergeudet... :-|

Naja - Löcher rein, abheften und nicht mehr darüber nachdenken.

Montag morgen

Ich sag's ja immer wieder: Es ist einfach nicht gut, vor sieben Uhr morgens an das Telefon zu gehen.
Wenn sich innerhalb von zwei Minuten gleich beide Fachleute einer Abteilung krankmelden, ist dies jedenfalls nicht sehr motivierend.

Nachtrag: Eine der beiden kranken Kolleginnen wollte gerade eben auf dem Zahnfleisch herkriechen, nur um die Bestellung für morgen zu machen. Damit hier im Betrieb nichts schief geht. Wir haben sie aber beruhigt. Das klappt schon.
Wenn sich bei uns Mitarbeiter krank melden, dann sind sie keine Drückeberger. Eben weil sie wissen, daß dann andere Kollegen völlig ungeplant einspringen oder die Anwesenden länger bleiben müssen. Und da wir hier ein Team sind, möchte keiner die Anderen unter Streß setzen.

Bestellunterricht

Heute nachmittag habe ich mit meinem Azubi die ersten Übungen und Erklärungen zum Durchführen der Bestellung für unsere Hauptlieferung abgewickelt. Ganz spontan und nicht geplant und auch zum ersten Mal so ausführlich.

Irgendwie ein komisches Gefühl, wenn man Dinge, die man quasi aus dem "Effeff" kann, jemandem in den elementarsten Dingen erklären soll...

Nachmittagsschicht

Ist es nicht schön, wenn man eine dreiviertel Stunde nach dem geplanten Arbeitsbeginn einer Mitarbeiterin diese anruft und erfährt, daß sie krank sei und nicht kommen kann?

Was ist daran so schwer, mal selber zum Telefon zu greifen und seinen Arbeitgeber darüber zu informieren, daß man krank ist? Vielleicht sogar so rechtzeitig, daß noch ein Ersatz organisiert werden kann? :doh:

Leute, sowas nehme ich persönlich übel. Wir haben zwar einen lockeren Umgangston hier, aber das entbindet nicht von grundlegenden Pflichten.

Call on me...

Wie gerufen düdelte gerade das Handy einer Mitarbeiterin das Stück "Call on me" in dem Moment, als ich gerade an ihr vorbeiging.

Kurze Erinnerung an den Arbeitsvertrag incl. Betriebsordnung fällig? "Die Nutzung von Handys während der Arbeitszeit ist untersagt."

Morgendlicher Anruf

Wenn früh morgens das Telefon klingelt, ist das meistens kein gutes Zeichen.
Heute um 6:40 Uhr hat mir eine Kollegin mitgeteilt, daß sie eine Autotür ans Auge geschlagen bekommen hat und sie damit erstmal ins Krankenhaus muß.

Guguck?

In einer durch Urlaub, Krankheit und Abi-Streß sowieso schon schweren Zeit ist es besonders gemein, wenn Mitarbeiter/innen einfach nicht zur Arbeit erscheinen. Verschlafen kann jeder mal, aber nicht einmal über ihr Handy ist sie erreichbar: "The person you have called is temporarely not available..."

Ich hoffe, sie hat eine gute Erklärung dafür. :-(

Nachtrag: Sie hatte tatsächlich total verschlafen und tauchte Stunden später reumütig auf.

Planänderung

Anruf einer Mitarbeiterin auf's Handy: Ob sie morgen vormittag frei haben könnte.

Wieso fällt den Leuten sowas bloß immer so schön kurzfristig ein..? :-|