Endlich funktioniert mein Netzwerk wieder! Danke, Ingo!
Jetzt kann ich wieder Kundenanfragen direkt im Laden mit Laptop beantworten. Ist irgendwie cooler.
Außerdem kann ich meinen beiden Injobbern jetzt das Laptop in die Hand drücken, damit sie sich die Übersetzungen direkt aus dem Netz holen, per Babelfisch und Langtolang.com
Wir haben jetzt seit einiger Zeit wieder zwei Injobber, Viktor (Russe) hat Gesellschaft von Sükrün (Türkin) bekommen. Jetzt haben die beiden nicht mehr Vormittags bis 12:00 Uhr, sondern nachmittags ab 12:00 Uhr Deutschunterrricht. Die Maßnahme läuft noch bis zum 28.02.2006. Ich glaube, daß die beiden hier einiges lernen können und daß es bestimmt mehr Spaß macht, als in anderen, großen Supermärkten.
Arbeiten müssen sie nicht, beim Packen sollen sie nur zugucken. Ab und zu helfen sie mit, weil ihnen sonst zu langweilig wäre, aber sie sind dann immer einer Mitarbeiter/in zugeteilt, die sich um sie kümmert. Das läuft eigentlich ganz gut. Und macht weniger Arbeit, als anfangs befürchtet. Sie verstehen zwar immer noch sehr wenig, aber das soll sich ja durch unsere Mithilfe ändern. Im Februar wissen wir mehr...
Von "Omas Gurken" bietet "Oma" (Pappaufsteller mit Tablett) immer aufgeschnittene Gurken zur Verkostung an. Diese Gurken bekommen wir in großen Gläsern geliefert, damit nicht die vielen kleineren dafür geopfert werden müssen.
Mit einer Kollegin habe ich gleich mal ein erstes Wörtchen zu reden: Wenn man so ein (dazu noch fast volles) Glas nämlich an einem warmen Tag lang bis zum nächsten Morgen ungekühlt offen stehen läßt, lockt der Essig eine Heerschaft an Fruchtfliegen an. Die Gurken unter der Aufguß-Oberfläche sind sicherlich nicht verdorben - aber anbieten werde ich die bestimmt nicht mehr. Und selber essen möchte ich die zugegebenermaßen auch nicht. Also: Tonne.
Einer meiner Injobber hat auf seiner täglichen Runde durch die Regale einen fast vollen Karton mit Teefiltern aus dem Regal aussortiert. Die sind leider alle abgelaufen und können nicht mehr verkauft werden.
Abgelaufen?!?
Ich weiß ja nicht, was der Aufdruck 0405 auf den Packungen bedeuten soll, vielleicht das Datum der Produktion oder die Chargennummer - aber eines ist es sicherlich nicht: Ein Haltbarkeitsdatum.
Auch wenn sie es nicht soll, fängt meine Putzfrau hier im Laden immer wieder an, mit ihrem Wischer die großen Bodenflächen zu bearbeiten. Das Problem dabei ist nämlich, daß sie den Schmutz vor allem gleichmäßig verteilt und damit einen dunklen Schleier auf dem Boden hinterläßt, anstatt ihn aufzunehmen. Das kann ein Wischautomat nämlich wesentlich besser.
Aber sich nur auf die schwierigen Ecken und sanitären Bereiche zu beschränken, reicht ihr wohl nicht.
Eine Mitarbeiterin sprach mich eben an: Ich soll sie hinter ihrem Rücken [Schimpfwort gelöscht] genannt haben. Sie hätte das von einem Kollegen oder einer Kollegin erfahren. Wer, wollte sie mir allerdings nicht sagen. Schließlich würde sie keine Kollegen anschwärzen wollen. Aber die Quelle sei vertraulich.
Ja, und was soll ich jetzt machen? Wie soll ich mich bitte einer Sache annehmen, von der ich nichts weiß und in der ich nicht einmal erfahre, wer erzählt hat, daß ich Dinge erzähle?
Ein Fax von den "Beruflichen Schulen für den Einzelhandel":
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
Wir bedanken uns für Ihre Anmeldung!
Ihr Auszubildender wird am Dienstag, den 06.09. [...] eingeschult.
Dieser Tag wird auch der 1. Unterrichtstag sein.
Der Stundenplan wird bei der Einschulung mitgeteilt.
Ich muß dringend mal mit allen Mitarbeitern sprechen. Wenn ein ausverkaufter Artikel nachbestellt wurde, heißt es ganz oft gegenüber Kunden "kommt morgen wieder rein". Das ist zwar theoretisch richtig, muß aber nicht immer stimmen. Wie oft kommt es vor, daß ein Artikel nicht lieferbar ist. Die Ursachen dazu können vielfältig sein, aber der Kunde sieht nur, daß wir das Produkt nicht da haben und ist verärgert.
Solche Aussagen daher bitte unbedingt im Konjunktiv verfassen: "Das sollte morgen wieder reinkommen." oder "Der Artikel ist bestellt worden und müßte morgen mitkommen." Denn mehr als bestellen kann keiner von uns. Alles andere ist außerhalb unserer Macht...
Auf der Heckscheibe des Elefantenrollschuhs alten Kleinstwagens einer Mitarbeiterin prangt ein relativ großer Aufkleber einer Firma, die mit dem Slogan "Wake up!" wirbt.
Wake up! - Der Name ist Programm. Jedenfalls, sobald sie den Zündschlüssel umdreht... :biggrin:
Wie soll man eigentlich Probleme von Mitarbeitern klären, wenn bei der entsprechenden Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt bei der Bundesagentur für Arbeit permanent besetzt ist.
Und wenn dann hinterher irgendwelche Leistungen gestrichen werden, ist das Gejammere wieder groß.
Nachtrag:
Zu allem Überfluß ist die Behörde auch nicht per Fax zu erreichen.
Nachtrag 2:
Mal eben auf www.arbeitsagentur.de nachgesehen und prompt die Telefonnummer im Servicecenter für "Arbeitgeber" angerufen. Überraschung: Die auf dem Anschreiben aufgedruckte Faxnummer existiert gar nicht. :doh:
Jetzt mit neuer Erkenntnis: Wenn die Kollegen am Vorabend die Rolle ganz verbraucht haben, geht am nächsten Morgen überraschenderweise und völlig unerwartet gar nichts mehr. Ach, was.
Der Briefkopf war vollständig und entsprach dem gewohnten Stil.
Name, Straße, Ort, Telefon und die Telefonnummer, in zwei Reihen nebeneinander angeordnet, keine Anschrift, kein Betreff. Darunter der folgende Text:
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielleicht benötigen Sie ab und zu jemanden zum Kartons auspacken oder Ware auszeichnen.
Mit freundlichem Gruß
K. Musterfrau
Ich habe schon verstanden, was die Frau genau wollte - aber etwas mehr Mühe hätte man sich schon machen können. Ein lieblos beschriebener A5-Zettel ist da nicht so sehr optimal.
Vor einigen Wochen hat sich bei mir eine junge Frau aus Kasachstan beworben. Ihre bisherige berufliche Tätigkeit beschreibt sie mit Kassiererin in kommunalen Freizeitbetrieb.