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International

Es schneit.

Unser Injobber Viktor aus Kasachstan freut sich über das bißchen Schnee.

Die beiden Aushilfen aus Marokko schütteln sich allerdings ob des kalten Niederschlags. ;-)

"Bewerbung"

Titel einer Bewerbung:
Mit dieser Bewerbung möchte ich mich bei Ihnen um einen Ausbildungsplatz als "Einzelhandelskauffrau" bewerben.
Erinnerungen an einen gewissen Zwiebelfisch werden wieder wach.

Warum schreibt die Bewerberin die Berufsbezeichnung in Anführungszeichen? Meint sie das möglicherweise gar nicht so oder wollte sie damit gleich signalisieren, daß der Job zwar so heißt, aber für viele oft nur daraus besteht, tagein, tagaus an der Kasse zu sitzen? Mit kaufmännischem Handeln hat das, auch wenn das Kassieren natürlich schon zum Job gehört, nicht wirklich viel zu tun. Ich gehe jedenfalls nicht davon aus, daß sie mir damit eine versteckte Botschaft zukommen lassen wollte und in Wirklichkeit einen ganz anderen Job sucht. Aber vielleicht dachte sie ja auch nur, daß man den Beruf zwar umgangssprachlich so bezeichnet, er aber fachlich richtig anders genannt wird - wenngleich ihr diese Bezeichnung nicht eingefallen war.

So, ab jetzt bin ich wieder nett. ;-)

Reste

Ordnung und Übersichtlichkeit ist in Lagerräumen von großer Bedeutung, damit die dort untergebrachten Waren sachgerecht, übersichtlich und sicher untergebracht werden können.


Für die gefiederten Freunde

Im Aufenthaltsraum stand das Fenster bis zum Anschlag offen. Bei Außentemperaturen rund um den Gefrierpunkt.

Der Thermostat der Heizung war voll aufgedreht. :wall:

Von den anwesenden Mitarbeitern ist es natürlich "niemand" gewesen...

"PC für Blinde"

Morgens rätselte ich mit einer Kollegin in Achim, was uns der Zettel "PC für Blinde" auf dem Schreibtisch mitteilen sollte. Wir kamen beim besten Willen nicht darauf.

Daß ein sehbehinderter Mitarbeiter sich das Windows über die "Eingabehilfen" dergestalt konfiguriert, hätten wir aber nun auch wirklich erwartet... :-)


AU

Ich lese gerade beim Hostblogger, daß Manuel Schmitt Krankmeldungen ziemlich locker handhabt. Mein Vertrauen geht nicht ganz so weit:

Mich kann man zwar morgens anrufen und sich tagelang krankmelden, doch solange ich dafür keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten habe, wird die Zeit wie ein freier Tag dem Zeitkonto belastet. Da kann jeder für sich selber entscheiden, ob der den "gelben Schein" nach spätestens drei Tagen vorlegt oder nicht. Und wenn nicht, darf die Zeit eben nachgearbeitet werden.

Zugeparkt

Eine Mitarbeiterin bat mich, ihr Auto auszuparken, weil jemand seinen Wagen ganz gemein direkt neben ihren gestellt habe.

'tschuldigung, das mußte ich hier erwähnen. :rotfl:


Weihnachtsfeier

Nicht nur andere machen sich Gedanken über die diesjährigen Weihnachtsfeiern. Wir haben hier eben auch einen Termin festgelegt: Am 17 Dezember geht es mit der gesamten Mannschaft zum Brasilianer. Sofern wir jetzt überhaupt noch reservieren können, heißt das. In der Vergangenheit haben wir nämlich immer wieder festgestellt, daß zumindest in exotischen und/oder beliebten Restaurants die Reservierung für Weihnachtsfeiern mindestens ein paar Monate im Voraus erfolgen sollte.

Das Essen bezahlt -wie immer- die Firma. Getränke sind dieses Jahr ausdrücklich nicht im Preis in begriffen. Letztes Jahr hatte ich den Fehler gemacht und offiziell neben dem Essen auch die Getränke übernommen. Nachdem sich die Leute Whiskey und Cocktails in Massen integriert hatten und die Rechung für 20 Leute sich der 700-Euro-Marke näherte, war ich gründlich kuriert.

Rauslassen

Eine Mitarbeiterin stand mit Jacke an der Tür und wollte ihren wohlverdienten Feierabend antreten: "Könnt ihr mich kurz rauslassen?"

Meine Frage, wie lange sie denn nach draußen möchte, wußte sie nicht richtig zu beantworten. :biggrin:

Pseudobewerbungen / Abgelehnte Bewerber

Ab und zu kommen hier Bewerber herein, die nur mal eben eine Unterschrift haben wollen. Dafür, daß sie sich beworben haben. Nicht, daß sie sich wirklich bewerben wollen oder tatsächlich Bewerbungsunterlagen dabei hätten, sie wollen nur einen Stempel! Damit sie die Auflagen des Arbeitsamtes erfüllen. Gerade, wenn es sich bei diesen Pappenheimern um Kunden handelt, ist es immer sehr schwierig, dies freundlich aber bestimmt abzulehnen.

Genauso wenig kann ich es leiden, wenn ich ohne ausgeschriebene Stelle Initiativbewerbungen erhalte, die offensichtlich darauf abzielen, eine Absage zu erhalten. Mit Eselsohren, nur einem lieblos handgeschriebenen Zettel auf Karopapier mit der Angabe: Zeugnisse siehe Anlagen (und ebendiese Anlagen fehlen dann), lieblos schief fotokopierten Anschreiben mit manuell eingefügtem Arbeitgeber, usw.
Genau so toll ist es, zum Vorstellungsgespräch, das durch das Arbeitsamt vermittelt wurde, in schmutziger Kleidung zu erscheinen. Oder gleich 3 Kinder mitzuschleppen, die an der Leergutkasse warten und ein Kind im Kinderwagen im Lager. Mit dem Hinweis, daß man die Kinder nicht zu Hause lassen konnte und auch nicht weiß, was zukünftig mit ihnen geschehen soll, weil man ja gar nicht arbeiten kann. Oder gleich ein Arztattest über chronische Rückenbeschwerden mitzubringen, das man vorlegt, bevor das Gespräch anfängt. Oft genug werden mir auch gleich die möglichen Arbeitszeiten vorgeschlagen. "nicht Nachmittags", "nur zwischen 8 und 13 Uhr", "nicht vor 9 Uhr" etc...
Aus dem Grunde mag ich schon gar nicht mehr beim Arbeitsamt Bescheid sagen, wenn bei mir eine Stelle frei wird.

Sehr oft bewerben sich bei mir Leute direkt im Markt. Persönliche Anfragen finde ich angenehmer als vertüdelte E-Mails. Oft fragen die Bewerber nach Packjobs, manchmal bewerben sie sich als Kassierer/in und selten als Putzfrau. Nur aus Freundlichkeit stellt niemand jemanden ein und wenn ich weiß, daß gerade keine Stelle zu besetzten ist, sage ich den Leute direkt ins Gesicht, daß ich keinen Job zu vergeben habe.

Gemüsebestellung

Mein Azubi möchte gerne die Gemüsebestellung machen. Das ging allerdings nicht, da ich etwas unter Zeitdruck und er an der Kasse war.

Er wird noch viele Gelegenheiten dazu bekommen, habe ich ihm versichert. Er wird sich irgendwann darum reißen, die Bestellung durchzuführen.

Irgendwann kann er sie alleine und wird sie gerne machen.

Später wird sie zum notwendigen Übel werden.

Zeitungs-Abo, Teil 2

Das "Zeitungsabo" meiner Auszubildenden hat sich noch nicht erledigt. Inzwischen kam mit der Post eine Mahnung von einer Anwaltskanzlei.

Abgesehen davon, daß der "Neue Verlagsgesellschaft mbH" weder ein unterschriebener Vertrag vorliegt, noch daß sie sich an ein ordentliches Mahnverfahren halten, finde ich den Text auf dem Schreiben sehr seltsam.
Der Brief vom Anwalt endet nämlich mit den Worten:
Sollten Sie Fragen oder Anregungen rund um Ihr Abo haben, stehen Ihnen die Service-Mitarbeiter unserer Mandantschaft gerne telefonisch zur Verfügung. Diese sind unter der Telefonnummer 01805 / 03xxxx* (* 12 Cent/min aus dem dt. Festnetz) zu erreichen.
Dadurch wird das Pamphlet nicht besonders glaubwürdig.

Sorry, Herr Berger-Delhey - Angst, Einschüchterung und Ungewißheit funktioniert hier nicht.

Noch einer...

Scheißtag.
Ich glaube, ich gehe auch nach Hause.

Das war gerade die zweite Krankeldung innerhalb einer halben Stunde. Mit der halben Mannschaft am Montag Morgen wird's hier wirklich eng. Da muß ich wohl noch irgendjemanden aus dem Bett klingeln. Bleibt nur die Frage: Wen? :-|