Vor einiger Zeit bekam ich eine Anfrage, ob Radio Bremen hier im Laden Geräusche für die Verwendung in Hörspielen aufnehmen dürfte. Es ging vor allem um wesentliche Elemente eines Supermarktes: Scanner, Geldlade, Einkaufswagen, Kühltruhendeckel, Warensicherung, Leergutklingel etc.
Natürlich willigte ich ein, zumal mir kein Argument einfällt, das dagegen sprechen würde. Etwas störend war nur, daß ich das Radio ausschalten sollte. Es arbeitet sich mit Musik einfach angenehmer.
Die beiden haben heute Morgen übrigens auch ausgiebig die Leergutklingel getestet und aufgezeichnet...
Seit heute früh sind die Arbeiter vor unserer Eingangstür damit beschäftigt, das 3,5m tiefe Loch mit wieder Sand aufzufüllen. Hoffentlich werden sie so weit fertig, daß wir unsere Lieferungen morgen wieder problemlos über die Rampe in den Markt ziehen können. Mit Rollbehältern geht's ja, aber die vollen Getränkepaletten reinzubekommen ist wirklich mühsam. Am Freitag war der Getränke-Fahrer schon ziemlich am schwitzen. Natürlich nicht in Bezug auf die Kraft, dafür gibt es hydraulische Elektrohubwagen - aber auch damit ist es schwierig, wenn man kaum Platz zum fahren hat.
Circus Roncalli hat mir einen dicken Umschlag mit Werbematerial, u.a. einem Poster, zugeschickt. Als Dank für's Auslegen gab's eine Freikarte. Soll ich da etwa alleine hingehen?
Möchte die Karte jemand haben? Bitte per E-Mail melden.
Nachtrag: Die Karte ist gültig für die Vorstellung am Mittwoch, 16. November, 20 Uhr.
Nachtrag 2:Roncalli hat außer Pferden keine Tiere in der Manege. Sehr lobenswert!
Langsam mache ich mir doch Sorgen: Inzwischen buddeln die nicht mehr mit Schaufeln im Fußweg vor meinem Laden herum, sondern haben einen kleinen Bagger dort stehen.
Wehe, das Loch ist Freitag nicht zu. Dann kommandiere ich die Jungs vom Straßenbau dazu ab, die Getränkepaletten abzupacken und die Ware hier einzeln reinzuschleppen. Und wehe, da verschwindet auch nur eine Kiste Bier in den Bauwagen...
„Ischa Freimarkt“ heißt es nun bald wieder. Und damit Bremens 5. Jahreszeit in diesem Jahr auch in der Neustadt so richtig bunt und fröhlich wird, sind verschiedene Kindergärten fleißig am Basteln. Farbenfrohe Girlanden, Bilder vom Riesenrad und große Pappherzen – in den Kindergärten Delmestraße, Socke, Schmetterlinge, Villa Kunterbunt sowie in den Gemeinden St. Pauli und Zion herrscht Hochkonjunktur, denn die Fantasie der Kleinen kennt keine Grenzen.
Bewundern wird man die Werke ab dem 14. Oktober können. Zu Beginn des Freimarkts werden verschiedene Einzelhändler in Kooperation mit dem Neustadt Stadtteilmanagement nicht nur ihre Schaufenster und den Bereich vor ihren Geschäften freimarktlich schmücken, sondern ihre Kunden zudem mit kleine Sonderaktionen überraschen.
Bei mir werden ab spätestens Freitag auch Bilder mit freimärktlichen Motiven hängen. Und ab Freitag Mittag werden hier mindestens zwei Mitarbeiterinnen an einem Stand mitten im Laden Kinder schminken!
Ein Briefbote irrte etwas ziellos auf unserem Innenhof umher. Aus dem Fenster fragte ich ihn, ob er etwas suchen würde.
"Ulrich Fisch", antwortete er.
Der Name sagt mir nichts und so wollte ich noch zusätzlich die Hausnummer wissen.
"Achtundneunzig."
Nr. 98 ist eine Lücke in der Häuserreihe, durch die ich auf meinen Hof und die Moscheebesucher zur ihren Gebetsstunden fahren. Links von der Einfahrt befindet sich die Nummer 96 und auf der anderen Seite die 100. Haus Nr. 98 dürfte schon vor sehr langer Zeit abgerissen worden sein.
Wer auch immer der Herr Fisch ist: Hier wohnt er definitiv nicht:
Langsam wird es was und ich gebe zu: Das hätte ich vor wenigen Wochen nicht vermutet.
Übrigens: Auf dem Foto sehen die Blumen deutlich weniger imposant aus, als sie tatsächlich sind. Die Ringe haben immerhin einen Durchmesser von einem Meter!
Na, das habe ich ja eben erst entdeckt: Die Leute von der Moschee haben zusätzlich zu meinen Pflanzen selber noch Blumen in die Kübel gepflanzt.
Haben wohl eingesehen, daß ein bißchen Grünzeug den tristen Hof tatsächlich mächtig aufwertet. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Sprüche einiger jüngerer/jugendlicher Moschee-Besucher: Wir hätten dafür zu sorgen, daß unsere Blumen nicht auf deren Seite herunterhängen...
Die Alten dort sind dagegen zum Glück überwiegend sehr nette und verständnisvolle Leute.
Heute haben wir vier schöne Kirschlorbeer-Pflanzen besorgt und die Kübel bepflanzt. Nun fehlt zwar noch das dekorative Drumherum (und vielleicht auch etwas Farbe an der Mauer dahinter) - aber prinzipiell sind die Schachtringe Blumentöpfe nun fertig.
Ich kann mir vorstellen, daß die Betreiber und Besucher der Moschee hinter meinem Laden es nicht so sehr witzig fanden, daß ich ihren Privatparkplatz meinen Innenhof mit den Blumenkübeln zugestellt habe.
Trotzdem kein Grund, leere Getränkedosen (ohne Pfand) und Zigarettenkippen zwischen die Blumen zu werfen.
Nachtrag, weil die Kommentare oft nicht gelesen werden:
Seit rund fünf Jahren versuche ich, mit den Betreibern der Moschee eine Einigung zu finden. Meine Ansprechpartner waren und sind immer höflich und verständnisvoll. Sie baten mich, selbst dafür zu sorgen, daß der Hof abgesperrt wird, weil sie ihren vielen auswärtigen Besuchern nicht jedesmal vermitteln können, daß der Hof nicht zur Moschee gehört.
So folgte erst ein Flatterband, dann eine rot/weiße Kunststoffkette, dann eine Stahlkette und nun die Pflanzenkübel. Zwischen den Kübeln ist (natürlich) eine Durchfahrt, die auch nach wie vor offen steht. Die gesamte Konstruktion ist vor allem dafür gedacht, die Grenzen zu markieren, denn gegen geordnetes Parken habe ich absolut nichts einzuwenden. Nur ist es frustrierend, wenn man dringend wegfahren will, den Wagen zugeparkt findet und dann 10 Minuten warten soll, weil alle beim Gebet sind. Dies kam vor allem Freitags oft vor.
Nachdem ich inzwischen insgesamt über 1800 Liter Blumenerde in den vier Betonringen verteilt habe, war mir eben danach, mal probeweise zwei von den berühmten Blumenampeln umzutopfen.
Das ist zwar alles noch nicht wirklich schön - aber der gute Wille ist durchaus zu erkennen, denke ich. Und wenn in den nächsten Tagen erstmal ein höherer Busch in jedem Behälter steht, wird dieser häßliche Innenhof hoffentlich ein bißchen sympathischer wirken.
Auf beiden Seiten der kleinen Tempo-30-Nebenstraße, in der u.a. die Zufahrt zu meinem Innenhof liegt, ist seit mindestens gestern früh ein Halteverbot eingerichtet. Das gilt für fast die gesamte Länge der Straße und löste einiges an Verwunderung aus.
Einige sagten mir, daß dort wohl ein Straßenfest stattfinden würde. Eine Theorie, die ich heute früh aber wieder verworfen habe. Das Halteverbot ist nämlich "ab 12. Mai" und "7-14 Uhr" eingerichtet. Nach einer Baustelle klingt es auch nicht. Entweder ist die Straße aufgerissen, oder nicht. Dann kann man aber auch nicht nach 14 Uhr in der Baugrube parken. Als weitere Möglichkeit fallen mir nur noch Kanalreinigungsarbeiten ein.
Ich bleibe gespannt und werde mich bis Donnerstag gedulden müssen...