Eine ältere Kundin rief an und erkundigte sich nach unserem Lieferservice. Um alles zu vereinfachen, gab ich ihr die Telefonnummer unseres Boten durch. Da es im Lager recht laut war (wer den Leergutautomaten schonmal in Natura erlebt hat, weiß, was ich meine...), diktierte ich die
Handynummer so, wie ich es einst im 96-stündigen Lehrgang
BOS-Funk gelernt habe: "
Nuhl - Ainss - Sehchs - Draai - Vieah - Sehchs - Siebänn - Zwoh - Aacht - Fünnef - Aacht". Garantiert verständlich, selbst wenn der Sprecher in einer lauten Fabrikhalle steht und in ein lädiertes Funkgerät nuschelt.
Die Kundin bedankte sich und wollte noch wissen, bevor sie auflegte: "
Haben Sie mal im Telegrafenamt gearbeitet?"
Ich verneinte wahrheitsgemäß.
"
Achso. Meine Mutter war dort nämlich lange Jahre und die hat auch immer "Fünnef
" statt "Fünf
" gesagt."
Sieben Jahre im Telegrafenamt wären sicherlich gemütlicher, aber wahrscheinlich auch nicht so interessant wie die Zeit beim Katastrophenschutz gewesen.
Jetzt wissen wir, woher die in der Fernsehwerbung für Damenbinden die blaue "Ersatzflüssigkeit" nehmen: Sie kaufen das Zeugs kanisterweise bei
Jungheinrich ein.
Neunundneunzig Euro?!? Wär's nicht günstiger, einfach Wasser mit etwas blauer Lebensmittelfarbe einzufärben?
Fast kreisrund, dafür mit einem ausgefransten Loch in der Mitte. Dieses Exemplar aus einer Chipstüte wollte so gar nicht aussehen wie seine Kollegen.
Schmeckte aber genauso.
Ich glaube, die Bio-Bäckerei, die uns täglich mit frischem Brot versorgt, braucht doch wieder Urlaub. Dieses (übrigens sehr leckere!) Brot kam hier etwas – öhm – unförmig an.
Falls mal kein Türkeil zur Hand ist: Brot tut's auch.
Erst einige Zeit nach dem Kauf fiel einem meiner Mitarbeiter auf, dass auf seinem Kassenbon ein Artikel "Alaska Wildlachs" für 25 Cent zu finden ist.
Im Warenwirtschaftssystem habe ich den Lachs übrigens nicht gefunden. Was auch immer da passiert war oder immer noch passiert: Ich hoffe, dass wir nicht teuren Lachs für 25 Cent verschenken. Aber da ist inzwischen alles überprüft. Großes Rätselraten...
Gemeint war natürlich, dass wir den Artikel hier aus dem Sortiment verbannen wollen und ihn deshalb so lange nicht mehr nachbestellen, bis die verbliebenen Reste des Getränks auf ein sehr überschaubares Maß zusammengeschrumpelt sind.
Wer das nicht weiß, könnte die Info auch falsch verstehen: Die Flaschen sollen angeblich auslaufen und deshalb vorsichthalber nicht bestellt werden. Das wäre dann natürlich ein Fall für die Grauhof-Qualitätssicherung.
Kein Fall mehr für den Kammerjäger: Diese kleine Maus, die in einem Karton mit kühlpflichtiger Ware hockte, war bereits tot. Wird wohl irgendwo in einem Kühllager herumgekrabbelt und zwischen die Gläser gerutscht sein. Und da steckte sie dann zwischen vier glatten Glaswänden fest.
Dieses Fax trudelte hier am Samstag Abend ein.
Zuerst dachte ich an einen Mitarbeiter – aber zum einen sagt mir der Name absolut gar nichts, zum anderen wohnt der Absender des Schreibens mitten in NRW. Hmm... Ein Onlineshopkunde vielleicht? Nee, da gibt es keine Vertragsnummern. Überhaupt habe ich nichts mit Vertragsnummern und selbst WENN ich irgendwelche Verträge hätte, dann würde ich ich denen nicht krytische und ellenlange Vertragsnummern verpassen.
Vielleicht hat der gute Rene auch einfach nur zwei Schreiben durcheinandergeschwurbelt und versehentlich an mich etwas gefaxt, was eigentlich an seinen Handyanbieter sollte. Aber warum hat er meine Adresse gespeichert?
Am ehesten glaube ich, dass er einfach nur "ins Blog" wollte. Erfolgreich, wie man sieht. Aber trotzdem habe ich vorsichtshalber die persönlichen Daten unkenntlich gemacht.
Schon doof, wenn man seine eigene Handschrift nicht entziffern kann und sich dann fragt, warum man den Punkt "Bewerber anmaulen" auf seine To-Do-Liste gesetzt hat.
Inspiriert durch den Blogeintrag "
Die Frage!" von vorgestern haben
Melanie Lerch und Daniel Schneider einen ihrer kleinen Pinguin-Ente-Cartoons
gebastelt.
Vielen Dank für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung hier im Blog.
Beim Klick auf den Zufalls-Blogeintrag "
3 Uhren" fiel mir auf, dass ich schon lange nicht mehr über kuriose Fundstücke in der Batterie-Sammelbox berichtet habe.
Dies ist aber auch einfach zu erklären: Früher hatten wir eine relativ kleine Kunststoff-Sammelbox auf dem Packtisch stehen. Wenn das Ding voll war, haben wir den Inhalt in einen großen Korb im Lager gefüllt. Wenn der voll war, haben wir den Inhalt in die Rückgabekartons umgefüllt. Dabei tauchten eben immer wieder die unterschiedlichsten Merkwürdigkeiten auf.
Irgendwann sind wir darauf gekommen, dass die Kartons oben eine kleine Öffnung haben und dass man sie so auch direkt auf den Packtisch stellen könnte. Sind zwar klobiger als der Kunststoffbehälter, aber a) passen mehr Batterien rein und b) braucht man sie nicht zweimal umzuschichten.
So haben wir weniger Arbeit und ihr weniger zu lesen.
Leider kenne ich nur diesen kleinen Schnipsel. Mich würde mal interessieren, auch welchem Produkt (so es kein Fake ist) die Angabe zur Beeinträchtigung von Aktivität und Aufmerksamkeit wohl zu finden ist...
(Quelle: Webfund)