Als Ines und ich mit unserer Kleinen an Silvester nach Feierabend noch ein paar Stunden hier im Markt waren, hörten wir plötzlich ein Geräusch, als wenn irgendetwas heruntergefallen wäre. "Was war das denn?!", wunderte ich mich und sah nach. Nun …
Auf den kleinen Tüten mit dem "Lucky Lou"-Katzenfutter prangt ein Strichcode in Form eines Futternapfes. Sehr passend.
Diesen Strichcode in Katzenform haben wir auf einer Packung "Pawsome" Katzen-Nassfutter entdeckt, die wir privat in einem Heimtier-Fachgeschäft gekauft hatten. Wir können ja auch nicht alles bei uns im Supermarkt anbieten.
Eine Kollegin kam mit einer Getränkedose ins Lager gelaufen, aus welcher der Inhalt in dünnem Strahl herausspritze. Die soll der Kollege an der Kasse versehentlich geöffnet haben, hieß es. Okay, kann passieren oder vielleicht war sie auch schon offen und erst durch die Bewegung beim Kassiervorgang wurde der Inhalt so weit aufgewühlt, dass sich das Kohlendioxid aus der Flüssigkeit löste.
Augenblicke später wurde die zweite Dose ins Lager getragen, auch aus dieser floss der süße Inhalt heraus und auch der Grund war der selbe: Versehentlich an der Kasse geöffnet. Häh?! Wie kann man bitte zwei Dosen versehentlich an der Kasse öffnen?
Och, das geht ganz einfach, sogar mit einer einzigen Handbewegung. Die Voraussetzung dafür ist nur, dass die beiden Ringe der Verschlüsse sich miteinander verhakt haben. Den Rest seht ihr hier:
Vorsicht, hier wird es etwas morbide.
Angenommen, man würde alle ca. 8 Milliarden Menschen durch einen Fleischwolf drehen und die so entstandene Masse zu einem großen Mettbällchen formen – wie groß wäre dieses wohl?
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Einkaufskörbe, die leuchtend rosa sind, geistern seit einer Weile durch alle Medien, zum Beispiel:
Korbdating in Saarlouiser Supermarkt oder auch hier:
Körbe für Singles in Neusser Edeka (Paywall). Auf der Website vom E-Center Warnow Park wird
konkret auf die pinken Körbe eingegangen.
Die Idee ist ja eigentlich schon ganz witzig. Aber ich bin da auch ziemlich skeptisch. Die meisten Menschen sind erfahrungsgemäß recht unaufmerksam und Schilder werden ja bekanntlich schon aus Prinzip nicht gelesen. Wie viele Leute werden einen der pinken Körbe nehmen und damit ihren Einkauf erledigen, ohne auch nur annähernd auf eine wie auch immer geartete Kontaktaufnahme aus zu sein?
Ich meine, ein profaner (und wie auch immer kolorierter) Einkaufskorb ist für die meisten kein soziales Signal, sondern ein schlichter Gebrauchsgegenstand. Er wird genommen, weil er da ist, weil er den Einkauf erleichtern soll – und nicht, weil er etwas bedeuten soll. Ich könnte mir vorstellen, dass die Sache mit den "Single-Körbchen" am Ende weniger an bösem Willen als an reiner menschlicher Unaufmerksamkeit scheitern wird – einer Ressource, die bei Supermarktkunden erfahrungsgemäß reichlich vorhanden ist.
Was haltet ihr von den pinken Einkaufskörben?
Auf einem Schmuck-Bastelset von Creativ Company hatte Ines diesen Strichcode voller Bastel- und Zeichenartikel entdeckt:
In den ersten zwei Jahrzehnten waren die von Chipita herausgebrachten Brotchips unter dem Namen "7Days" auf dem Markt. Vor ein paar Jahren wurde die Marke von TUC übernommen, was durch die zeitgleich erfolgte Preiserhöhung in Verbindung mit einer drastischen Reduzierung des Inhalts dem Produkt die Auszeichnung
Mogelpackung des Jahres eingebracht hat.
Die Bake-Rolls schmecken leider so gut wie eh und je und da es absolut keine Alternative dazu gibt, laufen sie nicht nur bei uns weiterhin richtig gut, nein, wir nehmen sie auch privat immer wieder gerne mit. Die Sorte mit Knoblauch ist einfach zu lecker.
Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Die Brotchips heißen nicht umsonst "Bake Rolls". Wie sie genau hergestellt werden, kann ich leider nicht sagen. Durch das konsequente Loch in der Mitte tippe ich darauf, dass sie, ähnlich wie Baumkuchen, auf einer Stange steckend gebacken werden. Aber nachdem ich diese Chips nun seit über 20 Jahren kenne und gerne esse – ich habe zum allerersten Mal den
Knust, also ein Endstück, von so einem Brotchipsstrang in einer Tüte gehabt. Vielleicht hatte ich diese Stückchen auch schon früher in den Tüten und habe sie einfach immer nur vollkommen ignorant aufgegessen, das würde ich nicht abstreiten wollen.
Aber heute … das erste Foto eines Bake-Rolls-Knusts.
Aus
bestimmten Gründen steht auf Fleischprodukten, vor allem aber bei Geflügel, eigentlich immer der Hinweis dabei, dass da Produkt nur durcherhitzt zu verzehren ist.
Auf TK-Gänsebrustfilets, die wir derzeit in den Tiefkühltruhen liegen haben, findet sich dieser Hinweis irgendwie auch, nur in einer recht ungewöhnlichen Formulierung. Der Begriff "Wärmebehandlung" lässt ja nun sehr viel Spielraum für Interpretationen – angefangen bei fünf Minuten vor der Infrarotlampe bis hin zum Aufheizen auf rund 1000 Grad beim Härten von Stahl.
Also: Zumindest Geflügel immer durchgaren. Da reicht es im Zweifelsfall, dass das Fleisch vollständig nicht mehr roh aussieht. Wer ein Bratenthermometer hat, kann gezielt kochen: Überschreitet die Kerntemperatur wenigstens 70 Grad Celsius, sollten alle gefährlichen Keime abgetötet worden sein.
"Wärmebehandlung" … Ist ja schon irgendwie richtig, habe ich aber in dem Zusammenhang nun zum ersten mal in meinem Leben in dieser Formulierung gehört.
Nummer
774 ist wegen Verpeiltheit des Autoren ausgefallen.
Es musste ja irgendwann so kommen. Erst wurde der Kühlschrank per WLAN vernetzt, dann der Kaffeevollautomat, dann der Toaster – und nachdem die ganze Küche online war, sind jetzt die Lebensmittel dran. Angefangen bei den Mandeln.
Offenbar hatten sie ein viel schwaches Passwort ("backen123") und wurden daher Ziel eines gezielten Angriffs aus dem Darknet. Oder, je nach Perspektive, einfach aus dem dunklen Vorratsschrank. Experten vermuten, dass kaum aufspürbare Datenspuren von Haselnüssen oder sogar schon fertig gebackenen Zimtsternen an dem ominösen Vorfall beteiligt sein könnten.
Was zunächst nur nach einer kleinen, unbedeutenden Krise im Backzutatenregal klingt, war aber nun kurz vor Weihnachten ein ausgewachsenes Cyber-Drama. Nuss-Knacker mit Root-Ambitionen hatten sich über die Firewall hier ins Sortiment geschmuggelt und die Mandeln übernommen. Datenforensiker haben einen Trojaner namens "El Marzipano 95" entdeckt. Session-Hash-Würmer hinterließen krümelige Logfiles, und der Passwort-Manager musste abschließend noch schriftlich Stellung nehmen.
Inzwischen ist die Integrität der Mandeln wieder hergestellt worden und die Kundschaft darf weiter einkaufen und backen. Der Hersteller versichert, man habe die Sicherheitslücke nachhaltig geschlossen und alle betroffenen Mandeln neu verpackt.
Trotz des glimpflichen Ausgangs bleibt ein schaler Beigeschmack: Wenn’s die Mandeln schon erwischt hat – wie sicher sind dann eigentlich unsere Korinthen?
Clementinenkisten, die lässige Alternative zum Präsentkorb. Die Stoffummantelung war von Ines schnell genäht, der Weihnachtswichtel übrigens auch, und schon ließ sich ein unkompliziertes aber durchaus wertiges Präsent zusammenstellen:
Was haltet ihr davon? Geht gar nicht oder eine prima Alternative zu den klassischen Körben, die aus meiner persönlichen Sicht doch reichlich verstaubt wirken?
Im ersten Moment wirkte das etwas irritieren. Ja, wo kommen die Zitrusfrüchte denn nun her? Bis man sich dann daran erinnerte, dass "Persien" zwar noch als das Land Iran existiert, aber man die Bezeichnung eigentlich nur aus alten Geschichten kennt. Was soll man auch machen, wenn die Früchte so heißen? Angebaut werden sie in Brasilien und so kommen die "Persischen Limetten" eben aus Brasilien.
Ich muss zugeben, die Bezeichnung "Persische Limetten" hatte ich bis zum Ausdruck dieses Schildes noch nie gehört. In über drei Jahrzehnten im LEH hießen diese grünen Kugeln auf jeder Form von Schild immer nur "Limetten".
#wiederwasgelernt
Eine ausländische Nummer rief hier in der Firma an, ich rechnete nicht mit einem sinnvollen Anruf, ging aber trotzdem ran und meldete mich wie üblich mit meinem Nachnamen.
Sofort plapperte eine computergenerierte Stimme einen Monolog herunter, die ich nur noch sinngemäß wiedergeben kann. Sie lautete in etwa: "Ihre Paypal-Zahlung in Höhe von fünfhundert irgendwas Euro ist verdächtig und wurde daher zurückgestellt. Drücken Sie sofort die Eins, um mit einem Mitarbeiter zu sprechen."
Ich drückte die 2.
Aber die Verbindung wurde natürlich trotzdem hergestellt. Ein Mann mit irgendeinem orientalischen Akzent textete mich auf Englisch mit einem Monolog zu, den ich nicht weiter beachtete und an dieser Stelle daher nicht annähernd wiedergeben könnte.
Den nimmst du mal auf die Schippe, dachte ich mir, und säuselte in meinem leicht sonoren, soften Telefonansagen-Tonfall: "
Guten Tag. Wenn Sie mit jemandem sprechen möchten, der Ihnen weiterhelfen kann, drücken Sie bitte die Eins. Ansonsten legen Sie einfach auf."
Der Mann am anderen Ende plapperte irgendetwas und ich wiederholte ohne Abweichung, als würde eine automatische Ansage laufen: "
Guten Tag. Wenn Sie mit jemandem sprechen möchten, der Ihnen weiterhelfen kann, drücken Sie bitte die Eins. Ansonsten legen Sie einfach auf."
Obwohl es kein Videoanruf war, konnte ich förmlich sehen, wie dem Mann die Adern am Hals anschwollen, als er verzweifelt schrie: "
IN ENGLISH, PLEEEEASE!!!
Er hatte die Ausweglosigkeit wohl begriffen und genau danach selber aufgelegt.
Dass "rote" Paprikaschoten auch mal orange-gelb sind, ist bekannt, grüne Paprikaschoten sind auch immer mal gelb an einem Ende. Die Dinger sind sich also hinsichtlich ihrer Färbung nicht immer ganz treu und halten sich schon gar nicht daran, was auf den Schildern in der Gemüseauslage oder auf den Aufkleber direkt an der Ware steht.
Wie
diese rote (ja, sie ist rot, wenngleich sie mehr über ein Orange ins Gelbliche mit einem Hauch Grün am unteren Ende tendiert) Paprikaschote hier zu uns in die Gemüseabteilung gekommen ist, werden wir wohl nie erfahren. Ines hatte ein paar Artikel für zu Hause mitgenommen und scheint daher wirklich rein zufällig diese eine Frucht erwischt zu haben, die mit dieser Art Aufkleber versehen ist. Hat ein Kunde sie bei uns verloren? Hat beim Bauern jemand das falsche Etikettenpapier für die Aufkleber verwendet? Oder ist die Paprikaschote beim roten Mitbewerber ausgebüxt, um sich mal die blau-gelbe Welt anzusehen? Werden wir wohl nie erfahren.