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Plakate kleben

Ich habe kein Problem damit, Plakate an der Tür kleben zu haben. Wenn vorher gefragt wird. Damit nicht sämtlichte Scheiben vollgeklebt werden und man unbedingt noch in Augenhöhe in den Markt blicken können soll, gebe ich stets folgenden Plazierungshinweis mit auf den Weg: "Aber nur an eine der beiden Türen in den unteren Bereich!"

Das scheint für viele Plakatkleber nur sehr schwer umzusetzen zu sein...

Spekulatius?

Ob wir Spekulatius hätten, wollte ein Kunde wissen.

Weihnachtssüßwaren Herbstgebäck wird heutztage gewöhnlich ab Ende August / Anfang September angeboten und auch tatsächlich gekauft. (Macht ja eigentlich niemand, aber bei McDonalds ißt ja auch bekanntlich kein Mensch...)

Aber daß die Leute noch vor Saisonstart selber danach fragen, habe ich noch nie erlebt. :-)

Unerwartet

Es ist immer wieder lustig, von Kunden auf Themen angesprochen zu werden, die ich ausschließlich hier im Blog kommunizieren.
Man staunt mitunter wirklich, wer sich alles als Leser outet... ;-)

Viel Lob für die Tiefkühlung

Sehr motivierend: Alle Kunden, mit denen wir hier sprechen, äußern sich positiv über den in der vegangenen Woche vollzogenen Umbau.

Natürlich ist es durch die komplette Umplazierung für viele Kunden erst einmal nötig, sich neu zu orientieren, aber leider ließ sich das beim besten Willen nicht vermeiden. :-|

Fahrschein, bitte

Ich habe keine Ahnung, wie lange diese Fahrkarte der Bremer Straßenbahn AG hier lag. Ich weiß nur, daß heutzutage eine "Kurzstrecke" 80 Cent kostet. Die Karte dürfte als schon ein paar Jahre älter sein.

Sowas findet man, wenn man alte Kühltruhen abbaut... 8-)


Zu spontaner Anruf

Eine Kundin fragte mich, ob wir eine bestimmte Zeitschrift vorrätig hätten. Dem war leider nicht so und darum bot ich an, mich bei unserem Pressegroßhändler danach zu erkundigen und ggf. ein Exemplar zu bestellen. Da normalerweise kein Kunde dieses Angebot abweist, habe ich kurzentschlossen das Telefon aus der Tasche gezogen und die Nummer gewählt.

Während sich die freundliche Mitarbeiterin gerade am anderen Ende der Leitung meldete, bedankte sich die Kundin freundlich und beschloß, das Heft doch nicht haben zu wollen, denn es sollte sich dabei eigentlich nur um ein spontanes Mitbringsel handeln.

Schade. Ich hätte ihr gerne gezeigt, wie schnell und umkompliziert solche Sonderbestellungen bearbeitet werden können... ;-)

Gummis kaufen

In den letzten Tagen haben hier ungewöhnlich und deswegen auffällig viele Leute nach Kondomen gefragt.

Ob das etwas mit erweiterten Aktivitäten und erhöhtem Verkehrsaufkommen zum Weltjugendtag zu tun hat?

Nach dem Bericht von Udo Vetter (Lawblog) drängt sich dieser Gedanke ja förmlich auf... ;-)

Piep, piep, piep...

Das waren die Schuhe von Karstadt, die hier eben Alarm auslösten, als eine Kundin den Laden betrat. Offenbar hat dort jemand an der Kasse nicht bemerkt, daß die Sicherungsetiketten in den Schuhen nicht deaktiviert wurden.

Zum Glück war der "Übeltäter" schnell gefunden.

(Eintrag überarbeitet)

Sehr ehrlicher Kunde

Wir haben in den letzten Wochen Gratisflaschen einer Biermarke verteilt. Es handelte sich dabei um nicht gekennzeichnete, reguläre Pfandflaschen. Jeder Kunde hatte also die Chance, außer dem Inhalt auch noch die 8 Cent Pfand zusätzlich zu bekommen.

Ein Kunde stand eben an der Leergutkasse und hat sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, für diese Flasche den Pfandwert ausgezahlt zu bekommen: "Die habe ich geschenkt bekommen und darum möchte ich die Flasche auch so wieder abgeben."

Okay. ;-)

Chipstüte

Ich hörte noch ein lautes POFF!

Sieht man denn nicht, wenn da eine auffällige, rote Tüte Kartoffelchips auf dem Fußboden liegt?

Kreditkauf

Eine ältere (*1919) Stammkundin hat Anfang letzter Woche angefragt, ob sie ein paar Dinge auf Kredit kaufen dürfte, da ihre Rente noch nicht überwiesen sei. Als Pfand ließ sie mir ihren Personal- und einen Behindertenausweis Rentenausweis da. Sie kaufte für knapp zehn Euro überwiegend Grundnahrungsmittel.

Ich wollte erst gar nicht, da das nicht ihr erster Kredit bei mir gewesen wäre. Sie hat zwar bislang immer bezahlt, aber nachdem ich anfangs ausdrücklich darauf hinwies, daß das ausnahmsweise einmalig und ansonsten eigentlich gar nicht bei mir gemacht wird, habe ich ihr bei ihrer letzten Anfrage klar mitgeteilt, daß ich auch für sie keine Ausnahme mehr machen möchte. Die schlechten Erfahrungen mit anderen Kunden, die mich schon mehrere hundert Euro gekostet haben, möchte ich nie wieder erleben. (Eintrag präzisiert)
Irgendwie siegte dann doch die Dummheit Freundlichkeit und ich habe ihr den Einkauf gewährt. Sie wollte das Geld auch gleich ein paar Tage später herbringen.

Das war am 28. Juli. Sind die Rentenkassen so arm dran, daß sich deren Zahlungen so sehr verzögern? Hat die Frau mich vielleicht auch einfach nur vergessen? Oder sie hat in der letzten Woche das Zeitliche gesegnet. Das wünscht man zwar niemandem und klingt jetzt auch nicht freundlich, sowas zu unterstellen - aber mit 86 Jahren ist das ja nun auch nicht mehr so sehr unwahrscheinlich.

Den Verlust von zehn Euro kann ich gerade noch verschmerzen. Und erneut nehme ich mir jetzt hiermit ganz fest vor, nie wieder irgendjemandem einen Kredit zu geben. Aber das klappt sowieso nicht.

Nachtrag:
Irgendwie verstehe ich die Aufregung in den Kommentaren nicht. Ich habe der Kundin einen Kredit gewährt und sie hat mir als Beweis dafür, daß sie wiederkommt, ein Pfand in Form ihres Ausweises freiwillig dagelassen, ohne daß ich überhaupt danach gefragt hatte.
Schwaches Bild für diejenigen, die mich hier deswegen kritisieren. Versucht doch einfach mal, in einem der geliebten Lidls, Aldis oder Pennys anschreiben zu lassen. Oder versucht's doch einfach mal überhaupt irgendwo.

Nachtrag Nr.2:
Mein Ärger, daß die Kundin nicht wieder gekommen ist, hat überhaupt nichts mit dem Alter der Kundin zu tun. Sie geht übrigens auch häufiger bei Penny einkaufen. Daß ich die Ausnahme gemacht habe, ihr einen kleinen Kredit zu gewähren, obwohl ich das nach miserablen Erfahrungen nie wieder tun wollte, hat sehr wohl damit zu tun, daß sie eine arme alte Rentnerin ist. Nur insofern hatte und hat das hohe Alter eine Bedeutung in diesem Blogeintrag. Und ja, ich werde nächste Woche nachforschen, ob es ihr gut geht. Damit mein Weltbild wieder gerade ist. Sie wäre nicht die erste Rentnerin, die nach Kreditvergabe nie wieder kommt und ihre weiteren Einkäufe bei Penny tätigt, obwohl wir mit den SPARSAMEN das gleiche Preisniveau wie die Discounter haben.

Cola-Flaschen

Ein Kunde merkte an der Leergutkasse an, daß Pfandflaschen von Coca-Cola einen Pfandwert in Höhe von 70 Cent hätten.

Nicht ganz: Die hatten tatsächlich mal 70 Pfennig - und sind mit der Euroumstellung Anfang 2002 auf die einheitlichen 15 Cent anderer Pfandflaschen (vormals 30 Pfennig) angepaßt worden.

Die Öllampe

Eine ausländische Kundin mittleren Alters brauchte eine neue Glühlampe. Mein Mitarbeiter, dem sie ihr Anliegen vortrug, wußte ihr leider auch nicht zu helfen und so hat er mich um Rat gebeten. Es handelte sich bei der zu bestückenden Lampe um eine umgebaute zerbastelte Petroleum-Lampe, in die einfach eine Lampenfassung für eine 230V-Glühbirne(!) montiert gemurkst wurde. Die beiden Leitungen zur Fassung wurden direkt am scharfkantigen Blech vorbeigeführt und waren schon bis zur Litze eingedrückt, denn normalerweise dürfte sich noch ein schwerer Glaskörper auf der Lampe befinden. Das Kabel zur Steckdose (nicht einmal SchuKo) wurde einfach mit Isolierband an die beiden Kabelenden der Lampenfassung rangetüdelt.
Ich erlaube mir einfach nicht, private Dinge von anderen Menschen zu manipulieren - in diesem Fall hätte ich glatt mal eine Ausnahme machen müssen und die gesamte Konstruktion funktionslos zu machen. Im Idealfall entsteht ein Kurzschluß und die Sicherung fliegt 'raus - im schlimmsten Fall könnten die metallenen Teile der Lampe unter Spannung stehen und ernsthafte Personenschäden verursachen.

Leider sprach die Frau nur sehr schlecht Deutsch und es wirkte nicht so, als ob sie tatsächlich meine Warnungen verstanden hätte. Ich habe ihr die Glühlampe nicht verkauft ("Haben wir nicht...") und gehofft, daß ihr auf der Suche nach dem Ersatzteil doch noch irgendjemand begegnet, der es schafft, sie davon zu überzeugen, dieses gefährliche Ding nicht zu benutzen.


Begrüßung

Ein Kunde klingelte an der Leergutannahme:

Hallo.

Hallo, Jörg.

Nein, der bin ich nicht. Aber das habe ich für mich behalten.