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Wiedergefunden

Eine Stammkundin sprach uns etwas verlegen an und bat darum, ihren Einkauf erst später oder am Folgetag bezahlen zu dürfen. Sie ist sich zwar sicher gewesen, zu Hause genügend Geld eingesteckt zu haben, doch offensichtlich war dem nicht so.

Noch während sie demonstrativ ihr Portemonnaie aufhielt, fiel dort die vermißte Banknote heraus. So erledigen sich dann manche Probleme ganz von alleine... :-)

Gut und Böse nebeneinander

Mein umfangreicher Sortiments-Mix zeichnet meinen Markt unter anderem aus. Was früher undenkbar war, wird Realität: Hochwertige Bio-Produkte und Lebensmittel aus konventioneller Produktion friedlich vereint nebeneinander in einem Regal.
Aber genau dieser interessante Mix ist es auch, der hier mitunter eher seltsam anmutende Blüten treibt:

Ein Kunde an meiner Kasse hatte neben seinem Bioland-Markenjoghurt gleich noch ein paar Produkte von Müller und Nestlé stehen - beides Lebensmittelhersteller, die schon oft wegen ihrer Produktionsmethoden kritisiert wurden.

Leergutklingelknopf 2

Fast genau ein Jahr her, dass ich darüber berichtet habe und gerade eben ist es mir mal wieder extrem aufgefallen:
Manche Kunden behandeln den Schalter Taster unserer Leergutklingel echt brutal. :-(

Ausschnippeln

Von einer Stammkundin ist heute ein Foto in der Regionalzeitung abgebildet. Ein Exemplar hat die Kundin gekauft und bat uns darum, aus möglicherweise übrig gebliebenen Zeitungen vor dem Zurückschicken den entsprechenden Artikel herauszutrennen. Sofern das möglich wäre und uns keine Mühe macht.

Es bleiben heute Abend bestimmt Zeitungen übrig. Stören wird sich an den Lücken sicherlich auch niemand und viel Mühe würde es auch nicht machen. So weit spricht also nichts dagegen, dass sie ein paar Exemplare "ihres" Artikels bekommt.

Bleibt natürlich noch die Möglichkeit, dass ich es schlicht und einfach vergessen könnte...

(Eintrag überarbeitet.)

Wo hast Du das Eis?

Zwei kleine Mädchen, beide vielleicht um die vier Jahre alt, liefen einfach so mitten ins Lager und sprachen mich an. Ich war gerade an der Ballenpresse zugange, sah sie nicht kommen und hörte plötzlich hinter mir folgendes:
Björn, Bjöööörn, wo hast Du das Eis?!?"
Ich hab die beiden dann einfach mal einer Kollegin übergeben, die zufällig gerade in der Nähe war. :-)

Nachtrag:
Das Wichtigste wieder vergessen... Das Merkwürdige an der Sache war ja, dass ich die beiden gar nicht kannte. Weder persönlich noch nur vom sehen aus dem Laden.

Zum Frühstück

Warum, kann ich nicht sagen.

Aber ich empfinde es noch als wesentlich schlimmer, wenn sich Frauen zum Frühstück günstiges Bier und billigen Fusel kaufen, als wenn Männer dies tun.

Granini KiBa

Ein Kunde sollte für jemanden Granini "KiBa" (Kirsch/Banane) mitbringen. Angeblich hätte sein Bekannter das hier sogar schon gekauft.
Nach meiner Anmerkung, dass wir den Artikel gar nicht führen, und ich mich auch beim besten Willen nicht daran erinnern könne, ihn jemals gehabt, geschweige denn irgendjemandem verkauft zu haben, war er verständlicherweise etwas enttäuscht. Ich versprach ihm aber, mich zu informieren und Granini KiBa zu bestellen - sofern ich ihn irgendwo bekommen kann.

Wird aber wohl schwierig.

Freie Tage

Eine Kundin wünschte mir eben "zwei schöne und erholsame freie Tage." Ich hätte es natürlich dabei belassen können, ihr dieses ebenfalls zu wünschen und das Gespräch damit zu beenden.

Ich glaube, tief aus dem Unbewußten heraus kam es, dass ich ihr die Wahrheit sagen mußte. Den mitleidigen Blick der Kundin einfangen, ein wenig bedauert werden. Ich habe mir nämlich ganz fest vorgenommen, hier zwei Tage ungestört zu arbeiten und viele Dinge zu erledigen, die nicht zwingend notwendig, aber dafür sehr zeitaufwändig sind. Dazu gehört u.a. die Vorbereitung der ersten Bestellung bei unserem neuen Bio-Lieferanten.

Blogeinträge könnten also am Osterwochenende durchaus entstehen. Auch wenn ich ganz stark davon ausgehe, dass weder Kunden, noch Mitarbeiter, noch Lieferanten darin vorkommen werden. ;-)

Für Angeber

Das Handy einer Kundin klingelte eben mitten im Laden. Ein älteres Modell von Nokia. Mit monophonem Klingelton.

Erstaunlich, wie man sich aus der Masse abheben kann.

Frischere Eier

Eine Stammkundin wollte wissen, ob wir vor Ostern von den gekochten, bunt gefärbten Eiern noch frsichere bekommen würde. Die im Regal würden sich nur bis zum 15.5. halten.

Gut, dass wir erst April haben.

Kann fatale Folgen haben

Viele Kunden bringen in bester Absicht ihre alten Eierkartons mit. Vor über einem Jahr beschrieb ich schon einmal, welche Konsequenzen das möglicherweise haben kann.

Gerade eben habe ich wieder einmal einen leeren Karton unter dem Eierregal hervorgezogen. Besonders kritisch ist in diesem Fall, dass die Pappe fast schon ein Jahr oder mindestens noch wesentlich älter ist: Als Haltbarkeitsdatum ist dort der 17.08. angegeben. 2006 kann damit nicht gemeint sein, denn so lange halten sich frische Eier nicht.

Wahrscheinlich wird der Kunde die Eier kurzfristig aufbrauchen. Falls nicht, könnte sich die Geschichte auch wie folgt ereignen. Das ist zwar nun etwas konstruiert, aber sicherlich auch nicht völlig unmöglich:
Der Kunde nimmt sich arglos diese Pappe, legt ein paar frische Eier hinein, kauft diese und stellt zu Hause fest, dass er die Eier gar nicht mehr benötigt. Monate später findet er zufällig die vergessene Packung im Küchenschrank wieder, sieht auf das Haltbarkeitsdatum, freut sich darüber, dass der Inhalt vielleicht noch gut ein paar Tage haltbar ist und kocht sich die Eier zum Frühstück. Für seinen Anwalt, an den er sich wegen seiner Lebensmittelvergiftung gewendet hat, werde ich der erste Ansprechpartner sein.

Nöö, danke.


Nachschub

Eine johlende Meute Anfangzwanziger kam eben in den Laden. Guter Stimmung und mit dunklen Augenringen haben sie sich alkoholhaltigen Nachschub geholt.

The party goes on. Wetten? :-)

Gummi

Es gibt Erlebnisse, von denen man gar nicht so recht weiß, ob und wie man sie wiedergeben soll.

Also... Da war dieser Stammkunde. Mittleres Alter, vielleicht 15 Jahre älter als ich. Und er sprach mich ziemlich direkt darauf an, dass er Kondome gekauft hätte. Aber diese eine Sorte Kondome, die er hier bei mir gekauft hat (übrigens nicht die mit dem Freistoß), würden gar nichts taugen, weil sie platzen würden. In seiner Freundin, mitten beim Akt. Und das war ihm ganz schön peinlich, zumal sie es erst hinterher bemerkt haben.

Interessanter war seine Aussage, dass, wenn er deswegen nun ein Kind gezeugt haben sollte, er dafür natürlich den Händler verantwortlich machen würde. Ob das nun Spaß war von ihm oder nicht, weiß ich nicht. Falls nicht, werde ich ihm bei Gelegenheit mal freundlich raten, einen Blick ins Produkthaftungsgesetz zu werfen.

Der erste April ist jedenfalls schon vorbei.

Kinderwagen mit Lanze

Am liebsten hätte ich ein Foto von dem Kinderwagen gemacht, aber ich befürchtete, böse Blicke von der Mami zu ernten. Mich hätte auch gar nicht so sehr der Inhalt des Wagens interessiert als viel mehr die Vorderseite...

Die Frau hatte ihren Stockregenschirm so in der untere Ablage des Kinderwagens deponiert, dass der Blitzableiter die Spitze etwas seitlich vorne aus der Verkleidung des Vehikels im wahrsten Sinne des Wortes herausstach. Der Anblick hatte etwas von einem Kampfbomber und wäre echt ein Bild wert gewesen. :-)

Taschenlampenproblem

Eine Kundin wollte gekaufte Batterien reklamieren. In ihrer Stabtaschenlampe würden sie nur funktionieren, wenn sie nicht direkt hintereinander, sondern etwas versetzt darin liegen würden. Aber dann könne man die Lampe nicht mehr schließen.

Ich staunte etwas und bat die Kundin, doch die ganze Lampe mitzubringen. Die Batterien sind als solche vollkommen okay gewesen und mit dem beschriebenen Phänomen konnte ich auch nichts anfangen.

Des Rätsels Lösung: In der Lampe saß hinten nicht -wie allgemein üblich- mittig eine Spiralfeder, sondern es befand sich einfach nur ein Blechstreifen dort, auf den die Batterie mit ihrer gesamten Grundfläche drückte. Die seitliche Kunststoffummantelung der Babyzelle wurde aber vom Hersteller bis um den unteren Rand fortgeführt, so dass, wenn man die Batterie aufrecht hinstellt, sie keinen Kontakt bekommen kann.

Ein paar Schnitzereien mit einem Packmesser und schon hatte die Kundin auch mit gerade eingesetzten Batterien wieder Licht. :-)