Lüfterreinigung im MoPro-Kühlraum
Ich denke mir oft genug, wenn ich durch meinen eigenen Laden gehe, dass es sauberer sein könnte. Im Vergleich mit anderen Supermärkten bekomme ich zwar nie Selbstzweifel über den Zustand hier bei uns, aber die noch vorhandene Selbstreflexion beim Thema mögliche Betriebsblindheit sollte sich nicht durch einen Haufen Whataboutismus neutralisieren lassen. In anderen Supermärkten, auch großen, inhabergeführten, die nach außen oft sehr edel wirken, habe ich schon häufiger diesen "Außen hui, innen pfui"-Gedanken gehabt. Daher bin ich hier immer bemüht, dass immer alles systematisch gereinigt wird und wir haben seit einer Weile sogar einen Schüler im Team, der ausschließlich zum Putzen der Regale von mir eingestellt wurde. Aber man kommt kaum dagegen an. Der Dreck, der hier tagtäglich eingebracht wird, ist kaum zu fassen und so ist es der berühmte Kampf gegen Windmühlen*, hier alles sauber zu halten.
Nichtsdestotrotz sind diverse Prüfer (interne wie externe), die den Zustand von Hygiene und Sauberkeit hier checken, immer wieder überrascht, wie sauber es hier ist. Irgendwas finden "müssen" sie einfach, und wenn es nur Kleinigkeiten sind. Das gebietet wohl Berufsehre. Beim letzten Routinebesuch der Lebensmittelüberwachung war der obligatorische Kontrollbericht erstaunlich übersichtlich. Ein paar Staubansammlungen in zwei Regalen und im Lager hinter etlichen Leergutkisten, der dort schon eine ganze Weile stehen. Nichts Dramatisches und auf gar keinen Fall die Qualität von Lebensmitteln beeinträchtigend oder gar eine Gesundheitsgefahr. Passiert eben.
Was auch ich tatsächlich nur so halb auf dem Schirm hatte (und was jetzt neu in meiner jährlichen To-Do-Liste ist): Das Kühlaggregat hier im Kühlhaus (Nicht Tiefkühl) hat unbemerkt und kaum von außen zu erkennen auf den Propellern einige Verschmutzungen angesetzt. Äußerlich war alles toll, selbst die durch die Schutzgitter sichtbaren Vorderseiten der Propeller glänzten schön schwarz – aber als der Kontrolleur mit der Taschenlampe so leicht schräg in das Gehäuse schielte, offenbarten sich festgesetzte Staubansammlungen auf den Rückseiten der Propeller, die in so einer Umgebung natürlich auch schnell zum Nährboden für Schimmel werden können.
Aber gut, für sowas gibt es diese Kontrollen und solange die Prüfer genau solche Merkwürdigkeiten entdecken und nicht offensichtliche Selbstverständlichkeiten monieren müssen, sind sie auch meistens sehr umgänglich. (Interessante Lektüre dazu: Das Gruselkabinett in Form der veröffentlichten Kontrollberichte des Veterinäramts Bremen.)
Nachdem ich mich getraute hatte, das Aggregat einfach aufzuschrauben, ließ sich das ganze Teil prima und unkompliziert von innen reinigen. Unten seht ihr das Vorher- und das Nachher-Bild. An sowas denkt man hier im Alltag nun wirklich nicht …
*) Wusstet ihr eigentlich, dass ausgerechnet Don Quijotes berühmtestes Abenteuer, der Kampf gegen die Windmühlen, im gesamten Roman nach wenigen Absätzen schon wieder vorbei ist? Auf diese winzige Szene wird die Figur seit über 400 Jahren reduziert – und dabei macht sie nur etwa 0,2 % vom gesamten Werk aus!


Nichtsdestotrotz sind diverse Prüfer (interne wie externe), die den Zustand von Hygiene und Sauberkeit hier checken, immer wieder überrascht, wie sauber es hier ist. Irgendwas finden "müssen" sie einfach, und wenn es nur Kleinigkeiten sind. Das gebietet wohl Berufsehre. Beim letzten Routinebesuch der Lebensmittelüberwachung war der obligatorische Kontrollbericht erstaunlich übersichtlich. Ein paar Staubansammlungen in zwei Regalen und im Lager hinter etlichen Leergutkisten, der dort schon eine ganze Weile stehen. Nichts Dramatisches und auf gar keinen Fall die Qualität von Lebensmitteln beeinträchtigend oder gar eine Gesundheitsgefahr. Passiert eben.
Was auch ich tatsächlich nur so halb auf dem Schirm hatte (und was jetzt neu in meiner jährlichen To-Do-Liste ist): Das Kühlaggregat hier im Kühlhaus (Nicht Tiefkühl) hat unbemerkt und kaum von außen zu erkennen auf den Propellern einige Verschmutzungen angesetzt. Äußerlich war alles toll, selbst die durch die Schutzgitter sichtbaren Vorderseiten der Propeller glänzten schön schwarz – aber als der Kontrolleur mit der Taschenlampe so leicht schräg in das Gehäuse schielte, offenbarten sich festgesetzte Staubansammlungen auf den Rückseiten der Propeller, die in so einer Umgebung natürlich auch schnell zum Nährboden für Schimmel werden können.
Aber gut, für sowas gibt es diese Kontrollen und solange die Prüfer genau solche Merkwürdigkeiten entdecken und nicht offensichtliche Selbstverständlichkeiten monieren müssen, sind sie auch meistens sehr umgänglich. (Interessante Lektüre dazu: Das Gruselkabinett in Form der veröffentlichten Kontrollberichte des Veterinäramts Bremen.)
Nachdem ich mich getraute hatte, das Aggregat einfach aufzuschrauben, ließ sich das ganze Teil prima und unkompliziert von innen reinigen. Unten seht ihr das Vorher- und das Nachher-Bild. An sowas denkt man hier im Alltag nun wirklich nicht …
*) Wusstet ihr eigentlich, dass ausgerechnet Don Quijotes berühmtestes Abenteuer, der Kampf gegen die Windmühlen, im gesamten Roman nach wenigen Absätzen schon wieder vorbei ist? Auf diese winzige Szene wird die Figur seit über 400 Jahren reduziert – und dabei macht sie nur etwa 0,2 % vom gesamten Werk aus!











