Ein Kollege kam etwas belämmert zu mir ins Büro. In der Hand hielt er eine volle Einkaufstüte. Noch während er erklärte, ahnte ich bereits, was passiert war. ein Pärchen hatte einen nicht ganz kleinen Einkauf auf das Kassenband gestapelt, vorne weg die beiden Schachteln Zigaretten, die sie aus dem auf Anfrage freigeschalteten Automaten gezogen hatten.
Da diese beiden Schachteln zuerst den Weg über den Scanner gefunden hatten, hat das Diebespärchen sie unauffällig bereits in die Jackentaschen gesteckt. Der restliche Alibi-Einkauf wurde in einer Papiertüte verstaut. Anschließend wollten sie bargeldlos mit Karte bezahlen und dabei stellte sich wenig überraschend heraus, dass die Karte nicht funktionierte.
"Können wir den Einkauf eben hier stehenlassen? Dann holen wir eben Geld", fragte die Frau. Sie durften. In dem ganzen Hin und Her war meinem Mitarbeiter nicht aufgefallen, dass die beiden Zigarettenschachteln nicht dabei waren. Das Pärchen kam natürlich nicht wieder und so verschwanden Zigaretten im Wert von exakt 30 Euro.
Es ist unfassbar, wie man tagein, tagaus an wirklich allen Ecken und Enden sein Eigentum bewachen muss. Was ist nur aus unserer Gesellschaft geworden? Das macht doch alles keinen Spaß mehr.
Eine meiner Mitarbeiterinnen hat mich nicht im Scherz sondern absolut ernst gemeint gefragt, ob Ines auch mit dem Tesla fahren dürfe.
Ich guckte sie mit großen Augen an, das Fragezeichen hat sie wohl selber entdeckt und so ergänzte sie: "Naja, ein neues teures Auto, viele Männer würden nicht wollen, dass ihre Frau den fährt."
Also abgesehen davon, dass Ines vermutlich besser einparken kann als ich, hatte ich ihr sogar bei der Abholung des Wagens den Vortritt gelassen und sie die allererste Fahrt mit dem Auto machen lassen. Wir sind schließlich ein Team und verhalten uns auch so und bevormunden uns nicht gegenseitig. Aber das ist vielleicht der Grund, warum wir seit über 19 Jahren zusammen glücklich sind.
Nach (mit den üblichen betriebsbedingten Unterbrechungen) insgesamt rund anderthalb Stunden Arbeit war es geschafft: Alle drei berührungslosen Waschtischarmaturen waren getauscht. Die beiden in der Damen- und Herrentoilette, für die ich aufgrund der räumlichen Ähnlichkeit auch fast das selbe Foto hätte verwenden können, und der eine in der Backstube.
Alle funktionieren einwandfrei, man muss nicht mehrmals mit der Hand vor dem Sensor herumwackeln, bevor das Wasser fließt und es fließt auch kein Wasser raus, das nicht rausfließen sollte. Juhu. Damit ist die Baustelle erledigt. Hätte auch ein Sanitärfachbetrieb machen können, aber die kamen ja nicht in die Pötte …
Ich hatte vor Ewigkeiten (6 oder 7 Jahre her) mal ein Foto gesehen, auf dem eingedrückte Tomatendosen abgebildet waren, auf dem Karton darunter stand der Hinweis "Crushed Tomatoes" – in diesem Fall war das wohl im doppelten Sinne zutreffend. Ich wollte das Bild eigentlich immer hier ins Blog bringen, aber ich kannte die Quelle nicht und wollte keinen Stress haben, also blieb das Bild lange in meinem Blog-To-Do liegen.
Mit ChatGPT habe ich nun eine eigene Interpretation dieses Szenarios erschaffen. Den Dosen fehlt es zwar an jeglicher Beschriftung, aber dass sie überhaupt halbwegs realistisch eingedrückt aussehen, war schon eine Herausforderung, die viele versuche und kleine Änderungen im Prompt erforderte.
Funktioniert natürlich nur im englischsprachigen Raum. Dass die Dosen von passierten Tomaten zerdrückt werden, passiert auch mal, ihr erkennt schon den sich anbahnenden Wortwitz, aber so schön wie bei den "crushed Tomatoes" klappt es leider nicht.
Ein Polizeikommissariat aus Schleswig-Holstein rief hier an. Die Anruferin berichtete mir, dass Betrüger sich Kreditkartendaten einer alten Frau angeeignet hätten und unter anderem hier bei uns damit eingekauft und sich mutmaßlich auch Geld via Cashback haben auszahlen lassen.
Ich extrapolierte den Rest des Gesprächs in Sekundenschnelle bereits im Kopf: "Haben Sie eine Videoaufzeichnung bei sich im Laden und könnten uns das Videomaterial zur Verfügung stellen?" – "Wann ist denn das passiert?" – "Am 10. Februar um 17:34 Uhr." – "Tut mir Leid, unsere Anlage speichert die Bilder nur vier Tage lang." – "Schade, dann kann man nichts machen. Vielen Dank, auf Wiederhören."
Wie vermutet fragte sie dann auch tatsächlich, ob wir hier eine Videoaufzeichnung im Einsatz haben. "Wann ist denn das passiert?", wollte ich wissen.
Ihre Antwort überraschte mich: "Gestern Nachmittag um 16:03 Uhr."
Da konnte ich tatsächlich helfen. Der Mann, der dort in zwei Kassiervorgängen jeweils ein paar Kleinigkeiten bezahlte und sich zu jedem Einkauf auch noch 200 Euro Bargeld auszahlen ließ, war wunderbar hochauflösend und in Farbe zu erkennen. Das Material habe ich gesichert und nach SH geschickt, mögen Sie die Arschlöcher damit identifizieren und drankriegen können.
Ein Mann steckte sich zwei Dosen und zwei Mehrwegflaschen des Produkts "V+ Curuba" von Veltins in seine Jacke und konnte leider den Laden verlassen, bevor die Kollegin reagieren konnte.
Ihr war der heruntergekommene Typ verdächtig vorgekommen und noch während sie auf dem Weg ins Büro an die Videoanlage war, steckte er in wenigen Augenblicken die Flaschen und Dosen ein und ging schnurstracks aus unserem Laden.
Es sind nicht immer die "Profis", die sich hier die Taschen (und Rucksäcke) vollmachen, sondern auch diese vielen, vielen kleinen und alltäglichen Diebstähle, die in ihrer Summe auch einen nicht unerheblichen Schaden verursachen.
Noch ein Bild, das beim Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin entstanden war. Diesmal hatte ich zwischen vier ähnlich hohen Stelen in den Himmel fotografiert. Sinn? Keiner. Optik? Zumindest interessant.
Die Stelen sind zwar übrigens ohnehin mehr oder weniger Grau, im Bild hatte ich sie jedoch zusätzlich noch markiert und sämtliche Farbinformationen herausgenommen, damit der Kontrast zum blauen Himmel noch etwas extremer wird.
Seit ein paar Jahren schicken wir Vogelfutter (für Wildvögel) nach Anlieferung immer ein paar Tage in die Tiefkühlung. Wenn alles gut durchgefroren ist, kommt die Ware in den Verkauf. Den Körnern macht das nichts, den darin oft enthaltenen Motten und Mottenlarven dagegen schon – die sind nämlich danach tot.
Diese Praxis hat sich bewährt, warum wir das machen hatte ich an dieser Stelle bereits ausführlich erklärt.
… und dann kam dieser Jörg, Jörn oder Jürgen und hat im Vorbestell-Ordersatz mit den Aktionsartikeln ein ganzes Display mit Vogelfutter entdeckt und sich gedacht, dass es eine gute Idee ist, den zu bestellen. Nicht bedacht hatte ich bei der Bestellung, dass natürlich auch diese Ware einmal durchfrieren sollte. Also haben eine Kollegin und eine Kollegin die schwere Cheppalette ins Kühlhaus gewuppt und da steht der Aufsteller nun seit ein paar Tagen und lässt es sich gut gehen:
Zunächst dachte ich, diese Flasche mit dem Strichcode in Form der Flasche auf der er zu finden ist, beinhaltet irgendein Milchprodukt oder einen hellen Fruchtsaft. Aber, nein, ganz falsch.
In der Flasche ist eine Suppe: Der Weiße Borschtsch (Barszcz bialy) ist eine traditionelle polnische Suppe mit leicht säuerlichem Geschmack, die oft mit saurer Sahne, Mehl und Knoblauch verfeinert wird.
Nachdem ich am Samstag nach Feierabend nach Hause geradelt war, hatte ich mal wieder vergessen, die App abzuschalten, mit der ich meine Fahrten immer logge. Den ganzen Sonntag zu Hause ist nicht nennenswert viel in der Aufzeichnung passiert und am Montag war ich stundenlang im Auto mit meiner Mutter zu den unterschiedlichsten Terminen unterwegs. Dass die Adidias-Running-App noch lief, fiel mir dann erst am Dienstag Morgen auf, als ich wieder zur Firma fahren wollte.
Mit dem Rad wäre das buchstäblich eine sportliche Leistung gewesen. Ich habe die Fahrt dann natürlich in der App gelöscht, um meine schönen Daten nicht zu verfälschen, aber natürlich nicht ohne noch einen Screenshot davon zu machen.
In unserer letzten Bestellung bei einem unserer Lieferanten für Naturkostprodukte hatte ich in der E-Mail noch folgenden Satz geschrieben: "Wenn möglich, bitten wir um Lieferung eines Displays Yogi-Tea." Yogi-Tee läuft bei uns immer und die konkreten Sorten waren mir relativ egal.
Dass "ein Display" recht schwammig formuliert ist, wusste ich natürlich. Es gibt viele unterschiedliche Aufsteller in verschiedenen Sortierungen und Größen. Welches genau, war mir egal. Die Produkte verkaufen wir hier auf jeden Fall, daher lag meine Priorität darauf, überhaupt ein Display zu bekommen. Sollte sich der Mitarbeiter doch einen Artikel würfeln.
Am nächsten Tag klingelte hier in der Firma das Telefon, Anhand der Vorwahl erkannte ich bereits, wer da anrief. Statt wie gewohnt meldete ich mich einfach mich: "Ach, schickt einfach irgendein Yogi-Display, passt schon."
Den Gesichtsausdruck am anderen Ende der Leitung hätte ich zu gerne gesehen, denn genau deshalb hatte er angerufen. Wir konnten uns dann aber konkret auf einen bestimmten Pappaufsteller einigen.
Diese Textvorlage habe ich meinen Nachbarn zukommen lassen, die sie mir unterschrieben und gestempelt (und natürlich um ihre richtigen Kontaktdaten ergänzt) zukommen lassen werden. Das Schreiben kommt dann in unseren Datenschutz-Ordner zum Kameraprotokoll für die Kamera auf dem Hof und dann sollte auch das sauber erledigt sein.
Hiermit erkläre ich,
[Kontaktdaten / Anschrift Moschee]
mich damit einverstanden, dass durch die auf dem Grundstück
EDEKA-Markt Björn Harste,
Neustädter Frischmarkt e. K.
Gastfeldstr. 29-33
28201 Bremen
Standort: Innenhof / Zufahrt Kantstraße 98
betriebene Videoüberwachungsanlage im Außenbereich auch Teile meines Grundstücks erfasst werden.
Ich wurde darüber informiert,
· dass die Videoüberwachung ausschließlich zu Zwecken der Objektsicherung erfolgt,
· dass die Aufnahmen nicht unbefugt an Dritte weitergegeben werden und
· dass die Verarbeitung der Daten im Einklang mit den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen (insbesondere DSGVO und BDSG) erfolgt.
Mir ist bekannt, dass ich dieses Einverständnis jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann.
Wenn das so nicht ausreicht, dann weiß ich auch nicht.
Während seines Einkaufs konnte sich ein Mann zwischendurch zunächst nicht entscheiden, ob er eine oder zwei Flaschen Alkohol benötigt. Er nahm zwar erst zwei Flaschen aus dem Regal, stelle eine jedoch wieder zurück.
Die in der Tasche verbliebene fand letztendlich nicht den Weg mit den Waren aus dem Einkaufskorb auf das Kassenband – und wurde dem angehenden Ladendieb schließ durch die angebrachte Warensicherung (aka "Flaschenzippel") zum Verhängnis.
Der Mann versuchte zwar, sich herauszureden, war dabei aber friedlich. Schließlich folgten die obligatorische Anzeige und der Hinweis, dass er ab sofort eine neue Einkaufsstätte aufsuchen muss.
Den 100% klimaneutralen Supermarkt hatte Gregor mir eines Tages geschickt. Ganz abwegig ist das wohl nicht. Wer nicht gerade auf einem Bio-Bauernhof mit entsprechender Infrastruktur (Verwendung nur regenerativer Energie) kauft, is(s)t wohl niemals 100% klimaneutral …