Ein Kunde suchte Milchzucker eines bestimmten Herstellers. Genau den haben wir nicht, aber Milchzucker ist Milchzucker und problemlos ersetzbar. Es folgte das unschlagbare Argument: "Dafür reicht jetzt mein Geld aber nicht, ich komme dann später wieder."
Kam er natürlich nicht. Kommen sie in dieser Situation aber komischerweise auch generell nie. Aber immer wieder die Ausrede mit dem Geld. Tztz...
Anruf einer Unternehmensberatung aus Weiterweg: Man möchte mir einen kostenlosen Beratungstermin anbieten und hätte mir da den sechsten Januar um neun Uhr anzubieten. Ich lehnte freundlich ab, da ich auch bei solchen Anrufen immer versuche, irgendwie freundlich zu bleiben.
Die Frau am Telefon "erklärte" und leierte das komplette Programm ihrer Bullshit-Bingo-Buzzwords herunter. Und dass mich das neunzigminütige Beratungsgespräch nichts kosten würde...
Ich sagte erneut, dass ich kein Interesse habe.
Statt aufzuhören, redete die Frau weiter auf mich ein, worauf ich sie unterbrach und ihr ein lautes "Nein! Ich habe kein Interesse!" entgegenschmetterte. DAS verstand sie und legte sofort auf.
Kaum zu glauben: Hier in Bremen liegt mittlerweile seit fast zwei Wochen Schnee. (Ich erinnere nur an die Wikipedia: "Im Durchschnitt liegt in Bremen an weniger als fünf Tagen im Jahr Schnee.")
Nun haben wir in den letzten Tagen alle Kunden auf Dienstag vertröstet, denn zu heute hatten wir reichlich Streumaterial, vor allem auch einen kompletten Rollbehälter mit Split, bestellt. Tzja...
Am Jahresanfang haben viele mit großen Rechnungen zu kämpfen.
Ich auch. Wenngleich in diesem Fall vor allem nur deswegen, weil ich die pdf-Datei einer Rechnung für Rollenpapiere aus dem HP-Store versehentlich an meinen Plotter gesendet habe. Mal gucken, ob mich die Angestellte meines Steuerberaters dafür lyncht, dass ich ihr das überdimensionale Blatt mit meinen üblichen Buchhaltungsunterlagen mitgeliefert habe.
Sie haben mal gesagt, dass alles billiger wird, wenn Sie zur "E" gehören. Davon merke ich nichts. beklagte sich ein Stammkunde vor einiger Zeit.
Ja und nein und ja und nein.
Ich habe sicherlich nie behauptet, dass das komplette Sortiment schlagartig spürbar im Preis gesenkt werden würde.
Allerdings: Wenn ich hier seit dem Ende der SPAR Preise anpasse, dann tatsächlich meistens mit einem teilweise deutlichen Trend nach unten. Würde man als Kunde natürlich nur dann merken, wenn man jeden Artikel aus dem Sortiment regelmäßig kauft.
Gerade noch ein Foto in meinem Handy gefunden, dass ich im Flughafen in Frankfurt geknipst hatte. Dort gibt es offenbar auch ein Tropfwasserproblem, aber dort hängt die "Profilösung" für solche Fälle: Eine dicke Plane mit eingepressten Ösen und einem zentral gelegenen, eingeschweißten Ablauf mit Schlauchanschluss.
Hallo! Mein Sohn hat eben eine Pizza bei Ihnen gekauft und die ist total verschimmelt.
Freundliche Antwort meiner Mitarbeiterin:
Oh, das ist natürlich nicht gut. Bringen sie doch doch bitte wieder vorbei, wenn möglich mit Kassenbon. Wir werden die dann natürlich umtauschen.
Antwort (Wer hätte es gedacht...):
Ich werde die Pizza nicht mitbringen. Ich werde auch nicht vorbeikommen. Das werde ich unverzüglich beim Gesundheitsamt anzeigen, dann werden Sie ja sehen, was Sie davon haben.
Klar, Schimmel auf einer Tiefkühlpizza... Langsam weiß ich nicht mehr, ob ich bei solchen Sachen lachen oder doch lieber weinen soll. Und was haben die Leute eigentlich alle mit dem Gesundheitsamt? Die Pizza leidet doch nicht an einer ansteckenden Tropenkrankheit.
Eine Frau war mit ihren etwa fünfjährigen Söhnen im Laden. Um was es bei den beiden Zwergen genau ging, habe ich nicht mitbekommen. Aber der größere von beiden versuchte irgendwie, den kleinen herauszufordern: "Los, hau mich doch wenn du dich traust. Feigling, Feigling..."
*BANG!!!*
Damit hatte der mutige Herausforderer dann wohl doch nicht gerechnet und suchte erstmal, wie ein Schlosshund weinend, Trost bei seiner Mutter.
In 2010 werden sicherlich einige interessante Dinge passieren, vor allem habe ich mein zehnjähriges Firmenjubiläum. Bis dahin ist viel zu tun, denn geschätze drei Millionen Kunden haben hier im Laden ihre Spuren hinterlassen. Es muss viel renoviert werden, denn wie schon einige hier in den Kommentaren geäußert haben: Beschädigungen und Schmutz sind allgegenwärtig. Mir ist das Problem ja zum Glück selber bekannt und wenn in zwei Wochen die Inventuren durch sind, werde ich mit Hochdruck an die Renovierungen gehen.
Vielleicht hat ja der eine oder andere schon eine schöne Idee für das Jubiläum, das unglücklicherweise genau auf einen Sonntag fällt.
Wie jedes Jahr haben wir auch diesmal wieder Weihnachtsgeflügel aus ökologischer Erzeugung angeboten. Die Ware ist mit teilweise mehreren zehn Euro pro Kilo nicht ganz billig und daher lasse ich mir immer eine Anzahlung geben, bevor ich bestelle.
Immer? Nein, nicht immer. Der Kunde wirkte sehr seriös und weil ich gerade nicht viel Zeit hatte, als er bestellen wollte, habe ich seine Ententeile eben so ohne Anzahlung bestellt.
Nachdem wir aus den Staaten wieder zurück waren, haben wir im Kühlhaus die – natürlich seit inzwischen drei Tagen abgelaufenen – Fleischstücke gefunden. Im Wert von knapp 20 Euro.
(Weil ich ein großes Problem damit habe, Fleisch wegzuwerfen, haben wir die Filets natürlich sofort eingefroren und heute abend gibt es die zu Hause in Würfelform zum Fondue. Aber so war das ja eigentlich auch nicht gedacht gewesen...)
Eine Kundin reklamierte ihren Kassenbon. Es wären rund 35 Euro berechnet worden, aber wenn man die einzelnen Posten auf dem Bon zusammenrechnet, kommt man nur auf etwa 30 Euro. Das kann doch gar nicht..? Konnte es auch nicht. Eine Zeile war irgendwie doppelt gedruckt worden, vermutlich hatte sich das Papier im Drucker verklemmt.
Ganz offensichtlich waren der Stammkundin vier Flaschen einer Spirituose berechnet worden, sie sagte aber, dass sie nur drei gekauft hatte. So ein dummer Zufall: Erst eine Flasche zu viel über den Scanner gezogen, was im Silvesterchaos passieren kann, und dann noch einen verklemmten Bon, so dass die beiden Zeilen übereinander gedruckt wurden. Ich glaubte der Kundin, zahlte ihr den vermeintlich zu viel bezahlten Betrag aus, entschuldigte mich und wünschte noch einen guten Rutsch.
Etwas später überkam mich ein komisches Gefühl und ich sah mir die Videoaufzeichnung an. Vier Flaschen hatte sie gekauft. Vier. Nicht drei. Ob das nun Absicht oder ein Versehen war, weiß ich nicht, aber ich denke, dass ich das Geld wiederbekommen werde. Nächstes Jahr.