Heute ist es
genau zwei Wochen her, dass der Handwerker hier war und sich meinen Markt angesehen und die notwendigen Maße für die Rasterdecke ermittelt hat.
Wie lange dauert es denn wohl in etwa, so ein Angebot zu berechnen? Dass viele Handwerker es oftmals nicht nötig oder sogar keine Lust haben, sich mit Klein(st)aufträgen bis 250 Euro "abzugeben", ist mir mittlerweile auch klargeworden. Aber bei der Decke hätte ich es sich um einen Auftrag in Höhe von mehreren bis vielleicht sogar über 10.000 Euro gehandelt.
Ich hätte mal doch einfach sämtliche Trockenbauer aus dem Branchenbuch herbestellen sollen. Dann hätte ich jetzt vielleicht wenigstens schon zwei Angebote, die ich miteinander vergleichen könnte.
Die Milka 300g-Großtafeln kennen wahrscheinlich die meisten. In letzter Zeit sind ein paar neue Sorten hinzugekommen, "White & Rice", "Choco & Rice" und "Choc'n Choc". Diese Tafeln sind zwar genauso groß wie die 300g-Tafeln, wiegen aber nur 200 Gramm. Gut, bei den mit Puffreis gefüllten Sorten kann man das verstehen, bei der "Choc'n Choc" mit Keksstücken meinetwegen auch noch – aber warum sind die Tafeln dann nicht wenigstens auch deutlich günstiger als die herkömmlichen 300g-Sorten? Gerade Puffreis ist ja nicht unbedingt die teuerste Zutat.
Ich will jetzt nicht die große "Mogelpackung"-Keule auspacken, aber kritisch sehe ich diese Produkte schon.
Ich führte eben ein längeres Telefongespräch mit einer guten Bekannten. Plötzlich klopfte es im bei uns in der Telefonleitung an. Normalerweise würge ich die meistens nicht so wichtigen privaten Gespräche dafür ab, denn der neue Anrufer könnte ja z.B. ein Kunde sein oder ein Lieferant, der eine Bestellung entgegennehmen möchte.
Diesmal blieb ich stur, da ich einfach nur in Ruhe telefonieren wollte. Wer auch immer da anrief – wenn es wichtig ist, wird er oder sie sich schon wieder melden. (Nanu, so kenne ich mich ja gar nicht..?)
Etwas später erfuhr ich, dass eine meiner Mitarbeiterinnen die beiden Anrufe entgegengenommen hatte.
Zu meiner Freude waren die beide Anrufe für mich weder wichtig noch auch nur annähernd interessant:
Nummer eins wollte uns mit vielen Bullshit-Buzzwords die Erstellung eines Internetauftritts anbieten.
Nummer zwei war ein Typ, der meine Telefonnummer angeblich von der Zentrale bekommen hatte – zusammen mit der Information, dass wir hier einen Ladendetektiv suchen würden und dass er sich deswegen unbedingt hier vorstellen soll. Keine Ahnung, was der für einen Auftrag hatte. Verflix nochmal, wer ist bloß bei der Bundesbehörde für Arbeit auf die glorreiche Idee gekommen, jedem schwer vermittelbaren Arbeitslosen den
"§34A"-Schein aufzudrücken?!?
Falls es den einen oder anderen mitlesenden Kunden interessiert:
Seit heute haben wir endlich/schon wieder Maibock vorrätig.
Ein Kunde kaufte einen "Flachmann", eine kleine Flasche Korn, und steckte sie noch während des Bezahlvorgangs in seine innere Jackentasche.
Nachdem alles erledigt war, drehte er sich um und machte Anstalten, zu gehen – und stand nach einigen Sekunden wieder an der Kasse. Die Kundin hinter ihm hätte die Flasche eingesteckt, behauptete er. Damit ging er wieder zum Regal mit den kleinen Flaschen, nahm sich wie selbstverständlich eine neue und wollte mit dieser gehen. Immerhin würde sie ihm zustehen und dass eine andere Kundin "seine" Flasche eingesteckt hätte, könne ja nicht sein Problem.
Nach kurzer, heftiger Diskussion fand sich dann die erste Flasche doch wieder bei ihm an. Und wir fragen uns? Betrugsversuch oder völlig verpeilt..?
Hallo Björn!
Ich bin ein Freund von Getränken aus Dosen, schon alleine deswegen, weil es einige davon gibt, die ich sehr gerne mag, nur haben wir nun 2010 und ich muß diese wieder abgeben, um die 25 Cent wiederzubekommen, die ich beim Einkauf bezahlt habe.
Nun ist es so, daß immer ein kleiner Rest in der Dose übrig bleibt. Das kann Cola sein, Bier oder auch Red Bull. Da ich einigermaßen faul bin und die leeren Behälter mit Widerwillen abgebe, sammeln die sich bei mir, bis ich endlich mal den Entschluß fasse, doch mal zu Deinem Mitbeweber zu laufen und das Leergut abzugeben.
Da es, da wollte uns die Physik wohl leider einen Streich spielen, nun so ist, daß Dosen, die ich in die Tüte packe, auch einmal umfallen (was eher die Regel ist als die Ausnahme), habe ich auf dem Weg zu Deinem Mitbewerber die ganze Siffe in der Tüte. Das ist nicht angenehm, aber man kann sich ja Einweghandschuhe anziehen.
Was mir viel mehr Probleme bereitet: Legt man eine Dose, die außen "naß" ist, in den Leergutautomaten, versucht dieser (wenn ich mich recht erinnere, ist der auch von Trautwein) vergeblich, die Dose vertikal, also um ihre eigene Achse, zu drehen, um den Barcode oder das Pfandlogo oder was auch immeer da geprüft wird, zu scannen. Dieses Gummidings, das die Dose drehen soll, damit der Wasauchimmerleser das Wasauchimmererlesensoll erkennen soll, rutscht einfach ab.
Nun wische ich immer mit einem Taschentuch im Leergutautomaten rum, um die Walze zu trocknen, die meine leere Dose drehen soll, aber das ist eben nervig. Daher suche ich eine Lösung, um das weniger zeitaufwendig für mich und weniger nervig für die Mitarbeiter Deines Mitbeweberbers und die hinter mir wartenden Kunden zu machen.
Gibt es da vielleicht eine kanonische Lösung, die man z. B. Flaschensammlern empfiehlt? Oder gehen die nur in Geschäfte, die mehr als einen Automaten haben, damit man andere wartende Kunden nicht "blockiert"? Oder wie löst ihr das, wenn ein Kunde eine "feuchte" Dose hat (was ja, wie oben beschrieben, vermutlich so ungewöhnlich nicht ist) und der Automat sich einfach beim Scannen verheddert?
Mir kam zwischenzeitlich die Idee, einfach jeder leeren Dose ein wenig Gipspulver zuzugeben, ein wenig zu schütteln und dann ist gut.
Wenn ich die Dose nach ein paar Tagen abgebe, ist der Gips erhärtet und nichts kann mehr raustropfen. Für den Leergutautomaten sollte das auch kein Problem sein, da Gips ja recht weich ist und der "Cruncher" das locker mit zerdrücken sollte.
Es bleibt nur das Problem des Recyclings, Gips im Alu einer frisch gekauften Coladose macht sich freilich eher ungut. Ich denke mal, daß vor dem Schmelzvorgang beim Recycling eh alles kleingehackt und das vor dem Einschmelzen maschinell sortiert wird, sodaß mein bißchen Gips da auch nichts ausmachen sollte; es gibt ja sicher noch viel mehr Unrat in Blechdosen, der in die Recyclinganlage kommt.
Ich bin auf bessere Ideen, bzw. aus welche aus der Praxis gespannt! (Ich hoffe ja nicht, daß ich der Einzige mit diesem Problem bin
.
Die Idee mit dem Gips finde ich etwas sehr arg konstruiert. Ich glaube gar nicht mal, dass die Leergutautomaten so sehr darunter leiden würden oder dass der Gips in der Metallschmelze problematisch ist (fällt ja als Schlacke ab) – aber wäre das rumgefrickel mit dem Kalkpulver nicht zu umständlich? Aus dem staubigen Sack durch die kleine Dosenöffnung frickeln, evtl. Kalkstaub überall? Also für mich wäre das nichts...
Ansonsten kann ich dazu aber einen altbewährten Praxistipp liefern: Küchentücher in Viertel schneiden und jede Dose nach dem Austrinken mit so einem kleinen Stück zerknülltes Küchenpapier verstopfen. Geht schnell, staubt nicht und hält dicht.
Nun aber: Inzwischen haben auch wir hier die Ostersüßenwaren geliefert bekommen. Auf dem Bild seht ihr ein paar ausgepackte Aufsteller, aber das muss ja noch alles ordentlich untergebracht und mit Schildern versehen werden.
Und, ja: Über 300 Packungen "Milka Löffel-Eier". Die laufen zwar hier sehr gut und waren deshalb in der Vergangenheit bei kleineren Bestellmengen immer sehr schnell ausverkauft – aber trotzdem hoffe ich immer noch, dass dieser große Aufsteller, den wir diesmal todesmutig bestellt haben,
kein Fehler war.
Noch mehr Picas-Altlasten, die wir hier im Laden verscherbeln. Nachdem das ganze Futter inzwischen verkauft oder an das Tierheim verschenkt wurde, haben wir noch massenhaft Non-Food-Artikel. Aber auch damit geht es jetzt in die Offensive: Ab sofort gibt es hier im Laden immer wieder Näpfe, Decken, Halsbänder, Leinen, Aquariendekoration, Terrarienausstatung, Nagerspielzeug und was es sonst noch so gibt zu Supersonderpreisen.
Nur hier im Laden, nicht online.
Ich beobachtete zufällig, wie eine ältere Kundin ein leeres Jogurt-Pfandglas falsch herum in den Leergutautomaten steckte und es schließlich in den Müll war, nachdem die Maschine die Annahme verweigerte.
"Oh, das würde ich jetzt aber nicht wegwerfen." sagte ich zur ihr. "Da sind immerhin 15 Cent Pfand drauf. Sie müssen das Glas nur mit dem Boden voran in den Automaten legen."
Die Frau fiel aus allen Wolken: "Da ist Pfand drauf? Ich habe die immer weggeworfen. Das hier hatte ich nur versehentlich mit in die Tasche zu meinen Seltersflaschen gestellt."
So kann's gehen, wenn man nach sich selber googelt.
Immer und immer wieder können wir hier beobachten, wie Kunden versuchen, den Inhalt kompletter Taschen voller leerer Verpackungen im Leergutautomaten zu versenken. Außer bepfandeten Getränkeverpackungen befinden sich regelmäßig auch Einweg-Saftflaschen, importierte Flaschen und Dosen und auch Konservengläser darunter.
Wenn ich sowas sehe, flammt in mir immer wieder ein und die selbe Überlegung auf: Hoffen die Leute einfach nur, dass der Leergutautomat die wertlosen Sachen irgendwie versilbert – oder sind tatsächlich so viele Leute mit den Pfandregelungen und der Unterscheidung zwischen bepfandeten und unbepfandeten Verpackungen überfordert?
Vor ein paar Mnaten wurde ein neuer Artikel bei uns gelistet: Vanillepudding, Schokopudding und rote Grütze, jeweils in einer 1kg-Packung. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartete und so habe ich einfachmal jeweils eine Einheit bestellt.
Naja: Instantpulver. Jeweils ein Kilogramm. Nachdem wir wochenlang nicht eine Packung verkauft haben, nahm ich die Produkte mal in mein Wochenangebot auf. Verkauf: Null.
Seit dem ist das bei mir ein Dauerangebot. Verkauf in den letzten Wochen: Null.
Aber so ist das: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und wer sich nicht an neue oder ungewöhnliche Produkte herantraut, wird nie erfahren, was er verpasst.
Dem Puddingpulver verpasse ich demnächst auch was, nämlich rote Sonderpreisetiketten. Langsam kann das Zeugs nämlich nicht mehr sehen.
Diese oder ähnliche Situationen finden immer wieder statt: Einer meiner Mitarbeiter kommt zu mir ins Büro und teilt mir mit, dass mich ein Kunde oder eine Kundin sprechen möchte. Meine normale Reaktion: Ich bitte darum, zu fragen, um was es denn gehen würde.
Wenn ich die Antwort bekomme, gibt es normalerweise drei Möglichkeiten: Entweder kann ich meinem Mitabeiter sagen, wie er dem Kunden helfen kann oder ich kümmere ich selber darum, was z.B. bei schwereren Reklamationen der Fall sein kann.
Die dritte Option besteht darin, dass der Kunde ausdrücklich nur mir persönlich sagen möchte, was er will. Auch auf erneute Nachfrage bleibt es dabei.
Macht aber normalerweise nichts, wenn ich in solchen Situationen stur im Büro bleibe. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Kunden, die mich ausdrücklich persönlich sprechen wollen und sich weigern, das Anliegen einem meiner Mitarbeiter zu schildern, lediglich auf Kredit kaufen wollen. Und den gibt es hier sowieso nicht.
Willi hat eine Frage:
Ich geh' seit zweieinhalb Jahren containern, seit über zwei Jahren sogar ausschließlich. Nun komm' ich seit 'ner Weile regelmäßig an 'nem ehemaligen Plus, jetzigen Netto vorbei und die stellen jede Nacht das nicht verkaufte Brot in einigen der leeren Lochkästen zur Abholung durch den Brotlieferanten bereit. Meistens liegt in einem der Kästen auch ein ausgefüllter Schein mit der Anzahl der einzelnen Restbrote und -brötchen, denn der Laden bekommt ja vom Hersteller nichtverkauftes vergütet. Meine Frage dazu lautet nun: Kannst du dir vorstellen - oder weißt du's gar - ob beim Hersteller irgendjemand das im Detail nachzählt oder das auch nur möglich ist? Der Fahrer wird ja kaum nachts bei jedem Laden die Einzelteile nachzählen, bevor er Rest- und Leergut einlädt, sondern höchstens den Zettel runternehmen und bei der Rückkehr gesammelt abgeben. Und wenn die Kästen mal im Wagen sind interessiert's wahrscheinlich sowieso niemanden mehr und die Restware wird ja allerhöchstens noch als Schweinefutter benutzt.
Ich weiß nicht, welche Bäckerei dort vor Ort liefert. Tatsächlich ist es aber so, dass viele (Groß-)Bäckereien das Altbrot an Bauern als Schweinefutter abgeben. In welcher Höhe oder ob überhaupt dabei Geld fließt, kann ich nicht sagen. Wenn von der alten Ware einige Teile verschwinden, dürfte sich der wirtschaftliche Schaden für die beteiligten Unternehmen in sehr überschaubaren Grenzen halten.
Was nicht heißen soll, dass ich dieses Verhalten befürworte. Und außerdem: Diebstahl bleibt Diebstahl. Darüber gibt es nichts zu diskutieren und dessen sollte sich Willi (bzw. auch jeder andere, der sich so verhält) bewusst sein.