Sieht doch nett aus, oder? Da natürlich am Wochenende kein neues Annahmewerk und auch kein Techniker für den Leergutautomaten zu bekommen ist, haben wir mal wieder selber Hand angelegt. Ausbauen, auseinanderbauen, Transportband wieder neu auf die Rollen fädeln und spannen, alles wieder zusammenschrauben und hoffen, dass es zumindest bis zum Folgetag funktioniert…
Jonathan hat mir auch ein paar SPAR-Markt-Fotos zugemailt. Dazu schrieb er:
Salü Björn,
nun lese ich deinen Blog schon etwas länger und lese immer intressiert deine Beiträge. Was ich sehr nett finde ist deine Sammlung an exotischen Flaschen. Was ich auch sehr toll finde ist die Sammlung der Bilder der Sparmärkte in aller Welt. Dafür könnte ich dir nun 2-4 Bilder zukommen lassen die ich von 2 Sparmärkten in Saintes-Maries-de-la-Mer in der Camargue gemacht hab. Als ich diese beiden Märkten entdeckt hatte dachte ich gleich an dich und hab dann auch Fotos gemacht. Ich würde dir jetzt einfach mal die Bilder per Anhang
mitschicken.
Vielen Dank natürlich auch für diese Bilder, die –hüstl– auch schon seit ein paar Jahren in einem toten Mailverzeichnis gelagert haben.
Vorhin wurden übrigens noch diese Kartons mit schokoladigem Inhalt hier abgeliefert. Für alle Neugierigen: Es sind (vermutlich) die Adventskalender von einer gewissen Schokoladenmanufaktur aus Österreich. Leider gibt es nur noch den "Cube". Ich fand die grüne "Tannenbaum"-Pyramide viel schöner, aber die wird leider nicht mehr produziert.
Morgen mehr und am Wochenende werden sie dann auch ihren Platz im Onlineshop finden.
Von Milka gibt es derzeit (und ich glaube, die ist nur als limitierte Version vorgesehen) eine Schokoladensorte mit Oreo-Keksstückchen
Wir haben sie im Sortiment, zwischendurch war sie aber ausverkauft. Eine Kundin erkundigte sich bei mir, wann wir denn die "Milka mit Oregano" wiederbekommen würden. Ich war irritiert:
"Mit Oregano?!?"
"Na, diese Kekse."
"Ach… Oreo?"
"Äh, ja, genau."
Schokolade mit Oregano? Ich übergebe an Zotter. Für sowas ist der Sepp doch traditionsgemäß zuständig.
Mein kleiner Markt ist derzeit nur unter erschwerten Bedingungen zu erreichen. Die Fassade zur Münchener Straße wurde inzwischen aufgrund der notwendigen Arbeiten komplett eingerüstet. Aus Sicherheitsgründen können die Kunden aber nicht gerade zur Tür hineingehen, sondern werden von der Seite unter dem Gerüst entlanggeführt. Die Warenannahme gestaltet sich ebenfalls entsprechend aufwändig. Mal abwarten, wie lange das jetzt dauern wird…
Ein Mann mittleren Alters sprach mich im Laden an. Ziemlich direkt kam er auch gleich zur Sache:
Ich möchte Ihnen ein Angebot machen, mit dem Sie viel Geld sparen können.
Was heißt denn "viel Geld?"
Ich habe Ihnen da mal ein Angebot gemacht.
Dabei drückte er mir einen Briefumschlag in die Hand. Ich öffnete ihn, nahm das Anschreiben heraus und sah etliche Zahlenkolonnen.
Das sind natürlich keine 100%ig genauen Zahlen. Ich habe das einfach mal anhand Ihrer Ladengröße und Öffnungszeiten hochgerechnet.
Aha. Da steht, dass ich hier monatlich etwa 400 Euro an Stromkosten sparen kann. Aber wie das funktionieren soll, steht da gar nicht.
Richtig. Das ist natürlich ein Betriebsgeheimnis. Aber Sie werden sehen, das funktioniert. Wir können den Auftrag gleich fertigmachen.
Wie, "Betriebsgeheimnis"? Und was wollen Sie hier nun bei mir im Laden wundersames machen, dass ich hier so viel Strom sparen können soll?
Kann ich Ihnen leider nicht sagen. Die Konkurrenz… Sie wissen schon.
Soll das ein Scherz sein? Sie kommen hier herein und erzählen mir irgendwelche wundersamen Dinge, aber nicht, wie das gehen soll und erwarten, dass ich irgendeinen Auftrag unterschreibe? Wir sind hier doch nicht im Kindergarten. Was für ein Blödsinn, da können Sie gleich gehen. Schönen Tag noch!!!
LEDs. Ich würde ihre bisherigen Leuchtstoffröhren gegen LED-Röhren austauschen. Die Stromersparnis…
…kauft man mit sehr hohen Anschaffungskosten und einer derzeit sehr mangelhaften Ausleuchtung aufgrund des geringen Abstrahlwinkels. Außerdem sieht's scheiße aus, wenn in den Röhren einzelne LEDs ausfallen. Dann hat man nämlich überall so kleine schwarze Löcher in den Lichtbändern.
Er wollte noch protestieren, aber erfolglos. Ich hätte die LED-Röhren auf keinen Fall hier installiert. Aber wer ein Verkaufsgespräch auf einer dermaßen albernen Basis führen möchte, hat doch von vornherein verloren…
Vor ein paar Monaten hat uns ein kleinerer Hersteller für vegetarische Spezialitäten kontaktiert und sein Sortiment angeboten. Nach kurzer Verkostung hier vor Ort stand fest: Wir wollen die Ware haben. Zumindest eine Chance wollen wir den Produkten geben.
Die erste Lieferung kam, wurde verkauft – und seit dem vertrösten wir die Kunden. Vor ein paar Wochen hieß es, wir bekommen neue Ware. Gesehen haben wir seit dem niemanden mehr von der Firma und weil uns das inzwischen zu blöde wird (und unsere Kunden sich veräppelt fühlen), ist die Chance jetzt vertan.
Eine Kundin hatte zwei hochwertige Bio-Chorizo-Salami am Stück in ihren Einkaufswagen gelegt und beschwerte sich an der Kasse lautstark über den Preis: "SO TEUER? Das ist ja schon fast eine Frechheit. Zumal das nirgends steht!"
Ganz behutsam wies meine Mitarbeiterin die Frau auf die leuchtend gelben und (wie wir alle finden) deutlich sichtbaren Preisaufkleber hin, die mitten auf den Etiketten der Würste prangten. Und, mal ganz ehrlich, 5,99€ ist für die Ökoland-Chorizo auf jeden Fall nicht zu teuer.
In meinem neuen Onlineshopsystem kann man nicht nur als Gast bestellen, sondern man wird auch nicht genötigt, seine Telefonnummer, seine Mailadresse oder sein Geburtsdatum anzugeben. Diese Daten sind für den Bestellvorgang faktisch nicht notwendig. Vorsichtshalber weisen wir im Text darauf hin, dass es durchaus sinnvoll sein könnte, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer anzugeben. Rückfragen können nunmal immer vorkommen und sowas per Briefpost zu klären ist doch irgendwie umständlich.
Nun ist so ein Fall eingetreten. Aufgrund der Planungen für die Halloween-Veranstaltung hier im Laden ist mir der Versand durchgerutscht. Allerdings gebe ich dem Kunden als Trost noch Ware im Wert von zehn Euro extra mit, da der Verkaufspreis im Shop zu hoch eingestellt war. Das hätte ich ihm gerne mitgeteilt, aber nun wird er sich überraschen lassen müssen.
Aber vielleicht ist Torsten B. aus F. ja auch Blogleser und ist nun auf diese Weise "passiv" kontaktiert worden. Die Chance ist ja doch recht groß.
Dieser Beitrag war heute im Bremer Anzeiger zu lesen. Die Titelseite gefällt mir. Die Kettensäge hätte ich am Montag Abend auch gut gebrauchen können. BLUUUUUT!
Formuliert habe ich sie schon. Der Frust hat mich getrieben. Aber irgendwie sagte mir meine kleine innere Stimme, dass ich sie lieber nicht absenden sollte. Vielleicht ergibt sich ja doch noch eine Chance für den Kauf, die ich mir auf diese Weise verbauen würde.
Sehr geehrter Herr Xyz.,
ich fürchte, Ihr Anrufbeantworter ist defekt. Dort habe ich nämlich gestern Abend eine Nachricht hinterlassen und um Rückruf gebeten.
Oder landet eine lachs lax formulierte Anfrage nach einer Immobilie bei Maklern grundsätzlich im Orkus? Wann wird man ernstgenommen? Wenn man einen Maßanzug trägt, mit einer S-Klasse (nicht vor BJ2010) vorfährt und das Bargeld für den Kauf im Koffer mitführt? Vorzugsweise in kleinen Scheinen, nicht markiert und ohne fortlaufende Seriennummer?
Bitte entschuldigen Sie meine Polemik. Seit inzwischen vier Jahren bin ich aktiv auf der Suche nach einer Gewerbeimmobilie, die zu mir passt. Exposees werden nicht verschickt, Anfragen nicht beantwortet. Rückrufe bleiben aus, E-Mails unbeantwortet. Geht's der Branche so gut, dass man auf Kunden hofft, die aktiv die Makler zu einem Verkauf der angebotenen Objekte drängen? Ich verstehe es nicht. Sollte ich jemals selber eine Immobilie verkaufen wollen, werde ich das privat organisieren, dem potentiellen Käufer nicht die Courtage aufbürden und wahrscheinlich in einem Bruchteil der Zeit verkaufen können.
Hmm… Doch, einem Makler schicke ich sie. Dem mit dem Grundstück, von dem ich trotz mehrfacher Kontaktversuche ebenfalls nie wieder etwas gehört habe.