Mit einem Mitarbeiter über die Eiszapfen gechattet. Es ging dabei auch um die zu erwartenden Kommentare. Hier ein kleiner Auszug aus dem Chatprotokoll:
1. Kommentar: Erster!
2. Kommentar: Wieso brennt die Lampe bei Tag? Was ist denn mit dem Klimawandel, Herr Harste? Denkt denn keiner an die Kinder?
3. Kommentar: Warum ist da nicht geräumt? Da könnte jemand stürzen.
4. Kommentar. Wie gammelig das aussieht. Wie wär's mal mit streichen.
5. Kommentar: Glasbausteine, wie hässlich.
6. Kommentar: Was ist eigentlich aus der 10000-Euro-Sache geworden?
7. Kommentar: Das Eis wollte nur ins Blog.
Jetzt werden sogar die Kommentatoren arbeitslos.
Wer hier raucht, setzt sich gleich mehreren Gefahren aus. Am besten nur an die geteerte Lunge denken und nicht nach oben gucken.
Kollegin: Wo ist denn der Mopp?
Kollege: Steht draußen mit Fackeln und Mitstgabeln bewaffnet vor der Ladentür.
Kollegin:
Alle Anwesenden lagen auf dem Boden vor Lachen.
Auf
Wunsch Befehl Anordnung der neuen für uns zuständigen Tante der Lebensmittelüberwachung habe ich nun in den Toiletten Spender für Einweghandtücher installiert.
Die Frottee-Handtücher waren meiner Meinung nach nicht schlecht. Immerhin hantieren wir hier in dem Bereich nicht mit offenen Lebensmitteln herum, so dass die "Mehrweg-Handtücher" auf Dauer die günstigere Lösung waren. Naja, ich tröste mich damit, dass wir die Tücher auf private Kosten zu Hause gewaschen haben und zumindest die ab jetzt benötigten Papierrollen als Firmenausgaben absetzen können.
Gute Idee:
Den Datenbestand im Warenwirtschaftssystem aufzuräumen und dabei alle "nutzlosen" Artikel ohne hinterlegte Artikelnummern oder mit in der Praxis nicht verwendeten Kurznummern (
PLU) konsequent zu löschen.
Schlechter Nebeneffekt:
Wenn man auf diese Weise auch die Warengruppentasten an der Kasse stilllegt, da diese technisch auch nur PLU-Nummern aufrufen. Nummer, die man normalerweise eben nicht benötigt.
Zum Glück konnte ich den Fehler finden und die Artikel neu anlegen. Aber mit sowas rechnet man doch auch nicht.
Eine Kundin stand vor dem Leergutautomaten und verzweifelte allmählich, da das Gerät nicht so wollte, wie sie es sich erhofft hatte. Nun: Sie warf die Flaschen regelrecht in den Annahmeschacht hinein, so dass sie bis über den Stopper rutschten, Dies löste jedes Mal eine Fehlermeldung aus, da die Flaschen dort nicht nur nicht gelesen, sondern auch nicht weitertransportiert werden können.
Ich erklärte und zeigte ihr, wie sie die Flaschen in den Automaten geben sollte: Einfach hineinlegen.
Rumms! Möööp!
Ich erklärte ihr erneut, dass sie die Flaschen einfach nur langsam, bzw. mit normaler Geschwindigkeit, in die Öffnung hineinzulegen und nicht so schwungvoll zu werfen braucht.
Rumms! Möööp!
Legen. Einfach reinlegen!
Rumms! Möööp!
Offenbar war jede Diskussion zwecklos und so ließ ich sie einfach weitermachen und hoffte, dass der Automat ihr Gefluche nicht allzu persönlich nimmt.
Mich haben bis jetzt schon mehrere Leute auf den neuen Blog-Untertitel angesprochen und sich nach der Bedeutung erkundigt.
Ganz pauschal: Der Spruch hat keine tiefere Bedeutung. Ich wollte an der Stelle einfach mal wieder einen neuen Text stehen haben und das war die erstbeste Möglichkeit, die mir eingefallen ist.
Mitte Dezember
verkündeten wir, dass hier bei mir im Markt selbstgebackene Kekse für die Obdachlosen abgegeben werden können, die von der
IFOB betreut werden. Ich hatte angenommen, dass mit Weihnachten auch die Plätzchenbackerei vorbei sein würde. Fehlanzeige: Gestern Abend hat eine Kundin hier viele liebevoll eingepackte Tütchen mit Keksen in ganz vielen verschiedenen Variationen abgeliefert. Auf dem kleinen Foto kann man die Details gar nicht erkennen, aber das muss sehr viel Arbeit gewesen sein.
Anruf eines Mannes. Er wollte wissen, ob wir noch Streusalz oder anderes Streumaterial hätten.
Huahuah.
Ein paar Jugendliche kamen mit der Preisauszeichnung an einer der Tiefkühltruhen nicht zurecht. So wandten sie sich an einen Kollegen, der ihnen half. Nachdem alles geklärt war meinten die Mädchen: "
Wir sind halt doof."
Auf so eine Aussage kann man auf verschiedene Arten reagieren. Mit der Reaktion meines Mitarbeiters hätte wahrscheinlich niemand gerechnet: "
Tja, tut mir richtig Leid für euch." – in todernstem Tonfall.
(Und sie haben's nichtmal bemerkt...)
Ein Kunde suchte Milchzucker eines bestimmten Herstellers. Genau den haben wir nicht, aber Milchzucker ist Milchzucker und problemlos ersetzbar. Es folgte das unschlagbare Argument: "Dafür reicht jetzt mein Geld aber nicht, ich komme dann später wieder."
Kam er natürlich nicht. Kommen sie in dieser Situation aber komischerweise auch generell nie. Aber immer wieder die Ausrede mit dem Geld. Tztz...
Anruf einer Unternehmensberatung aus Weiterweg: Man möchte mir einen kostenlosen Beratungstermin anbieten und hätte mir da den sechsten Januar um neun Uhr anzubieten. Ich lehnte freundlich ab, da ich auch bei solchen Anrufen immer versuche, irgendwie freundlich zu bleiben.
Die Frau am Telefon "erklärte" und leierte das komplette Programm ihrer Bullshit-Bingo-Buzzwords herunter. Und dass mich das neunzigminütige Beratungsgespräch nichts kosten würde...
Ich sagte erneut, dass ich kein Interesse habe.
Statt aufzuhören, redete die Frau weiter auf mich ein, worauf ich sie unterbrach und ihr ein lautes "Nein! Ich habe kein Interesse!" entgegenschmetterte. DAS verstand sie und legte sofort auf.
Kaum zu glauben: Hier in Bremen liegt mittlerweile seit fast zwei Wochen Schnee. (Ich erinnere nur an die
Wikipedia: "Im Durchschnitt liegt in Bremen an weniger als fünf Tagen im Jahr Schnee.")
Nun haben wir in den letzten Tagen alle Kunden auf Dienstag vertröstet, denn zu heute hatten wir reichlich Streumaterial, vor allem auch einen kompletten Rollbehälter mit Split, bestellt. Tzja...
Am Jahresanfang haben viele mit großen Rechnungen zu kämpfen.
Ich auch. Wenngleich in diesem Fall vor allem nur deswegen, weil ich die pdf-Datei einer Rechnung für Rollenpapiere aus dem HP-Store versehentlich an meinen Plotter gesendet habe. Mal gucken, ob mich die Angestellte meines Steuerberaters dafür lyncht, dass ich ihr das überdimensionale Blatt mit meinen üblichen Buchhaltungsunterlagen mitgeliefert habe.