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Fragen zur Warensicherung

Tom (nicht dieser) hat mir folgendes geschrieben:
Du wirst ja öfters mal bestohlen. Manchmal gelingt es dir die Gauner zu fangen und manchmal nicht. Das jemand Deine Wahre stiehlt ist ja ein echtes Problem. Öfters stellst Du die Menschen zur Rede und beteuern wieder und wieder, dass sie nichts gestohlen haben. Am Ende beweist die Sicherheitskamera, dass du im Recht warst. Solch eine Diskussion in dem man beweisen muss, dass dein gegenüber eine Dieb ist kann ja ziemlich heikel sein und durchaus peinlich enden.

Ich wurde mal im Saturn beschuldigt ein Druckerkabel geklaut zu haben. Das geschah vor allen Leuten an der Kasse. Das ich zu unrecht beschuldigt wurde, hat sich erst später in einem Hinterzimmer rausgestellt, nachdem ich meinen Rucksack komplett gelehrt hatte. Dort hatten sie auch das Video. Es sah tatsächlich so aus, als ob ich das Kabel, dass ich ja 5 Minuten vorher in der Hand hatte nicht zurückgelegt hätte. Kurz vor das Kasse habe ich dann wohl in meinem Rucksack gewühlt um meinen Geldbeutel zu finden. Eine Entschuldigung gab es nicht. Da die ganzen anderen Kunden aber gesehen hatten, wie ich beschuldigt wurde, war die Sache für mich eher ziemlich peinlich. Hoffentlich hat mich keiner gekannt.

Aber da Diebstahl ja wirklich ein Problem ist, wie gehst du damit um wenn jemand zu Unrecht von Dir beschuldigt wird? Hast du schon mal aus VersehenUunschuldige verdächtigt? Wie kommt man aus der peinlichen Situation wieder heraus? Gibt es dann nur eine Entschuldigung? Oder sogar einen Gutschein? Ein warmes Essen? Das so etwas passiert, lässt sich ja nicht vermeiden, oder?
Ich fange mal von hinten an, die Fragen zu beantworten: Solche Missverständnisse ließen sich vermeiden, wenn man auf derartige Überwachung gänzlich verzichten würde. Denn wenn man das Geschehen nur aus der Ferne beobachtet, können immer wieder Ereignisse übersehen oder missverstanden werden. Dazu hatte ich hier vor einiger Zeit auf den sehr genialen Kurzfilm "Blind Spot" hingewiesen, der dieses Thema präzise auf den Punkt bringt.
Wenn ich mir hundertprozentig sicher bin, frage ich die Leute gar nicht mehr, sondern fordere sie direkt auf, ins Büro/Lager zu folgen.

Wenn ich mir dagegen nicht ganz sicher bin, sieht die Situation schon anders aus. Da hilft im Zweifel nur ganz freundliches aber direktes Ansprechen, ofmals gepaart mit der Erklärung, warum man dieses oder jenes annimmt. In unklaren Situationen natürlich immer diskret, so dass andere Kunden den Vorfall nicht mitbekommen. Viele tatsächliche Ladendiebe geben dann in dem Moment ihre Tat zu. Falls sich aber die vermeintlich eingesteckte Ware als zum Beispiel ein Taschentuch, Handy, Einkaufszettel oder was auch immer entpuppt, entschuldige ich mich dafür und gut. Niemand wurde schließlich bloßgestellt, lediglich freundlich angesprochen. Da braucht's meiner Meinung nach keine großen Präsente.

Der extremste Fall ist vor knapp einem Jahr passiert: Eine sehr gute Stammkundin, die bevorzugt hochwertige Bio-Produkte kauft, stand in der Getränkeabteilung und hat diverse Waren aus dem Einkaufswagen in ihre Tasche gelegt. Danach hat sie den Deckel der Tasche zugeklappt und die Schnalle geschlossen. Ich hatte das Einpacken zufällig durch die Spiegelscheibe vom Kassenbüro aus beobachtet und traute meinen Augen nicht. An der Kasse packte sie die Waren nicht auf das Förderband und hinterher sprach ich sie an. Ich hatte dabei richtige Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden. Einerseits wollte ich die Kundin nicht vor den Kopf stoßen, andererseits hatte ich gesehen, dass sie etliche Lebensmittel aus dem Einkaufswagen in die Tasche gelegt hatte.
Der Fall ging quasi plusminus Null aus. Ich entschuldigte mich für die Frage/Unterstellung und sie entschuldigte sich für das missverständliche Verhalten. Die Ware war nicht von uns. In der Tasche hatte sie die Sachen allerdings auf ihr mitgebrachtes Leergut gelegt und um das Leergut abgeben zu können, räumte sie die Lebensmittel einfach in den Wagen um. Um wieder Platz für ihren neuen Einkauf zu bekommen, stapelte sie in der Getränkeabteilung alles wieder zurück. Nun, sie kommt auch weiterhin als Kundin. Man kann ja in einem vernünftigen Ton miteinander reden.

Um zu dem Fall von Tom zurückzukehren: Das Verhalten von den Mitarbeitern in dem Planetenladen war unter aller Sau. Da kann man nur leider nichts machen. Drüber ärgern und nach ein paar Wochen das nächste Schnäppchen kaufen. Sparsamkeit kommt vor Ehre. Sonst würde nämlich so mancher Laden nicht mehr existieren. :-|

Sojajogurt

Eine Kundin wollte, dass wir ihr eine ganze Einheit eines speziellen Sojajogurts bestellen, den wir normalerweise nicht im Sortiment haben. Mit knapp drei Euro pro Becher ist der Jogurt nicht gerade günstig und so folgte die obligatorische Frage nach einer Anzahlung.
Die Antwort?
Oh, das muss ich mir dann doch nochmal überlegen. Ich weiß gar nicht, ob ich das überhaupt schaffe, den aufzuessen...
...

Untagged

Die vor gut zwei Wochen testweise eingeführten Artikel-Tags habe ich gerade wieder rausgeworfen. Wenn man die Tags nicht sowieso präzise pflegt, werden sie recht sinnlos. Was nützt es, wenn ich beliebige Stichworte verteile, die unter Umständen nur einmal auftauchen.

Bei zwei von drei Beiträgen habe ich sowieso nicht dran gedacht, die Tags zu setzen... :-)

Adventskalenderanfrage bei Zotter

Ich habe eben mal eine E-Mail an die Firma Zotter geschrieben und nachgefragt, ob es in diesem Jahr auch wieder die "klassischen" Advent(s)kalender mit der grünen "Tannenbaum"-Pyramide gibt. Letztes Jahr gab es ihn ja auch offiziell schon nicht mehr, dennoch wurde aber ein (wenn ich mich richtig erinnere auf 1000 Exemplare) limitiertes Kontingent produziert.

Wenn ich dieses Jahr wieder welche anbiete, dann diese Kalender. Den beklebten Würfel und auch die "Himmelstreppe" finde ich nämlich doof. Oder besteht daran auch ein Interesse?

Wecken!

Also ich finde diese Werbung von der in meinen Markt in Findorff integrierten Bäckerei witzig. :-)


Und hier in den Kommentaren geht bestimmt wieder die Diskusion über "Wecken", "Brötchen", "Semmeln" und wie sie nicht alle heißen los.
Ich lehne mich mal entspannt zurück und...


111,11€

Ein ec-Beleg der mir noch an einer Kassenabrechnung besonders aufgefallen ist. Schnapszahlen haben wir hier ja häufiger mal, vor allem im Bereich unter zehn Euro. An eine mit fünf Ziffern kann ich mich jedenfalls nicht erinnern. :-)


Werwolf und Vampirette

Na, wenn ich gewusst oder geahnt hätte, dass heute schon sämtliche Halloween-Partys stattfinden, hätte ich doch wieder ein "Halloween-Shopping" planen können. Naja, nächstes Jahr wieder.

Witziges Erlebnis am Rande: Ein Werwolf und ein Vampirmädchen standen eben wild knutschend im Laden. Sowas sieht man ja nun auch nicht jeden Tag. ;-)

Was fehlt?

Ein Kunde mittleren Alters stand an der Kasse und hatte eine Flasche Weinbrand vor sich stehen. Nachdem die Flasche gescannt und der zu zahlende Betrag genannt wurde, zog der Mann eine Handvoll Kleingeld aus der Hosentasche. Er rührte kurz mit dem Zeigefinger der anderen Hand die Münzen um und wandt sich dann dem Kunden hinter ihm zu und bettelte ihn um etwas Geld an.

Durch die Verzögerung waren die dahinter wartenden Kunden auch schon etwas genervt und ein weiterer Mann erkundigte sich: "Wieviel Geld fehlt Ihnen denn?"

Antwortete der Weinbrand-Kunde: "Na, die Flasche hier kostet acht Euro. So viel bräuchte ich schon. Oder etwas mehr, dann könnte ich noch Blättchen kaufen."

Er musste dann ohne Weinbrand und Zigarettenpapier gehen.

10-2008

Ein Kunde machte an der Kasse einen ziemlichen Aufstand und schob möglichst lautstark (und passenderweise wie immer in solchen Fällen so, dass möglichst viele Unbeteilige das auch mitbekommen müssen) die Schuld auf uns und verlangte, dass wir ihm als Entgegenkommen den Einkauf zumindest "mal eben so" mitgeben, damit seine Familie etwas zu Essen hat. Er würde die Schuld dann später begleichen. Und wir sollten uns doch nicht so anstellen – ist ja schließlich nicht seine Schuld, dass unsere Scheißtechnik [sic!] nicht funktioniert.

Mein Mitarbeiter ließ ihn (und Dank einer angepassten Lautstärke auch möglichst viele Unbeteilige, die das bisher Geschehene zwangsläufig mitbekommen hatten) wissen, dass die vorliegende ec-Karte bereits im Oktober 2008 abgelaufen war.

Also falls DAS keine Versehen oder Doofheit war: Nette Masche.

10 Euro Pfand

Ein nur wenig Vertrauen erweckender Mann kaufte einige Flaschen Billigbier und benutzte dazu einen unserer roten Einkaufskörbe. Bei meiner Kassiererin erkundigte er sich, ob er den Korb "eben kurz mit um die Ecke" nehmen dürfe. Er würde ihn auch gleich in ein paar Minuten wiederbringen.

Meine Mitarbeiterin schlug vor, dass sie solange die zehn Euro Wechselgeld, die sie ihm gerade aushändigen wollte, als Pfand behält.

Da kaufte er eine Tüte. Und ich denke mir meinen Teil.

Manueller SPAR-Balken

Ein letztes Fundstück aus dem Archiv in Form der Tiefen meiner Festplatte. Diese, ähm, "Fotomontage" ist entstanden noch bevor wir im Mai 2010 2000 den Laden hier eröffnet haben. Einfach mal einen SPAR-Balken auf das Foto gebastelt – für kühne Träume und viele Hoffnungen in die Zukunft hat aber auch dieses dilettantische Bildchen gereicht. :-)

Guckt mal, damals gab es hier sogar noch Parkuhren.


DOS ist ja mal was

Ein DOS-Programm?!? Mein Besucher glotzte ungläubig auf den Bildschirm im Kassenbüro, auf dem gerade die Anzeige unseres Warenwirtschaftssystems zu sehen war.

Oh, ja. Und ich liebe es. Die Software ist sehr einfach und zügig über die Tastatur zu bedienen, alles ist sachlich schlicht und über Systemstabilität braucht man sich keine Gedanken zu machen. Der Rechner läuft hier seit knapp 10 Jahren im Grunde ohne Unterbrechung, von einzelnen kleinen Wartungen (wie z.B. der Einbau einer Backup-Festplatte) mal abgesehen, und es gab niemals nennenswerte Probleme.


Warum einfach....

...wenn's auch schwierig geht.

Eine Frau mittleren Alters bemühte sich sehr, die Ausgangstür von außen zu öffnen. Nun ist es aber so, dass meine Türen einen Griff/Drücker nur jeweils in eine Richtung haben, wie hier zu sehen ist. Die Ausgangstür hat daher außen keinen Griff, was die Kundin jedoch offenbar gar nicht misstrauisch werden ließ. Immer wieder versuchte Sie erfolglos, mit ihren Fingern in den Spalt zwischen Tür und Zarge zu gelangen.
Eine Kollegin bemühte sich zunächst, der Kunden aus der Entfernung zu signalisieren, dass sie die nächste Tür probieren soll. Offenbar hatte die Kundin (mit dem mutmaßlich inzwischen abgebrochenen Fingernägeln) dieses nicht verstanden und bemühte sich weiter, die Tür von außen zu öffnen. Schließlich half ihr meine Mitarbeiterin und drückte die Tür von innen auf: "Wir haben gleich nebenan auch eine Eingangstür" flötete meine Kollegin.

"Oh, die habe ich gar nicht gesehen."