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Links CCLXVIII

Partikel von Plastikmüll in der Elbe gefunden

Wirkung von Wunder-Beeren kaum belegt

Mehr Tiefkühlkost trotz Pferdefleisch-Skandal

CO2 Bilanz von Glas, PET & Co

Russische Grenzschützer entern Greenpeace-Schiff

Fesselnde Ausbildungsinhalte

Deutsche Lebensmittel sind ein Exportschlager

"So mild, Sie können so viel rauchen, wie Sie wollen."

Wirkung von probiotischen Joghurts überschätzt

Essen wird teurer

"Foggy"

Hier nach längerer Zeit mal wieder eine Erzählung eines Mitarbeiters von mir. Gregor hatte ein recht ungewöhnliches Erlebnis mit einem männlichen Besuchers meines Geschäfts:
Ein mir bekannter Kunde in Tarnkleidung tritt auf mich zu. Die Kassiererin habe ihn geschickt. "Das müssen Sie mit der Geschäftsführung klären!", habe die gesagt. ich entgegnete: "Die Geschäftsführung ist gerade ortsabwesend, aber vielleicht kann die Stellvertretung..?"

"
Ja! Hol die mal!

"Nö, bin ich selbst."

Kurze Verblüffung, dann sagt er, er habe da so einen Zettel, ein gutes Dutzend aufgesetzter Taschen seiner Tarnkleidung durchwühlend. Ich schliesse aus, dass dem Herrn seit Raider Twix heisst jemand etwas geschenkt hat. Kein Geschenkgutschein, kein Roland-Scheck, da bleibt nur ein "ARGE-Gutschein" übrig. "Die nehmen wir nicht, das führt nur zu Scherereien." Für wen, lasse ich mal offen.

Er durchwühlt weiter seine Taschen und fördert lauter anderen Mulch zutage. Als ob ich nichts gesagt hätte. Er sprach: "
Ich sag's wie es ist, ich brauch das Geld, für Drogen und Zeugs und so. Ich mein, ist doch besser, du kaufst mir den Schein ab, als wenn ich hier klauen müsste, nich wahr?" Leutseliges Grinsen.

WTF? Drogen UND Zeugs UND so? Keine Moralapostelei jetzt, aber andere Menschen versuchen zu überleben ohne Drogen und brauchen auch Geld, aber für Wohnen und Essen.

"Ich bin begeistert von der Ehrlichkeit, in der Tat, aber wir nehmen keinen ARGE-Gutschein."

Da! Er hat ihn gefunden. Es IST ein ARGE-Gutschein, ich darf ihn kurz überfliegen. Das übliche Gesabbel, dass nichts davon für Tabak und Spirituosen verwendet werden darf. Der Betrag ist grösser als € 55,15.

Als ob ich vorher nichts gesagt hätte, kommt nun die Auskunft "
Mann, überall anders darf ich damit für über 50 Euronen LEBENSMITTEL kaufen."

Am liebsten würde ich ja jetzt sagen "Mach das doch!" und noch ein paar Zitronen falten gehen. Aber man ist ja höflich. Der Mann fuhr fort: "
Dafür hätte ich gerne 15 Euro!" Wenn ich gesagt hätte, hey, psst, du siehst aus, als ob du so einen Super-Duper-ARGE-Gutschein hättest, überlässt du mir den, fürn Zwanni? Dann wäre es moralisch immer noch fragwürdig, und illegal sowieso, den Gutschein anzunehmen. Aber dann wären 15 € ein nachvollziehbarer Preis.

"Nee, tut mir leid, es gibt Ärger, wenn man einen solchen Gutschein annimmt. Kann ich nicht machen."

Der Kunde fällt aus allen Wolken. "
Ja, aber. Aber dann kann ich hier nicht mehr einkaufen. Und meine Kollegen auch nicht."

Das tut mir auch leid.

Als er weg ist, verstehe ich es erst. Auf die Knie fallen, beweinen, dass sein Nicht-mehr-Erscheinen die berufliche Existenz etlicher Menschen aufs Spiel setze, darunter Menschen mit Familien, mit legalen Süchten, wilden Ehen und eingeschlafenen Beziehungen, mit Schulden und geringen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung - das wäre eine passende Antwort gewesen. Chance vertan…
Dass jemand versucht, so einen "Sozialschein" direkt in Bargeld zu verwandeln habe ich in den vielen Jahren im Einzelhandel auch noch nicht erlebt. Dafür hatten wir in den letzten Tagen ein paar sonderbare Erlebnisse mit einer Kundin, die hier seit Anfang an herkommt und damit durchaus als Stammkundin bezeichnet werden könnte…

Unkooperativ

Eine Kundin löste den Alarm der Warensicherungsanlage aus. Schuld war wie so oft ein nicht entsichertes Kosmetik-Produkt, das sie irgendwann mal bei einer bekannten Drogeriekette gekauft hatte. Ist normalerweise gar keine großes Ding, denn meistens sind die Kunden ja froh, wenn wir den Grund für den Alarm finden. Außer bei Bösewichten, aber das ist natürlich eine ganz andere Sache… ;-)

Statt aber halbwegs kooperativ zu sein und unsere rein sachlich und ohne böse Hintergedanken (oder überhaupt den Vorwurf, DASS sie was geklaut haben könnte, denn meistens ist das zum Glück nicht der Fall, so dass wir davon pauschal eher gar nicht mehr ausgehen) gestellten Fragen zu beantworten ("Haben Sie Sachen von $DROGERIEKETTE dabei?"), wurde die Frau direkt pampig, laut und hat im Grunde jede Mitarbeit verweigert. Wir würden Sie behandeln wie einen Schwerverbrecher, warf sie uns vor. Ist wohl Ansichtssache, denn wir wollten nur helfen, den Auslöser für ihren Daueralarm zu finden. Dass nicht wir die Ursache für ihr Problem waren, sondern ursprünglich die Drogeriekette, wollte sie überhaupt nicht verstehen. Vermutlich hat sie uns überhaupt nicht zugehört, zumindest war das der Eindruck von meinen Mitarbeitern und mir. In jedem Geschäft, dass eine ADT-Warensicherungsanlage installiert hat (und das sind wahrlich viele), hätte sie damit Alarm ausgelöst und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Behandlung durchaus auch deutlich ruppiger und wesentlich unfreundlicher vonstatten gehen kann, als wir es hier tun.

(Im Markt eines Computer-Filialisten hier in Bremen löste mal ein von mir gekaufter PC Alarm aus. Einer der Mitarbeiter schrie mir von der Kasse hinterher: "Stehenbleiben! Herkommen!" – Das ist unfreundlich.)

Erfrischender Name

Vom offiziell zweitbesten Bier aus Bremen gibt es seit einer Weile schon auch einen Mix mit Zitrone. Erfrischend finde ich daran vor allem den Namen: "Grüne Zitrone"

Ich finde die deutsche Beschriftung schon bemerkenswert:


Oktoberfest-Bier

Wir haben übrigens auch Oktoberfest-Bier hier im Laden. Außer den diversen Variationen in den 0,5l-Flaschen haben wir auch von Paulaner 1-Liter-Dosen mit Maßkrügen. Sehr cool.

Ich mag das Oktoberfestbier, welches von den Brauereien speziell zur "Wiesn" gebraut wird und eine höhere Stammwürze und dadurch mit etwa 6% auch einen höheren Alkoholgehalt als herkömmliches helles Bier aufweist. Mit dem etwa 1,5-fachen Alkoholgehalt eines durchschnittlichen Pils-Bieres haut es aber schon ganz schön rein. ;-)


Bruchkunst

Die inzwischen seit Monaten kaputte Scheibe wurde immer noch nicht repariert. Nachdem sich kein dafür verantwortlicher Fahrer des Lieferanten dafür hat finden lassen, werde ich nun meine Glasbruchversicherung dafür einspannen.

Entsprechend fotografiert, sieht's ja schon fast hübsch aus:


Präzise Information

Ein Paar stand vor dem Eierregal. Er sagte:
Wir brauchen circa sechs Eier.
Wie viele Eier sie dann letztendlich gekauft haben, habe ich aber leider nicht mehr mitbekommen. :-)

Zotter-Preis

Nachdem der Preis für die 70g-Zotter-Tafeln bei mir seit Anfang an konstant bei 2,49€ lag und ich daran auch nach (mindestens) einer Preiserhöhung nichts geändert habe, ist der Schritt nun unumgänglich geworden. Nachdem die Tafeln nun mit der neuen Saison im Preis gestiegen sind (oder es mir auch jetzt erst aufgefallen ist), muss ich meinen Verkaufspreis zwingend ebenfalls nach oben korrigieren. Dieser wird sich demnächst um 30 Cent auf 2,79€ erhöhen. Vom offiziellen Zotter-Preis (3,35€) bin ich damit aber dennoch weit entfernt.

Sollte ich die Zeit finden, werde ich auch den Onlineshop mit dem aktuellen Zotter-Sortiment füttern. Momentan rinnen mir aber die Tage und Wochen wie Sand durch die Hände…

Besuch aus Baden

Vielen Dank an Daniel, der heute extra 700km durch die Gegend gefahren ist, um mir ein kleines Dankeschön in Form von Wust, Schinken und zwei Flaschen Wein für die (nicht immer) tägliche Bloggerei zu überbringen.

Naja, fast. Er musste für einen wichtigen privaten Termin hier nach Bremen und da war der kleine Abstecher zu mir in den Laden hier in der Neustadt keine große Sache mehr. Über den gefüllten Korb habe ich mich natürlich trotzdem sehr gefreut! :-)


Links CCLXVII

Warum Biobauern aufgeben

Pfandmarken im Wert von 62500 Euro sichergestellt

Verbraucherministerium führt „Regionalfenster“ ein

Lebensmittel-Namen führen in die Irre

Tipps für den Einkauf von Pilzen

Viele fühlen sich beim Fleischeinkauf schlecht informiert

Wo wird unsere Kleidung produziert?

Chinesen zahlen 3,50 Euro für bayerische Milch

Selbstversuch: Chef einer Imbisskette auf Zwangsdiät

Korkiger Wein manipuliert Geruchssinn

Besuch aus der Schweiz

Vielen Dank an Blogleser Glenn, der mich meinen Laden vor einer Weile besucht hat und mir diese Flaasche "St. Johann"-Bier (aus seiner Dorfbrauerei) hinterlassen hat.

Ich war leider an dem Tag nicht hier, freue mich aber natürlich trotzdem nach wie vor über jeden Besuch, auch wenn ich oft nicht viel Zeit für spontane Termine habe. Vielen Dank für das Bier, werde ich mir demnächst mal schmecken lassen. :-)


Big Back

Oha: Schon 6,5 Jahre ist es her, dass die Filiale der "Wiener Feinbäckerei" hier an der Straßenecke geschlossen wurde. Nach einer Weile Leerstand hat ein "Fachgeschäft" (mit abgeklebten Scheiben) für Scheren etc. dort eröffnet, dann stand der Laden wieder monatelang leer.

Demnächst haben wir einen neuen Nachbarn, seit gestern hängt die Beschriftung schon an der Fassade. Hurrah, wir bekommen einen einen fetten Arsch. :-D


Vollsperrung Kantstraße

Die Kantstraße (rot hinterlegter Bereich in dem Bild) ist seit Montag wegen Kanalbauarbeiten voll gesperrt. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis April 2014 andauern und eigentlich könnte mir das alles egal sein – wenn nicht der grün hinterlegte Bereich auf dem Satellitenbild mein Innenhof mitsamt Zufahrt wäre.

Abgesehen davon, dass meine Mitarbeiter und ich dort ihre Autos abstellen – es stehen vor allem auch der große Container für die Einweggebinde und unser regulärer Müllcontainer dort. Mir wurde zwar zugesagt, dass die Abfuhr kein Problem ist und durch die Bauarbeiter koordiniert wird – aber insgesamt glaube ich, dass die nächsten Monate ausgesprochen unentspannt werden dürften. Zumal ich auch ständig Ware und Material mit meinem Kombi durch die Gegend fahre. Das alles vorne an der Straße ein- und auszuladen, wird keine große Freude. Dazu kommt noch irgendwann in den nächsten Monaten unser großer Umbau zum gelb-blauen Markt, für den wir als Stellfläche und zur Anlieferung den Hof sicherlich auch gut gebrauchen könnten… :-O