Ein Kollege war irritiert: Im Internet hast du geschrieben, wir haben bis 13 Uhr geöffnet, aber hier an der Tür hängt ein Schild mit 14 Uhr. Was stimmt denn nun?
Keine Ahnung, wie die 13 auf das Bild hier im Blog gekommen ist oder welche Version von dem Plakat ich dafür verkleinert hatte – aber auf jeden Fall haben wir heute bis 14 Uhr geöffnet und so hängt es auch schon seit Montag hier an der Tür.
Eine Touristin kaufte einen kleinen Schokoladenweihnachtsmann und eine Schachtel Zigaretten. Dafür sollte sie insgesamt 6,79€ bezahlen, wovon 6€ schon auf die Zigaretten fielen, was sie allerdings gar nicht einsehen wollte. Sie begann zu fluchen und wild zu gestikulieren und bestand darauf, dass ihr 5-Euro-Schein wohl ausreichen sollte, um den Einkauf zu bezahlen. Da meine Mitarbeiterin an der Kasse kein Wort verstand, half die Kundin hinter der Frau mit ihren Sprachhkenntnissen aus.
Dabei kam schließlich heraus, dass die Zigaretten bei ihr zu Hause nur drei Euro kosten würden und dass es eine Frechheit von uns wäre, die so teuer zu machen. Irgendwas von der gesetzlichen Preisbindung zu erklären, hätte wohl nicht mehr viel geholfen, zudem verließ die Kundin offenbar vollkommen verständnislos und letztendlich ohne irgendetwas gekauft zu haben den Laden…
Mal wieder hat jemand einen Karton von dem kleinen Aufsteller mit Duftkerzen in Gläsern heruntergeworfen. Gefühlt haben wir davon bislang mehr in den Müll geworfen als verkauft.
Zwei Kleinkinder Jugendliche schlichen durch den Laden und suchten offenbar irgendeinen Snack oder ein Getränk. Nachdem sie nicht fündig wurden oder sich zumindest einfach nicht entscheiden konnten, stapelten Sie auf einem Stapel mit Bierdosenkartons sechs Dosen zu einer zitternden Säule übereinander und verließen schnell den Laden wieder.
Zum Glück hatte ich das gesehen. Wäre da ein Kunde gegengestoßen, und dazu wäre nur schon eine wirklich sanfte Berührung notwendig gewesen, hätte es mindestens verbeulte oder sogar beschädigte Dosen gegeben. Dann natürlich auch inklusive der dazugehörigen Reinigungsarbeiten…
Nächste Woche habe ich übrigens einen Termin mit einem Mitarbeiter einer Firma, die Fußbodenbeschichtungen anbietet. Ich möchte mal wissen, ob das eine Alternative für uns hier im Laden wäre. Technisch kann man diese Beschichtungen problemlos auf unseren alten Fliesen aufbringen – aber hält das Material den Belastungen hier stand? Ist das überhaupt optisch interessant? Und preislich? Heute in einer Woche weiß ich mehr.
Man übersieht bei uns ja leicht mal die schönen Dinge. Wir haben zum Beispiel in der Fleischtruhe noch einige Spezialitäten liegen: Hirschbraten, Wildschweinbraten, Enten- und Gänsebrust, Putenrollbraten, ganze Enten, Stubenküken, Putenoberkeulen und natürlich viel Fleisch und Geflügel, das wir auch ganzjährig anbieten.
Wildschweinbraten. Wenn da welche übrig bleiben sollten, werde ich zum ersten Mal im Leben (bewusst) Wildschwein essen. Also so oder so wird das ein "Win" für mich.
Unser Leergutautomat leistet derzeit umwerfende Arbeit. Naja, irgendwie jedenfalls… Schuld daran ist übrigens der Riss, von dem ich vor ein paar Wochen schon einmal berichtet hatte.
Nun wollte ich hier eigentlich schreiben, dass da dringend ein neues Transportband fällig ist, aber Firma Trautwein kam mir zuvor und hat schon die externe Firma, die diese Bänder immer tauscht, beauftragt. Montag nach Weihnachten ist der Termin dafür!
Und natürlich ganz herzlichen Dank an Manuel und sein Manitu-Team für einen tollen Server, wunderbaren Support, eine tolle Freundschaft und das leckere Präsent von Lebkuchen Schmidt!
An alle Fritzbox-Besitzer, denen 32 Rufsperren nicht reichen: AVM hat die Gebete der Nutzer erhört und jede Nummer im Telefonbuch (in das man die zu sperrenden Nummern natürlich einpflegen muss) sperrbar gemacht. Das ist mal ein sehr erfreuliches Weihnachtsgeschenk.
Der Kampf gegen ungebetene Anrufer geht weiter.
(Wer's testen will, muss aber die aktuelle Labor-Firmware installieren.)
Vor einer Weile haben wir hier versehentlich einen falschen 100€-Schein bekommen. Da wir nicht wussten, welcher Kunde oder welche Kundin ihn uns gegeben hatte und sich nicht einmal mehr ermitteln ließ, welcher meiner Mitarbeiter dafür verantwortlich war, hatte ich die (sogar mit einem Hologramm versehene!) Blüte mit dem Hinweis "zur Kenntnisnahme" zur Polizei geschickt. Damit war die Sache für mich erledigt.
Nun kam Post von der Staatsanwaltschaft, dass das Verfahren wegen der angezeigten Straftat ("Inverkehrbringen von Falschgeld") eingestellt wurde, da der Täter nicht ermittelt werden konnte.
Hatte ich in diesem Fall zugegebenermaßen auch gar nicht anders erwartet. Aber nett, dass sie sich trotzdem die Mühe mit dem Schreiben gemacht haben.
Ich habe eine E-Mail von einer Frau bekommen, die einen Musikworkshop für Flüchtlinge organisiert und zur Durchführung des Projekts noch "ein wenig finanzielle Unterstützung" benötigt. So weit, so gut.
An Spenden benötigt werden laut mitgesendeter Kostenkalkulation knapp 6.500 Euro. Davon werden allerdings nur rund 1.000 Euro für den eigentlichen Workshop (Fahrkarten für die Teilnehmer, Miete von Technik und Instrumenten, Werbung etc) benötigt. Der Rest dient einzig dazu, die Workshopleiterin selber, ihre beiden Kollegen, zwei Musiker und einen Fotografen/Kameramann zu bezahlen. Mal ehrlich – wenn ich schon unbedingt mit meinem Einsatz für andere Menschen hausieren gehen würde, hätte ich die von mir selber aufgewendete Zeit als Freizeit abgetan (ebenso meine Anfahrt, Unterkunft und Verpflegung) und zumindest dafür kein Geld haben müssen und hätte diese Einstellung auch von allen anderen Mitstreitern erwartet.
So wirkt es auf mich einzig wie der Versuch, sich ohne nennenswerten persönlichen oder finanziellen Aufwand schön als Wohltäter ins Rampenlicht zu stellen.
Zusammen mit einer Kollegin stand ich in der Nähe des Leergutautomaten, als ein Mann auf uns zu kam, mit einer Hand mit zwei ausgestreckten Fingern auf seine Augen zeigte und eine Bewegung andeutete, die mich zum Mitkommen aufzufordern schien. "Alles klar, der will mir etwas zeigen", dachte ich noch und ging mit ihm. Er führte mich zur Vegan-Vitrine im Kühlregal und zeigte schließlich mit einem Finger in Richtung eines dahinterstehenden Artikels. Ich konnte keine Auffälligkeit entdecken und fragte: "Was ist damit? Ich kann da nichts erkennen."
"Ich möchte davon was haben."
Das hätte er aber auch gleich sagen können, so musste ich nämlich wieder nach hinten ins Lager laufen und den Schlüssel holen.
Im nächsten Leben werd' ich Hellseher, versprochen.