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Druckbekeksung

Eine Kollegin hat eben im Vorbeigehen eine geöffnete und halb leere Packung Kekse im Cornflakesregal gefunden. Aufgeregt kam sie zu mir ins Büro: "Hier, die Kekse. Die hat das Arschloch vorhin doch einfach irgendwo abgestellt."

Aber der war doch damit zur Kasse gegangen? Ich war irritiert. Aber jetzt erstmal zur Vorgeschichte:
Ein Mann schob einen Einkaufswagen durch den Laden, den er mit einem kleineren Einkauf füllte. Im Wagen hatte er eine offene Packung Kekse stehen, von denen er sich hastig einen nach dem anderen in den Mund schob. Misstrauisch geworden ging ich in Richtung Kasse und hielt mich dort eine Weile auf, um zu sehen, ob der Typ die Kekspackung auch wirklich bezahlt. Als er allerdings seinen Wagen direkt zur Kasse steuerte, lief ich ihm entgegen, sah die Packung im Einkaufswagen zwischen der restlichen Ware stehen und ging weiter. Schließlich drehte ich mich nochmal um, aber da stand er schon am Förderband und fing an, die Waren auszupacken. Alles okay, dachte ich und beachtete ihn nicht mehr weiter.

Das war ein blöder Fehler, wie sich eben beim Ansehen der Videoaufzeichnung herausstellen sollte. Als der Mann nämlich die Kekspackung griff, dachte er sich wohl, dass er doch keine angebrochene Packung kaufen möchte, stellte sie wieder mit den anderen Sachen in seinen Wagen, schob diesen zum Cornflakesregal und deponierte dort die halbleere Kekstüte, bevor er eine zweite Runde zur Kasse machte.

Links CXIII

Selbstdesinfizierende Einkaufswagengriffe im Test

Zahl der Ladendiebstähle geht zurück
(Oder werden aus Frust nur weniger zur angezeigt?)

E-Learning-Plattform: Virtueller Supermarkt

Bezahlen mit EC-Karte bald nur noch mit PIN

Schummeleien beim Onlinelebensmittelhandel

Mann verklagt Supermarkt wegen Rosendorn-Stich

Kundin sticht Kassiererin nach Streit in den Hals

Nur "ja" reicht nicht: Vertragsabschlüsse am Telefon sollen zukünftig schriftlich bestätigt werden müssen

EHEC-Erreger: Fäkalwasser auf Früchten

Öko-Test: Cornflakes

Parken verboten!

Heute Morgen stand dieses Schild hier auf dem Hof. Warum, bleibt mir allerdings ein Rätsel. Der Aufsteller ist nicht hier aus der Firma, der Hof gehört mir dagegen schon und folglich hat hier auch niemand solche Schilder aufzustellen. Seltsam, seltsam…


Der Elfte

Ach, heute ist ja mein elfjähriges Firmenjubiläum. :-)

Ist es sehr schlimm, wenn ich jetzt zugeben muss, dass ich das selber vollkommen verschwitzt habe und erst durch einen Anruf meiner Mutter heute Morgen und sogar mehrere E-Mails von Kunden und Bloglesern darauf gestubbst wurde?

EHEC und die Folgen bei mir

Solche Nachrichten werden die Situation sicherlich nicht verbessern, im Gegenteil eher…

Inzwischen sind die Folgen der Zurückhaltungen beim Gemüsekauf auch hier bei mir in beiden Läden zu spüren. Hier im Markt in der Gastfeldstraße ist der Gemüseumsatz um rund ein Drittel abgesackt.

Man kann aufgrund der vielen negativen Nachrichten die Zurückhaltung ja auch verstehen. Aber dass Leute sogar Artikel wie z.B. Bananen mit angewidertem Gesichtsausdruck liegenlassen, ist allerdings nur noch lächerlich.

Er baut die Dinger

Eine Kundin hatte ein paar Probleme mit dem Leergutautomaten. Er verweigerte immer wieder eine ganz bestimmte Flasche, die vermutlich aufgrund irgendeiner kleinen (und für uns Menschen kaum zu erkennenden) Abweichung von der Standardflasche durch das Raster fiel.

Hinter der Frau wartete bereits der nächste Kunde: Ein Mann, den ich als ziemlich heruntergekommenen Flaschensammler einschätzen würde. Er mischte sich in die Probleme der Kundin ein. Konnte zwar nicht helfen, aber begründete sein Eingreifen mit den für mich ausgesprochen belustigenden Worten: "Lassen Sie mich mal da ran. Ich baue die Dinger, ich muss das ja wissen."

Dass er sich "berufsbedingt" mit dem Leergutautomaten zumindest etwas auskennt, würde ich gar nicht anzweifeln – aber der Rest der Aussage war nicht nennenswert glaubwürdig. :-)

Nutzfahrzeuge

Werbeanruf von irgendeinem Autohaus (vermute ich zumindest) hier in Bremen: Wer hier denn der richtige Ansprechpartner für Nutzfahrzeuge sei, wollte er wissen. Ich gab mich als Firmeninhaber und richtigen Ansprechpartner zu erkennen und musste ihn gleich zweimal enttäuschen:

Erstens habe ich hier keinerlei Nutzfahrzeuge im Einsatz und zweitens habe ich aufgrund absoluter Kundenzufriedenheit eher eine Affinität zu Stern-Autos. :-)

Der Geliebte

Zwei junge Männer kamen zum Leergutautomaten. Einer der beiden sagte, als sie ihre Kisten auf den Boden stellten:
"Da ist er ja wieder, mein geliebter Automat."
Ich hab's nicht hinterfragt, aber irgendwie würde mich doch mal sehr interessieren, ob das ironisch gemeint war oder nicht. :-O

Auswahl Energydrinks

Über einen Punkt in meinem Sortiment kann man sich mit Sicherheit nicht beklagen: Meine Auswahl an Energydrinks:
· Red Bull (250ml, 330ml, 473ml, 4x250ml)
· Red Bull Zuckerfrei
· Monster Ripper
· Monster Ripper Juice
· XL (250ml, 1000ml)
· XL Zuckerfrei
· XL Cranberry
· XL Limette
· Effect (250ml, 1000ml)
· Sexergy
· Schwarze Dose 28
· Relentless
· Ener-G (250ml, 1500ml)
· Ener-G Black
· Booster (330ml, 1500ml)
· DrinkMe GuaranaBoost
· DrinkMe Ladies
· T400
Das sind stattliche 18 Sorten, von denen es einige sogar in mehreren unterschiedlichen Gebindegrößen gibt. Ich finde, das kann sich sehen lassen. :-)

Weinmenü-Abend

Gestern Abend hat hier in Bremen im "Alten Fundamt" einer unser Bio-Großhändler ein "Kulinarium" veranstaltet: Eine auf 40 Personen begrenzte Runde mit gutem Essen und guten Weinen. Mit dabei (und gleich neben uns am Tisch) war der Bioland-Winzer Stefan Kuntz, der zu den angebotenen Speisen insgesamt sieben verschiedene Weine empfohlen hat.
Die meisten Kuntz-Weine habe ich hier sowieso schon lange im Sortiment, aber es war sehr schön, auch mal die Person und die Geschichte dahinter kennenzulernen. Und Stefan hat bei seinen Ausführungen nicht von Jahrhunderte alter Winzerromantik geredet, sondern auch von seinen dilettantischen Anfängen und immer wieder vorkommenden Fehlschlägen. Von Menschen und Fehlern und nicht nur der heilen Welt eines Produktes, das mehr oder weniger anonym im Supermarkt oder Bioladen steht.

Ich selber habe Wein erst vor wenigen Jahren zu schätzen gelernt. Davor war es immer nur ein saures Gesöff, bei dem sich der Gaumen verkrampft hat. Inzwischen weiß ich guten Wein zu schätzen – und nicht nur das: Es ist inzwischen schon eine regelrechte Leidenschaft geworden, in der ich sogar eine sehr schöne Fähigkeit entwickelt habe: Wenn mich jemand nach einem Wein zum Essen fragt (oder ich einfach nur für mich selber einen Wein brauche), gehe ich im Geiste meine gesamte "Datenbank" aller mir bekannten Weinsorten durch und überlege, welcher Wein dazu passen könnte und normalerweise passt die Empfehlung dann auch sehr gut dazu. Irgendwie bekomme ich gerade Lust, meine Weinabteilung (und auch das ganze Drumherum, also z.B. Verkostungen und Verbundplatzierungen) noch viel weiter auszubauen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zum Kulinarium: Es war ein sehr schöner und unterhaltsamer Abend und ich bedanke mich beim NKK, dass wir eine Einladung bekommen haben. :-)


Kurzschlusshandlung

Ein Akku in einem unserer schnurlosen Gigaset-Telefone. Konstruktionsbedingt ist das Kabel recht scharf geknickt und bei dem vielen Hin und Her hier im Markt ist inzwischen die Isolierung einer Litze aufgebrochen und die einzelnen Drähte liegen frei. Wenn das mit dem schwarzen Kabel auch noch passiert, wird's kritisch. Mal beobachten, wie es sich weiterentwickelt…


Der Ausländer und die Guthabenkarte

Ein ausländischer Mann (ich erwähne dies, weil diese Tatsache später noch eine Rolle spielt) mittleren Alters kaufte Mitte letzter Woche eine der "klassischen" Handy-Guthabenkarte mit Rubbelfeld. Einige Zeit später kam er wieder in den Laden und reklamierte die Karte. Das Feld mit der silberschwarzen Fläche war weggerubbelt und die Aufladenummer war auch nur noch stellenweise zu erkennen. "Ich brauche eine neue Karte, Sie haben mir eine billige verkauft, die nichts taugt", beschwerte sich der Kunde.

"Was heißt billig? Ich verstehe nicht", entgegnete ich.

"Die Nummer ist mit weggegangen, man kann die gar nicht mehr erkennen. Ich will eine andere Karte oder Sie laden mein Handy auf."

"Nun, wenn Sie die so kräftig aufrubbeln, dass sich die Nummer mit auflöst, kann ich da doch nichts für. Da müssten Sie selber mal bei Vodafone anrufen und dort um Hilfe bitten.

Der Mann erklärte, dass er "ganz leicht und vorsichtig" gerubbelt hätte, was ich (und alle anwesenden Kollegen) aber nicht glauben konnte. Das Papier löste sich schon in großen faserigen Fetzen von der Karte ab und "vorsichtig" hatte er die mit hundertprozentiger Sicherheit nicht bearbeitet. Es sah aus, als hätte er versucht, die Schicht mit dem Bart eines Schlüssels zu entfernen. Er war allerdings nicht im Mindesten einsichtig und schob immer wieder den Fehler auf mich und die Tatsache, dass ich hier "billige" Karten verkaufen würde und somit ganz alleine verantwortlich für sein Problem wäre. Er wolle sofort sein Geld zurück oder eine neue Karte. Tzja – das ging nur leider nicht. Es hätte ja sein können, dass die Karte inzwischen doch schon benutzt war (wie hätte ich das nachprüfen sollen?) und sich der Mann auf diese Weise sein gekauftes Guthaben verdoppeln wollte (alles schon vorgekommen). Also riefen wir auf meine Kosten bei der Vodafone-Hotline an. Dort ist es möglich, anhand der Seriennummer der Karte den Status zu ermitteln und auch das Guthaben ggf. auf ein bestimmtes Handy zu laden. Allerdings nur, wenn mindestens noch die letzten vier Ziffern der Aufladenummer zu identifizieren sind. Leider ließen sich nur die letzten drei Stellen lesen. "Dann kann ich Ihnen nicht helfen!", sagte die "freundliche" Mitarbeiterin bei Vodafone und unterbrach die Verbindung ohne auch nur ein weiteres Wort von uns abzuwarten.

Der Kunde wurde zwischenzeitlich immer lauter und ausfallender, aber es blieb ihm nichts anderes übrig, als sich auf den Folgetag vertrösten zu lassen. Da rief ich bei der Agentur, von der ich die Guthabenkarten bekomme, an und erkundigte mich nach der weiteren Vorgehensweise. Da die Agentur in direktem Kontakt zu Vodafone steht, hatte sie bessere Möglichkeiten als ich, die Karte überprüfen zu lassen. Leider bedeutete dies, das ich die Karte erst zu besagter Agentur schicken musste und von dort die Karte an Vodafone weitergeleitet wird, was insgesamt einige Tage dauerte.
Ich erklärte dem Kartenkunden, dass er "Anfang der Woche" noch einmal nachfragen solle. Ich wollte zwar nichts versprechen, aber einen Versuch wäre es wert. Inzwischen hatte ich längst aufgegeben, ihm noch dutzende Male erklären zu wollen, dass nicht ich die Karte kaputtgerubbelt habe. Er wollte es einfach nicht verstehen.
Am Mittwoch Abend war er wieder hier. Von der Agentur hatte ich noch nichts gehört und um am Abend brauchte ich dort auch nicht mehr anzurufen. Also vertröstete ich ihn auf den nächsten Tag. Da folgte das ultimative Totschlagargument, das ich schon so oft gehört habe: "Das machst du nur, weil ich Ausländer bin. Ein Schwarzkopf. Wenn hier eine blonde Deutsche reinkäme, wäre das in fünf Minuten gemacht und ich muss über eine Woche warten." Ist natürlich absoluter Unsinn. Ich hätte bei jedem (mir unbekannten) Kunden die Karte überprüfen lassen und weil bei ihm zu allem Überfluss auch noch die eine Ziffer nicht lesbar war, kam eben der ganze Zinnober mit der Einschickerei dazu. Es kitzelte aber schon in den Fingern, einfach "Ja." zu sagen. Wäre natürlich gelogen, aber hätte den Beleidigungen, die ich mit inzwischen anhören durfte, etwas Luft gemacht. Dass er zwischenzeitlich noch damit "drohte", hier nie wieder eine Karte zu kaufen, empfand ich insgesamt übrigens als gar nicht schlimm.

Gestern kam dann die langersehnte Antwort: Die Karte wurde noch nicht benutzt und ich bekomme eine neue zugeschickt. Schön, dann kann ich dem Mann ja endlich helfen. Bislang war er noch nicht wieder hier, aber das wird schon noch.

…und mit den neuen Kassen, die ich im Idealfall irgendwann noch in diesem Jahr bekomme, sind die Rubbelkarten sowieso hinfällig. Dann gibt es auch bei mir die ausgedruckten Bons. :-)