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Schimmelige Tiefkühlpizza

Anruf eines Mannes:
Hallo! Mein Sohn hat eben eine Pizza bei Ihnen gekauft und die ist total verschimmelt.
Freundliche Antwort meiner Mitarbeiterin:
Oh, das ist natürlich nicht gut. Bringen sie doch doch bitte wieder vorbei, wenn möglich mit Kassenbon. Wir werden die dann natürlich umtauschen.
Antwort (Wer hätte es gedacht...):
Ich werde die Pizza nicht mitbringen. Ich werde auch nicht vorbeikommen. Das werde ich unverzüglich beim Gesundheitsamt anzeigen, dann werden Sie ja sehen, was Sie davon haben.
Klar, Schimmel auf einer Tiefkühlpizza... Langsam weiß ich nicht mehr, ob ich bei solchen Sachen lachen oder doch lieber weinen soll. Und was haben die Leute eigentlich alle mit dem Gesundheitsamt? Die Pizza leidet doch nicht an einer ansteckenden Tropenkrankheit. :-)

Ymer

Ein Kunde hat sich eben erkundigt, ob ich ihm wohl das dänische Milchprodukt Ymer besorgen kann.

Ich gebe zu: Bis gerade eben kannte ich das noch nichtmal.

Gibt es das irgendwo hierzulande regulär zu kaufen oder muss mein Kunde dafür jetzt immer nach Dänemark oder in grenznahe Gebiete fahren?

ec-Cash-Bontextänderung

Aus einem Schreiben an meinen ec-Cash-Anbieter:
Sehr geehrte Damen und Herren,

auf meinen ec-Cash-Belegen steht zur Zeit:

Spar direkt
Gastfeldstr. 29-33
28201 Bremen

Bitte ändern Sie den Aufdruck folgendermaßen ab:

SPAR-Markt Björn Harste
Gastfeldstraße 29-33
28201 Bremen
Tel.: 0421 - 5963563
Damit verschwindet dann eine weitere Erinnerung an die Pleite in Achim, dessen altes ec-Terminal ich hier im Einsatz habe, im Orkus.

Ihr Chef

Ich hatte das mit Ihrem Chef besprochen.

Mein Chef? Häh?

Na, der ältere Herr mit den grauen Haaren.
So passierts, wenn man Leute als Vertretung einstellt, die älter als man selber sind. Hmpf. :-)

Gesagt, getan...

Eine Frau war mit ihren etwa fünfjährigen Söhnen im Laden. Um was es bei den beiden Zwergen genau ging, habe ich nicht mitbekommen. Aber der größere von beiden versuchte irgendwie, den kleinen herauszufordern: "Los, hau mich doch wenn du dich traust. Feigling, Feigling..."

*BANG!!!*

Damit hatte der mutige Herausforderer dann wohl doch nicht gerechnet und suchte erstmal, wie ein Schlosshund weinend, Trost bei seiner Mutter. :-)

Guten Rutsch

Allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr!



In 2010 werden sicherlich einige interessante Dinge passieren, vor allem habe ich mein zehnjähriges Firmenjubiläum. Bis dahin ist viel zu tun, denn geschätze drei Millionen Kunden haben hier im Laden ihre Spuren hinterlassen. Es muss viel renoviert werden, denn wie schon einige hier in den Kommentaren geäußert haben: Beschädigungen und Schmutz sind allgegenwärtig. Mir ist das Problem ja zum Glück selber bekannt und wenn in zwei Wochen die Inventuren durch sind, werde ich mit Hochdruck an die Renovierungen gehen.
Vielleicht hat ja der eine oder andere schon eine schöne Idee für das Jubiläum, das unglücklicherweise genau auf einen Sonntag fällt.

Gutgläubigkeits-Fail 2

Wie jedes Jahr haben wir auch diesmal wieder Weihnachtsgeflügel aus ökologischer Erzeugung angeboten. Die Ware ist mit teilweise mehreren zehn Euro pro Kilo nicht ganz billig und daher lasse ich mir immer eine Anzahlung geben, bevor ich bestelle.

Immer? Nein, nicht immer. Der Kunde wirkte sehr seriös und weil ich gerade nicht viel Zeit hatte, als er bestellen wollte, habe ich seine Ententeile eben so ohne Anzahlung bestellt.

Nachdem wir aus den Staaten wieder zurück waren, haben wir im Kühlhaus die – natürlich seit inzwischen drei Tagen abgelaufenen – Fleischstücke gefunden. Im Wert von knapp 20 Euro. :-(

(Weil ich ein großes Problem damit habe, Fleisch wegzuwerfen, haben wir die Filets natürlich sofort eingefroren und heute abend gibt es die zu Hause in Würfelform zum Fondue. Aber so war das ja eigentlich auch nicht gedacht gewesen...)

Gutgläubigkeits-Fail 1

Eine Kundin reklamierte ihren Kassenbon. Es wären rund 35 Euro berechnet worden, aber wenn man die einzelnen Posten auf dem Bon zusammenrechnet, kommt man nur auf etwa 30 Euro. Das kann doch gar nicht..? Konnte es auch nicht. Eine Zeile war irgendwie doppelt gedruckt worden, vermutlich hatte sich das Papier im Drucker verklemmt.

Ganz offensichtlich waren der Stammkundin vier Flaschen einer Spirituose berechnet worden, sie sagte aber, dass sie nur drei gekauft hatte. So ein dummer Zufall: Erst eine Flasche zu viel über den Scanner gezogen, was im Silvesterchaos passieren kann, und dann noch einen verklemmten Bon, so dass die beiden Zeilen übereinander gedruckt wurden. Ich glaubte der Kundin, zahlte ihr den vermeintlich zu viel bezahlten Betrag aus, entschuldigte mich und wünschte noch einen guten Rutsch.

Etwas später überkam mich ein komisches Gefühl und ich sah mir die Videoaufzeichnung an. Vier Flaschen hatte sie gekauft. Vier. Nicht drei. Ob das nun Absicht oder ein Versehen war, weiß ich nicht, aber ich denke, dass ich das Geld wiederbekommen werde. Nächstes Jahr.

Tomatengeschichte

Vor einiger Zeit hatten wir Strauchtomaten im Angebot. Für irgendeinen relativ günstigen Preis, ich glaube, es waren -,99€ pro Kilogramm.

Den folgenden Dialog berichtete mir eine Kollegin, der sich zwischen ihr und einer entfernten Bekannten ergeben hatte:
Ich muss jetzt los, ich brauche nämlich noch Tomaten für das Mittagessen und zu "Combi" (Mitbewerber hier in Bremen / Nordwestdeutschland, Anm.d.Red.) laufe ich eine Weile.

Hol die doch bei uns im Laden. SPAR ist hier doch gleich um die Ecke.

Nein, da gehe ich bestimmt nicht hin. SPAR ist teuer!

Sicher? Wieviel kosten denn die Tomaten bei Combi?

Die sind da für 1,29€ im Angebot zur Zeit!

Tzja, bei uns kosten die nur 99 Cent pro Kilo.

Nää, die kaufe ich nicht. Wenn die so billig sind, wer weiß, was damit ist. Bestimmt sind die mit irgendwelchen verbotenen Giften gespritzt oder das ist alles nur Matsch und Gammel.
Diskussion zwecklos.

Stern-TV: Was man darf und was nicht...

Blogleser Daniel hat mir vor einiger Zeit eine lange Mail mit vielen Fragen geschrieben.
Hallo Björn,

beim Durchzappen ist mir ein sehr dubioser Bericht auf Stern TV aufgefallen, der über die populärsten Rechtsirrtümer (vornehmlich im Einzelhandel) aufklären soll. Keine Ahnung wie fundiert die Angaben dort sind, aber auf mich wirken die Behauptungen dort mehr als gewagt.
Das sind alles Probleme, mit denen wir uns hier glücklicherweise noch nie ernsthaft auseinandersetzen mussten. Ich kann daher hier nicht mit fundierten Antworten aufwarten, sondern lediglich meine jeweilige persönliche Meinung kundtun. Vielleicht regen die Äußerungen zur weiteren Diskussion in den Kommentaren an.
1) Man darf Lebensmittel im Geschäft öffnen und probieren; muss allerdings für den entstandenen Schaden aufkommen (d.h. nicht den Verkaufspreis sondern muss lediglich den Einkaufspreis bezahlen). Find ich irgendwie seltsam. Der Händler bleibt ja schließlich auf der verpassten Handelspanne sitzen und nicht nur auf dem Einkaufspreis.
Wenn hier bei mir jemand etwas öffnet und probiert aufisst, hat derjenige entweder gar kein Geld, so dass es auf eine Anzeige wegen Diebstahls hinausläuft oder wir bemerken den Vorfall erst später anhand der geöffneten Packungen. In dem Fall ist es natürlich gar nicht möglich, zu reagieren. (Sofern man den Zeitraum nicht zufällig so weit eingrenzen kann, dass man den Übeltäter anhand der Videoaufzeichung identifizieren kann. Aber auch dann müsste man darauf hoffen, dass die Person noch einmal in den Laden kommt.)
2) Man darf Originalverpackungen von NonFood-Artikeln im Laden öffnen und nachsehen was drin ist; natürlich ohne Kaufverpflichtung. Is klar...
Ja, nein, ja, nein, ja, nein... Habe ich selber auch schon gemacht, z.B. um mir die Verarbeitungsqualität einer Ware anzusehen. Wenn man die Verpackung dabei so öffnet, dass man sie auch wieder unauffällig verschließen kann (z.B. Klebestreifen durchtrennen), sehe ich darin kein großes Problem.
Ärgern würde mich als Händler, wenn jemand die Packung regelrecht zerfetzt und den Inhalt hinterher am besten noch vollkommen falsch und lieblos wieder hineinstopft.
3) Man darf Verpackungen, die einem zu groß erscheinen einfach öffnen und sich so viel nehmen, wie man braucht. Die Ware muss man dann nur anteilig bezahlen.
Wenn es tatsächlich mal ein solches Urteil gegeben haben soll, möchte ich dem Richter zu seiner vollkommenen Praxisferne gratulieren.
Ich biete etwas an (nämlich Packungen einer bestimmten Größe), der Kunde kann entscheiden, ob er das Angebot annimmt oder nicht. Auf welcher Rechtsgrundlage sollte der Kunde einen Anspruch darauf haben, dass ich meine Waren auseinanderreiße und häppchenweise verkaufe?
Mich würd brennend interessieren was du darüber denkst und ob Kunden sowas tatsächlich schon mal bei dir abgezogen haben. Mit gesunden Menschenverstand gesagt, würd ich als Einzelhändler jedes mal explodieren, wenn Leute meinen, sie müssten meine Waren einfach so aufreißen ;-)
Ja, würde ich auch.

Beschissen

Manche Kunden, vor allem, wenn sie aufgrund übermäßigen Alkoholksonsums oder möglicherweise auch aus anderen Gründen nicht mehr ganz Herr ihrer Sinne sind, sollte man nicht auf die Toilette lassen. Dann hat man eben mal keine Kundentoilette oder darf "aus Versicherungsgründen" niemanden in die Nebenräume lassen. Punkt, fertig aus.

Ich erspare euch die Details.

Käse, Wodka, Rum

Eine Zeitlang haben wir ja immer und immer wieder leere Käsepackungen an einer bestimmten Stelle im Laden gefunden.

Anfang November erwischte ich den Typen, der dafür (oder zumindest einen großen Teil davon) verantwortlich war als "den ersten Ladendieb der Woche".

Zwei Wochen später präsentierte mir die Nachtschicht die Kopie eines erwischten Ladendiebes. Er hatte versucht, eine Flasche Wodka zu stehlen. Der Name des Täters weckte sofort Erinnerungen: Der Typ mit dem Käse.

Und nun haben wir ihn schon wieder bei einem Ladendiebstahl erwischt. Es folgten die beiden Anzeigen wegen Hausfriedensbruch und Ladendiebstahl und vielleicht hat er jetzt ja die Bedeutung des Begriffs "Hausverbot" verstanden. Ich befürchte allerdings, dass wir mit dem Kerl noch häufiger zu tun haben werden. :-(

DPG-Logos am laufenden Band

Hallo Shopblogger,

Vor einiger Zeit habe ich in deinem Blog einen Eintrag über DPG Pfandaufkleber gelesen, den finde ich aber nicht mehr.

Wir importieren Softdrinks aus den USA und verwenden diese Aufkleber um ausländische Einweg Gebinde in den DPG Kreislauf zu bringen.
Hier mal ein Foto eines kleinen Streifens DPG Aufkleber (ja, es gibt sie tatsächlich ;-))

Die Aufkleber werden übrigens von nahezu allen Getränkemärkten (Auch mit Automaten) hier in der Gegend korrekt angenommen.
Interessant. Vielleicht sollte ich mir diese Aufkleber auch mal rollenweise besorgen, falls ich doch wieder selber Softdrinks aus dem Ausland anbieten möchte. Ich hatte ja eine Zeitlang Getränke aus England im Angebot, aber seit der Einwegpfandregelungen ist das ja alles eingeschlafen.

(Andererseits muss ich mir um die Organisation im Onlineshop dringend generelle Gedanken machen. Die mittlerweile fast Jahre Onlinehandel mit Lebensmitteln, die keine lange Haltbarkeit haben, brachten einiges an Erfahrungen und auch Problemen mit sich. Die ständige Gratwanderung zwischen dem Risiko des Ablaufens und der ausreichenden Vorrathaltung hat so manchen Euro gekostet und sicherlich auch einige Kunden verärgert, die entweder Ware mit zu knappem MHD bekommen haben oder denen ich eine unvorhergesehene Nachlieferung schicken musste, was Stress für den Kunden und Portokosten für mich bedeutet...)


Ritter Sport Olympia im Standardsortiment

Noch einen kleinen Nachschlag für alle "Ritter Sport Olympia"-Fans: Die Sorte geht nun vom "Limited Edition"-Status wieder in das normale Ritter-Sport-Sortiment über. Dementsprechend trägt die Packung (siehe unten) auch keinen "Limited Edition"-Schriftzug mehr.

Ermöglicht wurde das übrigens durch die rege Beteiligung der "Olympia"-Fans, die gebloggt und Videos gedreht haben. Manche eben auch weniger erfolgreich. Hüstel... :-)

PS: War eigentlich überhaupt jemand auf der "Ritter Sport Comeback Retro Party In Gold" in Hamburg, zu der ich vor einigen Monaten die Eintrittskarten verlost hatte? Ich habe von niemandem irgendein Feedback bekommen und dann auch selber gar nicht mehr daran gedacht.