Trotz der kleinen Ärgernisse mit dem Leergutautomaten muss man ihm eines durchaus zugestehen: Er
ist ein Arbeitstier und hat in knapp drei Jahren so viele Flaschen durchgesetzt, wie andere Automaten in ihrem ganzen Leben nicht: Die Zwei-Millionen-Marke ist geknackt!
Wenn man sich diese Zahlen vor Augen führt und vor allem mit anderen Geräten vergleicht, die nur ein Bruchteil dessen annehmen, liegen wir hier eigentlich ganz gut. Auch wenn ich mich hin und wieder böse über den Hersteller aufrege – unterm Strich ist das Ergebnis durchaus positiv.
Folgende E-Mail erreichte mich am Wochenende:
Ich hab neuen Account bei Euch, aber wenn ich mich einlogge, kriege ich eine Redakteur-Seite, wo ich nirgends mit dem Bloggen anfangen kann... Links steht nur Startseite, zurück zum Blog und Abmelden, In der Mitte steht Willkommen zurück (sonst nix) und rechts stehen die Serendipity-Links... Wo gehts zum Blog-Schreiben?
Und nun bin ich schon seit gestern Morgen am rätseln, ob mich der Absender nur veräppeln wollte oder tatsächlich annimmt, dass hier jeder irgendwelche Blogeinträge verfassen kann.
Ein Stammkunde kam an die Lagertür und hielt mir eine Packung fertig geschnittenen Salat aus der Kühltruhe in der Gemüseabteilung vor die Nase. In dem Salat befand sich u.a. ein hartgekochtes halbes Ei.
Mit bierernster Mine und ebensolchem Tonfall sprach er mich an: "
Können Sie mir sagen, ob das Ei von freilaufenden Hühnern oder aus Käfighaltung stammt?"
Sein Gesichtsausdruck wechselte zum Glück noch zu einem herzhaften Lachen, bevor ich überhaupt einen
bösen konkreten Gedanken dazu fassen konnte.
Martin hat mir einen SPAR-Markt (Also keinen ganzen, aber doch zumindest ein Foto davon) aus der Londoner Brook Street zukommen lassen. Vielen Dank auch dafür!
Etwas erstaunt war ich, als ich in meinem kleineren Markt an der weniger stark genutzen Kasse diese Sammlung von Kundendisplays entdeckte. Was zum..? Meine Marktleitung klärte mich auf: Die beiden vorderen Displays gehören zur aktuellen Kasse mitsamt Check-Out-Waage. Die beiden hinteren Displays gehören zu einer baugleichen (neuen) Waage und der IBM-Kasse, die dort installiert werden sollte. Die Techniker hatten vor einiger Zeit schon begonnen, die Hardware aufzubauen, wurden aber mittendrin von mir gestoppt, da alles noch nicht richtig geklärt war.
Die einen sammeln Kugelschreiber, die anderen Briefmarken. Und wir eben Kundendisplays – hat jedenfalls nicht jeder.
Die
Breminale, Veranstaltung mit viel Musik und Straßenkünstlern – und gigantischen Mengen Leergut. Keine konkreten Zahlen, aber eine Beobachtung, die mich darauf schließen lässt: Die Flaschensammler stehen vor dem Leergutautomaten Schlange.
Leider erst entdeckt, als die Kunden schon an der Kasse stand und ihre Waren bezahlte. In aller Seelenruhe führte sie ihren jungen Hund an einer Leine hier im Laden spazieren, während sie ihren Einkauf erledigte. Als wäre es vollkommen normal, seinen Hund mit in den Supermarkt zu führen. Aber wenigstens hat Bello nicht auch noch irgendwo sein Beinchen gehoben...
Michael möchte wissen:
Hallo Shopblogger,
mich würde ja mal interessieren wie viel während den Deutschlandspielen so bei dir im Supermarkt los ist?
Und habt ihr die Möglichkeit selber das Spiel zu verfolgen?
Hier war vorhin quasi nichts los. Ein dünner Kundenstrom plätscherte zwar kontinuierlich durch den Laden, aber zeitweise hätte man hier durchschießen können, ohne das man Angst zu haben brauchte, jemanden zu treffen. In der Halbzeitpause wurde es kurzzeitig voller, aber das war's dann auch schon.
Obwohl ich es mir im Vorfeld zwar ganz fest vorgenommen hatte, habe ich keinen Beamer oder Großbildschirm hier im Laden untergebracht. Wer geht zum Fußballgucken in einen Supermarkt? Eben. Aber das Spiel lief hier im Büro über den Lifestream vom ZDF.
Wer übrigens schon immer mal so richtig abräumen wollte, hat hier heute reichlich Gelegenheiten dazu. Der Tisch des Leergutautomaten ist alle paar Minuten voll. Die Hitze und der 4:0-Sieg gegen Argentinien sind zumindest dem Getränkeumsatz sehr förderlich...
Gespräch mit einer Kundin vor der Vegan-Vitrine:
Warum ist denn das eingeschlossen?
Weil's dauernd geklaut wurde.
Echt? Geklaut? Ich meine, das isst doch niemand. Also ich schon, aber sonst..
Hrhr.
Heute Vormittag hat sich hier einiges im Außenbereich getan:
Das leidige Thema mit dem "ungenutzen" Schaufenster hat sich erledigt. Leider ist es nun doch nicht das 24-Stunden-geöffnet-Bild geworden, aber das wäre hinsichtlich der Öffnungszeiten etwas unsinnig gewesen. Die Früchte sehen doch hübsch aus:
Die Öffnungszeiten sind auch aus dem großen Balken der Leuchtwerbung verschwunden – und zwar endgültig. Sollte sich diesbezüglich nämlich doch noch einmal etwas ändern, brauchen wir das Ding nicht auch wieder anzufassen.
Dafür präsentieren sich die Öffnungszeiten jetzt auf einem auffälligen Aufkleber mit rotem Hintergrund neben der Eingangstür:
Und endlich auch wieder neue Türgriffe. Diesmal mit einem Hinweis, wo man drücken soll. Es hatten nämlich genug Leute versucht, die Tür mit einem Druck auf die SPAR-Tanne zu öffnen.
Jens hat mir eine E-Mail geschrieben:
Ich weiß gar nicht, was mich eher entsetzt. Entweder die Tatsache, dass manche Leute ein "Tierchen" als völlig ersetzbaren Gegenstand betrachten oder die, dass manche Kommentatoren offensichtlich nur deshalb bitterböse Kommentare schreiben, um andere zu verletzen.
Die Besitzer haben auf jeden Fall mein Mitgefühl, denn ich bin auch Katzenbesitzer und weiß, dass so ein Tier eben nicht einfach ersetzbar ist, sondern mit viel Liebe und Zuneigung ein echtes Familienmitglied sein kann, das man gar nicht mehr missen möchte. Viele der Kommentatoren haben allerdings auch mein Mitgefühl - für ihre verbitterte und bösartige Art, auf den Gefühlen und dem Mitgefühl anderer Menschen herumzutrampeln. Das Internet von einer seiner unangenehmsten Seiten halt.
Ich denke, dazu gibt es nichts zu sagen.