Schüler/innen lässt meine Mitarbeiterin im Markt in Findorff grundsätlich nur in Kleinstgruppen von zwei drei Leuten in den Laden und auch diese Gruppen immer nur nacheinander. Das mag hart klingen, aber die Erfahrungen mit klauenden Schülern haben sie zu der Maßnahme getrieben.
Eine Vierer-Clique Mädchen wollte sich vorhin damit nicht abfinden, dass ein Teil von ihnen draußen stehenbleiben sollte. Statt es einfach hinzunehmen, verkündeten sie lautstark an der Tür ihren Missmut und drohten vor allem damit, "den Chef" anzurufen. Meine Handynummer steht ja an der Ladentür.
Es klingelte auch tatsächlich mein Telefon, allerdings der Festnetzanschluss hier im Laden. Dran war Mitarbeiterin aus Findorff, die mich nur vor dem angedrohten Anruf der erzürnten Teenies warnen wollte. Dieser erfolgte natürlich – nicht…
Es gibt viele Kunden, gerade auch aus dem großen Kreis der Flaschensammler, die einfach alles am Leergutautomaten zu Geld machen wollen und vom Gurkenglas bis zu halben Flaschen, ob noch halb gefüllt oder komplett mit Dreck beschmiert, in den Annahmeschacht des Gerätes stopfen.
Dann gibt es auch Kunden wie diesen jungen Mann, der zunächst ein paar Einwegflaschen in den Automaten gab, wo sie lautstark im Cruncher plattgedrückt wurden, und sich aufgrund dieser vorausgehenden marzialischen Geräusche nicht mehr traute, seine Mehrweg-Glasflaschen abzugeben und es vorzug, abzuwarten und einen meiner Mitarbeiter anzusprechen. Ich konnte ihn dann aber beruhigen und ihn zum Weitermachen motivieren.
Könnte man ja mal zum Einstellungstest hier für meine Packkräfte verwenden: Erkenne den Unterschied der jeweils auf einem Bild übereinander stehenden Konservendosen.
Ein Stammkunde, der sich pro Tag ca. 4-10 einzelne Dosen Billigbier kauft, forderte mich regelrecht dazu auf, das Pfand von den Dosen rauszunehmen. Es wäre echt lästig, jedes Mal 25 Cent mehr bezahlen zu müssen und dann die leeren Dosen auch immer wieder mit in den Laden zu schleppen.
Klasse Idee, darüber würden sich bestimmt auch noch ein paar andere Kunden freuen. Aber ich habe das mit dem Pfand hier ja nicht eingeführt, weil mir gerade nichts besseres eingefallen war.
Von einem Lieferanten haben wir 96 Dosen und 60 Literflaschen ihrer Energydrinks geliefert bekommen. Früher hatte ein Auslieferungsfahrer die Sachen im Transporter und hat gleich die passende Menge reingebracht. Heute buckelt ein DPD-Fahrer knapp 100kg durch die Gegend. Gefühlt ist das jedenfalls keine Verbesserung…
da der Einkauf ziemlich spät am Samstag abend stattfand und ich nicht wollte, dass die Verkäuferin an der Käsetheke die saubere Maschine noch einmal einsauen musste, sollte es vorgeschnittener Käse sein. Anbei ein Foto einer sehr interessanten Sorte, deren Name Wiedererkennungswert hat. Schmeck übrigens super!
Grüße
Anne
Und dazu einen leckeren Rotwein, vielleicht einen Chardonnay Bouchon qui s'écroulent, Geschmack bis heute unbekannt.
Ich kann's ja überhaupt nicht haben, wenn Kunden, während sie auf irgendetwas warten, das man für sie im Laden tut (z.B. irgendetwas aus dem Lager holen oder eine Reklamation bearbeiten), mit verschränkten Armen dastehen und einem das Gefühl vermitteln, eine niedere Arbeit zu verrichten, die dem "Herren" gefallen muss.
bei einem "E" habe ich in der Restpostenabteilung diese Kassenabrechnungen über den Waren entdeckt. Weisst Du ob diese Abrechnungen lange aufbewahrt werden müssen?
Kassenunterlagen müssen 10 Jahre aufbewahrt werden. Das ergibt in der Summe durchaus eine recht stattliche Anzahl Bananenkartons (ich habe noch keinen Supermarkt gesehen, in dem die Unterlagen nicht in Bananenkartons lagerten) voller Papier. Bei mir sind es etwa 80 Kartons, die sich angesammelt haben und seit etwa zwei Jahren glücklicherweise nicht mehr, sondern nur noch gewälzt werden. Meine stehen mittlerweile nicht mehr hier in der Gastfeldstraße sondern in der Halle, das hat hier für ganz viel Platz gesorgt…
Besonders geruchsempfindlich bin ich nicht und war ich auch noch nie, mit den daraus entstehenden Konsequenzen ("Kannst DU das mal saubermache…") kann ich ganz gut leben und besonders auch der vergorene Getränkesud in und aus dem Leergutautomaten, bzw. in unserem Container auf dem Hof, bereitet mir überhaupt keine Probleme. Manche Sachen bereiten aber sogar mir Kopfschmerzen – und das fast im wahrsten Sinne des Wortes.
Als wir zu zweit das Lager betraten, kam uns ein ganz übler, irgendwie stechender Geruch entgegen, der vor allem an verfaulten Fisch erinnerte. Ohne darauf zu reagieren, setzen wir uns in das kleine Büro und erledigten ein paar Dinge. Innerhalb von zwei Minuten verspürte ich den Drang, der Ursache für den Gestank auf den Grund zu gehen.
Fündig wurde ich schließlich im Einwegcontainer (da, wo die geschredderten PET-Flaschen und Dosen hineinfallen) des Leergutautomaten. Was nun letztendlich genau dafür verantwortlich war, ließ sich nicht ermitteln – aber es mutete an wie ein altes Konzentrat aller Müllcontainer einer Fischfabrik.
Das kann sich ja eigentlich nur in irgendwelchen Flaschen befunden haben, die ein Kunde in den Automaten geworfen hat.
Aber was zur Hölle war das?!?