In der Nacht war ein indischstämmiger Kunde mittleren Alters hier im Laden. Am Schluss seines Einkaufs hatte er eine Handvoll Kleingeld übrig und erkundigte sich, ob wir eine Kaffeekasse oder Spendendose hätten. Mein Mitarbeiter verwies auf die (inzwischen wieder geleerte) Spendendose vom
Kinderhilfswerk und was ist die einzige Frage, die dem Inder dazu einfällt: "
Und das ist auch garantiert nicht für die Juden?"
Wusste gar nicht, dass Inder so eine Panik vor Juden haben.
Ich halte gerade den aktuellen Handzettels eines recht großen Mitbewerbers in der Hand. "Mitbewerber" ist in diesem Fall ernst und nicht als Euphemismus für "Konkurrent" gemeint, denn der Laden ist gut 50km von hier entfernt.
Zurück zum Handzettel: Mit etwas Neid und Bewunderung fällt mir eine ganze Seite voller exotischer Biere auf. Um mal ein paar Namen zu nennen: Real American Porter, Route 66, The Raven, Cubanero, Moosehead, Birra Moretti, Chang Beer, Tiger Lager Beer, Lapin Kulta, Abbot Ale, Chili Beer und noch viele mehr.
Moosehead?
Cubanero? Ich glaube, ich muss mich mal auf Shoppingtour begeben.
Äh, Mooooooment mal.
Bucanero?
Cubanero? Das Etikett sieht, von den beiden vertauschten Buchstaben mal abgesehen, absolut identisch aus. Was soll
das denn? Auf der Suche bin ich
über diesen Forumseintrag gestolpert. Die Erklärung klingt jedenfalls plausibel.
(PS:
www.famila-nordwest.de)
Von einem Einzelhändler-Kollgen (Danke, Jens!) habe ich diese Steckschilder für Gemüse, aber auch Käse und Fleisch/Wurst bekommen. Interessantes Detail: Die Dinger haben einen "SPAR-"Aufdruck.
Er wollte sie wegwerfen. Ich habe eigentlich auch keine Verwendung für die Schilder und nichtmal den Platz, um sie hier zu lagern, aber wegwerfen mag ich sie nicht. Verdammte Zwickmmühle.
Ich habe noch einen kleinen Nachschlag zu der Geschichte "
Alkohol kaufen mit Nachdruck" vom 19. Februar 2010.
Gerade mal drei Tage später, also am 22. Februar, war nämlich im
Weser Kurier der folgende Artikel zu lesen. Die Zeitung lag hier die ganze Zeit unbeachtet auf dem Schreibtisch. Biddeschööön:
Hier der erste Versuch eines Freundes von mir, meinen Laden und das restliche Gebäude drumherum bei Google Earth als 3D-Objekt einzubinden.
Fehlen noch ein paar Texturen (und die Datei auf dem Google-Server), aber der Ansatz ist doch schonmal ganz nett.
Sitzt und passt.
Sieht zwar nicht "schön" aus, aber doch zumindest ordentlich. Und da fällt mir gerade ein, dass ich hier noch einen fast vollen Pott weißes Hammerite stehen habe. Damit könnte man den Streifen optisch noch etwas "neutralisieren".
(Allerdings sieht das Blech jetzt nur auf dem Bild so sehr dunkel aus da der Blitz von der diffusen Wand natürlich anders reflektiert wurde als von dem blanken Metall.)
Zwei Kundinnen, beide etwa Anfang bis Mitte zwanzig, tätigten einen mittelgroßen Einkauf. An der Kasse stellten sie fest, dass ihnen zur Gesamtsumme etwa zwanzig Euro fehlen.
Das ist normalerweise kein Problem: Die meisten Kunden picken schnell ein paar weniger wichtige Teile heraus, die dann storniert werden und schon passt das alles wieder. Zweckmäßigerweise nimmt man dazu ein paar höherpreisige Artikel, um den Vorgang zu beschleunigen.
In Anbetracht der beiden langen Schlangen an der Kasse schlug meine Kassiererin vor, einfach ein paar der Spirituosen- und Weinflaschen zurückzulassen.
Das war natürlich an einem Samstagabend ein ganz schlechter Vorschlag.
In einem recht zähen Hin und Her entschieden sich die beiden nach und nach für alle möglichen günstigeren Produkte, die storniert werden sollten. Hier ein Jogurt, da ein Schokoriegel, hier ein Tütchen Chips, da eine Tüte Maggi Fix – alles in allem ein Vorgang, den man auch sehr passend mit "Mühsam nährt sich das Eichhörnchen" hätte beschreiben könnte.
Nachdem dann doch tatsächlich knapp zwanzig Euro storniert waren, ging es weiter. Sehr zur offensichtlichen Freude der inzwischen schon recht genervt dreinguckenden wartenden Kunden hinter den beiden Frauen...
Wow: Der Kunde, der vorgestern die ihm angeblich falsch verkaufte Telefonguthabenkarte reklamierte, war eben da und hat sich für das "Missverständnis" und den Stress entschuldigt. Er hatte in die falsche Jackentasche gegriffen und den Irrtum erst viel später bemerkt.
Auch wenn er sich jetzt extra die Mühe gemacht hat, herzukommen und uns auf das Thema anzusprechen: So
richtig glaubwürdig klang die Erklärung nicht. Keine Ahnung, warum. Ist so ein Gefühl...
Irgendein Witzbold hat im Veganregal überall zwischen die (nicht eingeschlossenen) Packungen mit Tofu- und Gluten-Produkten BiFis gesteckt.
Wollte wohl die eingefleischten Veganer erschrecken.
Eine ältere Stammkundin erblickte mich eben ganz überrascht und sagte: "
Ich seh' Sie so selten. Da dachte ich schon, Sie sind gar nicht mehr hier."
Wie schon so oft erklärte ich ihr, dass ich eigentlich selten nicht da bin und natürlich auch mal im Büro zu tun habe und dass wir uns sicherlich immer nur gerade verpassen würden.
"Wie schon so oft" deshalb, da sie mir mitunter zweimal pro Woche sagt, dass sie mich so selten hier sieht.
Dieses Bild habe ich vor einigen Jahren von jemandem bekommen, der hier eine Kassenschulung durchgeführt hat. Ich fand's witzig und habe es dann an die Kasse gehägt. Zur allgemeinen Erheiterung, dachte ich. Falsch gedacht: Ein großter Teil der Kunden und auch Mitarbeiter fand das Bild "rassistisch und überhaupt nicht witzig" und so verschwand es nach einiger Zeit wieder.
Witzig? Rassistisch? Wie seht ihr das?
Ich gab einer Kundin ein paar Artikel aus der Vegan-Vitrine. Sie konnte kaum glauben, dass diese Produkte eingeschlossen sind und fragte völlig verdutzt: "Warum geht man zum SPAR und klaut Tofu?!?"
Tzja...
Heute habe ich
mein Blech von dem Metallbaubetrieb wiederbekommen, nachdem ich bei dem Versuch, zwölf Löcher mit Senkung selber zu bohren, kläglich gescheitert bin. Ich gebe zu, dass ich das Material (Edelstahl) extrem unterschätzt hatte.
Am Wochenende werde ich das Blech dann wohl endlich an der Kühlraumtür montieren können. Hoffentlich warten in den Wänden nicht noch irgendwelche unangenehmen Überraschungen auf mich...
Eine Frau stand mit ihrem Kleinkind vor dem Leergutautomaten und hatte eine recht große Menge Leergut dabei. Das kleine Mädchen wollte un-be-dingt die Flaschen in den Automaten stopfen und seine Mutter ließ es gewähren.
Nicht nur ein paar Flaschen übernahm der Nachwuchs. Nein, den ganzen Sack sollte oder wollte und durfte die Kleine in den Automaten stecken. Das wäre auch alles nicht weiter problematisch gewesen, wenn das Mädchen etwas größer gewesen wäre, sagen wir mal mindestens 30cm, und auch schon über eine etwas ausgeprägtere Motorik verfügt hätte.
So verkam die Aktion zu einer Groteske. Zunächst amüsierten sich die dahinter stehenden Kunden noch über die unbeholfenen Versuche des Mädchens, die Flaschen von unten irgendwie in die Öffnung vom Leergutautomaten zu bugsieren. Als die Schlange länger und vor allem unruhiger wurde, nahmen wir den Wartenden das Leergut manuell ab.