Ich bin mir gerade nicht sicher, ob das nur eine subjektive Empfingung ist, oder ob die Entwicklung tatsächlich dergestalt ist – aber ich habe das Gefühl, dass in letzter Zeit vermehrt Artikel geklaut werden, von denen ich es in dem Maß nie erwartet hätte.
Eine recht undurchsichtige und vor allem wenig vertrauenerweckende Type öffnete meine nur angelehnte Bürotür. Ohne anzuklopfen lugte er plötzlich herein. Als er mich darin entdeckte, machte er schnell die Tür ganz auf auf stellte die Frage: "Gann 'sch hier Pragtigum machen?"
Man fängt an, auf diese Frage allergisch zu reagieren.
Schade eigentlich, dass das Spinnennetz in der leeren Bierkiste auf dem Foto nicht so richtig zur Geltung kommt. Im hellen Sonnenschein, der sich diffus den Weg durch die Glasbausteine ins Lager bahnte, wirkte das Stillleben mit den silbernen Fäden und dem grüngrauen Kasten durchaus künstlerisch wertvoll...
Nicht, dass ich die Kombination für unmöglich halten würde, aber ich glaube, dass das gerade eben der erste dunkelhäutige Vegetarier war, mit dem ich in meinem Leben gesprochen habe.
Ohne die Vegan-Vitrine wäre man darüber wohl nie ins Gespräch gekommen.
Wenn Premium die Flaschen nun auch noch mit ganz kapitalistischen Strichcodes ausstatten würde, wäre der Einzelhändler mit seinen Scannerkassen vollends zufrieden.
Hat die Kundin Schadensersatzansprüche oder nicht? Nach meiner Meinung ist sie selber schuld.
Meiner Meinung nach hat sie nicht selber Schuld, denn offenbar war die Packung auf eine Art und Weise beschädigt, von der man nicht ausgehen musste.
Ich verstehe die Aufregung (und die Vorgehensweise der Mitarbeiter) nicht. Wenn bei mir sowas passiert, biete ich an, die Reinigungskosten zu übernehmen oder, falls eine Reinigung nicht mehr möglich und das Stück zum Totalschaden geworden ist, lasse das über meine Betriebshaftpflicht laufen. Der Kunde freut sich und ich habe selber keinen nennenswerten (finanziellen) Aufwand. Warum sollte ich deswegen einen großen Aufstand machen?
Vor ziemlich genau drei Jahren berichtete ich darüber, dass hier an der Ecke in den Geschäftsräumen der geschlossenen Bäckerei renoviert wurde. Hatte ich eigentlich jemals erwähnt, dass da wieder eine Bäckerei eingezogen ist?
Offenbar hatten sie einen dreijährigen Mietvertrag, der ebenso offenbar nicht verlängert wurde. Nun steht der Laden nämlich wieder leer.
Es gibt hier im Laden gute und schlechte Nächte. Oder zumindest "bessere" und "schlechtere". Die (fast) vergangene würde ich nun eher zu den "deutlich schlechteren" zählen: Übermüdet von den Anstrengungen der letzten Tage, Schmerzen und aus irgendeinem Grund (oder der Summe der vorgenannten Gründe) heraus komplett unmotiviert.
Einen Teil der Aufgaben, die ich mir vorsichtshalber auf einer kleinen To-Do-Liste notiert hatte, habe ich tatsächlich erledigt. Grob überschlagen etwa ein Drittel...
Okay, dass hier jemand mitten in der Nacht mehrere Stapel mit leeren Bierkisten anschleppt, hatten wir auch noch nicht.
Mir tun bei solchen Aktionen ja vor allem immer die unmittelbaren Nachbarn von mir Leid. Wir versuchen ja zumindest, möglichst viel Rücksicht zu nehmen – aber Kunden, vor allem die mit viel Leergut, denken daran leider nicht immer.
Ich staune: Da kommt eine kleine aber recht –öhm– auffällige Gruppe an Heranwachsenden in den Laden. Und was machen sie? Zumindest mal nicht die vorgeurteilten Erwartungen erfüllen. Da fängt doch einer an, während die anderen vor dem Regal standen und sich nicht entscheiden konnten, die Waren ordentlich zu stapeln. Wow.
Ein paar Herwanwachsende, die sich wohl gut kannten, trafen sich zufällig im Laden. Die recht umfangreiche Handschüttel-Zeremonie wurde eingeleitet mit einem "Wie geht's dir, du Wichser?" – was aber in dem Fall (zumindest für mich als Außenstehenden) nicht so wirkte, als wenn es als Beleidigung gedacht gewesen wäre.
Aus privaten Gründen verabschiede ich mich ins Wochenende. Heute passiert hier nichts mehr und morgen werde ich genug zu tun haben. Sollte etwas Bloggenswertes passieren, erfahrt ihr es zeitversetzt nächste Woche.
Bis dann.
Nachtrag: Leider nicht so erfreulich, wie manch einer glauben mag. Ich hatte heute einen mehrstündigen Krankenhausaufenthalt und bin froh, wenn die Woche vorbei ist.