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Radiowerbung

Ein Mitarbeiter eines regionalen Radiosenders rief mich an und wollte mir Radiowerbung verkaufen. Die selbe Anfrage vom selben Sender hatte ich vor knapp zwei Jahren schon einmal. Ich las dem Anrufer sogar meinen Blogeintrag von damals vor, aber er meinte nur, dass sich seit dem viel geändert hat und dass er mir das liebend gerne mal vorstellen würde.

Termin Donnerstag Nachmittag. Ich bin gespannt.

Natürlich hätte ich auch pauschal ablehnen können, aber so habt ihr wenigstens zwei Beiträge zur selben Sache. Ich mach' das doch nur für euch. :-)

Physikstunde

So, meine Lieben: Heute behandeln wir in unserem kleinen Physikuntericht ein Thema aus der Thermodynamik: Die Entropie.

Damit ich nicht für jeden einzelnen Zettel die jeweilige Personalakte aus dem Schrank holen, öffnen und nach dem Einheften wieder wegpacken muss, sammle ich sämtliche Personalunterlagen immer eine Weile als Loseblattsammlung in einem Fach. Ab und zu sortiere ich mir die Unterlagen erst nach den drei großen Kategorieren "Findorff", "Neustadt Fest" und "Neustadt Aushilfe". Diese drei Stapel zerlege ich dann jeweils in kleinere Häufchen für jeden Mitarbeiter, die ich dann in die einzelnen Mappen hefte. Hat sich eigentlich bewährt.

Dumm nur, wenn man auf seinem Schreibtisch rund ein Dutzend kleine Zettelhäufchen liegen hat, Feierabend machen muss, am nächsten Tag nicht die Zeit findet, die Haufen wegzusortieren. Dann stößt man mal irgendwo gegen, verschiebt was, legt die Post oben drauf, zieht wieder was aus dem Stapel raus, dann kommt ein Bestellformular von einer Kollegin dazu, dann verrutscht der ganze Papierstapel wieder und so weiter und so fort… Man kennt das ja: Aufräumen ist anstrengend und man muss sich konzentrieren und die Unordnung entsteht scheinbar von ganz alleine.

Entropie. Umgangssprachlich das Maß für Unordnung. Ist nicht wirklich korrekt und auch nicht in Zahlen darstellbar, aber eine bildhafte Beschreibung muss an dieser Stelle reichen. Es gibt Doktorarbeiten über dieses Thema, also bitte…
Entropie kann nicht wieder rückgängig gemacht werden, zumindest nicht, ohne einem System wieder zusätzliche Energie zuzuführen. Ein Glas mit heißem Wasser kühlt sich auf Raumtemperatur ab (viel Entropie, im Durchschnitt bleibt es im ganzen Raum gleich warm), aber wenn das Wasser wieder heiße werden soll, muss zusätzliche Energie (E-Herd, Gasbrenner, Wärmetauscher) zugeführt werden.

Zurück zu meinem Schreibtisch: Im Laufe der letzten Woche habe ich beobachtet, wie die Entropie in meinen Zetteln immer größer und größer wurde. Will ich daraus wieder einen nutzbaren Zustand schaffen, muss ich viel Energie aufwenden. Nämlich alles einmal wieder zu einem Haufen zusammenraffen und neu auslegen. Ich verspreche, dass ich die Häufchen dann aber gleich weghefte.

Der Beitrag musste jetzt einfach mal sein. :-)

Etikett auf fast leerem Aufsteller

Im Vorbeigehen auf einer weißen Pappe eines fast leeren Aufstellers ein abgerissenes Warensicherungsetikett gefunden. Selten, dass wir die Dinger so auffinden, dass sie deutlich erkennbar mitten im Blickfeld einer der Kameras liegen. So lief ich zwar mit einem grummeligen Gefühl im Bauch, aber auch mit der Gewissheit, herausfinden zu können, wer da eventuell etwas geklaut hat, ins Büro.

Die Aufzeichnung endet leider in der Nacht zu Donnerstag, aber bis dahin (resp. seit dem, ich habe ja rückwärts gesucht) liegt das schwarze Etikett da unverändert herum. Tzja, ist dann also irgendwann vor Mittwoch Abend passiert. Mist. Wäre ja auch zu schön gewesen… :-(

Ungeschicktes Verpackungsdesign

Wir haben momentan einen Aufsteller mit Mini-Kabanossi hier im Laden stehen. Immer drei Packungen sind zu einer großen zusammengefasst. Verkaufspreis: 1,98€ pro Packung.

Nun kam ein Mitarbeiter zu mir und meinte, dass der Artikel für 99 Cent in der Kasse sei. Großes Rätselraten: Wie soll das denn gehen, zumal der Preis im Warenwirtschaftssystem korrekt hinterlegt ist. Noch mehr Rätselraten und ein dickes Fragezeichen über meinem Kopf.

Irgendwann kamen wir dann drauf: Die einzelnen Kabanossi-Packungen sind ebenfalls in der Kasse hinterlegt – und zwar für 99 Cent. Und wenn die Packungen etwas unglücklich in der großen Packung liegen, taucht (und das ist gar nicht mal so ein großer Zufall gewesen, sondern ganz leicht zu reproduzieren) der Strichcode der einzelnen Packungen im Sichtfenster der großen auf. Gleich mal in der Warenwirtschaft entsprechend anpassen. Das würde mir doch auf Dauer zu teuer werden… :-O


Dickes Remi-Paket

Vor allem irgendwelche Sammelmagazine (Figuren, Modelle, Handarbeiten, basteln etc.) sind meistens so unförmig, dass man sie nur schlecht zu Paketen für die Remission zum Pressegrossisten bündeln kann.

Weil wir dieses Mal besonders viele hatten, sollten meine Mitarbeiter die Dinger ganz pragmatisch in einen Karton stecken und den dann mit dem Remissionsbeleg versehen. Der Karton war dann doch "etwas" größer:


Wie Urlaub

Ein Kunde, dem es an der Kasse nicht schnell genug ging, betitelte uns alle pauschal als "behindert" und außerdem würde es hier ja für ihn bei je-dem Einkauf wie Urlaub sein, weil wir ja allesamt so langsam und träge wären.

Wenn man dieses Schild lesen kann…

Fundstück unter dem Toilettenpapier. Ist natürlich ärgerlich für die Kunden, wenn ein wichtiges Produkt wie Klopapier alle ist, allerdings sollten die Kollegen ihren "Ich bestelle besser als du"-Kleinkrieg nicht gerade auf diese Weise mitten im Laden austragen. :-O

Ich meckere nicht oft mit meinen Leuten. Diesmal schon.


Volles Zotter-Regal

Die Pappe, die unsere Kleine vorhin nicht nur zur, sondern auch in die Papppresse befördert hat, stammte übrigens von einer riesigen (über 2000€ Einkaufswert!) Zotter-Schokolade, vor allem die 70g-Tafeln. Damit ist das Regal wieder schön voll.

Auf Dauer werde ich das komplette Sortiment wohl nicht behalten, spätestens mit den geplanten Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen werde ich die Fläche wohl deutlich eindampfen. Wie das im Detail aussehen könnte oder wird, kann ich momentan aber noch nicht sagen. Da ist noch alles offen…