Vor ein paar Wochen gab es einen Rückruf für eine bestimmte Charge Desperados-Bier. Es bestand keine Gesundheitsgefahr, sondern es soll sich nur um eine "Abweichung von den Spezifikationen" gehandelt haben. Dazu reichen ja schon mitunter kleine Abweichungen in Geschmack, Alkoholgehalt, Farbe und ähnlichen relativen Belanglosigkeiten.
Nun weigerte sich unser Getränkegroßhändler aber, den Rest so mitzunehmen. "Nur vollständige Kisten", hieß es dort. Wir sollen uns doch bitte an den Außendienstmitarbeiters der Brauerei wenden, die Desperados hier vertritt und ihm die Flaschen mitgeben. Da wir den (so weit ich weiß) noch nichtmal kennen und auch nicht regelmäßig besucht werden, hätte ich da erstmal einen Kontakt aufbauen müssen. Ächz…
Die Entscheidung fiel dann auf den kurzen Dienstweg : Privatverbrauch im Laufe des restlichen Sommers.
Das bei unserer
Tombola im Markt in Findorff eingenommene Geld wollte ich ja komplett der
DGzRS spenden. Leider haben wir während der Tombola gar keine 400 Euro zusammenbekommen. Wir hatten zwar 400 Lose besorgt, aber leider sind uns auf etwas mehr nach der Hälfte die Gewinne ausgegangen. Insgesamt kamen wir auf diese Weise leider auf "nur" rund 260 Euro. Den Rest auf 400€ habe ich aus eigener Tasche aufgestockt.
Dazu kamen nochmal zwanzig Euro eines Bloglesers, der aber aufgrund der Distanz gar keine Lose und folglich auch keinen Gewinn bekommen konnte. Dieses Geld legte ich fairerweise noch einmal obendrauf, so dass eine Gesamtsumme in Höhe von
420 Euro zusammenkam. Und genau die habe ich soeben an
die Seenotretter überwiesen!
Am vergangenen Wochenende war dieser Artikel über mich und dieses Blog in der Sonntagszeitung in
Syke zu finden. Ganz herzlichen Dank an die Redakteurin Manuela Kanies für diesen (wie ich finde) wirklich schönen und sehr gelungenen Text!
Ein Kunde mittleren Alters wirkte etwas "neben sich". Zuerst gab er etwas Leergut am Automaten ab. Als er damit fertig war, begann er seinen Einkauf. Zunächst ein paar Pakete Frischmilch. Danach ging er in die Getränkeabteilung und füllte seine Tasche mit den selben Bierflaschen auf, von denen er zuvor Leergut abgegeben hatte.
Danach ging er wieder zum Leergutautomaten zurück, öffnete seine Tasche und stopfte zunächst die Bierflaschen in das Ding. Irgendwann kam er bei den Milchpackungen an, die er – oooh – ebenfalls in das Annahmewerk des Gerätes legte. Natürlich verweigerte der Automat die Annahme und blockierte komplett.
Nachdem der Mann noch ein paar Minuten versuchte, noch mehr Tetrapacks und Bierflaschen zu dem Bereits im Rücknahmeautomaten liegenden Paket zu stopfen, kam ein Mitarbeier vorbei, der schließlich helfend eingriff.
Das Schlimmste ist, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass der Mann das alles ganz und gar nicht in böser Absicht getan hat.
Lars hat mir dieses Foto eines SPAR-Marktes in Berlin zugemailt. Vielen Dank auf dafür!
Hey Björn,
auch wenn der Kiezmarkt aus der Heimat kommt fand ich ihn recht originell. Gefunden hab ich ihn gestern in Berlin Pankow.
Die Schriftzüge mal aufgeschrieben weils arg klein ist: "Se wolln ne Feier?
Kalle bringt was nötich is!"
"Unser Partyservice"
"Bei Kalle Kiez jibts allet immer janz frisch!"
"Unsere Frischegarantie"
"Bei Kalle könnse vor und nach der Arbeet einkoofen!"
"Freundliche Öffnungszeiten"
Top Werbeslogans wie ich finde.
Jo, wa? Find ick ooch lustich.
"Die Flaschen ordentlich hintereinander…"
Na,
ihr wisst schon.
Der Außendienstmitarbeiter eines Energydrink-Herstellers hatte ein im ersten Moment recht cool wirkendes Angebot für uns: Zwei (große) Aufsteller mit Energydrink-Dosen bestellen und dafür ein kleines Motorrad bekommen.
"Kleines Motorrad" bezeichnet in diesem Fall ein sogenanntes "
Pocket Bike". Die Dinger bekommt man neu schon für deutlich unter 150 Euro.
Bestellen müssen hätten wir dafür allerdings über 800 Getränkedosen mit einem Gesamteinkaufspreis von über 800 Euro. Das wäre
ziemlich viel Ware gewesen.
Aber das Mini-Motorrad..?
Ganz ehrlich? Ich glaube, damit wäre man ein paarmal herumgefahren und dann wäre das Dingens irgendwo im Keller oder in der Garage verstaubt. Also habe ich das Angebot abgelehnt. Und wenn mir irgendwann mal der Sinn nach einem Pocket-Bike stehen sollte, kann ich mir so ein Teil immer noch kaufen.
Ein älterer Kunde reklamierte einen Kassenbon von Anfang letzter Woche. Er hatte doch nur zwei Gemüsezwiebeln gekauft, aber ihm wurde bei mir hier an der Kasse eine Schale Möhren berechnet.
Das war natürlich schwer nachzuvollziehen. Da die Preisdifferenz (und damit ein möglicher Schaden für mich) doch eher gering war und ich dem Herren auch nicht unbedingt böse Absichten unterstellen würde, schrieb ich ihm die Preisdifferenz gut. Als Maßstab nahm ich zwei durchschnittlich große Gemüsezwiebeln, ermittelte die Differenz und zahlte ihm das Geld aus.
An der Kasse fiel mir schließlich auf, warum die Verwechslung wohl passiert sein könnte: Die Zwiebeln haben bei uns die Artikelnummer 7287 und die Möhren die Nummer 7587 – da reicht ja unter Umständen schon ein winziger Ausrutscher mit dem Finger auf der Tastatur und schon werden die Möhren rund, dick und mehrhäutig.
Einer der Momente, in denen man zunächst "Häh?!?" denkt, im zweiten Moment ebenfalls und später, wenn man sich die Sache nochmal durch den Kopf gehen lässt, kommt wieder nur ein "Häh?!?" dabei heraus.
Eine Kundin brauchte Hilfe in der Getränkeabteilung. Ein Kollege ging hin und zeigte der Frau, die "Beck's Pils im Sechserträger" haben wollte, den gewünschten Artikel.
Hier, bitteschön.
Ich suche aber Pils.
Das ist das normale Beck's Pils.
Ich weiß nicht…
Doch, das ist so.
Hmm, vielleicht möchte ich doch lieber ein anders Bier. Ich suche Pils, wissen Sie?
Der Kollege kam etwas verzweifelt ins Büro zurück:
Geh' du mal hin.
Wieso, was ist denn?
Frag' nicht…
Tat ich auch nicht, sondern ging selber zu der Kundin:
Was suchen Sie?
Beck's Pils, aber in den kleinen Flaschen.
Die haben wir hier als einzelne Flaschen und gleich daneben als Sixpacks, Sechserträger.
Ich suche aber Pils.
Ja, das ist Pils. Schon immer gewesen.
Was günstigeres als Beck's haben Sie nicht? Was ist denn das billigste Pilsbier, das Sie haben?
Da könnte ich ihnen unsere Eigenmarke "Ratskrone" anbieten.
Nee. Haben Sie noch andere günstige Sorten?
Ja, einige! Haake Beck, Bitburger, Hasserö…
…nee, das alles nicht.
Tzja, die Entscheidung kann ich Ihnen nicht abnehmen.
Dann bleibe ich wohl doch beim Beck's. Aber ich hatte sonst immer Pils, wissen Sie? Das mögen meine Freundinnen auch lieber als das Beck's, was Sie mir da eben gezeigt haben.
DAS IST PILS! Wirklich! Glauben Sie's mir einfach.
Da steht aber nichts drauf.
Doch, ganz klein auf den Flaschen.
Aha. Ach, ich weiß nicht so recht.
Ich hatte das Gefühl, so nicht weiterzukommen und ließ sie mit einem freundlichen Gruß und dem Hinweis, dass ich ihr nun alles gezeigt hatte, in der Abteilung stehen. Immerhin: Letztendlich kam sie mit einem Träger Beck's Pils an die Kasse. Juhu.
Unser
großer Kühlschrank, den ich vor ein paar Jahren (und zu Beginn der Nachtschicht-Phase) gekauft hatte, macht uns immer wieder Kummer. Erst das
Malheur mit der Tür und nun das: Eine Fassung (und seltsamerweise auch deren beiden Kabel) ist angeschmort und daher bleibt das Licht erstmal aus.
Die Kabel liegen natürlich
richtig leicht erreichbar unter einer einfach zu entfernenden Abdeckung kaum erreichbar im Gehäuse des Möbels und bis wir die Motivation finden werden, da ranzugehen, wird es wohl noch eine Weile dauern.
Inzwischen ist unser Handchecker
wieder repariert. Die gebrochene Halterung für Platine, die auch die beiden Gehäuseteile zusammenhält, haben wir mit Sekundenkleber zusammengesetzt…
…und das graue, eingerissene Gehäuse des Gerätes haben wir großzügig mit Pattex Baukleber (ich liebe das Zeugs!) ausgefüllt. Hält bombenfest und vielleicht haben wir so ja jetzt erstmal wieder sieben Jahre Ruhe mit dem Ding.
Der Großteil der Post, die ich hier in dir Firma bekomme, bedeutet Arbeit, Stress oder Kosten: Formulare vom Arbeitsamt oder irgendwelchen Versicherungen, Werbung, Behördensachen oder schlicht und einfach Rechnungen.
Trotzdem freue ich mich nach wie vor und seit Jahren täglich auf die Post, Mensch ist nunmal neugierig.
Und nun? Ist der Briefträger der Deutschen Post schon den zweiten Tag in Folge hier vorbeigegangen, ohne auch nur einen einzigen Brief abzuwerfen. Und sogar von den privaten Postdiensten habe ich seit gestern keinen einzigen Brief bekommen. Eigentlich sollte ich mich freuen, aber irgendwie ist das insgesamt eher enttäuschend.
Ein Versandhandel für Bonrollen rief mich an und wollte mir im Telefonverkauf die unterschiedlichsten Papierrollen für meine Kassen und ec-Geräte anbieten. Ich Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass sie die Rollen, die ich für meine Kassen benötige, nicht regulär im Sortiment haben. Seine Erklärung:
"Da haben Sie Kassen im Einsatz, die nicht für den Einzelhandel gedacht waren. Gastronomie vielleicht."
Wie, bitte? Nicht für den Einzelhandel gedacht? Die "Beetle"-Kassen von Siemens/Wincor/Nixdorf sind zwar nicht mehr die allerneuesten, waren aber bis vor ein paar Jahren in etlichen tausend Supermärkten in Deutschland im Einsatz. Zum Beispiel hat der Discounter PLUS sie verwendet, SPAR sowieso, sonst hätten wir sie ja auch nicht.
Das war's dann mit der gefühlten Fachkompetenz.
Ich mag es, wenn auf fertige Werbeschilder diese "LCD"-Anzeigen zum selbstbeschriften aufgedruckt sind. Mal eben mit einem schwarzen Stift die nicht benötigten Felder ausmalen – fertig.
Lustig finde ich es immer wieder, wenn Leute die Dinger unwissentlich invertieren und das, was sie schreiben wollen, mit schwarzer Farbe ausfüllen und die nicht benötigten Felder weiß lassen. Die Lesbarkeit dieser Preisschilder geht dadurch natürlich gegen null. Und
das sieht man sogar relativ häufig.