Folgende E-Mail mitsamt Foto hat mir Felix geschickt:
Hallo Björn,
ich lese täglich in deinem Blog und bin daher vermutlich für (aus meiner Sicht) skurrile Dinge aus dem Lebensmittelbereich sensibilisiert.
Letztens ins mir in Meerbusch-Osterath (nahe Düsseldorf) ein Automat aufgefallen, an dem man sich Eier "ziehen" kann. Aus meiner Sicht schon eine lustige Idee, falls die Ladenöffnungszeiten in der Gegend nicht so kundenfreundlich sind, oder jemand zu einer unmöglichen Zeit noch frische Eier benötigt.
Mich würde auf jeden Fall interessieren, ob dir solche oder ähnliche Automaten bisher schon aufgefallen sind, evtl. in manchen Gegenden Deutschlands ganz alltäglich sind.
Es gibt zumindest hier in der Nähe in einem etwas ländlicheren Stadtteil einen Automaten
aus dem man sich Kartoffeln ziehen kann. Zumindest konnte man es mal. Der Container steht zwar noch an Ort und Stelle, aber ob man dort mit Euro bezahlen kann, habe ich immer noch nicht überprüft.
Ansonsten sind mir solche Automaten nicht bekannt. In ländlichen Gegenden sieht man aber dafür häufiger mal unbesetzte Verkaufsstände, in denen ehrliche Kunden ihr Geld passend in eine Dose (oder manchmal sogar nur ein offenes Gefäß) werfen und sich die Ware dann mitnehmen. Hier in der Stadt könnte man sowas nicht machen. Da wären Gemüse und Geld in kürzester Zeit geklaut und nach einer Nacht der Stand umgeworfen und angezündet.
Als
Ritter-Sport-Botschafter hat man auch ein paar Verpflichtungen: Man muss neue Sorten probieren.

Bislang war der "Job" ganz entspannt, aber dafür gab es nun ein weiteres Überraschungspaket: Eine Box gefüllt unter anderem mit den neuen Wintersorten und ein paar Mustern der ganz neuen Sorte Weiss+Crisp.
Was ich mit den Poloshirts und der Jacke mache, weiß ich noch nicht. Da es nicht "meine" Farben sind, werde ich sie nicht tragen. Vielleicht verlose ich die auch hier im Blog. Interesse?
Achja, (m)eine individuelle Botschafter-Tafel gab es auch. Ich habe sie jetzt der Vollständigkeit halber hier aufgenommen – und ausdrücklich
nicht, weil ich das Foto von mir so gelungen finde. Das Bild war am Endes des "
Botschafter-Treffens" bei Ritter-Sport entstanden. Die Nacht davor war kurz und wir waren alle völlig k.o.
Irgendetwas hat am Vortag unser Warenwirtschaftssystem durcheinandergebracht. Ein Kollege soll 22623 Artikel erfasst haben, die einen Gesamtwert von -4.856.152,36€ haben (Warum
Minus?). Von den knapp 23000 Artikel sind insgesamt 27319 Stück (na, merkt ihr was?) über den Scanner gezogen worden.
Noch schöner ist, dass lt. Kassenbericht eine Auszahlung in Höhe von fast 10 Millionen Euro stattgefunden hat. So viel Umsatz habe ich hier zwar nichtmal in einem Jahr – aber gut, vielleicht hatter der Kollege ja gerade zufällig so viel in seiner Kasse liegen. Die 50 stornierten Artikel im Wert von etwas über drei Millionen kann man dabei schon fast vernachlässigen.
Was auch immer da passiert sein mag – ich hoffe, dass die netten Mitarbeiter unserer Hotline das wieder hinbekommen.
Moin Björn,
als "Nachbarblogger" aus Visbek sende ich Dir mal einen Markt vom letzten Urlaub.
Ort: Padstow in Cornwall, Südengland.
Kleiner feiner Ort mit tollen Gassen und kleinen Shops.
Herzliche „internette“ Grüße sendet Ludger Freese.
Vielen Dank natürlich auch für dieses Bild und genauso "internetten" Gruß zurück.
Ein im ersten Moment etwas seltsam anmutendes Stillleben hier mitten im Laden. Aber der rote Korb wurde von meinem Mitarbeiter absichtlich dort so platziert, denn flach liegende, leere Paletten stellen eine nicht zu unterschätzende Stolpergefahr dar.
Gerade auch wenn auf einer Hälfte der Palette, so wie auf diesem Bild, noch ein hoher Turm mit Ware steht, übersieht man den flachen Teil besonders gerne:
Eine Kundin riss sich von der Rolle am Brotregal zwei der dünnen Knotenbeutel ab. Zunächst dachte ich, dass sie so viele Brötchen kaufen möchte.
Dann stülpte sie sich eine der beiden Tüten über die rechte Hand, fischte mit dieser dann die gewünschten Brötchen aus der Box und warf ihren "Handschuh" hinterher einfach unten auf die andere Ware im Regal.
Hätte sie die vorhandenen Zangen benutzt, hätte sie nicht nur das Brotregal ordentlicher, sondern auch noch noch bei mir einen besseren Eindruck hinterlassen.
Eine ältere Kundin stand etwas hilflos vor dem Leergutautomaten. Das Ding piepte vor sich hin und einen Bon hat er nicht ausgespuckt –
obwohl sie doch schon alle ihre Flaschen hineingetan hätte.
Ich guckte mir die Sache an. Wenn gar kein Bon herauskommt, hat sich möglicherweise das Papier im Drucker vertüdelt. Aber da lag ja noch eine Flasche in dem Gerät. Ich wollte sie gerade herausnehmen, als ich sah, dass dahinter noch eine Flasche lag. Was zum..?
Es lagen die sieben Flaschen der Kundin im Gerät. In einer Reihe unmittelbar hintereinander stauten sie sich vom Flascheneinzug bis zur Mechanik, welche die Flaschen auf den Tisch stellt.
Was passiert war? Nun: Die Kundin hatte ohne abzuwarten oder die rote/grüne Lampe oder die Signaltöne des Leergutautomaten zu beachten ihre komplette Sammlung in den Annahmeschacht gestopft. Zügig hintereinander weg. Dazu noch unglücklicherweise mit den Flaschenhälsen voran, so dass die Flaschen am sogenannten "Stopper" trotzem vorbeigleiten konnten.
Das hätte
jeden Leergutautomaten lahmgelegt.
Peter hat mir diese Rechnung aus einer ALDI-Filiale zugemailt. Da der Bondrucker der Kasse nicht so wollte, wie er sollte, hat man Peter im Büro den Bon als vollwertige Rechnung nachgedruckt.
Ich staune und finde gleichermaßen beeindruckend, dass das technisch überhaupt geht. Bei mir hier hätte ich dem Kunden im Zweifelsfall eine handschriftliche Quittung bekommen müssen.
Seit etlichen Jahren habe ich die Lebensmittel-Fachzeitschrift "
Lebensmittel Praxis" abonniert. Nun kamen mit der Post gleich drei Exemplare hier an. Allerdings auch mit drei verschiedenen Adressaufklebern.
Was ist denn da wohl schiefgelaufen?
Ich werde jedenfalls mal eine E-Mail an den Verlag schreiben und auf den Missstand hinweisen. Ob sich da jemand einen Spaß erlaubt hat?
Kurz vor Feierabend hatten wir noch ein nur sehr wenig erfreuliches Erlebnis mit einem ehemaligen Mitarbeiter, der dem Alkohol und anderen Drogen verfallen und inzwischen sogar schon bei der Polizei bekannt ist.
Gegen 23:45 Uhr betrat er den Laden und nahm sich zwei Flaschen Bier aus dem Kühlschrank. Nachdem er bis kurz nach 0 Uhr wirres Zeugs erzählt hatte, folgte die Feststellung, dass er gar nicht genug Geld dabei hat. Er redete weiter wirr und wollte wohl, dass ich ihm die Flaschen zu seinem Geburtstag (sofern ich das in dem Gelalle richtig verstanden habe) schenke. Wie käme ich denn dazu? Netten Leuten schenke ich etwas, aber nicht zwielichtigen Typen, die mir den letzten Nerv rauben.
In den folgenden Minuten wurden übrigens mir und den anwesenden Mitarbeitern die allerletzten Nerven geraubt. Der Angetrunkene krallte sich an den beiden Flaschen fest und weigerte sich, diese loszulassen. Langsam versuchte er, zum Ausgang zu gelangen. Der war aber längst abgeschlossen, so dass wir nicht weiter einzugreifen brauchten. Nachdem die Stimmung immer aggressiver wurde, beschloss ich irgendwann, die Polizei zu holen. Inzwischen standen und diskutierten wir schon über eine halbe Stunde herum und ein gewaltfreies Ende schien nicht in Sicht zu sein.
Doch auch die beiden Polizisten schienen nicht beeindruckender auf ihn gewirkt zu haben. Statt endlich aufzugeben, provozierte er die Polizisten, öffnete sogar eine der Bierflaschen und wurde immer gewalttätiger.
Das Ende vom Lied: Die Hände mit einer Handschelle auf dem Rücken fixiert wurde er im Streifenwagen mitgenommen. Dabei wäre es doch so einfach gewesen...
Anruf meines Kassierers über das interne Telefon:
"Ich kasse mich furz."
Ja, okay. Was ist denn?
"Ja, genau. DAS meinte ich genau so.
Man hörte die Zahnräder regelrecht rattern. Ich dachte, er wollte mir irgendwas mitteilen und sich dabei beeilen. Ein verhonepiepeltes "Fasse dich kurz" eben.
Nein, es war
wirklich so gemeint: "Kasse mich Furz."
Er musste mal.
Eine Kundin erkundigte sich bei einem Kollegen, ob wir überhaupt Cola hätten. Sie war offenbar das erste Mal hier im Laden und fand sich nicht ganz zurecht.
Aber ihr konnte geholfen werden. Natürlich haben wir
Coca-Cola. Alternativ können wir auch
Fritz-Cola,
Premium-Cola,
Afri-Cola,
Sinalco-Cola,
Pepsi-Cola,
Red-Bull-Cola,
Club-Mate-Cola, die
Voelkel-Bio-Guarana-Cola und auch die "
Gut & Günstig"-Eigenmarke anbieten. Zur Not hätten wir auch noch
Cola-Sirup. Und dann steht hier noch
DrPepper im Regal. Ist zwar per Definition keine Cola, aber bedingt durch die Farbe halten es viele für eine solche. Und wer es kohlensäurefrei möchte, könnte sich den "Cola-Mix" von
Capri-Sonne einverleiben.
Wir hatten sogar immer die "Guaranito" Guarana-Cola aus Fairem Handel. Aber da wurde leider die Produktion eingestellt.
Also? Welche darf's sein?
Rainer hat mir ein paar Bilder eines riesigen INTERSPAR-Marktes geschickt. Entdeckt hat er ihn in einem Einkaufszentrum in
Cassacco /
Udine /
Italien.
Wie groß der Laden nun genau ist, war leider auch anhand des abfotografierten Centerplans nicht genau zu erkennen, aber das Ding
ist groß.
Vielen Dank für die Fotos.
Eine Kundin mittleren Alters stand bei einer meiner Kassiererinnen an der Kasse und hate einige Teile im Wert von etwas über acht Euro eingekauft.
Als es ans Bezahlen ging, suchte die Kundin relativ lange und umständlich in ihrem Portemonnaie herum und legte schließlich eine 2-Euro-Münze auf den Kassentisch und sah meine Mitarbeiterin erwartungsvoll an. Diese reagierte aber zunächst gar nicht, denn schließlich fehlte da noch ein gutes Stück zum Gesamtbetrag.
"Da habe ich Ihnen das Geld hingelegt."
"Das reicht aber noch nicht ganz..."
"Ohh. Moment."
Die Kundin kramte in ihren Jackentaschen und ließ schließlich noch eine kleine Handvoll "Kupfergeld" (1-, 2- und 5-Cent-Münzen) neben die bereits vorhandenen zwei Euro gleiten. Meine Kassiererin sah sie mit großen Augen an und schüttelte den Kopf:
"Das reicht aber immer noch nicht. Haben Sie sonst kein Geld dabei?"
Die Kundin wirkte, als hätte sie einen lichten Moment und zog zielsicher einen Fünf-Euro-Schein aus dem Fach ihrer Geldbörse und drückte ihn meiner Mitarbeiterin in die Hand.
"Ich Dummerchen. Da, bitteschön."
Inzwischen hatte sich eine kleine Schlange hinter der Kundin gebildet. Die Kunden wirkten gleichermaßen genervt wie belustigt.
Als die Kundin den Fünfer herauszog, erspähte die Mitarbeiterin an der Kasse eine kleine rosaweiße Ecke, die verdächtig nach einer Zehn-Euro-Banknote aussah.
"Geben Sie mir doch einfach die zehn Euro, die sie da haben. Dann werden die Kunden hinter Ihnen nicht unnötig böse."
"Den wollte ich ihnen doch sowieso gerade geben."
Ohne weiteren Kommentar.