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Mercedesfahrer

Immer heißt es, Mercedesfahrer seien schlechte Autofahrer. Die Mehrheit kann mit ihren Wagen umgehen, wie auf diesem Foto zweifelsfrei zu erkennen ist. 2/3 der Fahrzeuge stehen korrekt auf den eingezeichneten Feldern auf dem Parkplatz eines Baumarktes hier in Bremen. Beim Wagen in der Mitte hat auch niemand vergessen, das Licht auszuschalten – wir wollten schlicht und einfach schon losfahren, als mir dieses wunderschöne Trio auffiel. Gut, der Wagen rechts im Bild steht perfekt mittig über der Linie, aber so war das schließlich nicht gedacht.

Und um mal gleich eine Sache vorweg zu sagen: Meiner hat sogar funktionierende Blinker! Das ist ja bei den meisten Wagen mit Stern ganz offensichtlich nicht so. :-)


Hier wurde Anjola hergestellt

Nach meinem Anjola-Beitrag vor ein paar Tagen hatte mir Fredo aus Ostfriesland dieses aktuelle Foto der Brauerey Feyen in Großefehn zugeschickt. Dort wurde Anjola hergestellt und bei dem Anblick ist ja auch klar, warum Leute davon ausgehen, dass das Gebräu auch noch weiterhin abgefüllt wird:


Mutti in der Kirche

Alle, bzw. viele SHELL-Tankstellen hier in der Gegend haben inzwischen ein großes SPAR-Logo über der Eingangstür hängen. Momentan macht SHELL oder der neue EIgentümer der Marke SPAR in Deutschland (keine Ahnung, wer letztendlich genau hinter der Aktion steckt) überall Plakatwerbung für die Shops. Vor allem mit dem Hinweis auf die Möglichkeit, nachts und am Wochenende einzukaufen. Einer der Sprüche lautet: "Kauf ein, wenn Mutti in die Kirche geht!"

Heute bekam ich ein Schreiben mit der Kopie einer relativ langen Unterschriftenliste. Der Absender war eine Kirchengemeide hier in Bremen und der Inhalt ist folgender:
Guten Tag, meine Damen und Herren,

das kann nicht Ihr Ernst sein!

Die o.a. Plakatwerbung stößt 4-fach übel auf: Als "Mutti" in die Ecke gestellt und Belächelt zu werden ist
– frauenfeindlich
– verletzt uns als Christen.
– Das dazu gehörige Bild macht ale Menschen lächerlich
– Außerdem sind wir der Meinung, dass der Sonntag so weit, wie irgend möglich als Ruhetag für die Beschäftigten und gemeinsamer Tag für die Familien erhalten bleiben und schon gar nicht als Einkaufstag beworben werden sollte.
Bis die Plakate entfernt werden, werden wir weder bei Shell tanken, noch bei SPAR einkaufen; und wir werden im beruflichen und privaten Umfeld sowie in der Kirche dafür werben, dass es uns möglichst Viele gleich tun.
Darunter eine Liste mit dutzenden Unterschriften.

Ich habe gerade mal eine E-Mail an die drei Pastoren /-innen geschrieben und erklärt, dass ich mit dieser Werbung nichts zu tun habe. Initiiert wurde sie von SHELL und/oder "E" und ist ausdrücklich nur für die Tankstellenshops gedacht. (Per Definition gibt es mich hier unter dem Namen SPAR ja sowieso nicht mehr, aber das ist eine andere Geschichte…)
Ein Boykott meines Ladens würde jedenfalls definitiv den falschen treffen und den Verlauf der Werbekampagne in keinerlei Weise beeinflussen können.

Mal gucken, ob irgendeine Antwort kommt.

Was man nicht alles tut…

Ein kleiner Junge hat sein Lieblingsspielzeug hier im Laden verloren. Ein kleines Teil, das unter eine der Tiefkühltruhen geschlittert ist. Der Vater war aufgelöst, die Mutter noch aufgelöster und der (geschätzt) vierjährige Junge war am aufgelöstesten. Hilfe musste her!

Nachdem ich zehn Minuten mit Taschenlampe und Stange bewaffnet auf den schmerzenden Knien vor den Truhen herumgerutscht war, hielt der Knirps seinen Flummi wieder in der Hand.

SMS statt Lauferei

Ich saß bei mir im großen Büro am Schreibtisch, als eine SMS eintrudelte: "Kannst du eben die Kasse abrechnen? Ich warte im Lager."

Jaja, in Zeiten von SMS-Flatrates spart man sich eben schonmal 20 Meter Fußmarsch und macht stattdessen lieber etwas Daumenakrobatik auf der Tastatur. :-P

(Okay, der Gedanke dahinter war ein anderer und durchaus löblich: Meine Mitarbeiterin wollte einfach nur nicht mit dem Geld in der Hand einmal quer durch den Laden laufen.)

FRoSTA Produktfriedhof

Bei den meisten (oder allen?) Herstellern verschwinden Produkte sang- und klanglos im Orkus. Ich habe noch keine Firmenwebsite gesehen, auf der ausdrücklich kommuniziert wird, welche Produkte nicht mehr hergestellt werden. Dabei würde das vielen Verbrauchern helfen, sich besser zu orientieren.

FRoSTA hat mit der Neugestaltung der Website frosta.de aber tatsächlich so eine Rubrik eingeführt. Und nicht nur das: Sie haben sie nicht nur "Produktfriedhof" getauft, sondern auch noch entsprechend morbide gestaltet.

Ich finde es ziemlich genial. :-)

FRoSTA Produktfriedhof / Screenshot frosta.de

Immer wird alles umgestellt…

Eine ältere Kundin suchte Teefilter. In gewohnter Vorgehensweise begleitete ich sie direkt bis zum Regal und zeigte ihr unsere Auswahl. Nebenbei bemerkte ich, dass die Filter aber sowieso eventuel bald woanders stehen können. Immerhin plane ich hier ein paar Optimierungen quer durch den Laden.

Ihre Antwort lautete etwa folgendermaßen: "Ja, das kennt man ja, dass in den Läden immer alles umgestellt wird."

Hey! Bei uns nicht!

Insolvenzverfahren

Mit der Tagespost trudelte hier heute Mittag ein Schreiben einer Anwaltskanzlei ein: Einer meiner kleineren Lieferanten hat offenbar Insolvenz angemeldet, das zuständige Amtsgericht ein entsprechendes Verfahren eingeleitet.

Mit Ware werde ich zunächst weiterhin beliefert, die Zahlungen sollen aber auf ein spezielles Konto erfolgen. Etwas seltsam fand ich den Hinweis, dass Zahlungen auf das ursprüngliche Geschäftskonto als nicht erfolgt gelten sollen.

Wie auch immer: Ich bin gespannt, wie es weitergeht – und hoffe persönlich, dass alles gut ausgehen wird.

Links CXV

Shop Lifter Game

Verbraucher schwenken um: Konserve statt Frischgemüse

Sorgenkind: Knapper Zucker

Google Panda gegen Klickfarmen und Nullseiten

Schöner Text über Oettinger-Bier in der Uncyclopedia

Kamps: Brötchen-"König" wird Milch-"Papst"

Verhängnisvoller Ladendiebstahl: 175 Tage in den Knast

Josef Zotter im Fazitgespräch

Foodwatch: Von Werbung, Wut und Windbeuteln

EHEC: Auch der Handel möchte entschädigt werden

Anjola?

Eine ältere Frau rief an und erkundigte sich bei mir, ob wir hier Anjola im Sortiment hätten. Hatten wir mal, sagte ich ihr, und auch, dass das Produkt seit 2008 leider gar nicht mehr produziert werden würde.

"Oh, das stimmt nicht. Ich hatte eben schon bei einem anderen Laden angerufen und die hatten Anjola vorrätig. Aber das ist mir zu weit", erklärte mir die Anruferin.

Irritiert rief ich kurzerhand beim ehemaligen Hersteller an. Das Unternehmen gibt es noch und dort erfuhr ich, dass die Produktion tatsächlich vor ein paar Jahren gänzlich eingestellt wurde.

Sofern es sich bei der Information aus dem anderen Laden nicht sowieso um ein Missverständnis handelte, riet ich der Frau, den Weg auf sich zu nehmen und dort den Restbestand aufzukaufen. Und dort auch mal vorsichtig auf das Haltbarkeitsdatum zu schielen, wenngleich der Inhalt der Flaschen (und das sagte ich ihr auch ausdrücklich) natürlich nicht nur deshalb gleich verdorben ist, weil da irgendein Datum in der Vergangenheit draufsteht. :-)

SPAR auf Lanzarote

Und noch ein SPAR von den Kanaren. Dank an Sengir für das Foto. Und, nein, wir verkaufen hier keine roten Gummiboote. Manchmal Gummibrote, wenn jemand mit den Haltbarkeitsdaten nicht aufgepasst hat, aber das ist eine andere Geschichte. :-D


Farbbandkauf

Die Farbbänder für unsere alten "BEETLE 50"-Kassen sind nicht leicht zu bekommen. Nicht, dass es sie gar nicht gäbe – aber eben nicht in vielen Onlineshops und dann auch teilweise nur für horrende Preise.

Ein größeres Angebot zu deutlich besseren Konditionen findet man, wenn man nach "EPSON ERC 32" sucht. Aber darauf muss man ja auch erstmal kommen. :-)

Fehlende Feiertage

Ein Mitarbeiter hat mich gerade darauf hingewiesen, dass in seinem Zeitkonto an einem bestimmten Tag Minusstunden bei ihm eingetragen sind, obwohl der Tag ein Feiertag war.

Bei genauerer Betrachtung fiel mir dann auf, dass in meiner Software für das gesamte Jahr noch keine Feiertage hinterlegt sind. Ich könnte schwören, dass die bis 2010 schon vorgegeben waren.

Naja, die Arbeit des Eintragens der Feiertage ist eine Sache von unter fünf Minuten und auch nicht kompliziert. Aber gut, dass das wenigstens überhaupt einem mal aufgefallen ist. :-)