Gestern Nachmittag ist mir hier in der Waterfront ein mehrere Meter langes, komisches Muster auf dem Fußboden vor einem der Läden aufgefallen. Ich hatte die dunklen Fliesen zwar schon häufiger gesehen, aber noch nie bewusst darüber nachgedacht, was die Kästen und Striche überhaupt darstellen sollen.
Beim nächsten Laden war wieder so ein Muster, allerdings mit einer minimal geänderten Anordnung der Striche und Kästen. Hmm… Was für einen Sinn soll das haben? Da wir in Laufrichtung, also von der schmalen Seite, auf die Zeichen blickten, erschloss sich nicht sofort, was mir ein paar Augenblicke in den Sinn kam: Binärzahlen. Und tatsächlich: Beim ersten Geschäft stand 00001, beim zweiten 00010, beim dritten 00011 und so weiter. Leider sind nicht alle Läden auf diese Weise (erkennbar) durchnummeriert, sondern nur diejenigen an der Außenseite – aber immerhin. Bestimmt ein Relikt aus der Zeit und den Planungen des Space Parks.
Wäre ja neugierig, wie vielen Besuchern das schon aufgefallen ist.
(Wer nachgucken will, wird evtl. auch den Fehler finden. Bei einer Zahl ist dem Fliesenleger wohl eine "1" zu viel reingerutscht…)
bildeten sich vor der Kühltheke erste Schlangen von Käufern, die sich in der Filiale der Kette «Veganz» für Käse-Alternativen aus Kartoffelstärke und Fleischersatz aus Weizeneiweiß interessierten.
Und dann regen sich Leute bald wieder über Formschinken und Analogkäse, der ja letztes Jahr groß in den Medien war, auf. Muss man alles nicht verstehen…
Der Vorteil moderner Geräte besteht darin, dass sie meistens über ein großzügig dimensioniertes Display verfügen, auf dem u.a. Fehlermeldungen ausführlich und im Klartext angezeigt werden. So z.B. bei meinem Lexmark C544, der mir hier mitteilen wollte, dass, ähm, also…
Ein langjähriger Stammkunde, dem Alkohol nicht abgeneigt, hat vor einer Weile die Grenze abwärts überschritten und sich Waren eingesteckt, die er ohne Bezahlung mitnehmen wollte. Anzeige, Hausverbot.
Das Hausverbot ignorierte er gestern und versuchte erneut, kostenlos seinen Alkoholpegel aufzustocken. Wieder gab es eine Anzeige, diesmal wohnte der Mann dem Ausfüllen des Diebstahlsprotokolles bei. Mein Mitarbeiter füllte Feld für Feld aus, Name, Adresse, etc. Beim Feld "Beruf" bestand der Mann darauf, dass dort "Alkoholiker" eingetragen wird.
Ja, hier ist alles in Ordnung. Die Installation der neuen Kassen hat problemlos geklappt, aber dennoch ist hier alles momentan sehr aufreibend: Selbst erfahrene Kassierer/innen fühlen sich in den ersten Stunden wie komplette Neulinge und (wie erwartet) tauchen an der Kasse in einer Tour nicht scanbare Artikel und natürlich auch Preisdifferenzen auf. Das war zu erwarten, denn zwei Kassensysteme mit mehr als 10000 Artikeln im laufenden Betrieb komplett abzugleichen, ist schon eine Herausforderung und war im Grunde nicht zu 100% zu schaffen. Es besteht vielleicht bei 5% aller Artikel Korrekturbedarf, aber sowas parallel zum normalen Geschäftsbetrieb zu machen, fordert natürlich etwas Zeit.
Udos Meinung zu dem Thema geht mit meiner konform, wenngleich ich als Supermarktbetreiber die Containerei auch durchaus skeptisch betrachte: Nicht nur Gutes landet im Restmüll, sondern auch Artikel bei denen eine ernsthafte Gesundheitsgefahr bestehen kann!
Wenn nichts dazwischengekommen ist (oder die neuen Kassen möglicherweise noch im alten Jahr installiert wurden), sind hier gerade die Techniker im Haus und tauschen unsere alten Siemens-Nixdorf "Beetle 50"-Kassen gegen ein modernes Kassensystem von NCR aus, das dann auch nach der Umflaggung auf Edeka hier bestehen bleibt.
Um eine neue Kasse aufbauen zu können, muss man natürlich erstmal die alte Hardware entfernen. So leer hat man den Platz hier an der Kasse seit zwölf Jahren nicht mehr gesehen. Kasse weg, Tastatur weg, Kundenanzeigen weg, Waage weg, Scanner weg, Geldeinsatz weg.
Momentan ist noch niemand von den Leuten in Sicht, die hier heute die Kassen installieren sollen.
Diese Verzögerung könnte natürlich auch mit diesem Weißen Zeugs zu tun haben, das hier seit gestern Abend vom Himmel rieselt. Abwarten. Irgendwie fühle ich mich gerade wie ein Kind am Tag vor Weihnachten.
Schönen Gruß vom 19. Dezember 2012. Im Idealfall sitze ich gerade im Büro und atme etwas durch, denn erfahrungsgemäß ist die Inventur um diese Zeit erledigt.