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TK-Hühnersuppentopf

Eine ältere Frau betrat den Laden und ging zielstrebig zu den Tiefkühlschränken. Dort nahm sie sich eine Packung gefrorene Hühnersuppe heraus, die sie auf ihrem Weg durch den Markt aus der Kartonverpackung schälte. Die Pappe legte sie auf einen Aufsteller und den Inhalt stopfte sie in ihre Umhängetasche. Wortlos ging sie hinter den an der Kasse wartenden Kunden vorbei und verließ mein Geschäft wieder.

Aufgefallen ist es leider erst hinterher, da ich die leere Packung dort liegen sah und auf der Videoaufzeichnung nachschaute, woher sie kam… :-(


NOOOOOOOOOOO!

Ein Kollege hat die Papppresse ausgeleert. Da sich darin allerdings die Bänder vertüdelt hatten, gab es ein kleines Papp-Desaster hier im Lager. Da lag der auseinandergeplatzte Ballen plötzlich vor der Presse auf dem Fußboden:



Das wäre nicht weiter schlimm gewesen. Man kann die Presse wieder neu mit Bändern versehen und den ganzen Kram nochmals zu einem Ballen zusammenpressen. Wenn es so läuft, wie es laufen sollte.
Man kann stattdessen auch hilflos dabei zusehen, wie die aufgeschichtete Pappe plötzlich auseinanderrutscht und dabei noch mehrere Stapel mit Leergut umreißt und das Lager so ins komplette Chaos verwandet. War nicht so gedacht. Ich musste zwar lachen, aber dem Kollegen war überhaupt nicht danach. Der ließ sich nur vor Verzweiflung auf den Haufen fallen. :-D


Darum "Schnupperkasse"

Zu unseren Vorstellungsgesprächen gehört bei angehenden Kassierern und Kassiererinnen auch immer eine Runde "Schnupperkasse". Das bedeutet bei uns, der Bewerber bekommt eine kurze Einführung in die Hardware und darf dann, natürlich unter den Argusaugen einer erfahrenen Kassiererin, einfach mal rnd 30 Minuten draufloskassieren.

Das hat sich im Laufe der Jahre als die effizienteste Methode herauskristallisiert, um die Kassentauglichkeit eines Bewerbers festzustellen. Natürlich fehlt die Routine, die Leute kennen keine einzige PLU-Nummer und wissen auch nicht, wie mit den vielen Dingen verfahren werden muss, die über das reine Kassieren hinausgehen. Aber darum geht es auch gar nicht. Wir wollen vor allem wissen, wie jemand mit Kunden umgehen kann. Sind die Bewerber offen und reagieren auf das, was Kunden sagen – oder sitzt da jemand still und leise und ganz verschlossen? Ist natürlich immer hart, jemandem iins Gesicht sagen zu müssen, dass er für den Job nicht geeignet ist, aber warum sollen wir diese Person dann stundenlang mit Kassentraining quälen und letztendlich wird es dann doch nicht.

Aber es geht auch anders: Wir hatten durchaus schon Quereinsteiger dabei, die sich an die Kasse gesetzt und draufloskassiert haben, als hätten sie noch nie was anderes im Leben gemacht. :-)

Buchweizen

Eine Kundin wollte ein ausdrücklich glutenfreies Mehl haben. Hirse und Quinoa lehnte sie ab und so bot ich ihr noch Buchweizenmehl als weitere an.

Sie fuhr mich an, dass sie GAR KEIN Gluten zu sich nehmen dürfe und das Buchweizen ja schließlich auch Weizen sei und damit zumindest etwas glutenhaltig wäre.

Mit ein paar Worten des Bedauerns habe ich die Packung wieder ins Regal gestellt und nochmal auf Hirse, Quinoa und Maismehl als einzige verbliebene Alternativen verwiesen. Es gibt Kunden, mit denen braucht man über ihre eigene, wenn auch falsche, Meinung gar nicht erst zu diskutieren.

Snickers-Platzierung im Kühlregal

Fundstück von Blogleser Luis. Da hat ein Laden die Schokoriegel (zumindest Snickers) im Kühlregal platziert. Offen bleibt die Frage, ob das nur über den Sommer gewesen sein soll (was ist mit allen anderen Schokoladen-Artikel?) oder ob es einen anderen Grund gibt, dass ausgerechnet Snickers dort untergebracht ist…


Weißwurst braten?

Musste gerade an diesen "Facebook-Fail" denken, als eine ältere Kundin gefragt hat, ob sie Weißwurst auch braten könne. Wir haben ihr geantwortet, dass man das sicherlich kann, aber dass die eigentlich nur im Wasserbad erhitzt werden.

Sie hat sie dann aber trotzdem mitgenommen.

Schwedische Eiscreme

Eine ältere Dame sprach meine Mitarbeiterin an: "Ein Stammkunde von Ihnen hat mir gesagt, dass Sie hier schwedische Eiscreme hätten. Die soll da bei den Getränken stehen."

Das Fragezeichen vor dem geistigen Auge meiner Mitarbeiterin begann zu wachsen, bis es duch einen Geistesblitz verdrängt wurde: "Ach, sie meinen das Häagen-Dazs-Eis?"

"Ja, genau das!", freute sich die Kundin.

"Seien Sie nicht zu enttäuscht. Das ist amerikanische Eiscreme, dem sie nur einen europäisch anmutenden Namen verpasst haben."

Sie war nicht enttäuscht und kaufte einen Pott Blaubeereis. :-)

SPAR in Ballum auf Ameland

Alexander hat mir diese Bilder eines SPAR-Marktes auf Ameland geschickt. Den Markt (inkl. des kleinen Ladens an der Seite) gab es hier zwar schonmal, aber ich nehme auch immer andere Perspektiven von bereits veröffentlichten Läden gerne entgegen. Vielen Dank dafür! :-)

Für die große Ansicht auf das Bild klicken!


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Mitgebrachte Leere Rahmen

Drei junge Männer standen an der Leergutannahme und wollten ein knappes Dutzend leere Getränkekisten abgeben, die auch unser neuer Automat verweigern soll. Also ganz leer, nämlich ohne Flaschen. "Die hatten wir einzeln in den Automaten getan, da das alles gemischte Kisten waren, die er nicht wollte", erklärten sie. Klang plausibel und eigentlich sahen sie auch nicht so aus, als wenn sie uns verarschen wollten – aber gebrannte Kinder haben bekanntlich Angst vor Feuer und so gucken wir inzwischen grundsätzlich auf der Videoaufzeichnung nach, wenn jemand nur ein paar leere Rahmen abgeben möchte.

Zum Glück ließ sich alles aufklären, wenn auch nicht innerhalb von wenigen Sekunden. Es schwebt in so einer Situation natürlich immer ein Gefühl von gegenseitigen Misstrauen mit, glaube ich jedenfalls, und das macht die Sache anstrengend. Ich habe den dreien dann den Tipp mit auf den Weg gegeben, in Zukunft in solchen Fällen einfach Bescheid zu sagen, so dass diese gemischten Kisten einfach einer meiner Mitarbeiter annimmt. Geht auch schneller. :-)

Shoppin Queen Muffins

"Shopping Queen" ist irgendwie gerade in aller Munde und so dachte ich, dass es mal ganz spaßig wäre, die "Shopping Queen"-Muffin-Backmischungen zu bestellen.

Stehen seit rund drei Wochen im Laden und wir haben bislang sage und schreibe keine Packung verkauft.
Ich glaube, das war mal ein Griff ins sprichwörtliche Klo. :-O


MEIN b500

Da bei der Kommunikation zwischen dem Automatenhersteller und der Abrechnungsstelle an irgendeiner Stelle ein winziges Detail nicht übermittelt wurde, nämlich die Info, dass ich das Gerät leasen möchte, wurde mir der gesamte Kaufpreis am Stück vom Konto abgebucht. Und bezahlt ist bezahlt.

Jetzt könnte ich natürlich über eine Sale-Lease-Back-Lösung das Gerät an eine Leasinggesellschaft abtreten und dann wieder zurückleasen – aber spätestens an dem Punkt, als sie von mir Ausweiskopie, Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, die letzten betriebswirtschaftlichen Auswertungen und die aktuelle Bilanz haben wollten, wurde mir das zu blöde.
Also spare ich mir den Verwaltungsaufwand und die Gebühren für das Leasing und darf den b500 offiziell als meinen Leergutautomaten bezeichnen. :-)