Wieder einmal stellte ich mir die Frage, welcher überbezahlte Ingenieur sich das Teil ausgedacht hat. Es kann doch weder im Sinne des Anbieters als in dem der Kunden sein, dass man aufgrund einer solch alltäglichen Lappalie so ein wichtiges Werkzeug zur "Reparatur" einschicken muss und ggf. ein paar Tage keine oder nur eingeschränkte ec-Zahlungen durchführen kann. "Thermodruckköpfe müssen aufklappar sein!", das kann doch nicht so schwer sein.
Verstehichnich. Werd' ich nie verstehen.
Aber: Es. Ist. Egal. In den nächsten Tagen kommt ein ganz neues Gerät. Werdet ihr ja sehen. Und falls der Vertreter mir da Murks erzählt hat bezüglich der Öffnungsmöglichkeiten des Druckers, dann wird er ja sehen…
Welchen Umsatz (bzw. Bereich) macht dein Supermarkt?
Gibt es inflationsbereinigt jedes Jahr einen Umsatzanstieg (Kurve über 10 Jahre?)?
Wie viele Menschen arbeiten für dich? Teilzeit? Vollzeit?
Fluktuation der Mitarbeiter?
Stört dich das Umfeld vom Supermarkt?
Wird es jemals eine Kamera im Leergutautomaten geben?
Sag ich nicht.
Meistens ja, mal mehr, mal weniger, aber zum Glück nie einen nennenswerten Rückgang – und das bestätigt mich in dem, was ich hier wie mache.
Ich habe 13 Vollzeitmitarbeiter und 16 in Teilzeit, bzw. Aushilfen.
Die Fluktuation war vor einigen Jahren noch größer, da wir eine Zeitlang mit einem sehr hohen Anteil an Schülern und Studenten gearbeitet haben. Da war aufgrund sich ändernder Stundenpläne, Vorlesungen und Prüfungen beinahe zwangsläufig eine hohe Dynamik drin. Inzwischen habe ich den Weg gefunden und gehe in die Richtung, weniger Leute mit jeweils mehr Stunden zu beschäftigen. Dadurch ist es deutlich ruhiger geworden im Team.
Das Umfeld stört mich nicht, ich lebe von meinem Umfeld, in meinem Umfeld leben meine Kunden. Allerdings möchte ich nicht abstreiten, dass ich ein paar dieser Läden mit den abgeklebten Scheiben nicht vermissen würde, in denen hier Glücksspiel und Drogenkonsum betrieben wird.
Blogleser Michael hat mir dieses Bild vom "SPAR in Gold in Dublin" geschickt. Vielen Dank dafür! Ja, ich weiß, den hatte ich hier Anfang des Jahres schon – aber nun habt ihr auch mal eine komplette Ansicht des Marktes.
Spam-Mail, Werbung für irgendeine dubiose Geldanlage. Dicke Betreffzeile: "Keine Lust mehr auf Chefs?"
Habe ich schon lange nicht mehr. Seit über fünfzehn Jahren verantworte ich mich nur noch vor mir selbst (und dem Finanzamt) – und ich habe diesen Schritt auch nie bedauert!
Bei uns im Hof steht seit Ewigkeiten auf einem eigenen kleinen Grundstück eine Trafostation. Gestern habe ich von zwei Stadtwerke-Mitarbeitern erfahren, dass die Station schon seit längerer Zeit gar nicht mehr in Betrieb ist und vielleicht sogar ganz aufgelöst werden soll.
Das weckte in mir den kleinen Hoffnungsschimmer, das kleine Grundstück kaufen zu können und hier vielleicht den Laden irgendwann mal um 150-200qm zu erweitern. Ob das überhaupt genehmigt werden würde, steht ja noch in den Sternen, aber die Idee ist auf jeden Fall sehr reizvoll.
Jan-Philipp hat mir diese Bilder vom SPAR im Flughafen Wien geschickt.
Vielen Dank dafür. Die beleuchteten Portale sehen schon ziemlich futuristisch aus, echt cool. Ja, die SPAR in Österreich tut was. In Deutschland wurde diese tolle Marke einfach überwiegend plattgemacht.
Wie auch immer: Wir haben diese Auszeichnung auch mal bekommen. Außer der Urkunde gab es einen kleinen goldfarbenen Einkaufswagen, den ich auch noch habe, der aber irgendwo in irgendeiner Kiste steckt. Hammer, das ist fast 13 Jahre her…
Nachtrag vom 18. November 2019:
Ich habe das alte Foto vom Einkaufswagen wiedergefunden.
Luis und Lisa haben mir diese Bilder von einem unserer alten Kühlcontainer geschickt, den sie in einem EDEKA-Markt entdeckt haben. Beachtet den kleinen SPAR-LKW in der Ecke.
Die E-Mail ist schon eine Weile her, vielleicht ist der Behälter schon gar nicht mehr im Einsatz… So verschwinden sie langsam, die kleinen rot-grün-weißen Relikte.
Dieser Moment, in dem ein Vegetarier einen Artikel aus der Kategorie "Fleischersatzprodukte" besonders loben möchte und dazu das Adjektiv "saulecker" verwendet…
Gestern hat sich die Redaktion der Magazinsendung "Buten un Binnen" hier im Regionalfernsehen nach "Scary Shopping" erkundigt. Nachdem mein Mitarbeiter sie darüber aufgeklärt hat, dass dieses Jahr nichts stattfinden wird, haben sie den Termin für 2020 auf Wiedervorlage gelegt. Hihi.
Blogleser "Der Sparsame" will's momentan aber auch wissen. Nun war er persönlich hier und hat mir einige Sachen mit "SPAR"-Logo hergebracht. Neben Leergut (aus der Schweiz und Österreich) auch eine Dose "S-Budget" Energydrink mit Heidelbeeraroma. Ich traue mich gar nicht, die Dose aufzumachen.
Kategorie: Kunden. Oder doch Bösewichte? Ich hadere noch…
Ein Mann bezahlte an der Kasse einen kleinen Einkauf in Höhe von unter fünf Euro. Nachdem er sein Wechselgeld bekommen hatte, beklagte er sich darüber, dass der Betrag nicht stimmen würde. Er hätte mit einem 10-Euro-Schein bezahlt, aber nur Kleingeld zurückbekommen. Ziemlich direkt forderte er meine Mitarbeiterin auf, ihm die angeblich fehlenden fünf Euro auszuhändigen.
Mooooooooment, so schonmal gar nicht.
Meine Kassiererin rief mich an und erklärte mir den Vorgang aus ihrer Sicht. Noch bevor sie die Kasse öffnete, sagte sie mir, dass das ganz sicher ein Fünfer gewesen ist. Auf jeden Fall hätte sie ihn ganz vorne in der Geldlade in das Fach für die kleinen grauen Scheine gesteckt und wenn es ein Zehner gewesen wäre, müsste der da ja stecken. Über die Nullbon-Funktion öffneten wir die Kasse und siehe da, zwischen den 5er-Banknoten steckte – öhm – kein falscher Schein.
Der Kunde hatte sich eindeutig getäuscht. Kann ja mal passieren und das sagten wir ihm auch freundlich. Es half nichts, er bestand darauf, von uns die fünf Euro aushändigt zu bekommen.
"Moment", sagte ich und verschwand im Kasenbüro. Dafür hatten wir die Videoaufzeichnung zwar nicht angeschafft, aber falls der Mann absichtlich betrügen wollte, wäre es ja schon wieder legitim, das System zu benutzen. Details auf den Banknoten sind auf dem Monitor nicht zu erkennen, aber die Farben leuchten dafür sehr auffällig. Fünfer sind auf dem Bildschirm dunkelgrau, Zehner leuchten knallrosa, Zwanziger blau. Laien sehen darauf meistens nicht viel, aber für uns erfahrene Mitarbeiter reicht ein kurzer Blick in die Aufnahme. Der Kunde reichte meiner Mitarbeiterin einen grauen Schein, den sie in das vorderste Fach legte. Eindeutig hat er sich geirrt. Ich ging wieder nach vorne, erzählte nichts von der Videoaufzeichnung und versuchte es nochmals friedlich im Guten. Dass meine Mitarbeiterin keine zwei Banknoten miteinander verwechseln würde und dass der Schein ja nun im falschen Fach zu liegen hätte, was er aber nicht tat. Und dass wir ihm das Geld deswegen nicht auszahlen können.
Der Mann wurde lauter. Er sei hier Stammkunde (Anm. d. Red.: Echt? Nie gesehen!) und hätte Geld in der Tasche und ja auch eingekauft und es gar nicht nötig, sich irgendwo Geld zu erschleichen. Ich zuckte mit den Schultern und sagte, dass die Situation eindeutig wäre. Er wurde noch lauter und drohte, die Polizei zu rufen und ich zog mein sprichwörtliches Ass aus dem Ärmel. Wortlos zeigte ich mit dem Finger nach oben zu den Kameras an der Decke über unserer Kassenzone. "Und?", wollte der Mann wissen. "Nun, erklärte ich, "auf der Videoaufzeichnung ist sehr deutlich zu sehen, dass Sie meiner Mitarbeiterin keinen Zehner sondern nur fünf Euro gegeben haben und dass sie den Schein, wie sie schon mehrfach gesagt hat, auch in das erste Fach geschoben hat. Möchten Sie das mal sehen?"
Nein, wollte er nicht. "Dann habe ich mich wohl doch getäuscht", sagte er noch, während er hektisch den Laden verließ. Ach, auf einmal?
Wir sind uns nicht ganz sicher. Aber insgesamt wirkte die Situation eher so, als wenn der Mann probiert hätte, sich die fünf Euro zu ergaunern. Wenn ich mir in einer Sache hundertprozentig sicher wäre, hätte ich jedenfalls das Angebot angenommen, mir den angeblichen Gegenbeweis anzusehen.
Eine ältere Frau stand vor dem Eierregal und legte einige Eier aus einer der Packungen beiseite. Ich dachte mir nichts Böses dabei und behielt sie auch nicht im Auge. "Vielleicht will sie nur gucken, ob die alle heile sind und macht das etwas arg umständlich oder sie sucht sich aus zwei Packungen die schönsten Eier zusammen", dachte ich noch.
Als ich nach knapp zehn Minuten dort wieder vorbeiging, sah zunächst alles ganz normal aus. Dann entdeckte ich eine Packung der Bioland-Eier, die sie u.a. in der Hand hielt und stellte fest, dass die zehn XL-Bio-Eier "geschrumpft waren": Es lagen zehn M-Eier aus Bodenhaltung in der Schachtel.
Danaben stand eine Packung der Eier aus Bodenhaltung, bei der sich der Deckel allerdings auf einer Seite nach oben wölbte. Beim Öffnen der Verpackung sah ich, dass sich darin noch zwei kleine und vier der dicken Eier befanden.
Die restlichen sechs Bioland-Eier dürften sich in der Packung befunden haben, welche die Frau in der zwischenzeit bezahlt hatte. Leider war sie schon spurlos verschwunden.
Was für einen Aufwand die Leute betreiben, um ein paar Cent zu sparen…