"
Ohmann, immer wieder Ärger mit den Kühlregalen!", stöhnte ich. Von unserem großen Coca-Cola-Kühlregal hatte sich das manuell zu betätigende Rollo auf halber Höhe komplett verklemmt. Es ging nicht mehr rauf und auch nicht runter und so lag es eben umgeschlagen oben drauf.
War diesmal zum Glück weniger dramatisch. Der Inhaber des SPAR-Marktes hier in der Gastfeldstraße hatte ein Regalteil oben auf den Kühler gelegt. Das wäre nicht weiter problematisch gewesen, wenn sich damit nicht die Rolle des Vorhangs verklemmt hätte.
Nun geht's wieder.
Ein Kunde fluchte vor dem Leergutautomaten, der immer wieder seine Flaschen ausspuckte, ziemlich laut vor sich hin: "
Da kaufen die einen neuen Automaten und dann funktioniert der nicht richtig!!!"
Ich ignorierte das, nahm's mir auch nicht zu Herzen und ließ den Mann erstmal alleine weiterprobieren. Bei dem mülligen Leergut, was er da in seinem Müllsack mit angeschleppt hatte, würde wohl jeder Rücknahmeautomat den Dienst quittieren.
Beim Packen der Spirituosen-Flaschen ist mir plötzlich dieses Flaschensicherungsetikett ("Bottle Tag") aufgefallen, das irgendwie anders aussah.
Bei genauerer Betrachtung erkannte ich, dass der Verschluss vollständig und funktionsfähig war. Allerdings fehlte der Resonator, was das Teil komplett nutzlos machte. Zu meiner Verwunderung erkannte ich, dass das fehlende Stück
abgesägt wurde.
Ganz großes Rätselraten.
Dann fiel es mir plötzlich ein: Um
diesen Ladendieb zu überführen, hatte ich diesen kleinen Plastikzylinder mit in eine der "Crunchy Nut"-Packungen gelegt. Fiel kaum auf und hätte den Dieb auf jeden Fall überführt – aber als ob er es gerochen hätte, kam er von dem Tag an nicht mehr wieder. Das auseinandergesägte Hartetikett muss dann irgendwie den Weg in unseren großen Vorrat gefunden haben und ist in den letzten Jahren bestimmt schon unzählige Male zum Sichern von Flaschen verwendet worden.
Heute war also der lange geplante Termin für die weiteren Planungen unserer gesamten Kühlanlagen hier im Markt.
Kleinste Detailänderung: Keine Glastüren vor den Kühlregalen. Aufgrund der relaitv engen Gänge hier im Markt ist es nicht praktisch, wenn ständig Kunden gar nicht oder zumindest schlechter mit ihren Einkaufswagen passieren können, weil jemand gerade die Tür aufhält. Nebenbei können auch gerade Impulskaufe dadurch leiden, weil die Ware unter Umständen eben nicht mehr buchstäblich im Vorbeigehen zu greifen ist. Dazu kommt ein nicht unerheblicher finanzieller Mehraufwand bei der Installation der Möbel. Diese Türen sparen natürlich auch Energie, aber in einigen Märkten hat sich der Umsatz so stark verringert, dass die Türen teilweise nachträglich wieder abgebaut wurden.
Die neuen Kompressoren und die Steuerung werden wohl als eine komplette Anlage geliefert werden. Das ist ein recht unhandliches Gebilde von etwa 2,5m Länge und siehtt ungefähr so aus,
wie auf diesem Foto. Das Teil bekommen wir so nicht in unseren Maschinenraum im Keller. Spontane Überlegungen sind daher, eine kleine durch Leichtbauwand abgetrennte Lagerfläche hinter dem Aufenthaltsraum komplett umzugestalten oder vielleicht sogar mein großes Büro dafür zu nutzen. Das würde immerhin superkurze Wege zu den Kühlmöbeln bedeuten, da das ganz große Kühlregal z.B. unmittelbar hinter meiner Bürowand steht. Der große Vorteil wäre zudem, dass der neue Sicherungskasten auch hier oben stehen könnte, wodurch sich der Aufwand für die komplett neue Elektroinstallation auch wieder verringern würde. Aber wohin ziehe ich dann mit meinem Arbeitsplatz?
Ich habe nun mal bei den Stadtwerken Bremen angefragt, ob die
Trafostation hinter meinem Markt tatsächlich außer Betrieb ist und ob das kleine Grundstück vielleicht doch von mir übernommen werden könnte. Mal gucken, was dabei herauskommt. Das wäre natürlich der ideale Platz, um die gesamte Technik unterzubringen.
So haben sich wieder viele Dinge, über die ich nun in der nächsten Zeit wieder gründlich nachdenken darf.
Albert hatte mir dieses Foto einer Installation im Flughafen Düsseldorf geschickt. Mit dieser Werbung hatte InBev auf die drei neuen Beck's-Sorten hingewiesen. Mit dem 1873 Pils haben sie immerhin gezeigt, dass sie tatsächlich sogar Bier brauen können und da wäre es doch gar nicht so verkehrt, diese Flaschen vom Flughafen vielleicht auch mal hier im Laden anzubieten.
Ich hab doch nur eine Flasche Bier getrunken. Hicks.
Eine Stammkundin berichtete einer Kollegin eher zufällig aus dem Gespräch heraus, dass sie "vor einer Weile" mal einen Mann beobachtet hatte, der sich eine ganze Menge Pakete mit geräuchertem Lachs aus dem Kühlregal genommen hatte, danach in die Getränkeabteilung ging und dort etwas später nur mit zwei Dosen Bier in der Hand wieder heraus kam. Der Lachs war nicht mehr da.
"Dann sagen Sie doch Bescheid, wenn Sie sowas sehen!", entgegnete meine Mitarbeiterin ziemlich aufgeregt und die Kundin antwortete ganz naiv: "Ich wusste ja nicht, was ich in dem Moment machen sollte. Und vielleicht hatte er den Fisch ja auch nur in seine Tasche gelegt, weil er die Hände voll hatte. Da unterstellt man doch nicht gleich böse Absichten. Aber ich musste da hinterher nochmal drüber nachdenken, weil man so ja eigentlich nicht einkauft."
"Wenn Sie nochmal sowas sehen", sagte meine Angestellte, "dann melden Sie bitte direkt irgendeinem Kollegen hier, was Sie beobachtet haben. Wir können dann über die Videokameras nachsehen, ob da wirklich alles mit rechten Dingen zugeht."
Sie versprach, zukünftig daran zu denken.
Blogleser Martin aus Bremen hatte mir vor einer Weile dieses Foto geschickt. Darauf zu sehen ist die Plüschversion des für "SPAR Express" entworfenen Maskottchens "Conny Convenience".
Vielen Dank für die Zusendung!
Naaa, was macht der
b500 denn nun? Sowas kannte ich von unserem alten Rücknahmeautomaten, aber dass der neue mittlerweile häufiger mal Mehrwegflaschen köpft oder komplett zerlegt, finde ich gar nicht gut.
Hilfääää, Firma Trautwein!
Ein Junge im Grundschulalter kam mit einer leeren Verpackung in den Laden, suchte eine Weile und bat schließlich eine Mitarbeitern von mir um Hilfe, der er ihr die leere Verpackung als Muster zeigte: "Ich suche das hier, haben Sie das?"
Wir haben und so führte sie den jungen Mann zum entsprechenden Regal, nahm das Produkt raus und drückte es ihm in die Hand. Ungläubig guckte er auf die Packung: "Ist das wirklich das gleiche?"
"Guck auf die Packungen", sagte meine Mitarbeiterin ihm. Denn so hätte er problemlos erkennen können, dass es sich um zwei absolut identische Packungen handelte. Also vom fehlenden Inhalt in seinem Muster natürlich mal abgesehen…
Er guckte, hielt die Päckchen eine Weile nebeneinander, guckte wieder und murmelte schließlich: "Ich weiß nicht…"
Habe vorhin den schwarzen Toner unseres
C284 getauscht. Hat rund 10,5 Monate gedauert und das ist schon ganz beachtlich.
Kann gerade leider nicht mit konkreten Seitenzahlen dienen, aber früher bei den alten Geräten waren die Toner immer in ein paar Wochen leer.
(Zum Glück leicht entfernbarer) Aufkleber an unserer Fleischtruhe. Um die Frage zu beantworten: Ja, gerne. Mit Majo bitte.
Also ich mag Tiere, die sind lecker.
Eigentlich sind diese beiden kein "exotisches Leergut", denn beide Biere kommen aus Deutschland. Das "BRLO" stammt von der "
Braukunst Berlin"-Brauerei und das "Hand Crafted Lucky Hop India Pale Ale" klingt zwar sehr exotisch, stammt aber aus dem
Nordosten Baden-Württembergs, nämlich der dort ansässigen
Distelhäuser-Brauerei.
Und wer zahlt die 10 Euro?
Mal überlegen, was ich hier denn so brauche:
– ca. 25m Wandkühlregal (MoPro, Wurst, Fleisch)
– Wandkühlregal ca. 4m (Salate, Convenience)
– Wandkühlregal ca, 2m (Getränke)
– TK-Schrank ca. 7m
– 1 TK-Insel ca. 4m
– Neue Kühlaggregate in zwei Kühlräumen
– Die gesamte Infrastrukur und Technik im Hintergrund
Das wird ein ganz schöner Aufwand. Sowohl logistisch als auch finanziell. Nach Montag weiß ich mehr, wenngleich ich da natürlich noch nicht gleich ein Angebot vorliegen haben werde.
Blogleser Gregor hatte eine Frage zum Warenwert in einem Supermarkt:
Welchen Waren- bzw. Verkaufswert hat denn das komplette Warenangebot in einem Supermarkt? Gibts da einen Durchschnittswert oder eine Richtgröße?
Als wir hier vor über 15 Jahren angefangen hatten, wurde mir von der SPAR gesagt, dass man mit 500DM (Einkaufspreis) pro Quadratmeter Verkaufsfläche rechnet. Es wird wohl nicht passen, das 1:1 in Euro umzurechnen, ist aber natürlich auch von der Art und Größe des Marktes abhängig. Ein großzügig dimensionierter Harddiscounter wird sicherlich weniger Warenwert pro Quadratmeter im Laden stehen haben, als ein relativ vollgestopfter Markt mit eher hochwertigerem Sortiment.
Bei der letzten Inventur vor einem Jahr hatte ich hier im Markt in der Gastfeldstraße einen Warenwert von knapp 400€/qm. (Den Einkaufswert, mit dem man jetzt die weiter oben genannten 500DM vergleichen könnte, könnte ich jetzt höchstens sehr grob schätzen, da der genaue Einkaufspreis des vorhandenen Sortimentes schlecht bis gar nicht zu ermitteln ist.)