Rebecca hat mir geschrieben:
Hallo,
ab und zu kaufe ich auch mal in dem Spar in der Gastfeldstraße ein und mir fällt auf, dass das Kühlregal mit den veganen Lebensmitteln (fast…) immer abgeschlossen ist. Ich fragte auch beim letzten Mal nach, ob mir jemand aufschließen könne, und einer der Mitarbeiter sagte, das müsste so gemacht werden, weil es böse Leute gebe.
Im Blog steht ja nun auch oft zu lesen, dass es viele Ladendiebe in der Gegend gibt. Ich frage mich nun, ob die so besonders scharf auf vegane Lebensmittel sind, dass bei diesen der RFID-Chip nicht ausreicht, sondern diese zusätzlich noch in Vitrinen verschlossen werden müssen… ich stelle mir die „Klientel“ eher so vor, dass sie andere Lebensmittel zu sich nehmen.
Da wollte ich einfach mal nachfragen. Genau formulieren kann ich die Frage nicht, ergibt sich aber hoffentlich aus meinen obigen Erläuterungen.
Erstmal vorweg: Die Produkte sind
nicht mit einem RFID-Chip ausgerüstet. Allerdings sind sie mit Warensicherungsetiketten beklebt, welche tatsächlich alleine nicht dauerhaft den Diebstahlsschutz bei diesen Artikeln gewährleisten konnten.
Zur Frage von Rebecca: Ich möchte niemanden pauschal verurteilen. Jedoch gibt es eine gewisse Schnittmenge aus Menschen, die sich vegetarisch oder sogar vegan ernähren wollen und jenen, die sich den Boykott von Kapitalismus und Konsum auf die (rote) Fahne geschrieben haben. Gegen exakt diesen Personenkreis half letztendlich nur noch unsere abschließbare Vitrine.
Keine Ahnung, wie und/oder vor allem
wo der Herr die Mailadresse "shopbloggershop@gmail.com" gefunden hat – aber er hat mich darüber erreicht, denn glücklicherweise hatte ich dort mal irgendwann eine Weiterleitung eingerichtet.
Immerhin die erste Mail nach vier Jahren.
Vielen Dank an Mario für die Zusendung.
Der Leergutautomat piepte und meldete "vol" auf dem Display. Der Kunde, der gerade sein Leergut abgeben wollte, sprach einen meiner Mitarbeiter an: "Können Sie mal eben Bescheid sagen, dass der voll ist?"
Ich frage mich nun, ob das einfach nur unglücklich formuliert war oder ob der meinen Kollegen tatsächlich für unfähig gehalten hat, ein paar leere Flaschen vom Tisch des Automaten abzuräumen?
Neu (und auch nur temporär) im Sortiment: Tiefgefrorene Mini-Schweinshaxen. Für eine echte Haxe, vorzugsweise mit einem kühlen Bier im Biergarten im Englischen Garten in München, sind die "Minis" natürlich gar keine Konkurrenz – aber für mal eben schnell aus dem Backofen sind sie eigentlich ganz lecker:
Albert hat mir ein Foto einer Weinflasche geschickt:
Cher Shopblogger,
bei einen Besuch in Genf habe ich in der Fressalienabteilung des Globus - der Schweizer Kaufhauskette - diese Weinflasche hier gesehen. Da der Preis auch in Euro umgerechnet noch beachtlich ausfällt und ich nicht beurteilen konnte, ob es ein guter Kauf ist, habe ich sie nicht mitgenommen. Allerdings frage ich mich, ob Du noch häufiger 1982er Wein verkäufst.
Nein, einen 82er habe ich hier nicht im Laden. Auch keinen von 1992 und selbst 2002 dürfte (sollte) man hier nicht mehr finden. Die durchschnittlichen Supermarktweine sind dazu gedacht, jung getrunken zu werden. Sicherlich kann man den einen oder anderen lange im Keller liegen lassen, aber das ist doch eher Glück und/oder eine Ausnahme.
Eine Flasche vergorenen Traubensaft für knapp 7000 Euro sucht man bei auf jeden Fall vergeblich. Auch keinen für 700 und nichtmal für 70 Euro. Der teuerste Wein bei mir ist für etwas über 20 Euro ein junger Bio-Eiswein.
Ansonsten: Prost!
Ein Kunde beschwerte sich darüber, dass der Leergutautomat ihm zu wenig Dosen berechnet hätte. Es wären nur zwei auf seinen Bons drauf, erklärte er und ergänzte, dass er die Differenz auch ausgezahlt bekommen möchte.
Nachdem ich ihm erklärte, dass es für mich auf Grund der Videoaufzeichnung überhaupt kein Problem ist, genau herauszufinden, wie viele Dosen und Flaschen er in das Gerät gesteckt hat, sortierte er seine Bons neu, rechnete nochmal nach (oder tat zumindest so) und stellte dann erleichtert fest, dass es ja doch stimmen würde.
Trotz der Neugierde guckte ich nicht nochmal nach.
Gerade gefunden: "
Studie der DAK: Krankmeldungen in Bremen auf Höchststand"
Hier der Link zum Artikel im Weser Kurier.
Gefühlt würde ich das direkt unterschreiben.
Gesehen von Jan auf einem Parkplatz in Dresden. Leider fährt man zu SPAR hierzulande eigentlich nur noch, wenn man eine Tankstelle aufsucht –
erfolgreich ausgerottet.
Im Zuckerregal haben wir eine noch zu etwa 20 Prozent gefüllte Packung mit Traubenzucker gefunden. Mein erster Gedanke, als die Kollegin mit der Packung zu mir kam: Die hat jemand als Muster für den Neukauf einer vollen Packung mitgebracht und dann hier liegengelassen. Aber hätte man das nicht mit einer vollständig leeren Schachtel getan?
Die andere Idee ist im Grunde genauso unsinnig, aber erfahrungsgemäß nicht weniger abwegig: Jemand hat den Traubenzucker geklaut. Packung auf und den Inhalt in irgendein Gefäß, eine Tüter oder schlicht und einfach lose in die Jackentasche umgefüllt.
Er hat's
schon wieder gehabt. Aber warum, kann ich immer noch nicht sagen:
Naaaa, wer findet den Fehler?
Dies ist der Strichcode von der Verpackung des Brettspiels "
Funkenschlag", in dem es um Kraftwerke geht.
Vielen Dank an Moni für die Zusendung.
Mitarbeiter kommen zu einer festen Uhrzeit und gehen zu einer festen Uhrzeit. Dazwischen gibt es eine feste Pause. In dieser Pause macht man einfach nichts oder telefoniert, isst etwas, liest in einem Buch oder einer Illustrierten oder beschäftigt sich mit seinem Smartphone. Nach dem Feierabend kann sowieso jeder machen, was er will. Ganz einfach.
Bei mir ist es anders: Ich fange früh an, bin teilweise bis zum späten Abend hier. Freizeit? Pause? Häufig Fehlanzeige. Also beschäftige ich mich zwischendurch mit Pause und Entspannung. Lesen, essen, surfen, mit Freunden reden – was auch immer, ich erledige es irgendwie hier und nicht klar abgegrenzt von meiner "Arbeit".
Eine Erkenntnis, die mir nun nach zwölf Jahren kommt: Vielleicht sollte ich daran etwas ändern. Nicht, weil meine Pausen dadurch entspannender würden, sondern weil mir gerade in letzter Zeit bewusst wird, was Mitarbeiter darüber denken. Wer von 18-24 Uhr arbeitet, sieht nicht unbedingt, dass ich bei seinem Arbeitsbeginn schon seit 12,5 Stunden hier bin. Er nimmt aber wahr, dass ich bei mir im Büro sitze und "nichts" tue – was wiederum zu einer Scheißegalstimmung mutiert: "Chef redet zwei Stunden mit einem Freund und guckt lustige Videos im Internet an, warum soll ich mir dann hier den Buckel krummarbeiten?"
Wäre es sinnvoller, einfach zu gehen auf diese Weise dafür zu sorgen, dass meine Mitarbeiter diese "Faulheit" gar nicht bekommen und sich keine Gedanken darum machen können/müssen?
Gemein ist eigentlich, dass ich das gar nicht als meinen "Fehler" ansehe. Letztendlich müsste ich mich für überhaupt gar nichts rechtfertigen, was ich hier mache. Ich bin der Chef, ich sorge dafür, dass die anderen Arbeit haben und ihr Geld dafür bekommen.
Egal, wie man's macht… Es ist kompliziert.
Eine ältere Kundin, ich schätze sie auf ca. 80 Jahre, kaufte ein. Begleitet wurde sie dabei von einem jüngeren Mann, der mit ihrem Wunsch "Klosettpapier" nicht viel anfangen konnte.
Sie grantelte: "Scheißhauspapier. Das kennste, oder?"