Vor ein paar Tagen kam ein Heranwachsender in den Markt und erkundigte sich persönlich nach einem Aushilfsjob für ein paar Monate. Spontan konnte ich ihm keine Zusage machen, aber ich gab ihm einen auszufüllenden Bewerbungsbogen mit, damit ich seine Kontaktdaten und einen kurz angerissenen Lebenslauf von ihm bekomme. Den ausgefüllten Bogen brachte er am nächsten Tag wieder und ich sagte ihm, dass ich mich bei Gelegenheit bei ihm melden würde.
Am nächsten Tag rief er an und wollte wissen, wie ich mich denn nun entschieden hätte.
Ich kann ja verstehen, dass jemand auf seiner Jobsuche irgendwann ungeduldig wird, aber Wunder kann ich doch auch nicht vollbringen. Vor allem nicht bei ungeplanten Bewerbern, die dazu noch nur eine Beschäftigung für eine relativ kurze Zeit suchen. Da lohnt sich ja mitunter die Einarbeitung nichtmal...
Ich erwähnte ja bereits, dass mein Warenwirtschaftssystem hier im Markt noch auf einem MS-DOS-Rechner läuft. Durch die Umstellung SPAR -> "E" und damit zwangsläufig verbundene Änderungen auf dem Rechner, vor allem auch in Bezug auf die Zugriffsmöglichkeiten von außen (Hotline, Datenversorgung), habe ich hier in den letzten Tagen häufiger selber in der DOS-Ebene gearbeitet.
Das ist wahrscheinlich wie Schwimmen. Grundlegendes verlernt man einfach nicht. Selbst nach 11 Jahren Windows ist mir doch gerade auf Anhieb noch das Attribut "/w" für den DIR-Befehl eingefallen.
Heutzutage dürften die meisten Leute beim Anblick von einem schwarzen Bildschirm, auf dem in einer Ecke C:\ steht, sowieso überwiegend eher histerisch werden.
Die verschmorten Bauteile auf der Platine des ISDN-Adapters wollte ich hier eigentlich noch festhalten, allerdings gebe ich zu, dass man auf dem Bild nur herzlich wenig erkennt.
Vielleicht ja, wenn ich andersherum anfange: Wer erkennt noch die Farbkodierungen auf den beiden Widerständen?
Ich dachte gerade, meine Nase hätte mir einen Streich gespielt.
Aber, nein, das hat sie nicht. Der intensive Geruch von Grünkohl zog tatsächlich bis in das kleine Kassenbüro. Und zwar vom Mitarbeiterraum, in dem eine Kollegin saß und sich zum Frühstück tatsächlich eine Portion Grünkohl heißgemacht hatte.
ICH hab doch bestimmt keine Schuld daran, dass mein ISDN-Adapter hier nach einem abgerauchtem Elko riecht, nachdem ich ein spannungsgleiches, aber möglicherweise anders gepoltes Netzteil da rangeklemmt habe.
Für die Gutschrift zu remittierende Zeitschriften müssen ordentlich verschnürt und mit einem Absender versehen werden. Letzteres ist besonders wichtig, damit die Ware beim Grossisten überhaupt einem Kunden zugeordnet werden kann.
Der Teil mit der ordentlichen Verschnürung klappt zwar meistens problemlos, aber all die Heftchen mit irgendwelchen Beilagen, vom Plastikgimmick bis zur DVD kann man kaum ordentlich bündeln. Abhilfe schafft ein Karton, in den man die ´Magazine hineinstapelt. Ganz wichtig ist dann wieder, das Paket stabil zusammenzuschnüren.
Wenn der Fahrer sich nämlich diesen (s.u.) Karton in seinen Lieferwagen geworfen hätte, wäre die Gutschrift mit großer Wahrscheinlichkeit kleiner ausgefallen, denn der Inhalt wäre bestimmt nicht in dem Karton geblieben:
Während ich gerade im Markt zugange war, ertönte auf einmal der Alarm der Warensicherungsanlage. Da momentan eine relativ neue Kollegin dort sitzt, für die der Umgang mit dem System noch völlig neu ist, kam es in den letzten Tagen häufiger mal dazu, dass der Alarm versehentlich auslöste, da sie nicht alle gesicherten Artikel kannte. Diesmal hörte das Piepen aber gar nicht auf und so sprintete ich sofort nach vorne zur Kasse.
Ein Mann mittleren Alters stand dort und hielt eine schmuddelige Sporttasche in der Hand. Er ging einen Meter zurück - der Alarm hörte auf. Als er wieder zwischen den Antennen stand, ertönte das Warnsignal erneut. Durch den halb offenen Reißverschluß der Tasche erspähte ich eines meiner Warensicherungsetiketten. Da ich einen Prototyp einer bestimmten Etikettensorte im Einsatz habe, gab es auch keine Verwechselungsgefahr: Die Flasche ist aus meinem Laden!
Ich forderte den Mann auf, mir ins Lager zu folgen. Dort packte er seine Tasche aus. Und tatsächlich: Er hatte zwei Flaschen mit Spirituosen zwischen seinen restlichen Sachen verborgen - beide mit meinen Etiketten gesichert.
Es folgte Bekanntes: Ausweis, Anzeige, Hausverbot.
Dem Typen schien es allerdings relativ egal zu sein. Seiner Aussage nach steht ihm sowieso demnächst ein mehrjähriger Urlaub auf Staatskosten bevor. Tolle Aussicht.
Flaschensammler Gerd war eben mal wieder da. Mit zwei prall gefüllten 120l-Müllsäcken kam er in den Markt und hat insgesamt 120 Einweg-Dosen und -PET-Flaschen abgegeben. Leergut für exakt 30 Euro Pfandwert, gesammelt in halb Bremen.
Als ich gestern Abend das Schaufenster fotografiert hatte, ist auch dieses Bild dabei herausgekommen. Ich finde es irgendwie hübsch. Die etwas deplazierte Kaffeepackung stört etwas, aber die kann man sich ja auch mal wegdenken.
Nils hatte sich in den letzten Wochen mächtig viel Mühe mit unserer Schaufensterdeko gemacht. Er hat die genialen "Freaks" und Hintergründe entworfen und gezeichnet.
Der Rest vom Fenster wurde dann von Jojo gestaltet und dekoriert und ich muß sagen, dass es mir sehr gut gefällt:
Inzwischen ist allerdings mal ein "Update" fällig. Die Faire Woche ist mittlerweile vorbei, aber eine Zeitlang möchten wir natürlich schon noch darauf hinweisen, dass es hier Produkte aus Fairem Handel zu kaufen gibt.