Eine Mitarbeiterin war gerade privat im Laden. Sie kam mir mit einer Packung Grillfleisch entgegen. Ich guckte wohl ziemlich verwundert, jedenfalls erklärte sie gleich: "Wir machen heute Abgrillen..."
Eine relativ alte Stammkundin reklamierte Eier, die sie bei uns gekauft haben will. Mitgebracht hat sie die Packung nun nicht, aber sie soll bis zum 25. Dezember haltbar sein - die Eier darin: Angebrütet. Und zwar nicht nur eins, sondern gleich mehrere. Sagte die Kundin.
Wäre es wirklich so, könnte ich den Ekel verstehen. Ich habe selber schon einmal ein angebrütetes Ei gekocht und hatte nach dem ersten Bissen keinen Appetit mehr auf den Rest vom Frühstück. Ich bat die Kundin schließlich darum, mir die Packung unbedingt herzubringen, damit ich mir die Sache näher angucken kann.
Ich bin gespannt, was dabei herauskommt. Nicht, dass ich mich für die Sorgen meiner Kunden nicht interessieren, aber skeptisch bin ich dennoch. Vielleicht waren die Eier ja nur bis Dezember 2005 haltbar und inzwischen verdorben und eingetrocknet. Aber angebrütete Eier dürften es kaum gewesen sein, denn zum einen fehlt den Hühnern, die heutzutage in der Massenproduktion verwendet werden, der Trieb zum Brüten, zum anderen werden gelegte Eier sofort mit einem Förderband aus den Nestern abtransportiert, so dass die Hühner gar keine Chance haben, sich überhaupt zum Brüten niederzulassen.
Sollte trotz allem tatsächlich ein Huhn irgendwo in der Halle oder auf dem Freigelände Eier legen und dann noch tatsächlich anfangen, diese zu bebrüten - nun, diese "Schmutzeier" werden gesondert behandelt und vermischen sich in ordentlichen Betrieben nicht mit dem Rest der Produktion.
Nun werde ich also doch dafür bezahlen, dass irgendwelche Handwerker bei den Bauarbeiten im Markt in Findorff einen Holzpfahl aus dem Gehweg gezogen haben.
Nachdem ich mich gestern Abend mit meinem Anwalt beraten hatte ("5 Euro für die Kaffeekasse...") die bittere Erkenntnis: Ob ich will oder nicht, die Stadt wird die Forderung auf jeden Fall von mir als Bauverantwortlichem haben wollen.
Also werde ich nun, wenn auch widerwillig, erstmal zahlen und danach versuchen, von den einzelnen Handwerksbetrieben das Geld zurückzubekommen. Es handelt sich immerhin um über 300 Euro, aber ich vermute mal, da jeder die Schuld auf den anderen schieben wird, dass ich die Summe mit als Investitionen für die Neueröffnung verbuchen muss.
Eine Kollegin, mit der ich zufällig ins Gespäch kam, suchte einen "sexy Weihnachtsmann mit Sixpack", hatte aber keine Idee, wonach sie genau suchen müsse oder wo sie ihn überhaupt kaufen könnte. Spontan hatte ich auch keinen Rat für sie, bot aber an, mal auf die Suche zu gehen. Leider konnte ich zuerst gar nichts finden und kam zufällig später mit einer anderen Kollegin ins Gespräch, die rein zufällig so ein Kerlchen ihrer Mutter zum Nikolaus geschenkt hatte.
Beim Aufräumen im Lager ist uns vor ein paar Tagen ein altes Badregal in die Hände gefallen. Bevor es dort weiter verstaubt, wurde es von einem Kollegen kurzerhand zur Warenpräsentation benutzt.
Wolfgang Schröder fährt seit 32 Jahren zur See. Zum Helden wurde er 1987, als er Schiffbrüchige aus Seenot rettete. Jetzt sitzt er im berüchtigten Corrections-Center-Gefängnis im US-Staat Alabama. Zehn Jahre Haft drohen dem deutschen Kapitän. Zum Schwerverbrecher wurde er durch einen tödlichen Unfall. Link zum Artikel
2 Granatäpfel halbieren und das Fruchtfleisch herauslösen. 1 EL schöne rote Kerne für die Dekoration beiseite stellen.
Das restliche Fruchtfleisch mit 80g Zucker, 2cl Limettensaft und 120ml Rotwein aufkochen und bei kleiner Hitze ca. um die Hälfte einkochen. Die Soße abkühlen lassen und durch ein Sieb passieren.
Vanilleeis in Dessertschalen füllen und die Soße darüber geben. Vor dem Servieren mit den Kernen dekorieren.
Nachdem wir heute Morgen mit einem Mitarbeiter gebrochen haben, folgten im Laufe des Tages noch diverse Sixpacks Bier, zwei Flaschen Yeni Raki und gerade eben noch ein Zotter Trinkglas.
Wir nähern uns mal wieder einem Jahresende und es tauchtmalwieder ein besonders abstruser Abmahnfall in der Blogosphäre auf:
Das teils private, teils betriebliche "Saftblog" der Kelterei Walther bekam vorgestern Post von der Anwaltskanzlei, welche den Deutschen Olympischen Sportbund e.V. vertritt.
Es ging dabei um zwei im Grunde vollkommen belanglose Blogeiträge im Saftblog. Im Beitrag "Die Olympiade von Turin beginnt am Montag" erklärt Saftblogger Jörg Holzmüller den Unterschied zwischen der Olympiade und den eigentlichen Olympischen Spielen. Das ganze dekoriert mit einer Abbildung der Olympischen Ringe.
Der zweite Beitrag ("Nacholympische Gedanken oder im Sport sind wir Spitze") ist eine ebenfalls von Jörg Holzmüller zusammengetragene Auflistung einiger Punkte, warum die Deutschen im Sport Spitze sind und ob man diese Punkte nicht auch auf die Wirtschaft übertragen könne.
Beide Blogeinträge sind nach meiner Auffassung vollkommen neutral gehalten. Sie haben weder einen werblichen Nutzen für das Unternehmen hinter dem Blog, noch werden die Olympischen Spiele oder die dahinter stehenden Personen oder Organistionen verunglimpft. Was Herr Holzmüller da schreibt ist nicht mehr, als nur ein paar subjektive Gedankengänge.
Liebe "Walthers": Ich kann sehr gut nachempfinden, wie man sich in so einer Situation fühlt. Es ist, als hätte man einen Schlag in den Magen bekommen und man würde am liebsten alles hinwerfen. Bei mir war es nur die Androhung von gerichtlichen Schritten und nicht gleich die Konfrontation mit einer abstrus hohen Summe. Die Stimmung und die Mutlosigkeit dürfte gleich bedrückend sein.
So wie es aussieht, stehen jedenfalls gerade viele, viele Blogger vereinigt hinter euch.
Nun haben wir auch in dem Markt in Findorff die eingelegten Gurken, die von einer Papp-Oma hier im Hauptgeschäft schon seit Anfang letzten Jahres präsentiert werden.
Mal gucken, wie lange sie dort von Karies verschont bleibt.
Nach kurzer, intensiver Auseinandersetzung mit einem (nun Ex-)Mitarbeiter (wegen mehrfachen, angemahnten Verstoßes gegen das AGG, Anm.d.Red.) waren dies seine letzten Worte:
Bei den Paketen, die ich für meinen Onlineshop einpacke, gehe ich normalerweise auch eher zu großzügig als zu sparsam mit Klebeband um. Manchmal kräuselt sich das Band, weil es schief abrollt und dann versuche ich meistens wenigstens noch, die unordentlichen Stellen mit noch mehr Klebeband zu kaschieren.
Der Versender dieses Paketes (an mich) hat sich weniger Mühe gemacht, wenngleich er sein Klebeband wahrscheinlich irgendwo im Sonderangebot in Großmengen besorgt.
Ein Vertreter eines Schokoladenherstellers (nicht aus Österreich) kam zu mir und ist, nachdem alles geklärt war, mit einem halben Pfund Kaffee, den ich ihm noch verkauft habe, wieder gegangen.
Wäre echt mal eine Herausforderung, das mit jedem Besucher zu versuchen.