Aufdruck auf einer Limonadenflasche aus den USA. Ich habe noch nie erlebt, dass der Deckel einer Flasche mit kohlensäurehaltigem Inhalt in einer Art und Weise wegfliegt, die auch nur annähernd gefährlich werden könnte - aber bevor man eine Millionenklage von Leuten, die zu dumm sind, einen Pudding an die Wand zu nageln eine Flasche zu öffnen, am Hals hat, sichert man sich als Hersteller doch lieber ab.
Ich trete nun meinen wohlverdienten Feierabend an. Wird schon alles klappen, wie in den vergangenen Nächten auch.
Gekühltes Bier wird uns jedenfalls auf keinen Fall ausgehen... Im Kühlhaus stehen bei kuscheligen zwei Grad Celsius über 60 Kisten Beck's in allen Variationen.
Ein Nachbarskind hat mich darauf heute angesprochen, dass ihre kleine Schwester eine Kette hier im Laden verloren haben soll. Ich beruhigte sie: "Wenn wir die finden, bringe ich die eben rüber oder gebe sie deinen Vater."
Sie sah mich traurig an und erklärte mir, dass das nicht geht.
Nun kenne ich die Familie schon seit über sieben Jahren und ausgerechnet heute sind sie weggezogen...
Mit vollem Mund ging ich zur Leergutkasse. Der Stammkunde sah mich kauen und lachte.
Ich versuchte es zu erklären: "Es ist ja nicht so, dass ich immer esse, wenn ein Kunde Leergut abgeben will. Aber irgendwie ist es so, dass immer, wenn ich essen will, garantiert ein Kunde mit Leergut hereinkommt."
Wir sprachen darüber, dass wir hier ein erhebliches Leergutaufkommen haben und dass diese "Störungen" (Was nicht im Sinne von "Störende Kunden" negativ gemeint war) mitunter die sonstigen Arbeiten sehr verzögern. Er freute sich mit mir darüber, dass wir einen Leergutautomaten bekommen: "Dann bist du ja wenigstens etwas mehr entlastet."
Er verabschiedete sich, drehte sich um und sah den nächsten Kunde mit einer Tüte voller Bierflaschen schon hinter sich stehen. Sein spontaner Ausruf: "Ach, du Scheiße..."
Vom Vermieter wurde ein "Malerunternehmen" beauftragt, zwei Wasserflecken bei mir im Lager zu beseitigen. Dies ist der aktuelle Stand, nachdem die Handwerker nach "beendeter Arbeit" gegangen sind.
Ich habe unseren Hausverwalter natürlich schon angerufen und ermahnt, auf gar keinen Fall die Rechnung zu bezahlen. Die Typen haben ja bislang mehr Schaden verursacht, als sie beseitigt haben.
Links oben: Alte weiße Farbe, links unten: Alte graue Farbe.
Rechts oben: Neue weiße Farbe, rechts unten: Neue graue Farbe.
Man beachte den sauberen Übergang an allen Kanten.
Eigentlich war nur die Decke zu streichen. Hätte der Maler Mann mit dem weißen Overall vorher die Aussenwand abgeklebt oder zumindest die Kante mit einem Pinsel und nicht mit einer Rolle gestrichen, hätte er es vermieden, eine Farbkante an der Wand zu hinterlassen. Die hat er eben noch versucht, gleichmäßig zu überstreichen. Wie gesagt: Versucht...
Kabel und Kabeldurchführen zu streichen war nicht Bestandteil des erteilten Auftrags. Da bin ich mir ganz sicher...
...so wie ich mir sicher bin, dass auch der Bewegungsmelder keinen neuen Anstrich benötigte. Das Gehäuse sah noch wie neu aus.
Der Betonfußboden sollte ebenfalls keinen weißen Anstrich erhalten. Genausowenig wie die graue Wand und die Lagertür.
Ich brauche auch den Wirrkopf-Smiley, der ständig gegen eine Wand hämmert. Den würde ich nämlich jetzt einsetzen.
Heute ist die Entscheidung gefallen: Ich habe mir den Leergutautomaten "Unicycle" von Trautwein gekauft. Die Lieferung erfolgt leider erst in rund sechs Wochen und bis dahin sind noch einige Dinge zu organisieren. Vor allem braucht das Gerät eine Einhausung, die am sinnvollsten erst beim Einbau des Automaten aufgebaut werden sollte, Stromleitungen, ISDN etc. Aber das klappt schon.
Beide Automaten (sowohl der Tomra als auch der Trautwein) sind etwa gleich teuer, gleich groß, gleich aufgebaut und gleich leistungsfähig. Es gibt rein objektiv betrachtet kaum einen kaufbeeinflussenden Unterschied.
Genau das habe ich auch so heute dem Mitarbeiter von Trautwein vorgetragen. Und ihn gefragt: "Sagen Sie mir den Grund, warum ich mir einen Automaten von Trautwein kaufen sollte.
Ich gebe zu, dass ich mit der Antwort "Bei uns können Sie auch mal mit dem Chef persönlich sprechen." nicht gerechnet hatte. Gemeint war die Tatsache, dass Trautwein ein eher kleines Unternehmen (Geschäftsführer: Hans-H. Trautwein) ist, dem die Zufriedenheit jedes einzelnen Kunden am Herzen liegt. Bei Tomra fühlte ich mich recht verloren. Ich bin nunmal kein Großkunde und brauche nur einen Automaten - und nicht tausende, wie einige große Discounter.
Ich freue mich und hoffe, dass ich nicht enttäuscht werde.
Ich war im hinteren Teil des Lagers, als sich eine Kundin mit einer Tüte voller leerer Flaschen der Leergutannahme näherte. Als ich sie sah, ging ich ihr sofort entgegen. Als ich noch ca. sechs Meter von ihr entfernt war, trafen sich unsere Blicke. Ich nickte zum Gruß, sie stellte die Tüte auf den Boden...
So, nun weiß ich auch, was ich hier im Rahmen der der Fairen Woche 2007 im Laden veranstalten werde. Ich hatte ja vor ein paar Tagen darüber berichtet, dass ich keine Idee habe, was man machen könnte.
Ich hatte mir nach dem Blogeintrag keine weiteren Gedanken darüber gemacht und die Sache aufgrund aktueller Ereigniss etwas aus dem Kopf verloren. Bis nun heute eine Mitarbeiterin des BIZ hier anrief und wissen wollte, was ich zur Fairen Woche beisteuern werde.
Da war improvisieren angesagt. Spontan kam mir die Idee, die beiden Macher des Kaffee-Projekts Utamtsi zu fragen, ob sie nicht hier im Laden Kaffee rösten könnten. Bingo: Sie haben eine kleine Showröstmaschine und werden sie hier wohl am 21. und 22. September 2007 demonstrieren. Ich bin gespannt.
Dies ist der "Unicycle" der Firma Trautwein SB-Technik. Der Automat kann Kisten, Einzelflaschen und Einweggebinde (Dosen und PET-Flaschen) annehmen - und dies mit einer recht beeindruckenden Geschwindigkeit von unter einer Sekunde pro Gebinde. So schnell können die Kunden kaum die Flaschen nachstopfen.
Vom Design her gefällt mir der Trautwein-Automat besser, aber das ist letztendlich wohl eines der bei einem Kauf am wenigsten bedeutenden Merkmale.
Hier ein T-605 des Marktführers Tomra. Der Automat schafft zwar "nur" 30 Flaschen pro Minute, was für den durchschnittlichen Leergutkunden aber dennoch vollkommen ausreichend sein sollte. Genau wie der "Unicycle" nimmt auch das Gerät von Tomra Einweggebinde (PET-Flaschen und Dosen) an, entwertet und verdichtet diese und sorgt dafür, dass die Beträge automatisch gecleart werden.
Beide Geräte sind im Grunde gleichwertig. Sie haben die selben Grundfunktion: Annahme von Einzelflaschen und Kisten, Annahme, Kompaktierung und Clearing von Einweggebinden. Sie sind beide etwa gleich groß und liegen auch in der selben Preisklasse. Keiner der beiden Automaten kann mit einen kaufentscheidenden Einzelargument auftrumpfen.
Ich kenne weder den einen noch den anderen Automaten duch persönliche Erfahrungen und daher habe ich an dieser Stelle eine ganz große Bitte an mitlesende Einzelhändler: Ich suche Erfahrungsberichte über beide Geräte. Primär natürlich über die möglichen Fehler bei der Gebindeerkennnung. Dann natürlich über die Betriebssicherheit. Ausfälle, Störungen, etc.
Bin für jeden Hinweis dankbar. Ich hätte einen Leergutautomaten nämlich schon lieber heute als morgen. Das ganze soll zwar einerseits so schnell wie möglich passieren, andererseits möchte ich bei einer Anschaffung in dieser Größenordnung (ca. 30.000€) auch nichts überstürzen.
Seit ein paar Tagen sind hier am Bordstein vor dem Laden gelbe Markierungen zu erkennen. Ich war nicht dabei, als sie entstanden sind, aber ich weiß hoffe doch inständig, dass sie direkt mit den Planungen für einen umfangreichen Fahrradständer zusammenhängen...
Eine Kollegin rief mich eben aus dem Büro und zwar mit der direkten Aufforderung, meine Kamera mitzunehmen: "Da liegt ein Stück Fleisch mitten im Gang."
Häh?!?
Und tatsächlich:
Knappe zwei Meter davon entfernt lag auch die dazugehörige Packung. Zwei der drei ursprünglich darin enthaltenen Nackensteaks waren spurlos verschwunden. Das dritte lag mitten im Gang vor dem Regal mit der Tiernahrung.
Ich hoffe, dass die beiden fehlenden Fleischstücke mitgenommen wurden und nun nicht irgendwo hinter irgendwelcher Ware verrotten.