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Vielteigpizza

Seit es diese Pizza gibt, habe ich mir ganz fest vorgenommen, sie irgendwann einmal zu probieren. Nun war es endlich so weit und das hier ist meine Meinung:

Die Menge Pizzateig (und das ist wirklich viel für so ein kleines Stück) ist leider reziprok proportional zur Menge der aus Käse, Schinken, Tomaten und Champignons bestehenden Füllung.

Will sagen: Ich hab' sie jetzt probiert, aber das reicht auch. :-)


Verkäufer --> Wahnsinn

1998 habe ich mir mal eine "Top 10" der besten Möglichkeiten, einen Verkäufer in den Wahnsinn zu treiben ausgedacht. Hier der Beweis: Ich habe den Text in der Newsgroup de.talk.jokes veröffentlicht. Das war vor ziemlich genau zehn Jahren. :-)
Hier sind sie,

Die 10 besten Möglichkeiten, einen Verkäufer in den Wahnsinn zu treiben!

1. Dekoratives Neugestalten der Regale und Aufbauten fördert die Kreativität und kann Aggressionen abbauen.

2. Mal unauffällig austesten: Was ist härter, die Essigflasche oder der Fußboden? Wahlweise auch mit allen anderen gläsernen Verpackungen zu testen.

3. Halbvolle, versiffte, schmierige Flaschen zur Leergutannahme bringen. Ideale Behältnisse sind Tüten und Müllsäcke aller Art.

4. Die Tiefkühltruhen eignen sich nicht nur gut für Tiefkühlkost! Cola- und Bierflaschen halten sich tiefgekühlt doch viel länger...

5. Fleischpakete leicht öffnen und irgendwo verstecken. Wird aber erst nach ein paar Tagen interessant...

6. Vor dem Einpacken und Abwiegen, bitte *jede* Tomate [Wahlweise auch anderes Obst/Gemüse] auf Druck prüfen!

7. Warum bezahlen? Man kann doch auch im Verkaufsraum essen und trinken. Naja - und wer packt schon leere Packungen in den Einkaufswagen...? ;-)

8. Dauernd irgendwelche hirnigen Fragen stellen. Am besten nach Dingen fragen, vor denen man gerade steht und die man "völlig übersehen" hat...

9. Nach Waren suchen, deren Haltbarkeitsdatum überschritten ist - und davon möglichst viel.

10. Geld vergessen? Ist ja kein Grund, dies erst *nach* dem Kassieren festzustellen, oder?
Nun habe ich mich nach langer Zeit vor kurzem wieder an diese Top-10 erinnert. Bei der Suche nach dem Text im Web bin ich auf das Posting Wie man Supermärkte in den Wahnsinn treibt bei forenduchs.de gestoßen. Die Liste ist deutlich länger als meine, allerdings habe ich das Gefühl, dass sie irgendwie auf meiner beruht. Die farbig hervorgehobenen Zeilen klingen jedenfalls stellenweise, wie aus meiner Liste abgeschrieben und umformuliert. (Disclaimer vorab: Ich rege mich darüber nicht auf, das ist nur eine vollkommen sachliche Feststellung.) Einige der Ergänzungen sind aber echt ziemlich genial fies. :-)

Und weil's so lang ist: "Verkäufer --> Wahnsinn" vollständig lesen

Abgebaut

Heute wurde die komplette Lotto-Technik wieder abgebaut.

Warum, sag' ich lieber nicht. Man weiß ja nie...


Na, sowas...

Eine Kollegin hat eine Kiste Eier ausgepackt, die wir gerade frisch vom Bio-Hof geliefert bekommen haben:
Die riechen irgendwie komisch. Wie ein Hühnerstall.
Kann ich mir auch nicht erklären. Sorry. :-)

Sind scharf

Vor einiger Zeit kam Kunde, Nachbar und Blogleser Matthias in mein Büro und hielt mir eine Tüte der "Blair's Death Rain very Hot Habanero"-Chips vor die Nase: "Probier mal."

Ich probierte und war erstaunt, denn das waren wahrhaftig die schärfsten Kartoffelchips, die ich je gegessen habe. Leider schmeckten die Chips wirklich nur "scharf", aromatische, wohlschmeckende Geschmackskomponenten konnte ich kaum ausmachen. Diese Chips sind zwar schön feurig, aber würden es niemals zu meinen Lieblingschips schaffen.

Wenn mir jemand eine Bezugsquelle für die Dinger nennen kann, wäre ich sehr dankbar. Ich würde ich sie nämlich gerne mit in den Onlineshop integrieren. Darüber würde sich dann bestimmt nicht nur der Matthias freuen. :-)


Die machen erst in sechs Minuten auf

Heute bin ich ausnahmsweise mal mit dem Fahrrad zur Firma gefahren. Nichtmal eine Minute war ich damit unterwegs. Deshalb laufe ich meistens zu Fuß, denn damit bin ich schneller, als das Rad erst herauszuholen und herzuradeln. Heute war der Hauptgedanke hinter der Fahrt auch, dass ich das Fahrrad wieder hier in der Firma stehen haben wollte.

Gewohnt zügig fuhr ich vor und hielt direkt vor dem Eingang an. Ein Fahrrad lehnte quer vor den Türen, ein Heranwachsender lehnte, auf seinem Fahrrad sitzend, an der Mauer neben dem Eingang. Da er sah dass ich recht schnell gefahren bin, nahm er wohl an, dass ich es ziemlich eilig hatte. Als ich den "Falschparker" beiseite stellte, versuchte er meiner scheinbaren Eile einen lockeren Spruch vorzuschieben:
Keine Hektik. Die machen erst in sechs Minuten auf.
Ich klärte ihn erstmal darüber auf, dass "die" niemals aufmachen werden, solange ich nicht hineinkomme. :-)

Scheißladen

Das Satzfragment "Scheißladen", dass ich vor einer knappen halben Stunde im Vorbeigehen von zwei Kunden aufgeschnappt habe, muss sich ja gar nicht auf uns beziehen. Wer weiß, worüber die geredet haben. Vielleicht haben sie ja sogar über die Mitbewerber gelästert.

Falls mein Laden doch gemeint gewesen sein soll: Warum machen die nicht einfach am Samstag Abend um halb zwölf woanders ihren Scheißeinkauf?

Gute Nacht. :-)

Das Alter und die Mama

Eine Heranwachsende wollte Zigaretten kaufen. Da der Verkauf von Tabakwaren an nicht volljährige Personen seit Anfang September relativ illegal ist und meine Mitarbeiterin an der Kasse nicht mit Gewissheit sagen konnte, dass sie auch wirklich schon über 18 Jahre alt ist, erkundigte sie sich nach ihrem Ausweis. Sie hatte keinen dabei und musste folglich ohne die Räucherware wieder abziehen.

Kurze Zeit später kam ihre Mutter mit ihr im Schlepptau wieder her und regte sich tierisch darüber auf, dass wir ihrer einundzwanzigjährigen Tochter keine Zigaretten verkaufen würden.

Okay, aber: Wer in einem gewissen Alter noch deutlich jünger aussieht, weiß dies meistens und hat sowieso den Ausweis dabei. Aber dass Mama deswegen extra herkam, fand ich schon irgendwie bezeichnend. :-)

Nicht für die Ewigkeit

Das von dem älteren Herren gesuchte Produkt war leider gerade ausverkauft. Ich entschuldigte mich bei ihm und schlug eine Alternative vor.

Seine Reaktion: "Ach, das macht doch nichts. Nichts ist für die Ewigkeit. Nichtmal ich."
Es war von ihm natürlich scherzhaft gemeint. Aber alte Leute entwickeln irgendwie erschreckend oft einen merkwürdig morbiden Umgang mit dem irgendwann unvermeidlichen Ende...

Ende einer Diskussion

Ein Kunde und eine Kundin, offenbar Bekannte, hatten sich zufällig hier im Laden an der Kasse getroffen. Sie standen nicht hintereinander in der Schlange, sondern auf verschiedenen Seiten des Kassentisches. Das Gespräch entwickelte sich über den Mitarbeiter an der Kasse hinweg und beinhaltete etwa auch diese Passage:
Sie: Die Neustadt ist klein, es ist ja kein Wunder, dass man sich irgendwann über den Weg läuft.

Er: Bist du denn schon fertig? [Vermutlich mit dem Studium]

Sie: Schon lange.

Sie unterhielten sich noch über einige belanglose Dinge und unterschiedliche Bekannte. Schließlich kam von ihm:

Gerüchte gehen um, dass du Mutti geworden bist?

Sie: Ach, inzwischen schon das zweite Mal.

Er: Von wem denn?

Sie: Weiß ich nicht.
Meinem Mitarbeiter fiel es nach eigener Aussage sehr schwer, in diesem tennisgleichen Wortwechsel die Contenance zu wahren und anständig weiterzukassieren. :-)

Sie können doch Deutsch

Ich stand mit dem Freund einer Kollegin auf unserer Rampe zum Innenhof. Gemeinsam haben wir beobachtet, wie sich ein paar Kunden damit abmühten, eine ausgeliehene Bierzeltgarnitur im Auto zu verstauen. Nebenbei unterhielten wir uns über belanglose Dinge.

Bei der ebenfalls an den Innenhof angrenzenden Moschee war nachmittäglicher Besuch des Cafés angesagt, einige Kinder der Besucher rannten auf dem Hof hin und her. Die Knirpse waren ca. 6 Jahre alt und außer gelegentlichem Weinen und Plärren war von ihnen eigentlich nur ununterbrochenes lautes Rufen auf Türkisch oder Arabisch zu hören.

Plötzlich, durch den Krach etwas genervt, warf mein Gesprächspartner folgendes ein: "Können die nicht Deutsch reden?" Er sprach dabei in normaler Lautstärke weiter, die Kids konnten das defintiv nicht hören. Ich zuckte nur mit den Schultern und wollte unser Gespräch fortsetzen.

Sekundenbruchteile später:

Einer der Knirpse zum anderen: "Du Hurensohn!"

Also... Keine Vorurteile, bitte. :-)

Scherben machen die Schuhe kaputt

Einem Kunden war eine Flasche Bier heruntergefallen. Die Scherben lagen noch einige Minuten im Gang, in dem Moment kam eine Kundin dort entlang. Sie sah das Malheur, manövrierte um die Scherben herum und schnappte sich meinen Mitarbeiter, der bereits dabei war, einen Wischer zu besorgen, um ihn lautstark und möglichst unfreundlich darauf aufmerksam zu machen, dass es ein Unding wäre, dass Scherben auf dem Boden liegen würden und dass man sich daran die Schuhe kaputt machen würde.

Sie war's. War ja fast zu erwarten, oder? :-)

Handysuche

Eine Kundin rief an und war sichtlich aufgeregt: "Ich glaube, ich habe mein Handy bei Ihnen im Laden liegen gelassen. Ich war eben bei Ihnen einkaufen und als ich zu Hause ankam, merkte ich, dass es nicht mehr da ist.

Sie erklärte mir, in welchem Regal sie das Telefon vermutlich liegengelassen hatte und während ich auf dem Weg dorthin war, kam mir eine Idee: Sagen Sie mir doch bitte mal die Nummer Ihres Handys. Wenn es hier irgenwo versteckt liegt, finden wir das dann sofort.

Inzwischen hatte ich die vermeintliche Stelle erreicht. Ein Handy lag dort nirgends und während ich darauf wartete, dass die Verbindung zum Telefon der Kundin aufgebaut wird, begann ich zu erzählen, dass es heutzutage leider schon Glückssache wäre, wenn jemand das Handy gefunden und nicht mitgenommen hätte.

Sie unterbrach mich freudestrahlend: Es klingelt hier bei mir. Moment. ... Ahhh, da ist es ja! Ich habe das gar nicht bei Ihnen vergessen, das hatte sich nur in meiner Tasche versteckt. ... Ich hatte schon solche Angst, aber nun ist alles wieder gut. Glück gehabt. Sowas schusseliges... Trotzdem ganz vielen Dank!!!

Da nicht für. :-)

5 Paletten

Natürlich könnte ich damit angeben, 5 Paletten Getränke in einer guten Viertelstunde gepackt zu haben.

Aber da wäre noch eine Kleinigkeit zu erwähnen... :-)