Gerade eben habe ich mich noch mit einem alkoholisierten Typen gezofft, der hier schon lange Hausverbot hat und der das partout nicht einsehen wollte. Nach viel Geschrei und Beschimpfungen hat er's dann doch geschafft, den Ausgang zu finden.
Ich hatte keine Kraft und Lust, die Polizei zu holen.
Ich habe kein Mitleid mit Ladendieben und ähnlichem Pöbel. Schon gar nicht, wenn sie auch noch gegen mich, meine Mitarbeiter oder sogar meine Liebste handgreiflich werden. .
Der Arsch soll verrecken und wenn mir noch irgendeiner mit "schwerer Kindheit" und "es gibt Schlimmeres" kommt, den verbanne ich aus diesem Blog. Momentan ist das Maß echt bis oben hin voll. Was hier an asozialem Pack im Laden auftaucht, ist schon nicht mehr feierlich. Und dabei soll man auch noch friedlich bleiben?
"Glaubst du isch hab hier geklaut?", hat er mich geradezu angeschrien. Und dann ist er losgerannt. Meiner Liebsten, die ihn am Eingang stoppen wollte, hat er mit aller Kraft auf den Arm geschlagen.
Wahrscheinlich bekomme ich den Namen von dem Typen heraus. Und dann darf er einer Anzeige wegen Körperverletzung entgegensehen. Dagegen ist der Diebstahl, den er begangen hat, eine Kleinigkeit.
Vorhin ist der Leergutautomat verreckt. Der komplette Flascheneinzug spielt verrückt und so nehmen wir seit ein paar Stunden Leergut wieder von Hand an.
Es hat mir irgendwie in den letzten Wochen so ganz und gar nicht gefehlt, in die stinkenden Tüten fassen zu müssen...
Recht merkwürdiges ungwöhnliches Produkt, dass mir kürzlich angeboten wurde. "Get One!", eine saure Gurke vom Spreewaldhof in der Dose. Angeboten werden sie als "kleine Mahlzeit zwischendurch - als Alternative zu süßen Riegeln, Würstchen- und Käsesnacks. Oder als knackiger Partyspaß."
Bei einem empfohlenen und notwendigen Ladenpreis von ca. 1,19€ (bis zu 1,39€) für eine Dose, also eine Gurke, ist das ein Artikel, den ich mir bestimmt nicht hinstellen werde.
Vielleicht schätze ich ja auch nur den Markt oder die Zielgruppe falsch ein, aber ich halte "Get One!" für einen ziemlichen Ladenhüter. (Gibt es Erfahrungswerte von anderen Händlern, die die Gurken im Sortiment haben?)
Der Kaffeedieb hat in der vergangenen Nacht wieder zugeschlagen. Die selbe Person, die selben Bewegungen, nur etwas andere Klamotten.
Zumindest handelt es sich jetzt nicht mehr um eine einzelne Tat, bei der es zufällig mich erwischt hat. Ich werde nun darauf reagieren und mir den Typen schnappen.
Ist das eigentlich schon "gewerbsmäßiger Diebstahl", was der da macht? Würde das Strafmaß deutlich erhöhen. Ich wünsche dem Arschloch jedenfalls die Pest an den Hals.
Diese Urkunde der Handelskammer liegt schon seit Wochen Monaten bei mir im Büro herum und wartet darauf, dass ich sie aufhänge. Da ich aber keinen vernünftigen Platz dafür habe und an meiner Eingangstür sowieso der dazugehörige Aufkleber prangt, verewige ich die Urkunde nun eben hier im Blog.
Die meisten meiner Kunden haben sich in den letzten vier Wochen ganz gut an den Leergutautomaten gewöhnt. Die meisten jüngeren kam sofort mit der Technik klar, vielen älteren Kundinnen mussten wir zumindest eine kleine Hilfestellung geben. Zumeist mit Reaktionen wie "Ach, das ist ja ganz einfach." Ja, ist es.
Und dann gibt es noch den beinahe schon stereotypen Leergutautomatenhasser. Eben war auch ein Kunde vor dem Automaten am fluchen, weil er eine Flasche und eine Dose nach der anderen verweigert hat. Verdreckt, verknautscht, nicht von uns - was kann der der Automat dafür? Nichts. Und sich dann noch beschweren, dass der Automat alles verweigert, weil er vor Wut die Flaschen viiiiiel zu schnell in den Schacht gedrückt hat. Nee, nee, nee...
Auch wenn das hier wieder einer, gemessen an den zu erwartenden Kommentaren, der uninteressantesten Blogeinträge werden wird, so gehört er doch immerhin hier her.
Dies ist der aktuelle Flyer für weserklasse-Produkte. Dabei handelt es sich um eine in den letzten Jahren geschaffene Marke , unter der regionale Produkte aus dem Großraum Bremen im Großraum Bremen vertrieben werden (sollen). Ich bin mit meinem Markt seit Anfang an dabei. Und guckt mal, auf dem Foto bin ich auch drauf.
Da soll noch mal einer sagen, dass es mit dem Leergutautomaten kein "exotisches Leergut" mehr geben würde. Diese Flasche "Estrella Galicia" stand auf dem Flaschentisch hinter dem Automaten. Es gibt nunmal gewissen Toleranzen bei der Annahme und da Bierflaschen sich irgendwie alle ähnlich sehen ist die Chance, dass so eine Flasche vom Automaten akzeptiert wird, natürlich relativ groß.
Estrella Galicia hat auch eine eigene Website und dürfte eines der bekanntesten Biere aus Spanien sein.
Es ist anzunehmen, dass der Weinbrand Scharlachberg deutlich weniger Erfolg gehabt hätte, wenn er "Windpockenberg", "Mumpsberg" oder "Ringelrötelberg" heißen würde.
Von der Kasse aus gesehen gehen hier im Laden zwei lange Gänge bis ganz nach hinten im Laden. Der Gang an der Außenwand endet in der Getränkeabteilung, der Mittelgang führt einen direkt ins Lager (bzw. seit einigen Wochen bis zum Leergutautomaten).
Wenn es sich an der Kasse staut, stehen die Kunden normalerweise im Mittelgang. Das scheint sich anscheinend irgendwie so durch die Anordnung der Regale zu ergeben. Warum auch immer: Das ist ein sehr praktischer Effekt. Man kann von fast jeder Stelle im Laden aus erkennen, ob man eine weitere Kasse aufmachen muss.
Eben haben ein paar grimmige Kunden eine Kollegin angesprochen und darum gebeten sie aufgefordert, für eine weitere Kasse zu sorgen.
Wer kann denn auch ahnen, dass sich die Leute heute mal am Außengang entlangschlängeln und schon kurz vor den Getränken standen. Das waren bestimmt alles normalerweise Kunden vom Discounter an der Ecke.
Doch, man merkt deutlich, dass der Penny-Markt an der Ecke geschlossen hat. So viele Kunden, die vorsichtig nachfragen, ob sie auch Glasflaschen in unseren Leergutautomaten stecken dürften...