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Ohne Strichcode und Pfandlogo

Da beklagt sich ein Kunde lautstark und deutlich aufgebracht darüber, dass seine Flasche vom Automaten nicht genommen werden würde. "Die müssen Sie annehmen! Die habe ich hier gekauft! Das geht ja gar nicht! Ich lass' mich doch hier nicht verarschen!!!"

Ich konnte ihn zum Glück beruhigen, vor allem dadurch, dass ich ihm völlig diskussionsfrei 25 Cent händisch ausgezahlt habe.

Dass die Maschine die Flasche verweigerte, kann ich aber gut verstehen: Statt Strichcode und Pfandloge befand sich eine dicke Klebestelle auf der Flasche. Ich vermute, dass genau an dieser Stelle eine neue Bahn mit Etiketten angeschweißt wurde. Solche Produkte landen immerwieder in den Läden, obwohl sie eigentlich aussortiert werden sollten - aber ich muss ja schließlich auch was zum Bloggen haben. ;-)


Die Steckdosen für den "findorffer" Leergutautomaten

Jetzt wissen wir auch, warum ich nicht wollte, dass die Steckdosen für den Leergutautomaten in Findorff angeschraubt werden, sondern erstmal mit ihrem großzügigen Kabelvorrat frei auf dem Boden liegen sollten: Nun Steht der "Bottlecomp" vorerst gut zehn Zentimeter von der Wand entfernt - und genau das wollte ich ja ursprünglich vermeiden.

Naja, irgendwann mal rücke ich der Installation mal mit Hubwagen und Schraubendreher auf den Pelz. :-)


Kein Jägermeister

Leser Philippe schreibt mir:
Hallo Björn,

erst mal danke für Deinen Blog und die Berichte von der POS-Front.
Kam diese Woche eingentlich schon jemand bei Dir vorbei und hat nach "
Kein Jägermeister" gefragt?

Siehe auch: Link zum Werbeblogger


Schöne Grüße aus München
Nein, gefragt hat bislang noch niemand danach. Allerdings hatte ich vor einigen Wochen schon ein ganzes Jägermeister-Display bestellt. Auf dem Display befinden sich Packungen mit einer Flasche Jägermeister und jeweils einem "Jägermeister"- und einem "Kein Jägermeister"-Glas. Müssten eigentlich "jeden Moment" geliefert werden.

Ich finde die Aktion lustig. Irgendwie ziemlich strange, aber auf jeden Fall superoriginell. :-)

Zotter Christbaumschmuck

Eine Kundin hat im Onlineshop den Zotter Christbaumschmuck bestellt. Leider ist der mittlerweile schon lange nicht mehr lieferbar und normalerweise wäre das wahrscheinlich nie jemandem aufgefallen.

Ich frage mich jetzt schon die ganze Zeit, was merkwürdiger ist. Im April die Weihnachtsartikel noch im Angebot zu haben - oder sie zu bestellen? :-)

SPAR-Markt in Norwegen

Blogleser Christian schreibt mir und schickt auch einige Bilder:
Hallo Bjørn,
:-) [Anm.d.Red.]
letzte Woche war ich in Norwegen unterwegs. Jetzt bin ich wieder zurück und habe sofort in deinem Blog gelesen. Weil ich da all die Bilder von Sparmärkten aus dem warmen Süden gesehen, will ich mal gegenhalten und dir ein Bild aus Tromsø schicken. Als ich diesen Markt enteckte musste ich an dich denken und hab zum Glück ein Foto gemacht.
Es ist vielleicht der nördlichste Spar auf der Welt?!
Außerdem hab ich ich noch ein paar norwegische Werbesprüche fotografiert.

Viel Spaß damit!

Viele Grüße aus Dublin,
dein Leser Christian





Die Bilder mit den Werbesprüchen sind möglicherweise genauso interessant, vielleicht sogar noch viel spannender und/oder lustiger als der Laden im Schnee - aber was nützt es einem, wenn man nicht ein Wort Norwegisch spricht. Wer sie sehen will, muss dann mal eben hier klicken: "SPAR-Markt in Norwegen" vollständig lesen

The beer of world fame

Einen mit 24 leeren Bierflaschen gefüllten Originalkarton hatten die Kunden dabei. "Müssen wir die jetzt alle einzeln in den Automaten stecken?", wollten sie wissen.
Ich wollte erst zustimmen, beschloss dann aber doch, die 24 Flaschen im Karton anzunehmen. Einen Sekundenbruchteil später erkannte ich die Flaschenform und dass dies keine Pfandflaschen sind.

Ich erklärte, dass diese Flaschen nicht für den deutschen Markt bestimmt gewesen sind und alleine schon von der Flaschenform her in keines der bekannten Mehrwegsysteme hineinpassen.



Sie wollten's zuerst nicht glauben, aber dann war da als markantester Hinweis die aufgedruckte rote Ecke auf dem Deckel des Kartons:



Das hat das als Argument gereicht. :-)

Skurrile Kundin in der Nacht

Was soll man schon dazu sagen, wenn eine mit Tüchern behangene Frau mittleren Alters nachts ab halb drei sich etwa eineinhalb Stunden hier im Laden aufhält? Erstmal nichts.

Nach dieser langen Zeit hatte sie tatsächlich ein paar Teile zusammengesucht und bewegte sich endlich zur Kasse, um zu bezahlen. Entweder war es irgendein Ablenkungsmanöver oder die gute Frau hatte echt eine Schramme: Nachdem mein Mitarbeiter die Ware über den Scanner gezogen und ihr gewohnt freundlich den Zahlbetrag genannt hatte, tickte sie völlig aus. Sie bräuchte sich hier "nicht anmachen zu lassen" und "wo wären wir denn hier?".

Das war das Einzige, was sie in der gesamten Zeit sprach. Sie ließ daraufhin alle Teile stehen, verließ den Laden und verschwand in der Nacht.

Keinen Schimmer...

Sangria

Drei männliche Teenager standen an der Kasse und wollten zwei Flaschen Sangria kaufen. Aus der Entfernung hätte ich mindestens einen der Jungs für drei und 'nen Keks höchstens zwölf Jahre gehalten. Nach mindestens sechzehn sahen sie alle irgendwie nicht aus und so fragte meine Kassiererin pflichtbewusst nach einem Ausweis.

Einen Ausweis hatten sie nicht dabei und so durften sie die beiden Flaschen wieder nehmen und zum Regal zurücktragen.

Auf halbem Wege fragten sie eine erwachsene Kundin, ob sie nicht den Sangria kaufen und anschließend den Jungs aushändigen könnte.

Hat sie zum Glück nicht getan.

Rotwein-U(n/m)fall-Video

Vielen Dank an Kollege Uwe für die unterhaltsame Darbietung Erlaubnis zur Veröffentlichung. :-)

Nachtrag: Sorry für das verwackelte Bild. Ich musste das Monitorbild der Überwachungskamera abfilmen, um die Kunden an der Kasse auszublenden. Mir mangelt's hier an einer brauchbaren Videobearbeitungssoftware. :-)


Der T1100: Kein Terminator

Sollte jemand über den Link zur MDE-Gerät-Auktion zuerst bei Ebay, dann auf meinen anderen Auktionen und darüber dann bei den angebotenen HP-Tintenpatronen gelandet sein: Ja, der DesignJet 450c, den ich mir im Dezember 2006 zugelegt habe, kommt wieder weg.

Der Drucker ist nunmal nicht das neueste Modell. Treiber, Datenübertragung, Drucktechnik - alles ist bis zu deutlich über zehn Jahre alt und stand hier im letzten halben Jahr nur noch mit einer Fehlermeldung blinkend herum. Ich vermute, der Drucker hat irgendeinen Bug gehabt und hat deshalb immer und immer wieder einen Fehler bei den Tintenpatronen gemeldet. Doch was genau dort los war, habe ich nie herausfinden können.

Eigentlich wollte ich ihn nutzen, um Plakate zu drucken, die auf Besonderheiten in meinem Sortiment hinweisen. Tatsächlich kann ich mich an fast jeden einzelnen Ausdruck erinnern. Besonders an den riesigen Hinweis auf meine 24-Stunden-Öffnung, der einer der letzten Ausdrucke mit dem Gerät war. Mindestens zehn mal habe ich den Ausdruck neu beginnen müssen und habe mich groteskerweise sehr gefreut, wenn er ein Teilstück fehlerfrei und ohne abzubrechen gedruckt hatte.

Nun reicht's mir. Den 450er nimmt HP in Zahlung und stattdessen kommt hier ein nagelneuer T1000 HP T1100 hin. Ich freue mich schon. :-)

Zwei Rotweinaufsteller

Eigentlich sollten die beiden Displays mit Rotwein irgendwo im Laden stehen und ihre Ware präsentieren. Nun sind sie vollkommen "am Boden zerstört". Dumm gelaufen, lieber Kollege. Und merke: Wenn man das lenkbare Rad an einem Hubwagen quer zur Laufrichtung stellt, wird das gesamte Fahrzeug extrem wackelig — und das kann bei ungleichmäßiger Beladung schnell dazu führen, dass alles zur Seite kippt.

Bei Glasflaschen mitunter mit schweren Folgen:



(Hat jemand den grammatikalisch richtigen Gedanken- anstatt des ansonsten von mir verwendeten Bindestrichs gesehen?) :-)

Exotisches Leergut (44)

Die niedliche 0,25-Liter-Flasche mit dem mittelalterlich wirkenden Etikett scheint für wahre Biertrinkerromantik zu stehen.

Nur dass da auch wieder InBev hintersteckt, ist schade. :-(


Profi-Blogger leiden unter permanentem Stress

Blogleser Ben hat mir einen Link geschickt:
Hallo Björn,

ich musste bei dem Beitrag (Link zum Artikel) irgendwie an dich denken. Bist du überhaupt ein Profi-Blogger? :-)

Wie auch immer: Weiter so mit dem Blog! *clap clap*

Viele Grüße aus Mainz
Ben
Bin ich ein Profi-Blogger? Was ist ein Profi-Blogger überhaupt? Ich würde mich eher als Viel- und Gerne-Blogger bezeichnen, denn ich blogge nicht aus beruflicher Professionalität sondern lediglich mit Leidenschaft über meinen Job. Also wohl ganz und gar kein Profi-Blogger, aber das ist meine persönliche Einschätzung.

In dem verlinkten Artikel steht:
Blogger stehen unter andauerndem Druck, der sich auch auf ihre Gesundheit und Lebensqualität niederschlägt, berichtet die New York Times.
Nun, das Problem habe ich zum Glück nicht. Ich muss keine Quoten erfüllen, nicht schneller sein, als die anderen.

Im Gegenteil: Ich blogge zur Entspannung, um Erlebtes zu verarbeiten. Wenn ich einen Blogeintrag verfasse, dann geht's mir gut. Ich freue mich über das Feedback in den Kommentaren und muss nicht darauf hoffen, dass irgendeine Anzahl an Geldeinheiten dafür auf meinem Konto erscheint. Nicht nur das: Es gibt hier keine Werbung. Shopblogger ist ein reines Hobbyprojekt von mir und (davon mal abgesehen, dass ich über meine Firma berichte) verfolgt primär keinerlei kommerziellen Interessen.

Und jetzt schnell den neuesten Klatsch und Tratsch aus dem Laden einfangen, bevor's ein anderer macht. :-)

Günstiger als umsonst

Das Telefon klingelte. Ich meldete mich und eine beinahe schon übertrieben freundliche Stimme hauchte mir entgegen:
Guten Tag, mein Name ist Meiermüllerschulz von der Firma xyz. Ich habe gesehen, dass Sie in den "Gelben Seiten" Werbung geschaltet haben und ich wollte Ihnen einfach ein paar Alternativen dazu anbieten.
Meine knappe, aber ehrliche Antwort
Oh, Sie haben sich leider verwählt.
quittierte sie erst mit einer nachdenklichen Pause und der nachfolgenden Frage, ob ich nicht der SPAR-Markt Björn Harste in der Gastfeldstraße 29-33 in 28201 Bremen wäre.

Doch, bin ich. Das sagte ich ihr auch und sie freue sich:
Das ist schön. Wir würden Ihnen nämlich gerne ein paar Alternativen zeigen, wie sie noch günstiger werben können.
Wie, noch günstiger? Ich weiß ja nicht, was die gute Frau im Branchenbuch gesehen haben wird (sofern sie überhaupt selber reingesehen hat), aber das einzige, was darin zu finden sein dürfte, ist der kostenlose Standardeintrag. Und "noch günstiger" zu sein ist da fast unmöglich. :-)