Zwei Polizisten betraten eben den Laden und wollten einen Ball kaufen. Leider konnte ich nicht mit dem gewünschten Objekt dienen und verwies unter Vorbehalt auf diverse Tankstellen in Flughafennähe.
Aus dem Gespräch ergab sich, dass sie den Ball dringend für spontane Sportübungen benötigen würden. "Morgens um drei?!?", fragte ich. Die beiden grinsten nur: "Ja, hat sich spontan ergeben."
Am Samstag Abend nach Feierabend haben wir hier im Laden an der Kasse noch eine kleine, aber relativ aufwändige Baumaßnahme durchgeführt. Aus Sicherheitsgründen und vor allem, um zu verhindern, dass Räuber durch einen Griff in die geöffnete Kasse viel Geld erbeuten, haben wir hier einen kleinen Kassentresor vom Typ "Counter Cache" installiert.
Um den vernünftig zu befestigen, mussten wir leider an das Innere des Kassentisches. Der wiederum besteht aus zusammengenieteten Blechteilen, die wir erstmal lösten, indem wir die ganzen Blindniete herausbohrten.
Vorher mussten wir die Kassentechnik aus dem Tisch nehmen. Scanner und Waage mussten gelöst und entfernt werden, ebenso die Anbauteile wie z.B. die Münzablage für die Kunden. Anschließend ließ sich das Blech-Oberteil des Tisches einfach abnehmen.
Erstaunlich, wieviel Dreck sich in knapp neun Jahren im Inneren des – eigentlich – sehr geschlossenen Gehäuses angesammelt hatte.
Sogar eine Handvoll Kleingeld, darunter mehere "Groschen" und eine 50-Pfennig-Münze haben wir ans Tageslicht befördert.
Eine Stunde später hing der kleine Tresor. Beim Discounter Plus werden seit etlichen Jahren schon baugleiche Behälter verwendet – und das sicherlich nicht ohne Grund.
Zur Funktionsweise: Von einem zum Kassieren notwendigen Bestand mal abgesehen, sollen die Kassenkräfte sämtliche Banknoten immer gleich in dem kleinen Behälter verschwinden lassen. Somit sind sie sicher deponiert, denn selbst mit roher Gewalt ist der Behälter nicht "mal eben" abzureißen.
Im Wurstregal haben wir diese original verschlossene, aber leere, Packung Schinken gefunden. Aus irgendeiner Laune heraus haben wir beschlossen, die leere Packung mit einem Sonderpreis zu versehen (20 Cent) und auf den Restetisch zu legen.
Bin mal gespannt, was passiert. Vielleicht freut sich ja jemand, dass er für so wenig Geld keinen Metzgerschinken bekommt.
Auch wir verkaufen hier Getränke unserer Eigenmarke in Discounter-Aufmachung: 1,5l-PET-Flaschen, jeweils zu Sechserträgern in Folie eingeschweißt. Mineralwasser, Apfelschorle, Cola, Bitter Lemon. Das Standardsortiment eben.
Was mich bei diesen Artikeln schon seit jeher stört, ist die Tatsache, dass man sie einfach nicht vernünftig platzieren kann. Naja, es sei denn, man hat den Platz, den Aufbau gleich wie beim Harddiscount zu gestalten und die Ware palettenweise im Markt unterzubringen. So stehen die Sechserträger bei uns in der untersten Ebene des Getränkeregals und ständig liegen die blöden Folien dazwischen oder sogar auf dem Fußboden. Man kann nicht hinter jedem Kunden herräumen und manche Leute werfen die Verpackungen einfach nur achtlos ins Regal oder eben sogar auf den Boden.
Gerade eben hat ein Kunde die Folie, aus der er Sekunden zuvor die Flaschen gepult hat, genommen und zum rund zehn Meter entfernten Müllsack beim Leergutautomaten gebracht.
Vor einigen Wochen kam hier in einem mit zerknüllten Zeitungen ausgepolstertem Karton eine leere Flasche des portugiesischen Milchmischgetränks "Ucal" an. Ich weiß leider nicht mehr, von wem und über das Produkt selber habe ich auch kaum etwas herausfinden können (Ist "parmalat" der Hersteller?) – aber trotzdem wollte ich diese Einsendung natürlich hier noch verewigen. Vielleicht mag ja der eine oder andere Leser etwas dazu schreiben...
Eine inhalts- und anhanglose Mail. "unbekannter Absender" und keine Betreffzeile. Wenn doch nur jede eintreffende Spam-Mail so leicht zu kategorisieren wäre.
Blogleser Jan hat mir zwei Fotos von SPAR-Märkten aus England zugeschickt. Dazu schreibt er:
Hallo Björn,
nach längerem stillen Mitlesen schicke ich auch mal was fürs Blog. In meinem Silvesterurlaub in England bin ich zwei Spar-Märkten über den Weg gelaufen: Einmal an der Granby Street, der Haupteinkaufsstraße in Leicester und einmal am Flughafen in Birmingham. Ich muss gestehen, dass ich in beiden Märkten nicht drin war, weil ich gerade nichts brauchte. Und wenn wir mit neun Leuten für die Silvesterfeier im kleinen Spar eingekauft hätten, wäre der anschließend leer gewesen .
Vielen Dank für die Bilder. Den kleinen Laden aus dem Flughafen in Birmingham kenne ich. Glaube ich jedenfalls. Ich war da ja selber mal und habe das Bild auch hier im Blog verewigt. Offenbar haben die den kleinen Laden aber gründlich renoviert. Der Grundriss scheint der selbe zu sein, was auch besonders an den beiden Stützen links im Bild zu erkennen ist – aber ansonsten haben die so ziemlich alles verändert...
Vielen Dank an alle, die mich auf die Erwähnung im aktuellen "c't"-Sonderheft "Webdesign" hingewiesen haben. Und natürlich auch vielen Dank an die c't-Redaktion für den Screenshot und die Erwähnung im Text.
Ein Mann bezahlte eine Handy-Guthabenkarte. Nachdem der Bezahlvorgang abgeschlossen und der Kassenbon überreicht war, rief mich mein Mitarbeiter von der Kasse aus und bat darum, dass ich ihm eine Karte nach vorne bringe. Das tat ich.
10 Minuten später klingelte wieder das interne Telefon. "Der Kunde weg.", sagte mein Kassierer. "Und zwar ohne die Karte. Ich dachte erst, der wäre vielleicht nochmal kurz in den Laden gegangen, aber ich sehe den nirgends und die Karte hat er hier auch noch nicht abgeholt."
Er sollte sie erstmal sicher aufbewahren, denn ich konnte mir vorstellen, dass der Kunde noch merken wird, dass er zwar 15 Euro bezahlt hat, aber immer noch nicht telefonieren konnte.
Eine knappe halbe Stunde später kam er tatsächlich zurück. Aber nicht, um ausdrücklich die Karte abzuholen, sondern um die auf dem Bon aufgedruckte Nummer zu reklamieren. Das mit der Aufladung würde nicht funktionieren, er bekäme ständig die Ansage, dass die Aufladenummer ungültig sei.
Nun – er hat die ganze Zeit versucht, mit der auf meinen Kassenbons stehenden Umsatzsteuer-Identifikationsnummer sein Handy zu "füttern". Geht natürlich nicht.
So kann's aussehen, wenn einem Mitarbeiter versehentlich der Auszeichner mit seiner Pappe in die Presse rutscht. Für die Belastung mit 16 Tonnen sind diese Geräte, die mal eben 135 Euro netto kosten, nunmal nicht gebaut.
Auch wenn's so aussieht, als wenn jemand das Strichmännchen und den Kringel drumherum in den Rohling einer 2-Euro-Münze eingeritzt hat – dieses Geldstück ist wirklich echt.
Nachdem Du gerade, als ich Dir Fotos vom Spar-Markt in Basel senden wollte, genau eben solche veröffentlicht hast, komme ich Dir jetzt zuvor!
Anbei sende ich Fotos vom Spar Markt in Winterthur, einem Städtchen nahe Zürich. Die Fotos sind am vergangenen Wochenende entstanden. Interessant finde ich besonders, dass der Supermarkt im Erdgeschoss zweier getrennter historischer Stadthäuser "installiert" wurde. Man beachte ebenfalls die PET-Flaschen Sammelbox vorne links vorm Laden. Pfand gibts in der Schweiz nämlich nur auf Glas-Bierflaschen, der Rest ist Einwegmaterial.
Viele Grüsse aus der Schweiz!
Hendrik
Vielen Dank für die beiden Bilder.
Der durch zwei völlig verschiedene Gebäude gehende Markt wirkt allerdings in der Tat sehr interessant.